Das Boot wurde am 29. April 1940 bei der Deutschen Werft in Hamburg auf Kiel gelegt. Die Deutsche Werft baute die Boote dieses Typs als Nachbauwerft der Deschimag AG Weser, die bis dahin mit dem Bau dieser Boote beauftragt war. Am 24. April 1941 lief das U-Boot vom Stapel und am 30. Juli 1941 wurde es mit 53 Mann Besatzung unter dem Kommando von KorvettenkapitänFritz Poske in Dienst gestellt.
U 504 unternahm sieben Feindfahrten, auf denen 15 Schiffe versenkt wurden, ein weiteres – der amerikanische Dampfer Anne Hutchinson – wurde als Totalverlust eingestuft (Gesamttonnage der 16 Schiffe: 85.299 BRT).[1]
Das Boot lief am 25. Januar aus Lorient aus. Als Einsatzgebiet war der Westatlantik, insbesondere die Ostküste der USA vorgesehen. Am 1. April kehrte U 504 nach Lorient zurück.[2] Auf dieser Fahrt versenkte Kommandant Poske vier Schiffe.[1]
22. Februar 1942: Versenkung der US-amerikanischenRepublic (5.287 BRT) (Lage27.083333-80.25)
23. Februar 1942: Versenkung der US-amerikanischen WD Anderson (10.227 BRT) (Lage27.15-79.933333)
26. Februar 1942: Versenkung der niederländischenMamura (8.245 BRT) (Lage29-76.333333)
16. März 1942: Versenkung der britischenStangarth (2.802 BRT; im Konvoi OS-20 fahrend) (Lage22.666667-65.333333)
Am 19. August lief U 504 von Lorient aus und kehrte, nach einer Patrouille im Südatlantik am 11. Dezember zurück.[2] Auf dieser Unternehmung versenkte Kommandant Poske fünf Schiffe und beschädigte eines so schwer, dass es zwar den Hafen erreichte, aber später aufgegeben werden musste.[1]
17. Oktober 1942: Versenkung der britischen Empire Chaucer (5.970 BRT) (Lage-38.220.066667)
23. Oktober 1942: Versenkung der britischen City of Johannesburg (5.669 BRT) (Lage-33.33333329.5)
26. Oktober 1942: Fatale Beschädigung der US-amerikanischen Anne Hutchinson (7.176 BRT) (Lage-33.16666728.5)
31. Oktober 1942: Versenkung der britischen Reynolds (5.113 BRT) (Lage-30.03333335.033333)
31. Oktober 1942: Versenkung der britischen Empire Guidon (7.041 BRT) (Lage-30.834.183333)
3. November 1942: Versenkung der brasilianischenPorto Alegre (5.187 BRT) (Lage-35.4528.033333)
Am 19. Januar 1943 lief U 504 zu einer ersten Feindfahrt unter dem Kommando von Wilhelm Luis aus. Das Boot kehrte am 24. März nach Lorient zurück, ohne Versenkungen erzielt zu haben. Am 21. April lief es erneut zu einer weiteren erfolglosen Unternehmung im mittleren Atlantik aus. Bei der Rückkehr nach Frankreich lief das Boot in Bordeaux ein.[2]
1234Rainer Busch, Hans-Joachim Röll: Der U-Boot-Krieg 1939–1945. Band 3: Deutsche U-Boot-Erfolge von September 1939 bis Mai 1945. E. S. Mittler und Sohn, Hamburg u. a. 2001, ISBN 3-8132-0513-4, S. 213.
12345Rainer Busch, Hans-Joachim Röll: Der U-Boot-Krieg 1939–1945. Band 2: Der U-Boot-Bau auf deutschen Werften. E. S. Mittler und Sohn, Hamburg u. a. 1997, ISBN 3-8132-0512-6, S. 494–S. 495.