Fiat 8V
| Fiat | |||
|---|---|---|---|
Fiat 8V | |||
| 8V | |||
| Produktionszeitraum | 1952–1954 | ||
| Klasse | Sportwagen | ||
| Karosserieversionen | Coupé, Roadster | ||
| Motoren | Ottomotoren: 2,0 Liter (77,2–93,4 kW) | ||
| Länge | 4040 mm | ||
| Breite | 1570 mm | ||
| Höhe | 1290 mm | ||
| Radstand | 2400 mm | ||
| Leergewicht | 930 kg | ||
| Fiat 8V | |||
|---|---|---|---|
| Motortyp | 104.000[7][8][9] | 104.003[10] | 104.004[12] |
| Motor | 8-Zylinder-V-Motor (Viertakt), Gabelwinkel 70°, 2 Ventile je Zylinder | ||
| Hubraum | 1996 cm³ | ||
| Bohrung × Hub | 72 × 61,3 mm | ||
| Leistung nach CUNA bei 1/min | 105 PS (77,2 kW) bei 6000 | 115 PS (84,6 kW) bei 6000 | 127 PS (93,4 kW) bei 6600 |
| Max. Drehmoment nach CUNA bei 1/min | 14,9 kpm (146 Nm) bei 3600 | 14,8 kpm (145 Nm) bei 4600 | 15,3 kpm (150 Nm) bei 5400[13] |
| Verdichtung | 8,5:1 | 8,75:1 | |
| Gemischaufbereitung | 2 Doppel-Fallstromvergaser Weber 36 DCF3 | ||
| Ventilsteuerung | zentrale Nockenwelle mit Kettenantrieb, Stoßstangen und Kipphebel | ||
| Kühlung | Wasserkühlung | ||
| Getriebe | 4-Gang-Getriebe, Knüppelschaltung in Wagenmitte, 2. bis 4. Gang synchronisiert | ||
| Getriebeübersetzung | 1. Gang 2,696:1, 2. Gang 1,766:1, 3. Gang 1,259:1 4. Gang 1:1, Rückwärtsgang 2,716:1 | ||
| Achsgetriebeübersetzung | 4,44:1 (9:40) | 4,44:1 (9:40) oder 4,10:1 (10:41) | |
| Radaufhängung vorn | Einzelradaufhängung, Querlenker, Schraubenfeder, Kurvenstabilisator, ein hydraulischer Stoßdämpfer | ||
| Radaufhängung hinten | Einzelradaufhängung, Querlenker, Schraubenfeder, Kurvenstabilisator, zwei hydraulische Stoßdämpfer | ||
| Bremsen | Vierrad-Trommelbremse, gesamte Bremsfläche 1160 cm² | ||
| Lenkung | Schnecke und Rolle | ||
| Karosserie | zweitüriges Coupé mit zwei Sitzplätzen | ||
| Radstand | 2400 mm | ||
| Spurweite vorn/hinten | 1290 mm | ||
| Abmessungen (Länge × Breite × Höhe) | 4040 mm × 1570 mm × 1290 mm ab 1953 Höhe 1305 mm | ||
| Reifen | 165 × 400 | ||
| Leergewicht | 930 kg | ||
| Tankinhalt | 82 l davon 10 l als Reserve | ||
| Höchstgeschwindigkeit | ca. 180 km/h (Werksangabe) |
ca. 190 km/h | über 200 km/h |
| Benzinverbrauch Italiens beste Sorte[10] (80–83 Oktan) |
ca. 12–18 Liter/100 km | ca. 16–19 Liter/100 km | ca. 24 Liter/100 km[14] |
Karosserie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Trotz nur 114 gebauter Fahrzeuge gibt es eine erstaunliche Anzahl verschiedener Aufbauten. Die meisten von ihnen waren Coupés. Alle haben einen Frontmotor, Hinterradantrieb und zwei Sitzplätze gemeinsam.
Fiat
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Karosserien für Fiat wurden im eigenen Karosseriebaubetrieb Carrozzeria Speciale hergestellt. Das erste Coupé wurde von 1952 bis 1953 gebaut und dann durch ein etwas gefälligeres Modell ersetzt, das von 1953 bis 1954 gebaut wurde. Dante Giacosa bevorzugte das Modell von 1952/53. Ab 1953 experimentierte Fiat auch mit Kunststoffkarosserien, doch es kam zu keiner Serienfertigung.[11][4]
Karosseriebeschreibung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die folgende Zusammenfassung basiert auf einem Bericht in The Autocar über einen Fiat 8V mit 115 PS von 1954. Abweichungen zu älteren und anderen Modellen sind wahrscheinlich.
Die Basis der Karosserie besteht aus einem Rahmen mit zwei Längsträgern und Traversen, auf denen eine innere und eine äußere Schale aufgesetzt ist. Die Schalen sind miteinander und mit dem Rahmen verschweißt.[1][2] Auf dieser Grundkonstruktion ist die restliche Karosserie aufgebaut. Für einen geringen Luftwiderstand ist die Karosserie stromlinienförmig, niedrig und schmal gestaltet. Die Front ist vom Kühlergrill, den vier Scheinwerfern und den zwei direkt an der Karosserie befestigten Stoßstangen geprägt. Die oben liegenden kleineren Scheinwerfer sind Abblendlicht, die größeren darunter sind Fernlicht. Es kann nur entweder Abblendlicht oder Fernlicht eingeschaltet werden. Die Blinkleuchten waren anfangs rund und bei den Scheinwerfern angebracht. Spätestens 1954 waren sie tropfenförmig und saßen auf den Kotflügeln. Außenspiegel wurden vom Werk nicht installiert. Das Auto hatte nur einen Innenspiegel. Die Motorhaube ist vorn angeschlagen. Auf ihr befindet sich eine Lufthutze, unter der sich der Lufteinlass für beide Vergaser befindet. Die Frontscheibe ist geteilt. Beide Scheiben sind gebogen und mit einer schmalen Gummileiste verbunden. Es sind zwei gegenläufige Scheibenwischer angebaut, die zur Mitte nach oben und zu den Seiten nach unten wischen. Die Seitenscheiben in den Türen der ersten Modelle von 1952 waren Schiebefenster, später wurden sie als Kurbelfenster ausgelegt.[5] Die Türgriffe sind dicht angelegt. Im schräg abfallenden Heck befindet sich eine große Heckscheibe. Unterhalb ist der Einfüllstutzen mit Schnellverschluss eingebaut. Es gibt keine Heckklappe. Links und rechts an den Ecken sind kleine Stoßstangen angebracht, und in der Mitte unterhalb des Hecks ragen zwei Auspuffrohre heraus. Die Räder sind mit je einem Zentralverschluss befestigt, wofür im Werkzeug ein Hammer mitgeliefert wird. Für die Hinterräder konnten Abdeckungen der Radhäuser bestellt werden. Die Karosserie hat vier Punkte, an denen das Fahrzeug mit dem Wagenheber angehoben werden kann. Das Auto hat 24 Punkte, an denen es alle 1500 km abgeschmiert werden muss.[10]
Der Innenraum hat eine Länge zwischen Spritzwand bis zur hinteren Ablage von ca. 1600 mm und eine maximale Breite zwischen den B-Säulen von ca. 1200 mm. Um den Raum bestmöglich zu nutzen, ist der Beifahrersitz um etwa 450 mm weiter nach hinten versetzt als der Fahrersitz. Dadurch konnte der Fahrersitz etwas mehr zur Mitte hin eingebaut werden. Außerdem hat der Fahrer auf der rechten Seite mehr Platz, und seine Rundumsicht ist größer. Da der Beifahrer in dieser Sitzposition keinen Halt findet, wurde auf dem Boden eine Fußstütze und an der Rückenlehne des Fahrersitzes ein Haltegriff angebracht. Die Schalensitze sind gepolstert, und der Fahrersitz ist in Längsrichtung einstellbar. Die Innenausstattung enthält Teppichboden über die gesamte Fläche, einschließlich Getriebeabdeckung, Kardantunnel und Heckablage. Die Türen haben Innenverkleidungen. Es gibt eine Innenbeleuchtung. Auf der Heckablage liegt das Ersatzrad. Sie bietet außerdem noch Platz für etwas Gepäck. Der Ganghebel erscheint ziemlich lang. Trotzdem kann das Getriebe gut bedient werden. Die Schaltung ist als H-Schaltung ausgelegt. Der erste Gang liegt links vorn und der Rückwärtsgang rechts hinten. Das Armaturenbrett ist aufgeräumt. Das Tachometer (links) und der Drehzahlmesser (rechts) sind im Halbkreis um die Lenksäule als Kombinationsinstrument angeordnet. Oberhalb der Lenksäule und zwischen beiden Skalen steht in langen Großbuchstaben Fiat und auf dem Markennamen in Kleinbuchstaben mit Unterstrich otto vu. Rechts vom Lenkrad befindet sich eine Uhr und daneben ein Kombinationsinstrument für Öl, Treibstoff und Wassertemperatur. Unterhalb von Uhr und Kombinationsinstrument gibt es Zugschalter für Starter, Choke und Handgas. Links unterhalb der Uhr ist das Zündschloss eingebaut. Es hat fünf Schaltstellungen, die von links nach rechts beschrieben wie folgt sind: Standlicht mit Zündung aus, alles aus, Zündung an, Zündung an mit Standlicht und Zündung an mit Volllicht. Das Holzlenkrad hat drei Metallspeichen. Auf der Lenkradnabe befindet sich der Hupknopf. Ihn umgibt ein Ring zur Betätigung der Lichthupe. Die Pedale von Gas und Bremse sind so angeordnet, dass sie mit dem rechten Fuß gleichzeitig bedient werden können, um beim Zurückschalten Zwischengas zu geben und zu bremsen. Links vom Kupplungspedal ist der Abblendknopf auf dem Boden.[10]
1954 kostete ein so ausgestatteter Fiat 8V mit spezieller Nockenwelle für eine Leistung von 115 PS 2.850.000 Lira. Der Preis eines Fiat 1100 TV betrug im gleichen Jahr 1.225.000 Lira.[10]
- Fiat 8V (1952–1953)
- Fiat 8V (1952–1953)
- Fiat 8V (1953–1954)
- Fiat 8V (1953–1954)
Ghia
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ghia baute zwei verschiedene Coupés mit voneinander unabhängiger Formgestaltung.
Fiat 8V (Design Mario Boano, 1953)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Coupé hat die Fahrgestellnummer 106.000042 und ist ein Einzelstück. Es wurde 1953 nach Entwürfen von Mario Boano gebaut.[15][16]
Fiat 8V Supersonic
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Supersonic war ursprünglich ein Prototyp auf Alfa Romeo-1900C-Basis, der auf Wunsch eines Schweizers für die Mille Miglia 1953 bei Virgilio Conrero, einem Tuner für Alfa Romeo und Lancia in Turin, in Auftrag gegeben wurde. Für den Karosseriebau wandte sich Conrero an Ghia, und der Formgestalter Giovanni Savonuzzi entwarf dazu die Karosserie. Dem Wagen war allerdings keine lange Zukunft bestimmt. Schon bei seinem ersten, dem besagten, Rennen ging er in Flammen auf, und die Karosserie wurde zerstört. Die Form beeindruckte Ghia allerdings so, dass 1953 eine Kleinserie aufgelegt wurde. Die Wahl des Basisfahrzeugs fiel auf den Fiat 8V, und im Oktober 1953 wurde das erste Auto auf der Mondial de l’Automobile der Öffentlichkeit vorgestellt. Gebaut wurden insgesamt höchstens 20 Supersonic, davon je nach Quelle bis zu 15 auf Fiat 8V, drei auf Jaguar XK 120, einer auf Aston Martin DB 2/4 Mark II. John Willment ließ 1965 einen Fiat 8V Supersonic auf die Technik der AC Cobra 427 umbauen. Das Fahrzeug ist auch unter der Bezeichnung Willment 427 Coupe bekannt. Außerdem diente 1954 ein Fiat 8V Öl Supersonic Virgil Exner als Vorlage für seinen Entwurf DeSoto Adventurer II.[17]
- Fiat 8V (Design Mario Boano, 1953)
- Fiat 8V Supersonic
- Fiat 8V Supersonic
- Blick in den Innenraum eines Fiat 8V Supersonic
Pininfarina
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Pininfarina entwarf und baute erst 1955 ein Coupé auf Basis des Fiat 8V. Das als Fiat 8V Berlinetta Speciale bezeichnete Fahrzeug ist ein Einzelstück und wurde für Giovanni Nasi von Fiat angefertigt.[18]
Vignale
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Vignale baute insgesamt acht Autos auf dem Fiat 8V auf. Im Einzelnen waren das fünf Coupés, ein Spider, ein Coupé Corsa und die Studie Démon Rouge. Alle Fahrzeuge wurden von Giovanni Michelotti entworfen.
Fiat 8V Coupé
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ab 1953 stellt Vignale verschiedene Coupés auf Basis des Fiat 8V her. Von ihnen wurden insgesamt fünf Stück hergestellt.[19][20]
Fiat 8V Spider
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]1953 stellte Vignale den Fiat 8V Spider vor. Er wurde nur einmal hergestellt und hatte die Fahrgestellnummer 106.000050 sowie die Motornummer 104.000 000184. Das Fahrzeug hatte eine am Kühlergrill nach oben gekröpfte, durchgehende Frontstoßstange.[21][9] Später wurde das Fahrzeug zumindest an der Frontpartie umgestaltet und bekam eine neue Lackierung, denn als das Auto 2015 bei RM Sotheby’s versteigert wurde, war es rot lackiert und die Frontstoßstange durch eine geteilte Stoßstange ersetzt worden. Der Fiat 8V Spider erzielte 1.120.000 € bei der Auktion.[22]
Fiat 8V Coupé Corsa
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Vignale wollte das Coupé Corsa auf der Mondial de l’Automobile 1954 vorstellen, doch die Arbeiten wurden bis dahin nicht fertig. So wurde das Fahrzeug auf keiner Autoausstellung präsentiert und gleich an Casimiro Toselli verkauft. Toselli zeigte das Auto erstmals 1955 zur Rallye Sestriere. Bis 1957 wurden mit dem Coupé Corsa viele Rennen bestritten, allerdings nie mit großem Erfolg. 1957 musste der Fiat 8V umfangreich repariert werden, und dabei bekam er unter anderem eine neue Front und ein neues Heck. Das Fahrgestell hat die Nummer 106.000052.[23][24]
Fiat 8V Démon Rouge
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Vignale stellte auf dem Turiner Autosalon 1953 erstmals den Démon Rouge vor. Er ist eine reine Formstudie. Interessante Details sind nicht nur die gebogene Heckscheibe, sondern auch die Türgriffe. Sie sind als verchromte Platten in den hinteren Dachstreben integriert. 1955 gewann die Form den 'Coppa Campione d’Italia' Concours d’Elegance und 2004, mehr als 50 Jahre später, den als Bester der Show bei der Concours d’Elegance im Palace Het Loo in Apeldoorn, Niederlande.[3] Zu sehen ist er im Louwman Museum in Den Haag.
- Fiat 8V Vignale Coupé
- Fiat 8V Vignale Coupé
- Fiat 8V Démon Rouge
- Fiat 8V Démon Rouge
Zagato
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Insgesamt bekam Zagato 32 Fahrgestelle (nach anderen Quellen 30), von denen fünf mit Fiat-Aufbau versehen waren, und es wurde mindestens ein Spider aufgebaut.
Fiat 8V Coupé Elaborata
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Karosserien der fünf mit Fiat-Aufbau versehenen 8V wurden bei Zagato stark modifiziert. Unter anderem bekamen sie das über Fahrer und Beifahrer separat erhöhte Dach (Bubble Roof). 1953 stellte Zagato den ersten so bearbeiteten 8V vor. Die Fahrzeuge tragen den Schriftzug „Zagato elaborazione“ (dt. Zagato bearbeitet). Bezeichnet werden sie als Fiat 8V Elaborata (dt. verfeinert).[25]
Fiat 8VZ Coupé
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bereits 1952 stellte Zagato sein erstes Coupé vor. Die Fahrzeuge erhielten alle Leichtbaukarosserien, die zu großen Teilen aus Aluminium bestanden. Die Innenausstattung wurde individuell auf jeden Käufer abgestimmt. Auf das Außendesign konnte auch Einfluss genommen werden; beispielsweise konnte das Bubble Roof (Blasendach) – ein über Fahrer und Beifahrer separat nach oben gewölbtes Dach – bestellt werden. Einige von ihnen wurden bei Rennveranstaltungen eingesetzt. Verkauft wurden die Fahrzeuge bis 1959. Bezeichnet werden die Fahrzeuge als Fiat 8VZ, wobei das „Z“ für Zagato steht.[26]
Fiat 8VZ Spider
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Fahrzeug trägt die Fahrgestellnummer 000005.[4] Ursprünglich wurde das Auto 1952 als Coupé bei Fiat gebaut und an den Industriellen Franco Auricchio aus Cremona verkauft. Dieser überließ das Coupé den Rennfahrern Vincenzo Auricchio und Piero Bozzinio für die Mille Miglia 1952, bei der sie in der Klasse bis 2000 cm³ auf den 5. Platz fuhren. Später gab er das Auto an den Rennfahrer Ovidio Capelli weiter, der das Coupé zu Zagato schickte, um eine leichte Barchetta aufbauen zu lassen. Bei einem Unfall in einem Rennen auf Sardinien wurde das Fahrzeug stark beschädigt. In diesem Zustand verkaufte er den Rennwagen an die Brüder Leto di Priolo. Diese sandten das Auto erneut zu Zagato, der eine neue und andere Spider-Karosserie aufbaute.[4] Dieser als 8VZ Spider bezeichnete Rennwagen wurde zum Beispiel am 7. August 1955 im Grand Prix von Schweden in der Klasse GT bis 2 Liter von Massimo Leto di Priolo eingesetzt. Leto di Priolo errang mit dem Fahrzeug den 2. Platz.[27] Das Fahrzeug wurde auf der Stelle sul Liston Edizione 2015 in Padova, Italien gezeigt.[28]
- Fiat 8V Zagato 1955 ohne Bubble Roof (Blasendach)
- Fiat 8V Zagato mit Bubble Roof (Blasendach)
- Fiat 8V Zagato Spider (Nr. 57) beim schwedischen Grand Prix 1955 mit geschlossenem Verdeck
Rennsport
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Bereits 1952 erwies sich der Fiat 8V bei der Targa Florio am 29. Juni als wettbewerbsfähig. Ovidio Capelli fuhr das Auto auf den 5. Platz. Danach folgten weitere Rennen, an denen Fahrzeuge teilnahmen und am 28. September 1952 erreichte Capelli beim Bari Grand Prix erneut den 5. Platz in der Gesamtwertung und damit den ersten Platz der 2-Liter-GT-Klasse vor Sergio Mantovani auf Ferrari.[5] Einen weiteren nennenswerten Erfolg erzielte am 5. September 1954 Elio Zagato, der älteste Sohn des Firmengründers Ugo Zagato, auf einem mit Leichtmetallkarosserie aufgebauten 8VZ von Zagato bei der Coppa Inter Europa in Monza. In dem zweistündigen Rennen gewann er nicht nur die 2-Liter-GT-Klasse, sondern fuhr auch mit 151,36 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit über die gesamte Dauer des Rennens einen neuen Streckenrekord in seiner Klasse.[29] Im gleichen Rennen ein Jahr danach belegte Zagato am 11. September Platz zwei, und Ottavio Guarducci erlangte den ersten Platz. Beide fuhren auf Fiat 8VZ. 14 Tage später konnte Zagato das Berliner Avus-Rennen für sich entscheiden.[30][11] Ab 1956 wurde es langsam ruhiger um den Fiat 8V.
Autos, die Komponenten des Fiat 8V verwendeten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Siata 208
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Auch Siata präsentierte seine neue Baureihe 208 auf dem Genfer Automobilsalon 1952. Da Siata bei der Entwicklung des Fahrzeugs mitgewirkt hatte, konnten sie ebenfalls ein V8-Modell vorstellen. Hauptsächliche Gemeinsamkeit mit dem 8V bildete der Motor. Er wurde mit Leistungsstufen von 105 bis 122 PS und Verdichtungen von 7,5 bis 8,5 : 1 angeboten. Da Siata für den Fiat 8V das Fahrgestell entwickelt hatte,[2] könnte dies auch Einfluss auf den 208 gehabt haben. Die Produktion des 208 endete spätestens mit der Einstellung des Fiat 8V.[7][8]
Fiat Turbina
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]1954 entstand das Versuchsfahrzeug Fiat Turbina mit Gasturbinenantrieb. Für den Bau wurde ein Fahrgestell des Fiat 8V angepasst. Bremsen, Federung und andere Systeme wurden beibehalten.[2]
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Dante Giacosa: FORTY YEARS of Design with Fiat. Fiat Group Marketing & Corporate Communication S.p.A., 2014, Auch als kostenloser Download auf der Website von Fiat Chrysler Automobiles.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 W. Boddy: Continental Sports Cars. G. T. Foulis & Co., London 1952, S. 77.
- 1 2 3 4 5 6 7 8 Dante Giacosa: FORTY YEARS of Design with Fiat. Fiat Group Marketing & Corporate Communication S.p.A., Italien 2014, S. 125–142, 146, 177–178, 182.
- 1 2 1954 Fiat 8V Demon Rouge (Vignale) Webseite von Carstyling.ru. Abgerufen am 2. September 2018
- 1 2 3 4 5 Winston Goodfellow: Una Bella Macchina – Fiat 8V. in automobile Quarterly Volume 36 Number 1, Automobile Quarterly Inc., Kutztown 1996, ISSN 0005-1438, S. 68–85.
- 1 2 3 Laurence Pomeroy, Rodney Walkerrley: The Motor Year Book 1953. Temple Press, London 1953, S. 51, 52, 170 und 173.
- ↑ http://zf24.de/fiat/pics2/8V_2.jpg Schnittzeichnung
- 1 2 3 4 5 Automobil Revue Katalog. 1953, S. 123, 150 und 152
- 1 2 3 Automobil Revue Katalog. 1954, S. 126 und 171.
- 1 2 3 Automobil Revue Katalog. 1955, S. 162.
- 1 2 3 4 5 6 7 The Autocar Road Tests 1954, Technical Staff of The Autocar. Iliffe and Sons Limited, London ca. 1955, S. 66, 113–116.
- 1 2 3 Das Rennsport-Coupé Fiat 8V – eine schöne Überraschung! Webseite von Zwischengas.com. Abgerufen am 2. September 2018
- ↑ Gianni Mazzocchi: Tutte le Fiat. Editoriale Domus, Milano 1983, S. 318–321.
- ↑ Fiat 8V Webseite von Zuckerfabrik24.de. Abgerufen am 30. September 2018
- ↑ Internationaler Automobil-Katalog. International Automobile Catalogue, Zürich 1957, S. 203, 204.
- ↑ 1953 Fiat 8V Boano Coupe (Ghia) Webseite von Carstyling.ru. Abgerufen am 2. September 2018
- ↑ 1953 Fiat 8V Coupé by Ghia Webseite von RM Sotheby’s. Abgerufen am 20. September 2018
- ↑ Ghia Supersonic – futuristisches Überschall-Design auf Schweizer Initiative. Webseite von Zwischengas.com. Abgerufen am 5. September 2018
- ↑ 1955 Fiat 8V Berlinetta Speciale (Pininfarina) Webseite von Carstyling.ru. Abgerufen am 2. September 2018
- ↑ 1953 Fiat 8V Coupe (Vignale) Webseite von Carstyling.ru. Abgerufen am 2. September 2018
- ↑ 1954 Fiat 8V Coupe by Vignale Webseite von RM Sotheby’s. Abgerufen am 20. September 2018
- ↑ 1953 Fiat 8V Spider (Vignale) Webseite von Carstyling.ru. Abgerufen am 2. September 2018
- ↑ 1953 Fiat 8V Cabriolet by Vignale Webseite von RM Sotheby’s. Abgerufen am 2. September 2018
- ↑ 1954 Fiat 8V Coupe Corsa (Vignale) Webseite von Carstyling.ru. Abgerufen am 2. September 2018
- ↑ A Fiat 8V Vignale, a one-off car, to be auctioned at 1000 Finarte. ( des vom 2. September 2018 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Webseite von Automotive Masterpieces exhibitions lab. Abgerufen am 2. September 2018
- ↑ 1953 FIAT 8V ELABORATA Webseite von Bonhams Auctions Home. Abgerufen am 5. September 2018
- ↑ 1952 Fiat 8VZ (Zagato) Webseite von Carstyling.ru. Abgerufen am 5. September 2018
- ↑ GP Sverige GT2.0 (Race Results) Webseite von Racing Sports Cars. Abgerufen am 5. September 2018
- ↑ Stelle Sul Liston: Edizione 2015. ( des vom 5. September 2018 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Webseite von Stelle Sul Liston. Abgerufen am 5. September 2018
- ↑ Laurence Pomeroy, Rodney Walkerrley: The Motor Year Book 1955. Temple Press, London 1955, S. 207.
- ↑ Laurence Pomeroy, Rodney Walkerrley: The Motor Year Book 1956. Temple Press, London 1956, S. 186, 188.

