Region Dioïla
| Dioïla | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Staat | Mali |
| Hauptstadt | Dioïla |
| Fläche | 12.330 km² |
| Einwohner | 666.756 (2023) |
| Dichte | 54 Einwohner pro km² |
| ISO 3166-2 | ML |
Die Region Dioïla ist eine Verwaltungsregion im Süden Malis. Sie entstand aus der Aufteilung der früheren Region Koulikoro und hat ihren Hauptort in der Stadt Dioïla. Die Region liegt im südlichen Binnenland zwischen Bamako, Koulikoro und den landwirtschaftlich geprägten Gebieten Südmalis.
Geografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Region Dioïla liegt im südwestlichen Mali und erstreckt sich über eine Fläche von 12.330 km², was knapp 1 % des Staatsgebiets entspricht.[1] Sie grenzt an mehrere malische Regionen, darunter Koulikoro, Bougouni, Sikasso, San und Ségou. Das Gebiet gehört überwiegend zur sahelo-sudanischen Klimazone und ist im Vergleich zu den nördlichen Sahelregionen niederschlagsreicher. Die Landschaft ist von Savannen, Ackerflächen und kleineren Flusssystemen geprägt. Die Region liegt im Einzugsgebiet des Niger.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Gebiet der heutigen Region Dioïla gehörte nach der Unabhängigkeit Malis lange zur Region Koulikoro. Der frühere Kreis Dioïla bildete den südöstlichen Teil dieser Region. Die Schaffung einer eigenen Region Dioïla wurde bereits durch die Verwaltungsreform von 2012 vorgesehen. Mit dem Gesetz Nr. 2023-006 vom 13. März 2023 über die Schaffung von Verwaltungsbezirken in der Republik Mali wurde die neue Gebietsgliederung bestätigt und Dioïla als eigene Region eingerichtet.[2]
Historisch gehört Dioïla zum südlichen Mandé- und Bambara-Raum. Die Bevölkerung lebte traditionell überwiegend von Ackerbau, Viehhaltung und lokalem Handel. Während der Kolonialzeit entwickelte sich Dioïla zu einem Verwaltungsort im damaligen Französisch-Sudan. Durch seine Lage zwischen Bamako, Koulikoro, Ségou und Sikasso blieb das Gebiet auch nach der Unabhängigkeit ein wichtiger ländlicher Verbindungsraum im Süden Malis.
Gliederung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Region ist in sechs Kreise (cercles) gegliedert.[3] Nach Angaben von OCHA umfasst sie 13 Arrondissements, 23 Gemeinden und 361 Dörfer.[4]
| Code Kreis | Kreis | Gemeinden |
|---|---|---|
| 1301 | Dioïla | 6 |
| 1302 | Banco | 2 |
| 1303 | Béléko | 4 |
| 1304 | Fana | 7 |
| 1305 | Massigui | 2 |
| 1306 | Ména | 2 |
Bevölkerung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]2023 wurde die Einwohnerzahl auf 666.756 Personen geschätzt.[1] Die Bevölkerung ist überwiegend ländlich geprägt. Zu den wichtigsten Bevölkerungsgruppen gehören Bambara, Malinke, Somono und Peul/Fulbe.
| Jahr | Einwohnerzahl |
|---|---|
| 1998 | 332.972 |
| 2009 | 488.937 |
| 2023 | 666.756 |
Wirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Wirtschaft der Region Dioïla beruht vor allem auf der Landwirtschaft, der durch die höheren Niederschläge begünstigt wird.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 Mali: Regionen, Städte & Orte - Einwohnerzahlen, Karten, Grafiken, Wetter und Web-Informationen. Abgerufen am 8. Mai 2026.
- ↑ Loi n°2023-006 portant création des circonscriptions administratives en République du Mali. Ministère de l'Administration Territoriale et de la Décentralisation, abgerufen am 8. Mai 2026 (französisch).
- ↑ Mali - Subnational Administrative Boundaries. (XLSX; GeoJSON; Shape; GDB) In: The Humanitarian Data Exchange (HDX) - OCHA Global Subnational Administrative Boundaries. UN Office for the Coordination of Humanitarian Affairs - Field Information Services Section (FISS), Geneva, Switzerland, 2. April 2026 (englisch, Quelle: Mali Institut Géographique (IGM)).
- ↑ Carte de Référence - Région de Dioïla - Nouveau Découpage administratif du Mali. (Karte) United Nations Office for the Coordination of Humanitarian Affairs, 14. Januar 2026, abgerufen am 8. Mai 2026 (französisch).