Sie wurde auf der IAA 1977 in Frankfurt präsentiert und war die erste konzernweit einheitlich angebotene Lastwagenbaureihe. Anfangs wurde die T-Reihe noch parallel unter den vier Markennamen der in Iveco aufgegangenen NutzfahrzeugherstellerFiat, OM, Unic und Magirus-Deutz angeboten. Die Nah- und Fernverkehrskabinen waren eine Modifizierung der von Fiat 1970 eingeführten Frontlenkerkabine, die u.a. eine vergrößerte Frontscheibe erhielt.
Auf dem Lkw-Markt konkurrierte die T-Reihe in erster Linie mit dem Mercedes-Benz NG, dem MAN F8 und dem Volvo F12.
Bei Magirus wurde sie als M-Reihe bezeichnet und löste ab 1978 die D-Reihe ab, die noch auf dem 1963 eingeführten Transeuropa-Führerhaus basierte. Produziert wurde die M-Reihe in Turin und Trappes. Während Magirus auf luftgekühlte Deutz-Dieselmotoren setzte, bot Fiat die gleichen Fahrzeuge als Fiat 190 mit wassergekühlten Motoren an. 1981 wurden die wassergekühlten Fiat-Motoren in das Magirus-Programm übernommen. Die luftgekühlten Motoren wurden nach und nach aus dem Programm genommen. Ab dem 1. Januar 1983 wurden alle Produkte von Magirus-Deutz in Deutschland unter den Namen Iveco Magirus vertrieben. Anstelle des großen Magirus-Deutz-Schriftzugs mit kleinem Iveco-Logo trugen die Fahrzeuge nun einen großen Iveco- und einen kleinen Magirus-Schriftzug auf dem Kühlergrill. Oberhalb der T-Reihe wurde ab 1984 der Iveco TurboStar angeboten, der abweichend zur T-Reihe über ein Großraumfahrerhaus und leistungsstärkere Motoren verfügte. 1985 wurde die T-Reihe optisch an den TurboStar angeglichen und erhielt u.a. eine Frontstoßstange und vordere Kotflügel aus dunkelgrauem Kunststoff. Der Magirus-Schriftzug entfiel, dafür gab es einen neuen Turbo-Schriftzug oberhalb des Kühlergrills. Am 14. März 1985 lief mit dem 190-30 der erste in Deutschland gefertigte Lkw der T-Reihe vom Band. Die T-Reihe wurde nun in Ulm und Turin gebaut.
1990 wurde die T-Reihe zum Iveco TurboTech weiterentwickelt und abgelöst.
Eine ganze Reihe von Lastwagen aus dem russischen Uralski Awtomobilny Sawod nutzt aufgrund einer Kooperation der Hersteller noch 2016 das Fahrerhaus der Iveco-T-Reihe. Dazu gehören Typen wie der schwere Ural-5323, aber auch der Ural-43206 und Versionen des bekannten Ural-4320.
Lastwagen 6×2 mit Nachlauf-Liftachse (Magirus xxx M 22/26 F, Iveco 240-xx P)
Sattelzugmaschinen 6×2 (Magirus xxx M 22 FS, Iveco 220-xx PT)
Bei Magirus (bis 1982) geben die drei Ziffern vor dem M die Motorleistung in PS an, bei Iveco (ab 1983) die zwei Ziffern hinter dem Bindestrich die Motorleistung in PS geteilt durch 10.
Dieter Augustin: IVECO Magirus – Alle Lastwagen aus dem Ulmer Werk seit 1917. Motorbuch-Verlag, Stuttgart 2006, ISBN 3613026007 (informiert über die Unternehmensgeschichte und die Lastwagenmodelle).
Bernd Regenberg: Das Lastwagen-Album MAGIRUS. Podszun-Verlag, Brilon 2005, ISBN 3861333880 (informiert über die Unternehmensgeschichte, die Lastwagenmodelle und die Feuerwehrfahrzeuge).
Klaus Rabe: Der Zukunft ein Stück voraus – 125 Jahre Magirus. Econ-Verlag, Düsseldorf 1989, Jubiläumsband für Iveco Magirus (informiert über die Unternehmensgeschichte, die Lastwagenmodelle und die Feuerwehrfahrzeuge).
Werner Hartung: Die schweren Fiat-Lkw der 70er Jahre mit H- und T-Kabine.Brekina-Autoheft 2020 (informiert über Vorbilder von Brekina-Modellfahrzeugen).
Werner Oswald: Deutsche Last- und Lieferwagen 1970–1989. Motorbuch-Verlag, Stuttgart 2006, ISBN 3613024462