U 507
U 507 (vorheriges/nächstes – alle U-Boote) | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
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| Typ: | IX C | |||||
| Feldpostnummer: | M 19 192 | |||||
| Werft: | Deutsche Werft, Hamburg | |||||
| Bauauftrag: | 20. Oktober 1939 | |||||
| Baunummer: | 303 | |||||
| Kiellegung: | 11. September 1940 | |||||
| Stapellauf: | 15. Juli 1941 | |||||
| Indienststellung: | 8. Oktober 1941 | |||||
| Kommandanten: |
8. Oktober 1941 – 13. Januar 1943: | |||||
| Einsätze: | 4 Unternehmungen | |||||
| Versenkungen: |
19 Schiffe (77.143 BRT) | |||||
| Verbleib: | am 13. Januar 1943 vor der brasilianischen Atlantikküste versenkt | |||||
| Zeitpunkt | Name | Schiffstyp | Tonnage | Reederei | Opfer | Überlebende |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 16. August 1942, 02.03 Uhr | Araraquara | Passagier- und Frachtschiff | 4872 BRT | Lloyd Nacional | 131 | 11 |
| 16. August 1942, 09.13 Uhr | Annibal Benévolo | Passagier- und Frachtschiff | 1905 BRT | Companhia de Navegação Lloyd Brasileiro | 150 | 4 |
| 16. August 1942, 19.10 Uhr | Baependy | Passagier- und Frachtschiff | 4801 BRT | Companhia de Navegação Lloyd Brasileiro | 270 | 36 |
| 17. August 1942, 15.49 Uhr | Itagiba | Passagier- und Frachtschiff | 2169 BRT | Companhia de Navegação Costeira | 36 | 145 |
| 17. August 1942, 18.03 Uhr | Arará | Passagier- und Frachtschiff | 1075 BRT | Companhia Serras de Navegação e Comércio | 20 | 16 |
Laconia-Nachspiel
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Am 12. September 1942 um 22.07 Uhr torpedierte U 156 die Laconia (19.695 BRT) auf der Position 4° 34′ S, 11° 25′ W im Marinequadrat FF 7721 mit zwei Torpedos. An Bord der Laconia befanden sich 2.732 Personen darunter etwa 1.800 italienische Kriegsgefangene. Der Kommandant vom U 156 erkannte, dass durch die Torpedierung Verbündete in Seenot geraten waren und leitete eine in der Seekriegsleitung beispiellose Rettungsaktion ein. Gemäß Befehls durch den BdU, Admiral Karl Dönitz, machte sich U 507 auf den Weg von seinem Einsatzort in den brasilianischen Gewässern zum Versenkungsort an die afrikanische Küste. Dort traf U 507 am 15. September einige Stunden nach U 506 an der Versenkungsstelle ein und sammelte Schiffbrüchige aus Rettungsbooten und nahm weitere Rettungsboote in Schlepp. Am 18. September waren 129 Italiener, 15 Frauen, 16 Kinder und ein britischer Offizier an Bord. Sieben Rettungsboote mit 330 Menschen, darunter 35 Italiener, befanden sich am Schlepptau. Beide eingetroffenen deutschen Boote meldeten den Vollzug der Rettungsmaßnahmen an Karl Dönitz. Während Würdemann, Kommandant von U 506, wohlweislich nur die Anzahl der bei ihm an Bord und in seinem Schlepp befindlichen Schiffbrüchigen meldete und darauf verzichtete, deren Nationalitäten zu nennen, berichtete Schacht seinem Befehlshaber, dass er Boote mit 95 Briten und Polen im Schlepp habe. Dönitz befahl ihm daraufhin, die jeweiligen Taue zu kappen, während Würdemann keinen derartigen Befehl bekam.[7] Die aufgefischten Italiener wurden kurze Zeit später der Annamite, einem französischen Avisoschiff, übergeben, das ebenfalls nach Anweisung des BdU zur Hilfe herbeigeeilt war. Danach marschierte U 507 auf Befehl des BdU nach Lorient zur Versorgung. Als Kommandant Schacht nach Abschluss der Rettungsaktion in langen Funksprüchen seine Handlungen beschrieb und auch schilderte, welche Hilfestellung er britischen und polnischen Schiffbrüchigen hatte zuteilwerden lassen, erhielt er von Dönitz einen scharfen Tadel.[7][8]
Angriffe auf U 507
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Die Alliierten führten zwei nachweislich aufgezeichnete Angriffe auf U 507 aus. Am 9. Mai 1942 wurde das U-Boot von einem Flugboot der US Navy vom Typ PBY Catalina 225 Meilen südlich von dessen Basis Pensacola attackiert. Am 10. Mai 1942 wurde das U-Boot erneut von einer PBY Catalina 56 Meilen südsüdwestlich von seiner Basis Pensacola bombardiert.
Versenkung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]U 507 wurde während eines Folgeunternehmens zum Unternehmen Paukenschlag von einem Seefernaufklärer vom Flugzeugtyp Catalina des Geschwaders VP-83 der US Navy am 13. Januar 1943 auf der Position 1° 38′ S, 39° 52′ W vor der brasilianischen Atlantikküste knapp südlich des Äquators versenkt. Dabei kamen alle Besatzungsmitglieder des U-Bootes und ein Überlebender des Handelsschiffes Baron Dechmont, das zehn Tage zuvor auf der Position 3° 11′ S, 38° 41′ W vom U 507 torpediert und versenkt wurde, ums Leben.
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Erminio Bagnasco: U-Boote im 2. Weltkrieg. (Technik – Klassen – Typen. Eine umfassende Enzyklopädie). 5. Auflage. Motorbuch-Verlag, Stuttgart 1996, ISBN 3-613-01252-9.
- Paul Kemp: Die deutschen und österreichischen U-Boot-Verluste in beiden Weltkriegen. Urbes Verlag, Gräfelfing vor München 1998, ISBN 3-924896-43-7.
- Léonce Peillard: Affäre Laconia (= Bastei Lübbe 63022 Sachbuch). Lizenzausgabe. Lübbe, Bergisch Gladbach 1978, ISBN 3-404-00709-3.
- Eberhard Rössler: Geschichte des deutschen U-Bootbaus. Band 1: Entwicklung, Bau und Eigenschaften der deutschen U-Boote von den Anfängen bis 1943. Lizenzausgabe der 2. Auflage. Bechtermünzverlag, Augsburg 1996, ISBN 3-86047-153-8.
Anmerkungen und Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Rainer Busch, Hans-Joachim Röll: Der U-Boot-Krieg 1939–1945. Band 2: Der U-Boot-Bau auf deutschen Werften. E. S. Mittler und Sohn, Hamburg u. a. 1997, ISBN 3-8132-0512-6, S. 229–232.
- ↑ Rainer Busch, Hans-Joachim Röll: Der U-Boot-Krieg 1939–1945. Band 2: Der U-Boot-Bau auf deutschen Werften. E. S. Mittler und Sohn, Hamburg u. a. 1997, ISBN 3-8132-0512-6, S. 56–57.
- ↑ Georg Högel: Embleme, Wappen, Malings deutscher U-Boote 1939–1945. 5. Auflage. Koehlers Verlagsgesellschaft mbH, Hamburg 2009, ISBN 978-3-7822-1002-7, S. 114.
- ↑ Rainer Busch, Hans-Joachim Röll: Der U-Boot-Krieg 1939–1945. Band 2: Der U-Boot-Bau auf deutschen Werften. E. S. Mittler und Sohn, Hamburg u. a. 1997, ISBN 3-8132-0512-6, S. 368.
- ↑ Rainer Busch, Hans-Joachim Röll: Der U-Boot-Krieg 1939–1945. Band 3: Deutsche U-Boot-Erfolge von September 1939 bis Mai 1945. E. S. Mittler und Sohn, Hamburg u. a. 2001, ISBN 3-8132-0513-4, S. 215.
- ↑ Frank D. McCann: Brazil and World War II: The Forgotten Ally. What did you do in the war, Zẻ Carioca? University of New Hampshire, aufgerufen am 5. September 2024.
- 1 2 Clay Blair: Der U-Boot-Krieg. Band 2: Die Gejagten, 1942–1945. Heyne, München 1998, ISBN 3-453-16059-2, S. 97.
- ↑ „Handlungsweise [ … ] war falsch, Boot war abgestellt, um italienischen Bundesgenossen zu retten, nicht zur Rettung von Engländern und Polen.“ Dönitz, zitiert nach: Clay Blair: Der U-Boot-Krieg. Band 2: Die Gejagten, 1942–1945. Heyne, München 1998, ISBN 3-453-16059-2, S. 101.
Koordinaten: 1° 38′ 0″ S, 39° 52′ 0″ W
