Klaus Hänert wurde am 1. Februar 1918 im schlesischen Hirschberg geboren und trat 1936 in die Kriegsmarine ein. Bis zum Sommer 1940 diente er als Wachoffizier auf dem Zerstörer Z 6 Theodor Riedel und wurde dann persönlicher Adjutant des Kommandierenden Admirals der Marine-Station Nordsee. Seine U-Bootausbildung absolvierte er im Frühjahr 1942. Anschließend fuhr er als 2. Wachoffizier, dann als 1. Wachoffizier auf U 68. Im Frühjahr 1943 war er Lehrer bei der 2. U-Lehrdivision und absolvierte dann seinen U-Kommandantenlehrgang. Klaus Hänert wurde am 1. Februar 1943 zum Kapitänleutnant befördert, der Einsatz mit U 550 war seine erste und einzige Feindfahrt als Kommandant. Er ging mit Teilen seiner Besatzung in Kriegsgefangenschaft, aus der er 1947 entlassen wurde.[2]
Die Einsatzgeschichte des Bootes war kurz. Es lief am 6. Februar 1944 von Kiel zu seiner einzigen Unternehmung aus. Südlich von Island wurde es am 22. Februar 1944 von einer kanadischen PBY 4 Catalina angegriffen, die vier Wasserbomben auf das U-Boot warf und es mit Bordwaffen beschoss. U 550 verlor bei diesem Angriff zwei Besatzungsmitglieder, setzte die Feindfahrt jedoch fort. Am 16. April 1944 griff das Boot den Konvoi CU-21 an und versenkte den mit 11.017 Bruttoregistertonnen vermessenen US-Tanker Pan-Pennsylvania (Lage40.083333-69.666667). Die Geleitschiffe des Konvois, die GeleitzerstörerUSS Gandy, USS Joyce und USS Petersen, orteten das U-Boot, brachten es mit Wasserbomben zum Auftauchen und versenkten es mit Wasserbomben und Geschützfeuer (Lage40.15-69.733333). 44 Besatzungsmitglieder von U 550 starben, 12 überlebten die Versenkung. Von der Besatzung der Pan-Pennsylvania überlebten 56 den Untergang ihres Schiffes, 25 starben.
Die Geretteten überquerten als Kriegsgefangene an Bord der USS Joyce in zwölf Tagen im Geleit den Atlantik.
Laut amerikanischen Quellen wurde das Boot durch einen Rammstoß der USS Gandy versenkt.[3]
↑Rainer Busch, Hans-Joachim Röll: Der U-Boot-Krieg 1939–1945. Band 2: Der U-Boot-Bau auf deutschen Werften. E. S. Mittler und Sohn, Hamburg u. a. 1997, ISBN 3-8132-0512-6, S. 120.
↑Rainer Busch, Hans-Joachim Röll: Der U-Boot-Krieg 1939–1945. Band 1: Die deutschen U-Boot-Kommandanten. E. S. Mittler und Sohn, Hamburg u. a. 1996, ISBN 3-8132-0490-1, S. 86.
↑Theodore Roscoe: Destroyer Operations in World War II. United States Naval Institute, Annapolis MD 1953.