Skorodit kristallisiert im orthorhombischen Kristallsystem und entwickelt nur kleine, prismatische oder dipyramidale Kristalle, aber auch traubige, körnige bis massige Aggregate oder krustige Überzüge. Auch pseudohexagonale Formen durch Verzwillingung sind bekannt.
Seine glas- bis harzglänzenden Kristalle sind entweder farblos oder durch Fremdbeimengungen grau, grünlich in verschiedenen Sättigungsgraden, bläulich, rötlich oder gelblichbraun gefärbt. Selten werden auch Skorodite mit dem sogenannten Alexandrit-Effekt, einem Farbwechsel von blau im Tageslicht zu lila oder gelbgrün im Kunstlicht, gefunden.[8]
Da der Skorodit bereits lange vor der Gründung der International Mineralogical Association (IMA) bekannt und als eigenständige Mineralart anerkannt war, wurde dies von ihrer Commission on New Minerals, Nomenclature and Classification (CNMNC) übernommen und bezeichnet den Skorodit als sogenanntes „grandfathered“ (G) Mineral.[3] Die seit 2021 ebenfalls von der IMA/CNMNC anerkannte Kurzbezeichnung (auch Mineral-Symbol) von Skorodit (englischScorodite) lautet „Scd“.[1]
In der vorwiegend im englischen Sprachraum gebräuchlichen Systematik der Minerale nach Dana hat Skorodit die System- und Mineralnummer 40.04.01.03. Dies entspricht ebenfalls der Klasse der „Phosphate, Arsenate und Vanadate“ und dort der Abteilung „Wasserhaltige Phosphate etc.“. Hier findet sich das Mineral innerhalb der Unterabteilung „Wasserhaltige Phosphate etc., mit A3+XO4 × x(H2O)“ in der „Variscitgruppe“, in der auch Mansfieldit, Strengit, Variscit und Yanomamit eingeordnet sind.
August Breithaupt:Handbuch der Mineralogie von C. A. S. Hoffmann. fortgesetzt von August Breithaupt. Band4. Craz und Gerlach, Freiberg 1818, S.182–185, Gattung M. Skorodit (rruff.info[PDF; 297kB; abgerufen am 3.Januar 2024]).
Katsuki Kitahama, Ryôiti Kiriyama, Yoshihisa Baba:Refinement of the crystal structure of scorodite. In: Acta Crystallographica. B31, 1975, S.322–324, doi:10.1107/S056774087500266X (englisch).
Scorodite search results.In:rruff.info.Database of Raman spectroscopy, X-ray diffraction and chemistry of minerals (RRUFF);abgerufen am 26.Dezember 2019(englisch).
123456Hugo Strunz, Ernest H. Nickel:Strunz Mineralogical Tables. Chemical-structural Mineral Classification System. 9. Auflage. E. Schweizerbart’sche Verlagsbuchhandlung (Nägele u. Obermiller), Stuttgart 2001, ISBN 3-510-65188-X, S.478 (englisch).
↑David Barthelmy:Scorodite Mineral Data.In:webmineral.com.Abgerufen am 26.Dezember 2019(englisch).
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Scorodite. In: John W. Anthony, Richard A. Bideaux, Kenneth W. Bladh, Monte C. Nichols (Hrsg.): Handbook of Mineralogy, Mineralogical Society of America. 2001 (englisch, handbookofmineralogy.org[PDF; 53kB; abgerufen am 4.Januar 2023]).
123Stefan Weiß:Das große Lapis Mineralienverzeichnis. Alle Mineralien von A – Z und ihre Eigenschaften. Stand 03/2018. 7., vollkommen neu bearbeitete und ergänzte Auflage. Weise, München 2018, ISBN 978-3-921656-83-9.
12345Scorodite.In:mindat.org.Hudson Institute of Mineralogy,abgerufen am 3.Januar 2024(englisch).
↑Stefan Weiß:Blauer Skorodit von Hemerdon: „Specimen Mining“ im Südwesten Englands. In: Lapis Mineralienmagazin. Jahrgang 25, Band10. Weise, Oktober 2000, ISSN0176-1285, S.37.