Region Bandiagara
| Bandiagara | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Staat | Mali |
| Hauptstadt | Bandiagara |
| Fläche | 24.850 km² |
| Einwohner | 1.270.224 (2023) |
| Dichte | 51 Einwohner pro km² |
| ISO 3166-2 | ML |
Die Region Bandiagara ist eine Verwaltungsregion Malis, die aus der Aufteilung der Region Mopti hervorgegangen ist. Ihr Hauptort ist die Stadt Bandiagara. Die Region umfasst große Teile des Dogonlandes und ist besonders durch die Felsen von Bandiagara bekannt, die seit 1989 als gemischte Kultur- und Naturstätte zum Welterbe der UNESCO gehören.[1]
Geografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Region liegt im Zentrum Malis südlich des Nigerbogens und grenzt im Süden an Burkina Faso. Sie erstreckt sich über eine Fläche von 24.850 km².[2] Landschaftlich wird die Region durch das Dogon-Plateau, sandige Ebenen und die Felsabbrüche von Bandiagara geprägt. Die UNESCO beschreibt die Falaise de Bandiagara als ausgedehnte Fels- und Sandsteinlandschaft mit traditionellen Siedlungen, Speichern, Heiligtümern und Versammlungsplätzen der Dogon.[1]
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Gebiet der heutigen Region Bandiagara gehörte bis zur Verwaltungsreform zur Region Mopti. Die Schaffung einer eigenen Region Bandiagara wurde bereits durch die malische Verwaltungsreform von 2012 vorgesehen, jedoch zunächst nicht vollständig umgesetzt. Mit dem Gesetz Nr. 2023-006 vom 13. März 2023 wurde die neue Verwaltungsgliederung bestätigt und Bandiagara als eine der Regionen des Landes festgelegt.[3]
Historisch ist die Region eng mit dem Siedlungsgebiet der Dogon verbunden. Die Felsen von Bandiagara und die umliegenden Dörfer gelten als eines der bedeutendsten Kulturgebiete Malis. Neben der traditionellen Architektur und den religiösen Bräuchen der Dogon spielte die Region auch für die archäologische Erforschung älterer Siedlungsschichten in Westafrika eine wichtige Rolle. In der jüngeren Vergangenheit wurde das Gebiet zudem durch die Sicherheitskrise in Zentralmali belastet, die Landwirtschaft, Viehhaltung, Märkte und Tourismus erheblich beeinträchtigte.
Gliederung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Region ist in neun Kreise (cercles) gegliedert.[4][5] Insgesamt umfasst sie 30 Arrondissements, 53 Gemeinden sowie 1024 Dörfer und Fraktionen.[6]
| Code Kreis | Kreis | Gemeinden |
|---|---|---|
| 1901 | Bandiagara | 10 |
| 1902 | Koro | 16 |
| 1903 | Bankass | 4 |
| 1904 | Kendié | 5 |
| 1905 | Ningari | 4 |
| 1906 | Diallassagou | 5 |
| 1907 | Sangha | 2 |
| 1908 | Kani | 4 |
| 1909 | Sokoura | 3 |
Bevölkerung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]2023 hatte die Region 1.270.224 Einwohner.[2] Die Bevölkerung besteht vor allem aus Dogon, Peul/Fulbe und weiteren Bevölkerungsgruppen Zentralmalis. Die Region gehört zum Kerngebiet der Dogonsprachen, die in zahlreiche lokale Varietäten gegliedert sind.
| Jahr | Einwohnerzahl |
|---|---|
| 1998 | 690.740 |
| 2009 | 940.819 |
| 2023 | 1.270.224 |
Wirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Wirtschaft der Region ist überwiegend ländlich geprägt. Zu den wichtigsten Erwerbsgrundlagen gehören Regenfeldbau, Viehhaltung, kleinräumiger Gemüsebau und lokaler Handel. Auf dem Dogon-Plateau werden vor allem Hirse, Sorghum und Schalotten angebaut; daneben spielen Wildpflanzen, kleinere handwerkliche Tätigkeiten und traditionell auch der Tourismus eine Rolle, der jedoch durch die schlechte Sicherheitslage im Land eingeschränkt wird.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 Cliff of Bandiagara (Land of the Dogons). In: UNESCO World Heritage Centre. Abgerufen am 8. Mai 2026 (englisch).
- 1 2 Mali: Regionen, Städte & Orte - Einwohnerzahlen, Karten, Grafiken, Wetter und Web-Informationen. Abgerufen am 8. Mai 2026.
- ↑ Loi n°2023-006 portant création des circonscriptions administratives en République du Mali. Ministère de l'Administration Territoriale et de la Décentralisation, abgerufen am 8. Mai 2026 (französisch).
- ↑ Mali - Subnational Administrative Boundaries. (XLSX; GeoJSON; Shape; GDB) In: The Humanitarian Data Exchange (HDX) - OCHA Global Subnational Administrative Boundaries. UN Office for the Coordination of Humanitarian Affairs - Field Information Services Section (FISS), Geneva, Switzerland, 2. April 2026 (englisch, Quelle: Mali Institut Géographique (IGM)).
- ↑ Verwaltungsgliederung Malis
- ↑ Réorganisation Administrative : Le Nouveau Visage des Collectivités au Mali. In: Bamada.net. 13. Januar 2026, abgerufen am 8. Mai 2026 (französisch).
