Region San
| San | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Staat | Mali |
| Hauptstadt | San |
| Fläche | 14.200 km² |
| Einwohner | 809.615 (2023) |
| Dichte | 57 Einwohner pro km² |
| ISO 3166-2 | ML |
Die Region San ist eine Verwaltungsregion im Süden von Mali. Sie entstand aus Teilen der früheren Region Ségou und hat ihren Hauptort in der Stadt San. Die Region liegt zwischen dem Bani-Niederungsraum, der Region Ségou und dem Grenzraum zu Burkina Faso.
Geografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Region San liegt im südlichen Zentralmali östlich der Stadt Ségou und südlich des Nigerbogens. Sie erstreckt sich über eine Fläche von 14.200 km².[1] Das Gebiet gehört überwiegend zur sudanisch-sahelischen Übergangszone. Die Landschaft ist durch Savannen, landwirtschaftlich genutzte Ebenen und Gewässer geprägt. Der Raum um San steht hydrologisch mit dem Einzugsgebiet des Bani in Verbindung, einem wichtigen Nebenfluss des Niger. Die Niederschläge konzentrieren sich auf die Regenzeit und bestimmen in hohem Maße die landwirtschaftlichen Erträge.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Gebiet der heutigen Region San gehörte nach der Unabhängigkeit Malis lange zur Region Ségou. Die Schaffung einer eigenen Region San wurde bereits durch die Verwaltungsreform von 2012 vorgesehen, jedoch zunächst nicht vollständig umgesetzt. Mit dem Gesetz Nr. 2023-006 vom 13. März 2023 über die Schaffung von Verwaltungsbezirken in der Republik Mali wurde die neue Gebietsgliederung schließlich bestätigt und San als eine der Regionen des Landes festgelegt. Das alte Gebiet des Kreises San entspricht teilweise der neuen Region.[2]
Gliederung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Region ist in sieben Kreise (cercles) gegliedert.[3] Nach Angaben von OCHA umfasst sie 17 Arrondissements, 42 Gemeinden und 832 Dörfer.[4]
| Code Kreis | Kreis | Gemeinden |
|---|---|---|
| 1701 | San | 9 |
| 1702 | Tominian | 5 |
| 1703 | Kimparana | 10 |
| 1704 | Yangasso | 8 |
| 1705 | Fangasso | 3 |
| 1706 | Mandiakuy | 4 |
| 1707 | Sy | 3 |
Bevölkerung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]2023 hatte die Region 809.615 Einwohner.[1] Die Bevölkerung ist ethnisch und sprachlich vielfältig und setzt sich aus Völkern wie den Markadialan, Bambara, Songhai oder Fulbe zusammen.
| Jahr | Einwohnerzahl |
|---|---|
| 1998 | 461.982 |
| 2009 | 612.226 |
| 2023 | 809.615 |
Wirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Wirtschaft der Region San ist wie die meisten Teile Malis von der Landwirtschaft geprägt und die südlichen und zentralen Landesteile gehören zu den wichtigeren landwirtschaftlichen Produktionsräumen des Landes. Hauptanbauprodukte sind Hirse, Sorghum, Mais, Baumwolle und Erdnüsse. Die Region profitiert auch von ihrer Lage an wichtigen Verkehrsachsen zwischen Bamako, Ségou, Mopti und dem Osten Malis sowie dem Nachbarland Burkina Faso.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 Mali: Regionen, Städte & Orte - Einwohnerzahlen, Karten, Grafiken, Wetter und Web-Informationen. Abgerufen am 8. Mai 2026.
- ↑ Loi n°2023-006 portant création des circonscriptions administratives en République du Mali. Ministère de l'Administration Territoriale et de la Décentralisation, abgerufen am 8. Mai 2026 (französisch).
- ↑ Mali - Subnational Administrative Boundaries. (XLSX; GeoJSON; Shape; GDB) In: The Humanitarian Data Exchange (HDX) - OCHA Global Subnational Administrative Boundaries. UN Office for the Coordination of Humanitarian Affairs - Field Information Services Section (FISS), Geneva, Switzerland, 2. April 2026 (englisch, Quelle: Mali Institut Géographique (IGM)).
- ↑ Carte de Référence - Région de San - Nouveau Découpage administratif du Mali. (Karte) United Nations Office for the Coordination of Humanitarian Affairs, 14. Januar 2026, abgerufen am 8. Mai 2026 (französisch).