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Savigny-en-Revermont

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Savigny-en-Revermont
Savigny-en-Revermont (Frankreich)
Savigny-en-Revermont (Frankreich)
Staat Frankreich Frankreich
Region Bourgogne-Franche-Comté
Département (Nr.) Saône-et-Loire (71)
Arrondissement Louhans
Kanton Pierre-de-Bresse
Gemeindeverband Bresse Revermont 71
Koordinaten 46° 38′ N, 5° 25′ OKoordinaten: 46° 38′ N, 5° 25′ O
Höhe 188–223 m
Fläche 27,21 km²
Bürgermeister Phillipe Routhier
Einwohner 1.152 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte 42 Einw./km²
Postleitzahl 71580
INSEE-Code

Savigny-en-Revermont [ˈsaviɲiɑ̃ˌʁəvɛʁmõː] ist eine französische Gemeinde in der Region Bourgogne-Franche-Comté im Département Saône-et-Loire. Sie gehört zum Arrondissement Louhans, zum Kanton Pierre-de-Bresse und zum Gemeindeverband Bresse Revermont 71. Die Gemeinde hat 1.152 Einwohner (Stand 1. Januar 2023)[1].

Lage der Gemeinde im Arrondissement Louhans
Savigny-en-Revermont mit seinen NachbarortenBeaurepaire-en-BresseCourlaouxCondamineMallereyBonnaudBonnaisodBeaufort (Jura)Flacey-en-BresseSagyLe Fay
Savigny-en-Revermont mit seinen Nachbarorten

Lage und Struktur

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Savigny-en-Revermont liegt etwas südlich der Mitte des Arrondissements auf der Ostseite und liegt 30,7 Kilometer südsüdöstlich des Kantonshauptortes Pierre-de-Bresse und 15,1 Kilometer östlich von Louhans-Châteaurenaud. Savigny-en-Revermont ist die südlichste Gemeinde des Kantons Pierre-de-Bresse.

Im Norden grenzt Savigny-en-Revermont an die Gemeinde Beaurepaire-en-Bresse, im Osten liegen fünf Gemeinden, die zum Département Jura gehören: von Norden nach Süden sind dies Courlaoux, Condamine, Trenal, Val-Sonnette und Beaufort-Orbagna. Im Süden liegt Flacey-en-Bresse, im Südwesten Sagy und im Nordwesten Le Fay, die alle drei zum Kanton Louhans gehören.

Die Gemeinde liegt in der Landschaft der Bresse[2].

Die Gemeinde wird durch INSEE eingestuft als «Ländliche Ortschaft mit verstreuter Besiedlung». Die Bevölkerung lebt zu etwa drei Vierteln im Bourg, der Rest in Weilern und Einzelsiedlungen.

Die Gemeinde weist 588 Hektar bewaldete Flächen auf. Dies entspricht 21,4 % der Gemeindefläche. Die Bewaldung setzt sich zusammen aus 62 % Laubwald und 32 % Eichen- und Buchenwald[3]. Die bewaldeten Flächen liegen vor allem im Zentrum der Gemeinde, entlang der Autoroute A39 der Bois de Haute Mare, im Norden um den Étang de Villeron liegen der Bois des Verres, La Grande Cluson, der Bois de Blancy, der Bois du Grand Recoude und Bois des Vernes. Im Nordwesten liegt der Bois de la Chaux, das Champ du Bois und Bois de la Véréta, im Südwesten der Gemeinde der Bois des Verres, der Bois Bâtard, der Bois de la Péle und Le Pertuis aux Loups. Es ist tatsächlich so, dass in der Gemeinde zwei verschiedene Waldstücke den Namen Bois des Verres tragen.

In der Gemeinde werden 1642,2 Hektar (entsprechend 60,4 % des Gemeindegebiets; Stand 2024) als landwirtschaftlich genutzte Flächen deklariert, wovon 37 Hektar für den Bioanbau zugelassen sind. Rund 52 % des Landwirtschaftslandes wird permanent als Wiese genutzt, auf 4 % werden Ölpflanzen (Soja), auf 5 % wird Weichweizen und auf rund 17 % Körner- und Silomais angebaut.[4]

In der Gemeinde finden sich zwei benannte stehende Gewässer, nebst einigen Weihern und Teichen.

Der Étang des Claies * liegt im Nordwesten, an der Grenze zu Beaurepaire-en-Bresse und Le Fay. Alle drei Gemeinden haben Anteil an der Wasserfläche. Der Étang wird entwässert durch den Ruisseau de l'Étang des Claies, der in Ratte in den Ruisseau de l'Étang de Villard mündet.

Im Norden der Gemeinde, etwas westlich der Autoroute A39 liegt der Étang de Villeron *, der nach Süden entwässert, in La Blaine, auch La Blanette genannt.

Bei den fließenden Gewässern ist vor allem La Vallière[5] zu nennen. Sie kommt von Condamine, fließt südöstlich am Bourg vorbei, erreicht die Südgrenze der Gemeinde beim Weiler Les Gobards und bildet die natürliche Grenze bis zum Weiler Le Curtil Bion, wo sie nach Sagy fließt.

Beim Moulin des Gobards nimmt die Vallière den Ruisseau du Roi[6] auf, der in der östlichsten Ecke von Condamine her kommt und seinen ganzen Weg Grenzfluss bleibt.

Westlich der Autoroute A39 fließt der Ruisseau de Blaine[7], der auch La Blanette genannt wird, aus dem Étang de Villeron nach Süden, später nach Westen und bildet die natürliche Grenze zu Sagy.

In Le Fay beginnt der Bief de l’Étang des Claies[8], bringt sein Wasser in den Étang des Claies und mündet in den Ruisseau de l’Étang des Claies[9]. Der Ruisseau de l'Étang des Claies verlässt den Étang beim Ancien Moulin des Claies und bildet die Grenze zu Le Fay für etwas über 500 Meter.

* 
Étang des Claies (290 747 m² bei 46° 39′ N, 5° 21′ O, 21 428 m² bei 46° 39′ N, 5° 22′ O und 1 996 m² bei 46° 39′ N, 5° 23′ O) zusammen mit Beaurepaire-en-Bresse und Le Fay
Étang de Villeron (356 097 m² bei 46° 39′ N, 5° 24′ O und 3 311 m² bei 46° 39′ N, 5° 24′ O)
Flächenangaben: Maximalflächen aus IGN - INPE Inventaire national des plans d'eau

Beim Champ de Chaux erreicht die Autoroute A 39[10] die Gemeinde von Beaurepaire-en-Bresse her. Sie zieht sich in südsüdwestlicher Richtung quer durch das ganze Gemeindegebiet und zerschneidet die Gemeinde, bis sie sich nahe am südlichsten Punkt in Flacey-en-Bresse fortsetzt.

Im Süden der Gemeinde, nahe des Weilers Vériat, befindet sich eine Autobahnraststätte. In Südrichtung die Aire de Repos de la Vallière[11], in Nordrichtung die Aire de Repos de Savigny[12].

Von Le Fay kommt die Départementsstraße D30 Im Nordwesten in die Gemeinde, verläuft nach Osten und später nach Ostsüdost zum Bourg, Im Bourg wendet sie sich nach Nordosten und verlässt die Gemeinde nach Condamine. Diese Straße folgt weitgehend dem Trassee einer Römerstraße nach Lons-le-Saunier. Als 1760 der Étang des Claies ausgetrocknet wurde, wurden Reste der gepflasterten Römerstraße gefunden.

Von Beaurepaire-en-Bresse erreicht die Départementsstraße D87 die Gemeinde, wendet sich nach Südsüdosten zum Bourg und verlässt diesen nach Südsüdwesten. Beim Weiler Villevaudrey wendet sie sich nach Südosten und verlässt die Gemeinde beim Pont Gras über den Ruisseau du Roi nach Beaufort-Orbagna. Ein Nebenast der D87 ist die D87b. Sie zweigt aus der D87 im Bourg ab und verläuft nach Südosten, um den Weiler Bonnaud der Gemeinde Val-Sonnette zu erreichen.

Bei Villevaudrey, wo die D87 ihre Richtung ändert, setzt sich die Départementsstraße D252 nach Südwesten fort, durchfährt Les Gobards, wendet sich nach Nordwesten und schlägt einen Bogen um die Autobahnraststätte. Schließlich wendet sie sich südwärts, durchfährt Vériat und verlässt die Gemeinde bei Le Curtil Bion nach Sagy.

Im Norden der Gemeinde verläuft ein Teil des Radwanderweges La Voie Bressane / Louhans – Lons-le-Saunier[13], eine Fahrradstrecke, die weitgehend dem alten Eisenbahntrassee folgt. In der Gemeinde verläuft die Strecke südlich des Étang des Claies und nördlich des Étang de Villeron bis zum nordöstlichsten Punkt der Gemeinde, wobei kurz vorher noch die Autoroute A 39 unterquert wird. Der ganze Abschnitt ist mit glattem Straßenbelag versehen und ist in der Gemeinde rund 6,7 Kilometer lang.

Erschließungen

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Durch die Gemeinde verläuft eine Hochspannungsleitung mit einer Spannung von 63 kV mit der Bezeichnung Ligne aérienne 63kV N° 1 Louhans – Pymont, die Louhans mit Lons-le-Saunier verbindet. Die Leitung wurde 1955 erstellt und 2025 vollständig saniert[14]. Die Leitung kommt von Trenal, erreicht die Gemeinde bei La Besace, verläuft südwestlich (236°) bis La Plate, anschließend nahezu westlich (265°) bis Les Escochets und weiter (276°) nach Les Varennes, um die Gemeinde bei Ripe d'Empigny nach Sagy zu verlassen. Auf Gemeindegebiet ist die Leitung 7,28 Kilometer lang und wird von 21 Stahlgittermasten getragen.

Weiler und Fluren

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Zur Gemeinde gehören folgende Weiler und Fluren: Beauvernois, Bief-du-Roi (Gewässer), La Blanette (Gewässer), Bois-de-Ban, Bonnemare, Les Bouchots, Les Boulots, Chamazier, Chantabot, La Chauniat, La Chaux, Les Chavannes, Les Claies, Les Communes, Les Crottes, Le Curtil-Bion, Dérobe (Gewässer), Dessous-l’Étang, Les Gobards, Haute-Mare, Les Magniens, Martevaux, Les Moissonnes, Les Odieux, Pourlans, Le Quartier, La Raquette, Les Routes, Rupt, Saint-Pierre, Savigny-Beaurepaire, Les Sutils, Vérable, Vériat, Vernay, Vieuville, Villeron, Villevaudrey.[15]

Das Profil erstreckt sich über die größte Distanz in der Gemeinde, von Les Reculés nach La Besace. Es beginnt bei La Blaine, die hier Grenzfluss ist, gelangt zum Weiler Champ Dernier und Les Sutils. Das Gelände sinkt ab zu La Blaine, auch La Blanette genannt, die aus dem Étang de Villeron nach Süden fließt. Kurz darauf kreuzt die Profillinie die Autoroute A39, setzt sich fort und im tiefsten Punkt liegt die Kläranlage der Gemeinde. Der Bourg selber liegt auf knapp 220 Meter, getrennt durch ein Tälchen folgt der Friedhof. Das Gelände fällt steil ab zum Lauf von La Vallière, am Ende der Profillinie liegt gerade noch die Hochspannungsleitung, die hier das Gemeindegebiet erreicht.

Das Klima in Savigny-en-Revermont ist warm und gemäßigt. Es gibt das ganze Jahr über deutliche Niederschläge, selbst der trockenste Monat weist noch hohe Niederschlagsmengen auf. Die Klassifikation des Klimas nach Köppen und Geiger ist Cfb ((Gemäßigtes) Ozeanklima). Die Temperatur liegt im Jahresdurchschnitt bei 11,5 °C. Der wärmste Monat ist der Juli mit einer Durchschnittstemperatur von 20,5 °C, der kälteste der Januar mit 2,9 °C. Über ein Jahr verteilt summieren sich die Niederschläge auf 1171 mm, dabei ist der November mit 128 mm der niederschlagsreichste, während Juli und August als trockenste Monate 73 mm aufweisen. Über das ganze Jahr werden etwa 2786 Sonnenstunden gezählt.

Savigny-en-Revermont
Klimadiagramm
JFMAMJJASOND
 
 
111
 
6
0
 
 
97
 
7
0
 
 
92
 
11
3
 
 
97
 
15
6
 
 
100
 
19
10
 
 
83
 
23
14
 
 
73
 
25
16
 
 
73
 
25
15
 
 
90
 
21
12
 
 
107
 
17
9
 
 
128
 
10
4
 
 
122
 
7
1
_ Temperatur (°C)   _ Niederschlag (mm)
Quelle: climate-data.org Daten 1991–2021
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Savigny-en-Revermont
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Mittl. Temperatur (°C) 2,9 3,4 7,0 10,6 14,4 18,6 20,5 20,1 16,4 12,5 7,0 3,7 ⌀ 11,5
Mittl. Tagesmax. (°C) 5,9 7,1 11,4 15,1 18,7 23,1 25,1 24,7 20,8 16,5 10,1 6,6 ⌀ 15,5
Mittl. Tagesmin. (°C) 0,3 0,1 2,8 5,9 9,8 13,7 15,6 15,4 12,2 8,9 4,1 1,2 ⌀ 7,5
Niederschlag (mm) 111 97 92 97 100 83 73 73 90 107 128 122 Σ 1173
Quelle: climate-data.org Daten 1991–2021

Der Ort wird bereits 928–936 in den Büchern von Saint-Vincent in Mâcon erwähnt als Sylviniacum villam in pago Scudingorum[A 1] positam cum capella (Der Ort Sylviniacum mit einer Kapelle, im Gau der Scutinger gelegen). Eine Theorie besagt, der Name gehe zurück auf die lateinische Bezeichnung a sapinis (deutsch: bei den Tannen) und wird 1200 erwähnt als Savigniacum de Reverso Monte. Plausibler ist die Erklärung Guillemauts, wonach es sich um den ehemaligen Besitz eines Savinus, Sabinus oder Savinius handelte. Ergänzt mit dem gallischen Possessivsuffix -ac, -acus ergab sich die Form Saviniacum, wie sie 954 erwähnt wird. Dass die Besitzbezeichnung in der latinisierten Form zu Sylviniacum (silva, lateinisch = Wald) wurde, mag darauf hindeuten, dass das Gebiet einstmals dicht bewaldet war. Auffällig bleibt jedoch die Tatsache, dass der Zusatz Revermont bereits 1200 als de Reverso Monte aufscheint.

Die Herrschaft Savigny-en-Revermont gehörte bis Ende des 14. Jahrhunderts den Herren von Sainte-Croix, die dem Ort zu einiger Wichtigkeit verhalfen, indem sie vom Herzog von Burgund die Erlaubnis erhielten, am Mittwoch einen Markt und jährlich zwei Jahrmärkte abzuhalten. In der Folge sind die Besitzverhältnisse unklar, im Gemeindegebiet befanden sich mehrere Lehen.

Einer der Herren war Philippes Bouton, der – wohl dank der Nachbarschaft – 1358 eine Marguerite du Fay heiratete. Bei dieser Gelegenheit stiftete er die Kapelle Notre-Dame de Pitié in der Kirche von Savigny, in der 3 Angehörige der Familie Bouton beigesetzt sind. 1549 gelangte die Herrschaft wegen Kinderlosigkeit in fremde Hände. Der Ort war im 15. und 16. Jahrhundert wohlhabend, schön gelegen auf einer Anhöhe, bewohnt von verschiedenen angesehenen Geschlechtern (Simon Robard, Pierre du Palais, Jean de Porlans, Claude Bontauptol, Jean Saubiez, Pierre Sayne, Humbert de Bonal, die Familien de la Chambre, Grivel, Dunand, Tamisier).

Ein Teil des Gemeindegebietes war eine Baronie, diese gehörte 1440 einem Guillaume de Luyrieux. Er klagte 1440 beim Gerichtshof, weil er die Bewohner verpflichten wollte, an die Reparaturen seines Schlosses zu bezahlen. 1496 gehörte die Baronie François Maréchal, 1534 Charles de la Chambre, Philibert und schließlich Jean de la Chambre, Edelmann des Kabinetts des Königs, zu dessen Gunsten die Herrschaft 1596 zur Grafschaft erhoben wurde. 1616 wurde den Einwohnern das Recht zuerkannt, das Salz von Salins-les-Bains zu nutzen. Durch die Heirat von Pierrette-Esmonde de la Chambre wurde 1618 René d’Amoncourt Graf von Savigny, 1633 wurde die Herrschaft gepfändet wegen einer Schuldsumme von 50.200 Livres. Durch Beschluss des Staatsrates wurde der Verkauf verboten und Claude-Jacques de Saint-Mauris wurde Graf von Savigny. 1682 wurden vier Jahrmärkte bewilligt, die am 26. April, 15. Juni, 27. September und am 28. Dezember abgehalten wurden. Die Saint-Mauris blieben Herren von Savigny, das Schloss, unterhalb der Kirche gelegen, verfiel jedoch und wurde während der Revolution zerstört.

Der Ort wurde durch plündernde Horden und durch kriegerische Handlungen mit der Freigrafschaft mehrmals verwüstet. 1637 taufte und beerdigte der Pfarrer von le Fay die Bewohner von Savigny, da die Kirche entheiligt worden war, der Ort war während einiger Zeit unbewohnt. Auf einer Wiese, genannt Préau trafen sich am Vorabend des Johannistages die Männer aus der Freigrafschaft, der Bresse und dem Burgund zum Fête des Cornards. Der Mann, der als letzter geheiratet hatte, trug die Bannière, ein Stierkopf mit Hörnern auf einer Stange. Das Fest ist jedoch seit langer Zeit untergegangen. Courtépée erwähnt, der Ort sei sehr schön gelegen, die Wege und Straßen dorthin seien jedoch in einem abscheulichen Zustand.

Die Herren von Savigny-en-Revermont

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Savigny-en-Revermont war ein Lehen der Herren von Sainte-Croix-en-Bresse, die ihrerseits Vasallen der Herzöge von Burgund waren. Sie erhielten vom Herzog von Burgund die Erlaubnis, am Mittwoch einen Wochenmarkt und jährlich zwei Jahrmärkte abzuhalten.

Die Lehensnehmer in Savigny-en-Revermont sind nicht ganz klar, zumal verschiedene Lehen bestanden:

  • Mehrere Lehen in Savigny waren schon beim ersten Bouton im 14. Jahrhundert im Besitz der Familie und blieben es zum Teil bis zum Tode von Christophe Bouton Mitte des 16. Jahrhunderts.
  • Ein weiteres Lehen war Mitte des 15. Jahrhunderts im Besitz von Guillaume de Luyrieux, Herr von Cueille und Savigny. Ende des 15. Jahrhunderts folgte ihm François Maréchal, Herr von Meximieux und Savigny. 1534 wird Charles de La Chambre, Ehemann von Isabelle de Meximieux genannt als Herr von Meximieux, La Cueille und Savigny. Es ist also anzunehmen, dass diese Wechsel durch Eheschließungen erfolgten.
  • Auf Charles de La Chambre folgte 1540 Philibert de La Chambre, Baron von Savigny-en-Revermont, Branges und Beaurepaire teilweise. Ihm folgte der Sohn, Jean de La Chambre, Gentilhomme ordinaire de la chambre du roi, für ihn wurde das Lehen 1596 zur Baronie erhoben. 1618 brachte seine Tochter, Pierrette Esmonde de La Chambre, das Lehen in die Ehe mit René d'Amoncourt, der sich als Comte de Savigny-en-Revermont und Baron de Branges bezeichnet.
  • 1623 wurde das Lehen per Dekret von René d'Amoncourt beschlagnahmt und für 50.200 Livres an Lazare de Villeret, Herr von Varennes und Frontenard vergeben. Später annullierte der Conseil d’État die Beschlagnahmung zugunsten von Claude-Jacques de Saint-Maurice de Montbarrey. Die Familie Saint-Maurice war aber in der Folge arg zerstritten und dem Bruder von Claude-Jacques wurde verboten, das Gebiet von Savigny zu betreten, da er Morddrohungen gegenüber seinem Bruder geäußert hatte.
  • Claude-Charles-Philippe de Saint-Maurice de Montbarrey erhielt 1682 die Erlaubnis, jährlich vier Märkte durchzuführen, jeweils am 26. April, 15. Juni, 27. September und am 28. Dezember. Er starb 1707 und seine Witwe übernahm das Lehen, die Grafschaft Savigny. 1713 urteilte aber das Parlement von Dijon, das Lehen unterliege der Toten Hand. Dadurch konnte es nicht in den Besitz der Witwe übergehen.
  • Ihr folgte der Sohn, Claude-François-Éléonor de Saint-Maurice, Ritter, Lieutenant-général des armées, Graf von Montbarrey und Graf von Savigny. Schließlich folgte als letzter Herr von Savigny, sein Sohn Alexandre-Marie-Léonor de Saint-Mauris de Montbarrey.

Mit der Französischen Revolution 1789 wurden die Vorrechte des Adels abgeschafft, sie behielten lediglich noch ihre Titel.

Die Gemeinde benutzt das Wappen der Familie Saint-Mauris-Montbarrey[16]. Sie waren Grafen von Savigny und Le Fay im 17. und 18. Jahrhundert und entstammten dem Haus Sainte-Croix. Blasonierung: In Rot ein schwebendes Lilienkreuz in Silber, im Schildhaupt ein blauer Balken mit einem goldenen Adler[17].

Kirche Saint-Vivant von Savigny-en-Revermont
Savigny-en-Revermont: Einwohnerzahlen von 1793 bis 2022
Jahr  Einwohner
1793
  
1.881
1800
  
2.043
1806
  
2.303
1821
  
2.298
1831
  
2.437
1836
  
2.292
1841
  
2.322
1846
  
2.502
1851
  
2.287
1856
  
2.152
1861
  
2.122
1866
  
2.150
1872
  
2.093
1876
  
2.111
1881
  
2.129
1886
  
2.102
1891
  
1.942
1896
  
1.928
1901
  
1.938
1906
  
1.881
1911
  
1.829
1921
  
1.633
1926
  
1.714
1931
  
1.623
1936
  
1.487
1946
  
1.400
1954
  
1.198
1962
  
1.150
1968
  
1.017
1975
  
922
1982
  
951
1990
  
957
1999
  
921
2006
  
1.086
2011
  
1.172
2016
  
1.171
2022
  
1.141
Quelle(n): EHESS/Cassini bis 1968,[18] ab 1968 INSEE[19]
Anmerkung(en): • Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz • Höchste Einwohnerzahl 1846 mit 2502, tiefste Einwohnerzahl 1999 mit 921 (36,8 % vom Maximum)
Bevölkerungs- und Wohnstruktur
BevölkerungsstrukturAnzahl Einwohner  1männlichweiblichdavon Ausländer  2Anteil %
1141 588 553 31 2,7
1 
Tabelle POP T3 Population par sexe et âge en 2022
2 
Jüngstes Erhebungsjahr 2020
Alterspyramide für Savigny-en-Revermont  3
Männer Alterstufe Frauen
5 
90 + älter
12 
59 
75–89
61 
106 
60–74
109 
146 
45–59
138 
101 
30–44
92 
83 
15–29
63 
88 
0–14
78 
3 
Tabelle POP T3 Population par sexe et âge en 2022

Die Bevölkerungsstruktur zwischen Männern und Frauen weist einen Überhang zugunsten der Männer aus, sie machen 52 % der Bevölkerung aus. Dabei sind 44 % der Bevölkerung jünger als 45 Jahre. Die Gruppe der unter 15-Jährigen macht 14,5 % der Bevölkerung aus. Demgegenüber sind 30 % der Einwohner älter als 60 Jahre und damit im Rentenalter. Diese Struktur dürfte auf die Tatsache zurückzuführen sein, dass seit 1999 dank einer regen Bautätigkeit die Wohneinheiten um 27 % zugenommen haben. Seit 2011 stagniert jedoch der Wohnungsbau (Zunahme um 4 %), so dass die Bevölkerung zunehmend altert.

Wohnstruktur  4Anzahl Wohneinheitendavon HäuserWohnungenSonstigeZu-/Abnahme seit 1999
670 621 45 4 +27,4 % = 144 WE
davon Hauptwohnsitz  5 541
Zweit- oder Ferienwohnsitz 75
vakant 54
4 
Tabelle LOG T2 Types de logements 2022
5 
Tabelle LOG T1 Évolution du nombre de logements par catégorie… 2022

Wirtschaft und Infrastruktur

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Unternehmen, Betriebe, Ladengeschäfte und Einrichtungen

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In der Gemeinde gibt es nebst Kirche (Patrozinium Saint-Vivant[20]) und Mairie (Gemeindehaus) folgende Unternehmen nach Branchen:

Wirtschaftlich aktive Betriebe in der Gemeinde nach Branchen (31.12.2023)[21]
BrancheAnzahl Betriebe
Industrie und verarbeitendes Gewerbe 5
Baugewerbe 15
Groß- und Einzelhandel, Verkehr, Beherbergung und Gastronomie 16
Information und Kommunikation 1
Finanz- und Versicherungsdienstleistungen
Grundstücks- und Wohnungswesen 3
Freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen 14
Öffentliche Verwaltung, Unterricht, Gesundheits- und Sozialwesen 10
Sonstige Dienstleistungen 6
Land- und Forstwirtschaftsbetriebe[22] 17

In der Gemeinde befinden sich eine Bäckerei und ein kleiner Supermarkt, ein Coiffeursalon und ein Reisebüro, ferner zwei Autogaragen, eine Immobilienagentur, ein Bauhandwerksbetrieb, ein Maler/Gipser, zwei Schreinerei-/Zimmereien und zwei Elektriker. Im Ort befinden sich ein Fußball- und ein Pétanqueplatz, eine Turn- und Sporthalle, eine Apotheke, ein Mehrzwecksaal, zwei Restaurants und eine Gîte, eine Feuerwehrkaserne und eine Post. Mit den Gütern des täglichen Bedarfs versorgen sich die Einwohner weitgehend in Saillenard und in Montmorot[23].

Geschützte Produkte in der Gemeinde

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Als AOC-Produkte sind in Savigny-en-Revermont Morbier[24], Comté[25] und Crème et beurre de Bresse[26][27] zugelassen, ferner Volaille de Bresse[28][29][30] und Dinde de Bresse[31].

Bildungseinrichtungen

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In der Gemeinde besteht eine École primaire[32] (École maternelle und École élémentaire) Les Violettes, die der Académie de Dijon[33] untersteht und von 92 Schulpflichtigen in vier Klassen besucht wird (Schuljahr 2024–2025[34]). Für die Schule gilt der Ferienplan der Zone A[35].

Öffentlicher Verkehr

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Es besteht keinerlei Anbindung an den Öffentlichen Verkehr in der Gemeinde.

  • Claude Courtépée (1721–1781): Description historique et topographique du Duché de Bourgogne. Band 5. Chez Causse, Dijon 1780 (französisch, google.fr [abgerufen am 3. Februar 2026]).
  • Lucien Guillemaut (1842–1917): Histoire de la Bresse Louhannaise. Les temps anciens et le Moyen Âge. Band 1. Imprimerie Auguste Romand, Louhans (französisch, google.com [abgerufen am 3. Februar 2026]).
  • Lucien Guillemaut (1842–1917): Histoire de la Bresse Louhannaise. Les temps modernes jusqu’à 1789. Band 2. Imprimerie Auguste Romand, Louhans (französisch, google.com [abgerufen am 3. Februar 2026]).
  • Lucien Guillemaut (1842–1917): Armoiries et familles nobles de la Bresse louhannaise: armoiries ouvrières, armoiries particulières et de familles. Vve L. Romand, Louhans 1909 (französisch, bnf.fr [abgerufen am 3. Februar 2026]).
Commons: Savigny-en-Revermont – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Savigny-en-Revermont. auf INSEE. Institut national de la statistique et des études économiques, abgerufen am 17. Februar 2026 (französisch).
  • Savigny-en-Revermont. in der POP Plateforme ouverte du patrimoine. Ministère de la Culture, abgerufen am 17. Februar 2026 (französisch).
  • Savigny-en-Revermont. in Patrimoine en Bourgogne-Franche-Comté. Direction Culture, Sport et Jeunesse (keine Daten bei Abruf), abgerufen am 17. Februar 2026 (französisch).
  1. ↑ Der pagus Scodingorum war einer der vier Gaue im Siedlungsgebiet der Sequaner, die die Burgunden nach ihrer Eroberung einführten. Es zog sich von der Gegend von Pontarlier dem Jura entlang nördlich bis Salins-les-Bains und in die Bresse.

Einzelnachweise

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  1. ↑ Commune Savigny-en-Revermont. auf banatic.interieur.gouv.fr. Ministère de l’Intérieur et des Outre-Mer, abgerufen am 11. Mai 2026 (französisch).
  2. ↑ Atlas des paysages de Saône-et-Loire. Direction départementale des territoires, abgerufen am 29. August 2026 (französisch).
  3. ↑ Les forêts de Savigny-en-Revermont. In: nosforets.fr. Abgerufen am 30. August 2026 (französisch).
  4. ↑ Savigny-en-Revermont. auf agri-map.fr. Abgerufen am 30. August 2026 (französisch).
  5. ↑ La Vallière, Länge 50,8 km, Zufluss zum Solnan, Quelle bei 46° 37′ 25,3″ N, 5° 36′ 27,7″ O in Revigny auf ca. 419 m, Mündung bei 46° 37′ 10,2″ N, 5° 13′ 19,6″ O in Louhans-Châteaurenaud auf ca. 178 m, La Vallière auf sandre.eaufrance.fr
  6. ↑ Ruisseau du Roi, Länge 7,7 km, Zufluss zur Vallière, Quelle bei 46° 38′ 52,8″ N, 5° 27′ 41,8″ O in Trenal auf ca. 203 m, Mündung bei 46° 36′ 46,4″ N, 5° 23′ 22,9″ O in Flacey-en-Bresse auf ca. 193 m, Ruisseau du Roi auf sandre.eaufrance.fr
  7. ↑ Ruisseau de Blaine, Länge 25,9 km, Zufluss zur Vallière, Quelle bei 46° 40′ 8,4″ N, 5° 27′ 20,2″ O in Courlaoux auf ca. 221 m, Mündung bei 46° 37′ 11,3″ N, 5° 14′ 30,8″ O in Louhans-Châteaurenaud auf ca. 177 m, Ruisseau de Blaine auf sandre.eaufrance.fr
  8. ↑ Bief de l’Étang des Claies, Länge 3,2 km, Zufluss zum Ruisseau de l’Étang des Claies, Quelle bei 46° 40′ 29,6″ N, 5° 21′ 1,4″ O in Le Fay auf ca. 204 m, Mündung bei 46° 38′ 58,9″ N, 5° 21′ 35,3″ O in Le Fay auf ca. 193 m, Bief de l’Étang des Claies auf sandre.eaufrance.fr
  9. ↑ Ruisseau de l’Étang des Claies, Länge 13,0 km, Zufluss zum Ruisseau de l’Étang du Villard, Quelle bei 46° 40′ 22,8″ N, 5° 23′ 12,5″ O in Beaurepaire-en-Bresse auf ca. 203 m, Mündung bei 46° 38′ 7,8″ N, 5° 16′ 54,8″ O in Ratte auf ca. 183 m, Ruisseau de l’Étang des Claies auf sandre.eaufrance.fr
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