Wollenhagen
Wollenhagen Hansestadt Gardelegen | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | 52° 36′ N, 11° 35′ O | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Höhe: | 34 m ü. NHN | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Fläche: | 3,42 km²[1] | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Einwohner: | 77 (31. Dez. 2022)[2] | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Bevölkerungsdichte: | 23 Einwohner/km² | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 1974 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Eingemeindet nach: | Lindstedt | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Postleitzahl: | 39638 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Vorwahl: | 039084 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Lage von Wollenhagen in Sachsen-Anhalt
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Kirche zu Wollenhagen (Oktober 2018) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
Quelle bis 1964, wenn nicht angegeben:[1]
Religion
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die evangelische Kirchengemeinde Wollenhagen, die früher zur Pfarrei Klinke gehörte,[19] wird heute betreut vom Pfarrbereich Lindstedt im Kirchenkreis Salzwedel im Propstsprengel Stendal-Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.[20] Die historischen Überlieferungen in Kirchenbüchern für Wollenhagen beginnen im Jahre 1766.[21]
Früher gab es eine eigene Pfarrei im Dorf. Der erste evangelische Pfarrer war ein früherer Gardelegener Kleinschmied namens Gregor Leberkoch. Er wirkte von 1553 bis ungefähr 1578.[22]
Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Die evangelische Dorfkirche Wollenhagen ist ein im Kern frühgotisch rechteckiger Feldsteinbau.[23] Im Inneren sind an der Nordseite des Kirchenschiffs zwei größere Fragmente einer mittelalterlichen Bilderwand mit Szenen aus dem Leben und der Passion Christi erhalten.[24]
- Der Friedhof des Dorfes befindet sich auf dem Kirchhof.
- Im Dorf stehen zwei Bauernhöfe unter Denkmalschutz.[3]
Spukstelle bei Wollenhagen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im „Altmärkischen Hausfreund“ von 1886 wurde folgendes berichtet. Zwischen Könnigde und Wollenhagen wimmert auf den Wiesen und in den Hopfengärten eine klagende Frauengestalt, die den Verlust einer Wiese durch einen falschen Eid verschuldet hat. Sie ist verdammt zu rufen: „Die Wiese gehört hierher!“ Vermutlich ist die Wiese dem Gut in Holzhausen geraubt. In früheren Zeiten hat sie sich schauernd und vor Frost bebend den Hirten genähert, die dort des Nachts ihr Vieh weideten und zu ihrer Erwärmung Feuer angezündet hatten.[25]
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für die Altmark (= Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil XII). Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-8305-2235-5, S. 2490–2493, doi:10.35998/9783830522355 (E-Book zur zweibändigen Druckausgabe).
- Adolf Parisius, Adolf Brinkmann: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Kreises Gardelegen (= Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler der Provinz Sachsen. Heft 20). Otto Hendel, Halle an der Saale 1897, DNB 362007144, S. 194.
- Wilhelm Zahn: Heimatkunde der Altmark. Nach Hinterlassenschaften des Verfassers bearbeitet von Martin Ehlies. 2. Auflage. Verlag Salzwedeler Wochenblatt, Graphische Anstalt, Salzwedel 1928, OCLC 614308966, S. 201 (Reprint 2018, SelbstVerlag Eugen & Constanze Gliege).
- J. A. F. Hermes, M. J. Weigelt: Historisch-geographisch-statistisch-topographisches Handbuch vom Regierungsbezirke Magdeburg. Topographischer Teil. Hrsg.: Verlag Heinrichshofen. Band 2, 1842, S. 418 ([Digitalisat Online]).
- David Bauke: Mittheilungen über die Stadt und den Landräthlichen Kreis Gardelegen. Stendal 1832, S. 305 ([Digitalisat]).
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Hansestadt Gardelegen: Wollenhagen. In: gardelegen.de.
- Wollenhagen im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 4 5 6 Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für die Altmark (= Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil XII). Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-8305-2235-5, S. 2490–2493, doi:10.35998/9783830522355 (E-Book zur zweibändigen Druckausgabe).
- 1 2 3 Elke Weisbach: Die Kurve zeigt wieder nach oben. In: Gardelegener Volksstimme, Gardelegener Kreisanzeiger. 24. Januar 2022, DNB 1047268027, S. 13.
- 1 2 3 4 Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)
- ↑ Meßtischblatt 101: Klinke. Reichsamt für Landesaufnahme, 1873, abgerufen am 27. Mai 2018.
- ↑ Hermann Krabbo: Regesten der Markgrafen von Brandenburg aus askanischem Hause. Hrsg.: Verein für Geschichte der Mark Brandenburg. 1. Lieferung. Duncker & Humblot, Leipzig 1910, S. 127, Nr. 589 (Online).
- 1 2 Peter Wilhelm Behrens: Graf Siegfried von Osterburg und Altenhausen resigniert viele Dörfer und Grundstücke in der Altmark 1238. In: Jahresberichte des Altmärkischen Vereins für vaterländische Geschichte. 4. Jahresbericht, 1841, S. 50 (Digitalisat).
- 1 2 3 4 Wilhelm Zahn: Heimatkunde der Altmark. Nach Hinterlassenschaften des Verfassers bearbeitet von Martin Ehlies. 2. Auflage. Verlag Salzwedeler Wochenblatt, Graphische Anstalt, Salzwedel 1928, OCLC 614308966, S. 201 (Reprint 2018, SelbstVerlag Eugen & Constanze Gliege).
- ↑ Adolph Friedrich Riedel: Codex diplomaticus Brandenburgensis: Sammlung der Urkunden, Chroniken und sonstigen Quellschriften. Hauptteil 1. Band 15. Berlin 1858, S. 279 (Digitalisat).
- ↑ Friedrich Wilhelm August Bratring: Statistisch-topographische Beschreibung der gesammten Mark Brandenburg. Für Statistiker, Geschäftsmänner, besonders für Kameralisten. Band 1. Berlin 1804, S. 266 (Digitalisat).
- ↑ Hansestadt Gardelegen: Wollenhagen. In: gardelegen.de. Abgerufen am 25. März 2022.
- ↑ Die Museen des Altmarkkreis Salzwedel: Böttcher- und Küferwerkstatt. In: museen-altmarkkreis.de. 2022, abgerufen am 26. März 2022.
- ↑ Franz Mertens: Heimatbuch des Kreises Gardelegen und seiner näheren Umgebung. Hrsg.: Rat des Kreises Gardelegen. Gardelegen 1956, DNB 1015184308, S. 203.
- ↑ Paul Kupka: Studien und Forschungen zur Kenntnis der Bronzezeit in der Altmark I. Hohlaxt von Wollenhagen. Hrsg.: Paul Kupka im Auftrag des Altmärkischen Museumsvereines zu Stendal (= Beiträge zur Geschichte, Landes- und Volkskunde der Altmark. Band V.). 1925, ZDB-ID 212026-4, S. 319.
- ↑ Johannes Schneider: Die geschützten Bodendenkmale des Bezirkes Magdeburg. In: Jahresschrift für mitteldeutsche Vorgeschichte. Band 69, 1986, S. 105 (Online)
- ↑ Paul Grimm: Handbuch der vor- und frühgeschichtlichen Wall- und Wehranlagen. Die vor- und frühgeschichtlichen Burgwälle der Bezirke Halle und Magdeburg (= Schriften der Sektion für Vor- und Frühgeschichte. Band 6). 1958, ZDB-ID 1410760-0, S. 399–400, Nr. 1129 Klinke.
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7, S. 359, 363 (Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder).
- ↑ Gesetz über die Neugliederung der Gemeinden im Land Sachsen-Anhalt betreffend den Landkreis Altmarkkreis Salzwedel (GemNeuglG SAW) vom 8. Juli 2010. 8. Juli 2010, GVBl. LSA 2010, 410, § 3, § 4 (sachsen-anhalt.de [abgerufen am 28. Februar 2022]).
- ↑ Einwohnerentwicklung 2012 in den Ortsteilen. In: Volksstimme Magdeburg. 1. Mai 2013 (volksstimme.de [abgerufen am 20. Februar 2022]).
- ↑ Pfarr-Almanach oder die evangelischen Geistlichen und Kirchen der Provinz Sachsen der Grafschaften Wernigerode, Rossla und Stolberg. 19. Jahrgang, 1903, ZDB-ID 551010-7, S. 72 (genealogy.net [Volltext und Scan]).
- ↑ Pfarrbereich Lindstedt. Abgerufen am 21. Mai 2018.
- ↑ Ernst Machholz: Die Kirchenbücher der evangelischen Kirchen in der Provinz Sachsen. In: Mitteilungen der Zentralstelle für Deutsche Personen- und Familiengeschichte. 30. Heft, 1925, ZDB-ID 504809-6, S. 7 (genealogy.net [Volltext und Scan]).
- ↑ Christophorus Schultze: Auff- und Abnehmen der löblichen Stadt Gardelegen. Güssow, Stendal 1668, S. 190 ([Digitalisat]).
- ↑ Thomas Hartwig: Alle Altmarkkirchen von A bis Z. Elbe-Havel-Verlag, Havelberg 2012, ISBN 978-3-9814039-5-4, S. 549.
- ↑ Evangelischer Kirchenkreis Salzwedel (Hrsg.): Mittelalterliche Wandmalereien in altmärkischen Kirchen. 2020, S. 78, Dorfkirche Wollenhagen (uchte-tanger-elbe.de [PDF; abgerufen am 23. März 2022]).
- ↑ Altmärkischer Sagenschatz (= Lehrerverband der Altmark [Hrsg.]: Beiträge zur Volks- und Heimatkunde der Altmark. Band 2). Klinkhardt, 1908, ZDB-ID 1198714-5, S. 229, Spukstellen in der Umgebung von Bismark.

