Ravensburg
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 47° 47′ N, 9° 37′ O | |
| Bundesland: | Baden-Württemberg | |
| Regierungsbezirk: | Tübingen | |
| Landkreis: | Ravensburg | |
| Gemeindeverwaltungsverband: | Mittleres Schussental | |
| Höhe: | 450 m ü. NHN | |
| Fläche: | 92,05 km² | |
| Einwohner: | 50.628 (31. Dez. 2024)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 550 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 88212–88214 | |
| Vorwahlen: | 0751, 07504, 07546 | |
| Kfz-Kennzeichen: | RV, SLG, ÜB, WG | |
| Gemeindeschlüssel: | 08 4 36 064 | |
| LOCODE: | DE RAV | |
| Stadtgliederung: | Kernstadt und 3 Ortschaften | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Marienplatz 26 88212 Ravensburg | |
| Website: | www.ravensburg.de | |
| Oberbürgermeister: | Daniel Rapp (CDU) | |
| Lage der Stadt Ravensburg im Landkreis Ravensburg | ||

Ravensburg ( oder [], oberschwäbisch Raveschburg) ist eine Mittelstadt sowie Kreisstadt und größte Stadt des gleichnamigen Landkreises im südlichen Oberschwaben. Die ehemalige Reichsstadt liegt im Schussental unweit des Bodensees und wurde aufgrund ihrer zahlreichen, gut erhaltenen mittelalterlichen Türme früher auch als „das schwäbische Nürnberg“ bezeichnet. Seit 1. April 1956 ist Ravensburg Große Kreisstadt. Bekanntheit erlangte die Stadt durch die hier beheimatete Unternehmensgruppe Ravensburger.
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Geographische Lage
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Ravensburg liegt etwa 17 km (Luftlinie) nordnordöstlich des am Bodensee gelegenen Friedrichshafen zwischen dem Linzgau im Westen und dem Altdorfer Wald im Nordosten. Durchflossen wird die Stadt von der Schussen (Bodensee- bzw. Rhein-Zufluss).
Die Veitsburg steht oberhalb der Altstadt auf einem Höhenrücken, der das Schussental-Becken nach Osten begrenzt. Dieses Becken – das nicht durch die vergleichsweise kleine Schussen, sondern durch eine eiszeitliche Gletscherzunge geformt wurde, die sich von den Alpen über die Senke des späteren Bodensees nach Norden vorschob – verengt sich bei Ravensburg, um sich nördlich von Weingarten wieder etwas zu weiten, bis es in den engen Schussentobel übergeht. Nordöstlich des Burgbergs durchbricht die tief eingeschnittene Schlucht des Flappachtals den Höhenrücken. Das Flappachtal bietet eine eher sanfte Aufstiegsmöglichkeit in Richtung Allgäu. Daher begann dort schon früh eine für den Fernhandel wichtige Route über Wangen in Richtung Südosten.
Die Stadt Ravensburg entstand auf halber Höhe unterhalb der Veitsburg auf dem Abhang zur Schussen hin; der Flappach wurde als Stadtbach teilweise durch die Stadt, teilweise durch den nördlichen Stadtgraben geleitet. Außerhalb der Stadtmauern befand sich im Flappachtal die Mühlenvorstadt und unterhalb der Stadt am Auslauf des Flappachs zur Schussen das Gerber- und Färberviertel Pfannenstiel. Auf dem der Stadt gegenüberliegenden Westhang des Schussentals befand sich im Mittelalter die Galgenhalde genannte Richtstätte sowie nördlich davon das Sennerbad. Oberhalb davon entstand Mitte des 20. Jahrhunderts das Neubaugebiet „Weststadt“.
Gleichzeitig wuchs die Stadt nach Norden und Süden hin, so dass sich auf der Ostseite des Schussentals heute ein durchgehendes Siedlungsband von Baindt im Norden über Baienfurt, Weingarten und Ravensburg bis Eschach im Süden gebildet hat.
Nachbargemeinden
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Ravensburg. Sie werden im Uhrzeigersinn von West über Nord nach Süd aufgezählt:
Horgenzell, Berg, Weingarten, Schlier, Grünkraut und Bodnegg (alle Landkreis Ravensburg) sowie Tettnang, Meckenbeuren, Friedrichshafen und Oberteuringen (alle Bodenseekreis).
Stadtgliederung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Stadtgebiet besteht aus der Kernstadt (mit der historischen Altstadt und Stadterweiterungen im Norden, Süden und Osten sowie dem Neubaugebiet Weststadt) und den Ortschaften im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung Eschach im Süden, Schmalegg im Westen und Taldorf im Südwesten des Stadtgebietes. Diese Stadtteile wurden im Rahmen der Gemeindereform der 1970er Jahre eingemeindet. Zur Ortschaft Taldorf gehört auch die ehemals badische Exklave Adelsreute.
Die Ortschaften haben jeweils einen von den Wahlberechtigten bei jeder Kommunalwahl neu zu wählenden Ortschaftsrat mit einem Ortsvorsteher als Vorsitzenden. In jeder der Ortschaften gibt es eine Ortsverwaltung, quasi ein „Rathaus vor Ort“, dessen Leiter der Ortsvorsteher ist.

Zu fast allen Stadtteilen und zur Kernstadt gehören noch viele räumlich getrennte Wohnplätze mit eigenen Namen, die oft nur wenige Einwohner haben, oder Wohngebiete mit eigenen Namen, deren Bezeichnung sich im Laufe der Bebauung ergeben haben und deren Grenzen dann meist nicht genau festgelegt sind. Im Einzelnen sind zu nennen:
- in der Kernstadt: Albertshofen, Allewinden, Bibenloch, Brielhäusle, Büchel, Burach, Deisenfang, Ergathof, Felz, Friedberg, Galgenhalde, Heimbrand, Semper, Hinzistobel, Hochberg, Hochweiher, Höll, Hub, Ittenbeuren, Karmeliterhof, Knollengraben, Krebsergut, Krebserösch, Langgut, Locherhof, Lumper, Mittelösch, Molldiete, Neubau, Pelzmühle, Sankt Christina, Schmalzgrub, Strauben, Ummenwinkel, Veitsburg, Vogelhäusle
- zu Eschach: Aich, Bauren, Benzenhof, Blaser, Bottenreute, Brugger, Fidazhofen, Fildenmoos, Furt, Gornhofen, Gutenfurt, Höllholz, Hüttenberg, Karrer, Kemmerlang, Kögel, Lachen, Mariatal, Neuberg, Obereschach, Oberhofen, Obersulgen, Obertennenmoos, Rahlen, Rasthalde, Schwärzach, Sickenried, Strietach, Tennenmoos, Teuringer, Torkenweiler, Untereschach, Vordersolbach, Waidenhofen, Weiherstobel, Weingartshof, Weißenau
- zu Schmalegg: Aich, Aulwangen, Bäche, Bernhofen, Briel, Brielhäusle, Bronnetsholz, Burgmühle, Buttenmühle, Eschau, Funkenhausen, Ganter, Geratsberg, Greckenhof, Gringen, Hagenbach, Hasenwinkel, Hinterweißenried, Hochstätt, Hübscher, Jägerhaus, Krähenhof, Kübler, Luß, Mocken, Mühlsteig, Nessenbach, Nestbühl, Neuaulwangen, Neuhagenbach, Oberhagenbach, Obermeckenhof, Okatreute, Schlegel, Schmucker, Schwarzensteg, Trutzenweiler, Untermeckenhof, Unterwaldhausen, Unterwolfsberg, Vorderweißenried, Wippenreute, Wolfsberg, Zinsländer
- zu Taldorf: Adelsreute, Albersfeld, Alberskirch, Bandeleshaus, Bavendorf, Bergle, Bonhausen, Dürnast, Eggartskirch, Erbenweiler, Ettmannsschmid, Georgshof, Herrgottsfeld, Höll, Hotterloch, Hütten, Metzisweiler, Oberklöcken, Oberweiler, Oberzell, Rappenhaushof, Renauer, Reute bei Oberzell, Reute bei Taldorf, Riesenhof, Schaufel, Schuhmacher, Sederlitz, Segner, Unterklöcken, Vogler, Waidhalden, Weiherhofbauer, Wernsreute.
Raumplanung
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Ravensburg bildet zusammen mit Weingarten und Friedrichshafen das Oberzentrum des Regionalverbands Bodensee-Oberschwaben. Ravensburg und Weingarten übernehmen für ihren Einzugsbereich auch die Funktion des Mittelzentrums. Der Mittelbereich umfasst die südwestlichen Gemeinden des Landkreises Ravensburg mit 129.507 Einwohnern (Stand: 31. Dezember 2011),[2] neben Ravensburg und Weingarten die folgenden Gemeinden:
Klima
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Durch die Lage in einem sich zum Bodensee hin weitenden Talbecken wird das lokale Klima sehr durch den Bodensee bestimmt. Der rund 500 km² große See hat in den meisten Jahren eine stark ausgleichende Wirkung auf das regionale Mesoklima, da er als jahreszeitlicher Temperaturspeicher wirkt. Daher fallen Winterfröste hier deutlich schwächer aus als im Umland; andererseits hält der Winter auch länger an, wenn der See in besonders kalten Wintern (wie zuletzt 1963) zufriert. Eine Nebenwirkung der Wärmetemperierung sind die häufig auftretenden Bodenseenebel in der kalten Jahreszeit, wenn die vom See heraufziehenden wärmeren und daher feuchteren Luftschichten auf die kältere Umgebungsluft treffen.
Wie das gesamte Voralpenland kennt auch Ravensburg das Phänomen des Föhnwindes, der Luft aus dem Mittelmeergebiet über die Alpen bringt, die dann als warmer Fallwind ins Rheintal abfällt und über den Bodensee auch Ravensburg erreicht. Mitunter erreicht der Föhn orkanartige Geschwindigkeit.
Die besonderen klimatischen Bedingungen haben jahrhundertelang den Weinbau trotz der Höhenlage (zwischen 450 und 500 m ü. NN) begünstigt; vorübergehende Klimaverschlechterungen Ende des 18. und in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts (u. a. Jahr ohne Sommer 1816 durch den Ausbruch des Tambora) läuteten aber den Niedergang ein. Der letzte privat bewirtschaftete Weinberg wurde um 1960 aufgegeben; seit Ende der 1970er Jahre betreibt die Stadt wieder einen Weinberg am Rauenegg-Hang.
Schutzgebiete
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Ravensburg gibt es mit dem Mariataler Wäldle, dem Gornhofer Egelsee, dem Knellesberger Moos und dem Kemmerlanger Moos sowie dem Natur- und Landschaftsschutzgebiet Schmalegger und Rinkenburger Tobel insgesamt fünf Naturschutzgebiete.
Daneben hat die Stadt Anteil an vier weiteren Landschaftsschutzgebieten: dem Hotterloch, dem Unterlauf der Schwarzach (Grenzbach), dem Laurental und Rößlerweiher und dem Flattbach.
Zudem liegen in Ravensburg mehrere Teilgebiete des FFH-Gebiets Schussenbecken mit Tobelwäldern südlich Blitzenreute sowie ein sehr kleiner Anteil des FFH-Gebiets Altdorfer Wald.[3]
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Namensherkunft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die etymologische Herkunft des Ortsnamens ist nicht gesichert, nicht angezweifelt wird jedoch, dass die Stadt ihren Namen von der heute Veitsburg genannten Burg oberhalb der Stadt erhielt. Eine verbreitete Theorie zur Herkunft des Burgnamens besagt, dass sich der erste Namensteil von Rabe oder einem Raban, der die Burg ursprünglich gegründet habe, ableitet. Andererseits kann die frühere, an das Lateinische angelehnte, Schreibweise Ravenspvrg als Rauenburg interpretiert werden, wodurch auch eine Zurückführung auf einen rauen Hang nahe der Burg möglich ist.
Der Ortsname veränderte sich im Lauf der Geschichte von Ravenspurch im Jahr 1088 über Ravensberc (1231) und Ravensburg (1323) zur heutigen Form.[4]
Gründung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Erste Ansiedlungen[5] gab es schon in der Jungsteinzeit um 2000 v. Chr.,[6] dann unter römischer Herrschaft und nach dem Einfall der Alamannen, wie archäologische Funde[7] im Schussental und auf dem Veitsburghügel[8] belegen. Urkundlich wurde Ravensburg erstmals 1088 erwähnt und war bis 1803 Reichsstadt. Der Kern der heutigen Stadt entstand nach aktuellem Wissensstand als Burgsassen-Siedlung unterhalb der mächtigen Stammburg der Welfen auf dem Höhenrücken zwischen Flappach- und Schussental.
Die erste Burg der Welfen stand in Altdorf/Weingarten, bevor sie um 1050 eine neue, größere Burg, die „Ravensburg“, errichteten (heute Veitsburg nach der Sankt Veit geweihten Burgkapelle). Grabungsbefunde legen nahe, dass der Standort der Burg schon in der Keltenzeit als Fluchtburg planiert und vom Rest des Höhenrückens durch einen Graben abgetrennt worden war, jedoch in römischer Zeit und danach brachlag. Die welfische, später staufische Residenz nahm den hinteren, nordwestlichen Teil des laut archäologischen Befunden ringsum befestigten Plateaus ein, während der vordere wahrscheinlich unter anderem als Turnier- und Festplatz diente, etwa während der Hochzeitsfeierlichkeiten für Friedrich den Schönen und dessen Gemahlin Elisabeth von Aragón 1315.[9]
Der letzte Welfe auf der Ravensburg war Welf VI., Herzog von Spoleto. Nach dem Tod seines Sohnes vermachte er den Schussengau mit Ravensburg und Altdorf per Erbvertrag seinem Neffen, dem Staufer Friedrich I. Barbarossa, und enttäuschte damit seinen anderen Neffen, Heinrich den Löwen, Herzog von Bayern und Sachsen (der 1129/1130 oder 1133/1135 eventuell auf der Ravensburg geboren sein soll[10]). Fortan gehörte Ravensburg zum Hausbesitz der Staufer. Angeblich brach Konradin, der letzte Staufer, von hier zu seinem verhängnisvollen Italienzug auf.
Reichsstadt
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Mit dem Untergang der Staufer endete auch das Herzogtum Schwaben als politische Körperschaft. Wie viele andere Städte Schwabens regierte sich Ravensburg fortan selbst, die Burg wurde Reichsbesitz. 1276[11] bestätigte der Habsburger König Rudolf I. die reichsstädtischen Privilegien Ravensburgs. Auf der Burg saß fürderhin der kaiserliche Landvogt der Reichslandvogtei Schwaben. Das Marktrecht war dabei eine wesentliche Stütze der Entwicklung.[12]
Zur Überwachung der Vorgänge in der Reichsburg errichtete die Reichsstadt an der höchsten Stelle des Stadtgebiets den über 50 Meter hohen Sankt-Michaels-Turm, benannt nach der damals noch dort stehenden Michaelskapelle, der ältesten Kirche der Stadt. Im Volksmund hieß dieser Turm bald Mehlsack, als Verballhornung des offiziellen Namens wie auch unter Bezugnahme auf die mehlweiße Farbe des Turms. Dass der Turm zeitweise auch als Mehlspeicher genutzt wurde, gehört vermutlich ins Reich der Legenden. Heute ist „Mehlsack“ der offizielle Name dieses einzigen Rundturms der Stadtbefestigung.
Mit strategischer Weitsicht wurde verhindert, dass in unmittelbarer Nähe Konkurrenz aufkäme: So wurde gemeinsam mit dem Kloster Weingarten erfolgreich und zu beiderseitigem Nutzen interveniert, um den Aufstieg der Nachbargemeinde Altdorf zur Reichsstadt zu unterbinden.[13]
Große Ravensburger Handelsgesellschaft und Stadterweiterungen
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Im Spätmittelalter war Ravensburg Sitz der Großen Ravensburger Handelsgesellschaft, der damals führenden deutschen Handelsgesellschaft, die in ganz Europa Niederlassungen hatte (noch vor den Fuggern).
Die rasante wirtschaftliche Entwicklung hatte vor allem im 14. Jahrhundert mehrfach zu Erweiterungen des Stadtgebiets geführt. Am markantesten ist dabei die Einbeziehung der sogenannten Unterstadt in die Stadtbefestigung und der Abriss der alten Stadtmauer zwischen den beiden Stadtteilen (1330–1370). Dabei entstand auf der Fläche des alten, zugeschütteten Stadtgrabens der heute noch das Stadtbild prägende Platz, heute Marienplatz genannt, zwischen Frauentor im Norden und dem im 19. Jahrhundert abgerissenen Kästlinstor im Süden.
Um 1530 ging die Große Ravensburger Handelsgesellschaft unter. Die führenden Familien hatten sich zu diesem Zeitpunkt schon Landsitze und Rittergüter zugelegt. Es gab Zwist zwischen verschiedenen Familienzweigen, insbesondere Augsburger Händler drängten in die von den Ravensburgern bedienten Routen – und die Erschließung Amerikas durch Kolumbus hatte zu tiefgreifenden Veränderungen im europäischen Fernhandel geführt. Schließlich fanden sich nicht mehr genug Gesellschafter zur turnusmäßigen Verlängerung der Verträge bereit.
Ende des 14. Jahrhunderts entstand in Ravensburg eine bedeutende Papierproduktion, die ihre Blütezeit im 16. Jahrhundert hatte. Im Mittelalter galt Ravensburg als größter Papierlieferant nördlich der Alpen und war neben Nürnberg die zweite Stadt, die in Deutschland überhaupt Papier herstellte. Bis ins 19. Jahrhundert verlieh dies der Stadt eine markante wirtschaftliche Prägung. Bereits 1393 ist die erste Ravensburger Papierproduktion über Wasserzeichen nachweisbar. Zur Blütezeit der Produktion wurden jährlich etwa 9000 Ries Papier hergestellt. Der Niedergang begann mit dem Ende der Reichsstadtzeit und der Zugehörigkeit zu Württemberg, als alte Absatzmärkte wegen der neuen Grenzen wegfielen. 1833 schloss die erste von sechs Papiermühlen, 1876 die letzte.[14]
Reformation und Parität
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1544 wurde auf Betreiben der Zünfte die Reformation eingeführt. Dabei gab es zunächst große Differenzen zwischen den Anhängern Luthers und Zwinglis, doch konnten sich die Lutheraner schließlich durchsetzen. Ferner gab es auch Anhänger von Kaspar Schwenckfeld. Nach dem Schmalkaldischen Krieg ab 1547 regte sich jedoch eine Gegenbewegung und es setzte eine Rekatholisierung großer Teile der Bevölkerung ein. Zahlenmäßig hatten daraufhin wohl wieder die Katholiken die Mehrheit.
Das Zusammenleben beider Konfessionen wurde als Parität bezeichnet, die aber erst nach dem Dreißigjährigen Krieg 1649 formell festgelegt wurde. Die protestantische Gemeinde erhielt als Gotteshaus das Langhaus der Karmelitenkirche, die fortan als Stadtkirche bezeichnet wurde. Das paritätische Regierungssystem beinhaltete die Gleichberechtigung und exakte Ämterverteilung zu gleichen Teilen zwischen Katholiken und Protestanten; es wurde durch den Westfälischen Frieden 1648 für die vier sogenannten Paritätischen Reichsstädte Ravensburg, Augsburg, Biberach und Dinkelsbühl bestätigt. Es bestand bis ins 19. Jahrhundert.
Die ohnehin schon – unter anderem durch die Verlagerung von Handelsrouten nach Augsburg – wirtschaftlich geschwächte Stadt musste (bedingt durch Hunger und Seuchen) im Dreißigjährigen Krieg einen starken Bevölkerungsrückgang hinnehmen. Davon erholte sie sich in den folgenden Jahrhunderten nur schwer. So kam es bis in die Neuzeit zu keinen weiteren Stadterweiterungen, das Stadtbild blieb bis ins 19. Jahrhundert weitgehend unverändert.
Gegen Ende des Dreißigjährigen Krieges wurde auch die Burg über der Stadt – nun auch schon zur Unterscheidung von der Stadt Ravensburg Veitsburg genannt – von schwedischen Truppen geschleift. Nur einige Wirtschaftsgebäude blieben stehen. Der Landvogt der Reichslandvogtei Schwaben residierte daher ab 1647 in Altdorf-Weingarten.

Ende der reichsstädtischen Selbständigkeit
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]1803 wurde durch den Reichsdeputationshauptschluss die Reichsunmittelbarkeit der meisten Reichsstädte aufgehoben (Mediatisierung) und kirchlicher, bisher ebenfalls reichsunmittelbarer Grundbesitz, verstaatlicht (Säkularisation). Beide Maßnahmen dienten unter anderem der territorialen Entschädigung von Reichsfürsten, die durch die napoleonischen Eroberungen linksrheinische Gebiete verloren hatten.
Die Stadt wurde zunächst dem Kurfürstentum Bayern (siehe Landgericht Ravensburg (bayerische Verwaltungseinheit)) zugeschlagen. Da die umliegenden habsburgischen Lande an Württemberg fielen, die Reichsklöster Weingarten und Weißenau wiederum anderen Reichsfürsten zugeordnet wurden, entstand eine Enklavensituation, die wirtschaftlich sehr abträglich war. Ravensburg kam 1810 auf Grund des Grenzvertrags mit Bayern – bestätigt durch den Wiener Kongress 1815 – zum Königreich Württemberg, das zuvor auch schon die ausgedehnten Territorien von Weingarten (einschließlich des heutigen Schlosses in Friedrichshafen) erworben hatte. Die Stadt wurde Sitz des Oberamts Ravensburg.
19. Jahrhundert
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ravensburg war seit Anfang des 19. Jahrhunderts bis ca. 1955 Treffpunkt zur Vermittlung von Hütekindern (auch Schwabenkinder genannt) aus armen bäuerlichen Verhältnissen in Tirol und der Schweiz auf dem „Hütekindermarkt“.[15][16][17][18] Eine Gedenktafel am Blaserturm am Marienplatz erinnert daran, ebenso eine Dauerausstellung im Museum Humpis-Quartier.[19][20]

Mit der Zugehörigkeit zum Königreich Württemberg begann eine allmähliche wirtschaftliche Erholung. Die industrielle Entwicklung stützte sich vor allem auf die lange Tradition in der Nutzung der Wasserkraft. Bereits 1402 war in Ravensburg eine der ersten Papiermühlen nördlich der Alpen entstanden; auch für andere industrielle Zwecke wurden seit langem Wassermühlen eingesetzt.
Darauf aufbauend entwickelte sich nun schnell eine vielfältige Maschinenbau-Branche; ein weiteres Standbein war die Textilherstellung. Mit dem Bau der Bahnstrecke Ulm–Friedrichshafen trug ab 1847 der Anschluss an das Streckennetz der Württembergischen Eisenbahn erheblich zum Aufschwung bei.
Um die Mitte des 19. Jahrhunderts war Ravensburg die größte und industriell am weitesten entwickelte Stadt Oberschwabens und auch politisch ein Zentrum der Region.[21]
20. Jahrhundert
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Die Stadt Ravensburg wurde 1939 mit der benachbarten Stadt Weingarten zusammengeschlossen (bis 1946).[22] (siehe Abschnitt Eingemeindungen weiter unten)
Bei der Verwaltungsreform während der NS-Zeit in Württemberg wurde Ravensburg 1938 Sitz des vergrößerten Landkreises gleichen Namens.
Euthanasie-Morde
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In der Zeit des Nationalsozialismus wurden 691 Patienten der psychiatrischen Heilanstalt Weißenau als Opfer der „Aktion T4“ in der Tötungsanstalt Grafeneck ermordet.
NS-Völkermord an Sinti und Roma
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die in der Stadt ansässigen Sinti internierte die Stadt Ravensburg im kommunalen Zigeunerzwangslager Ummenwinkel. 34 Ravensburger Sinti deportierten Kripo und lokale Polizisten im März 1943 von Ravensburg über Stuttgart in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Die meisten von ihnen wurden dort oder in nachfolgenden Konzentrationslagern oder Todesmärschen im Rahmen des NS-Völkermords an den Sinti und Roma ermordet.[23] Zudem wurden noch weitere Ravensburger Sinti im NS-Völkermord umgebracht: Manche flüchteten nach Österreich und wurden von dort deportiert;[24] der in Ravensburg geborene Anton Köhler wurde von der Kripo mit anderen Sintikindern von der St.-Josephspflege in Mulfingen nach Auschwitz-Birkenau deportiert.[25]
Vertreibung der jüdischen Bevölkerung und Schoa
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die damals in Ravensburg ansässigen Juden wurden wie Suse (Schoschana) und Peter (Pinchas) Erlanger und deren Eltern Ludwig Erlanger und Fanni, geborene Herrmann, zur Flucht gezwungen; einige wie ihr Großvater Josef Herrmann in der Schoa ermordet.[26][27]
Luftangriffe
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Zweiten Weltkrieg war Ravensburg kaum von Luftangriffen der Alliierten betroffen, die historische Bausubstanz blieb daher vollständig erhalten.
Ab 1945
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]1945 geriet die Stadt in die Französische Besatzungszone und kam somit 1947 zum neu gegründeten Land Württemberg-Hohenzollern, welches 1952 im Land Baden-Württemberg aufging.
Städtebauliche Entwicklung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Insbesondere ab den 1950er Jahren wurde die Stadt in alle Richtungen durch Wohngebiete erweitert; deren größtes ist die Weststadt, inzwischen der einwohnerreichste Stadtteil. Nachdem die Einwohnerzahl bereits in den 1930er Jahren die Grenze von 20.000 überschritten hatte, wurde die Stadt mit Inkrafttreten der baden-württembergischen Gemeindeordnung am 1. April 1956 kraft Gesetzes zur Großen Kreisstadt erklärt.
In den 1970er Jahren wuchs die Stadt durch Eingemeindung einiger Dörfer des Umlands weiter, besonders im Süden und im Westen (die heutigen Ortsteile Eschach, Schmalegg und Taldorf).
Einen weiteren Impuls erhielt die Innenstadt durch zahlreiche Renovierungsmaßnahmen, z. B. durch die Einrichtung des Humpis-Quartiers, das als Veranstaltungs- und Museumszentrum sowohl der Dokumentation der reichsstädtischen Entwicklung als auch als Ort der Begegnung fungiert.[28]
Eingemeindungen, Zusammenschlüsse
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In die Stadt Ravensburg wurden folgende Gemeinden eingegliedert. Sie gehörten vor der Kreisreform überwiegend zum Landkreis Ravensburg, Adelsreute gehörte bis 1. Januar 1969 noch zum Landkreis Überlingen und wurde dann dem Landkreis Ravensburg eingegliedert.
- 1. April 1939: Weingarten – wurde am 1. April 1946 wieder zu einer selbständigen Stadt
- 1. Januar 1972: Schmalegg[29]
- 1. Februar 1972: Taldorf[29]
- 1. Februar 1974: Eschach[30]
- 1. Oktober 1974: Adelsreute[29]
- 1. Januar 1975: Der im Rahmen der Gemeindereform erneut verfügte Zusammenschluss mit Weingarten (und Baienfurt und Baindt) wurde nach einer Normenkontrollklage der drei Kommunen und einer durch Weingarten beantragten einstweiligen Verfügung zunächst ausgesetzt[31] und musste nach Urteil des Staatsgerichtshofs Baden-Württemberg vom 15. Februar 1975 endgültig rückgängig gemacht werden.[32] Das Verhältnis beider Städte ist über lange Zeit von eifersüchtiger Besitzstandswahrung geprägt worden.
Ausgliederungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der ursprünglich zur Gemeinde Adelsreute gehörende Ort Tepfenhart wurde am 1. Dezember 1974 nach Horgenzell umgegliedert.[29]
Einwohnerstatistik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand (jedoch ohne Weingarten 1939). Die Zahlen sind Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter (nur Hauptwohnsitze).[33]

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¹ Volkszählungsergebnis
Am 30. September 2011 hatte Ravensburg erstmals mehr als 50.000 Einwohner.[35]
Konfessionsstatistik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Gemäß dem Zensus 2022 waren Anfang 2022 43,7 % der Einwohner katholisch, 16,2 % evangelisch, und 40,1 % waren konfessionslos, gehörten einer anderen Glaubensgemeinschaft an oder machten keine Angabe.[36] Im Jahr 2022 gab es 825 Kirchenaustritte (zirka 2 % der Gesamtbevölkerung).[37] 2023 haben 605 Personen ihren Kirchenaustritt erklärt (1 % der Gesamtbevölkerung), 523 Personen sind 2024 aus der Kirche ausgetreten (auch 1 %).[38][39] 540 Personen erklärten 2025 ihren Kirchenaustritt beim Standesamt, wieder 1 % der Gesamtbevölkerung.[40]
Politik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Gemeinderat
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Kommunalwahl vom 9. Juni 2024 führte zu dem in den folgenden Diagrammen dargestellten Ergebnis:[41]

Bürgermeister
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]An der Spitze der Stadt Ravensburg stand ab dem 13. Jahrhundert ein Ammann, der bis 1348 das alleinige Stadtoberhaupt war. Danach gab es den Bürgermeister und der Ammann war nur noch Vorsitzender des Gerichts. Um 1220 ist auch ein Rat genannt. 1531 erhielt die Stadt eine neue Ratsordnung mit drei Bürgermeistern, die mit zwei geheimen Räten den „Geheimen Rat“ bildeten. Nach dem Dreißigjährigen Krieg gab es zwei Bürgermeister und vier geheime Räte, die konfessionell paritätisch (evangelisch und katholisch) besetzt waren. 1803 wurde die bayerische und ab 1810 die württembergische Verwaltung eingesetzt. Danach gab es einen Stadtschultheiß und den Rat. Mit der neuen Gemeindeordnung von 1906 wurde der Titel des Stadtschultheiß ersetzt durch die Amtsbezeichnung Oberbürgermeister. Die neue Gemeindeordnung beseitigte die lebenslange Dauer des Bürgermeisteramtes, ließ Wiederwahl jedoch zu.[42] Heute wird der Oberbürgermeister für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt. Er ist Vorsitzender des Gemeinderats und Leiter der Stadtverwaltung. Der Oberbürgermeister hat einen Beigeordneten als hauptamtlichen Stellvertreter. Er trägt die Amtsbezeichnung „Erster Bürgermeister“.[43]
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Stadtschultheiß, bis 1906
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Oberbürgermeister, ab 1906
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Verwaltungsverband
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Stadt Ravensburg ist Sitz des Gemeindeverwaltungsverbands Mittleres Schussental.
Wappen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Blasonierung: „In Silber (Weiß) auf gemauerter blauer Konsole eine doppeltürmige blaue Burg mit hochgezogenem Fallgatter; zwischen den Zinnentürmen ein blauer Schild, darin ein silbernes Kreuz mit Tatzenenden.“[44] | |||||||
| Wappenbegründung: Die auf den Namen der ehemaligen Reichsstadt zu beziehende Burg erscheint im 12. Jahrhundert auf Münzen, seit 1267/1268 auch in Stadtsiegeln. Das älteste, in einem Abdruck von 1270 überlieferte städtische Siegel lässt auch schon den Schild mit dem Kreuz erkennen, dessen Bedeutung nicht sicher bekannt ist. Der Überlieferung zufolge soll es an Konradin von Hohenstaufen als König von Jerusalem erinnern. Es wird aber auch mit Herzog Welf IV. in Verbindung gebracht, der als Kreuzfahrer gestorben ist. Das offene Stadttor zwischen den zwei Wehrtürmen symbolisiert zugleich Wehrhaftigkeit und Offenheit der Reichsstadt. Vom 19. Dezember 1940 bis zum Frühjahr 1946 führte die Stadt Ravensburg ein leicht abgeändertes Wappen, auf dem statt des blauen Schilds mit silbernem Kreuz ein roter Welfenlöwe mit einem roten Schildchen (mit silbernem Querbalken) dargestellt war. Diese Farben und Symbole entstammen dem Wappen der damals eingemeindeten Nachbarstadt Weingarten. | |||||||
| Linie | Strecke | Frequenz |
|---|---|---|
| ICE 32 | Dortmund – Hagen – Wuppertal – Köln – Koblenz – Mainz – Mannheim – Heidelberg – Stuttgart – Ulm – Ravensburg – Friedrichshafen – Lindau-Reutin – Bregenz – Innsbruck | ein Zugpaar |
| RE 3 | Ulm – Biberach – Aulendorf – Ravensburg – Friedrichshafen – Lindau | stündlich |
| RE 5 | Stuttgart – Esslingen – Plochingen – Göppingen – Ulm – Laupheim West – Biberach – Aulendorf – Ravensburg – Friedrichshafen | stündlich |
| RB 91 | Aulendorf – Ravensburg – Meckenbeuren – Friedrichshafen Hafen | stündlich |
| Stand: 15. Dezember 2024 | ||
Die Strecke Ulm–Friedrichshafen ist seit 2021 elektrifiziert, bis dahin zählte sie zu den wenigen zweigleisigen Strecken, die noch nicht elektrifiziert waren.[71]
Ravensburg gehört dem Bodensee-Oberschwaben Verkehrsverbund (bodo) an, darin integriert ist der Sondertarif für den Stadtbus Ravensburg Weingarten.
Omnibusverkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der regelmäßige Öffentliche Nahverkehr im Raum Ravensburg-Weingarten wird durch die Deutsche-Bahn-Tochter Regionaler Busverkehr Alb-Bodensee (RAB) betrieben[72], im Auftrag der Stadtbus Ravensburg-Weingarten GmbH (ab 2027: Verkehrsbetriebe Schussental GmbH)[73]. Umlandlinien werden durch verschiedene regionale Busbetreiber angeboten. Zentrale Verknüpfungspunkte sind der Zentrale Omnibus-Bahnhof am Bahnhof Ravensburg, Frauentor und der Marienplatz.
Radverkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Durch Alltagsrouten aus dem Radnetz Baden-Württemberg[74] ist Ravensburg
- über die Stadtteile Weingartshof, Torkenried, Sickenried, Oberhofen und Obereschach und über Meckenbeuren mit Friedrichshafen und
- mit Weingarten und weiter
- über Baienfurt und Baindt mit Bad Waldsee und
- über Baienfurt-Rainpadent, Baindt-Schachen, Wolpertswende (Ortsteile Mochenwangen und Wolpertswende) und Altshausen mit Bad Saulgau verbunden.
Ravensburg ist Mitglied der AGFK (Arbeitsgemeinschaft Fahrrad- und Fußverkehrsfreundlicher Kommunen) in Baden-Württemberg und hat die „Qualitätsstufe“ für eine fahrradfreundliche Kommune erreicht.[75]
Ehemalige Straßenbahn
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Jahre 1888 wurde eine 4,2 Kilometer lange, meterspurige und dampfbetriebene, Straßenbahn zwischen Ravensburg und Weingarten eröffnet. Sie wurde 1910 elektrifiziert und 1911 um 2,4 Kilometer bis Baienfurt erweitert.[76] Am 23. Februar 1959 wurde der Abschnitt Ravensburg–Weingarten stillgelegt, im Juni 1959 auch der Restbetrieb Weingarten–Baienfurt.[77][78] An die Straßenbahn erinnern bis heute der Fahrkartenkiosk an der ehemaligen Haltestelle Frauentor sowie mehrere Oberleitungsrosetten in der Gartenstraße und der Schussenstraße.
Flughafen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der nächstgelegene Verkehrsflughafen ist in Friedrichshafen.
Fernmeldewesen
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Ravensburg hat seit 1990 einen eigenen 84 Meter hohen Fernmeldeturm (Geographische Koordinaten: 47° 47′ 40″ N, 9° 37′ 22″ O). Er ist im Unterschied zu zahlreichen Fernmeldetürmen ähnlicher Höhe kein Typenturm, sondern ein Sonderturm.
Ansässige Unternehmen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Name der Stadt ist nicht zuletzt durch die ansässige Firmengruppe Ravensburger AG weltbekannt geworden. International verbreitet sind besonders die Produkte der Ravensburger Spieleverlag GmbH und ihrer zahlreichen Schwesterunternehmen, die u. a. Gesellschaftsspiele und Puzzles herstellen, der vor allem für Kinder- und Jugendbücher bekannte Ravensburger Verlag sowie das „Ravensburger Spieleland“ (in der Nachbargemeinde Meckenbeuren).
Tekrum ist ein Hersteller von „Premium-Gebäck-Spezialitäten“. Das 1897 von Theodor Krumm gegründete Unternehmen war bis 1997 ein Familienbetrieb. Seit Januar 2017 gehört Tekrum vollständig zum Kambly-SA-Konzern.
OMIRA (Oberland Milchverwertung Ravensburg GmbH) ist Hersteller von Milchprodukten aller Art, die zum Teil in ganz Deutschland und Teilen Europas erhältlich sind. Letzteres trifft insbesondere auf die unter der Marke MinusL vertriebene laktosefreie Milch zu. Das Unternehmen ist seit 2017 Teil der Lactalis-Gruppe.[79]
Die Mönchmühle, eine Handwerksmühle am Rande der Altstadt, spezialisiert auf die Herstellung hochwertiger Mehle für Bäckereien und Haushalte aus Weizen, Dinkel und Roggen.
Ansonsten ist die Region stark vom Maschinenbau geprägt, der sich aus der ausgeprägten Mühlentradition (Korn-, Papier-, Säge- und andere Mühlen) und dem Bedarf der frühindustriellen Papier- und Textilindustrie entwickelt hat. Wichtigste Vertreter dieser Branche in Ravensburg sind die heute zu Voith bzw. Andritz AG gehörenden Unternehmen, die aus dem 1856 eröffneten Betrieb des Schweizer Escher-Wyss-Konzerns (seit 1969 Sulzer) hervorgegangen sind. Weitere Maschinenbauunternehmen sind u. a. die Maschinenfabrik Arnold GmbH & Co, die LCM-Schokoladenmaschinen GmbH, die Rugel Maschinenfabrik GmbH & Co. KG und die Schuler Konstruktionen GmbH & Co. KG.
Erwähnenswert sind außerdem die Automobilzulieferer-Firmengruppe EBZ (Engineering Bausch & Ziege GmbH), die 2008 die ThyssenKrupp Drauz Nothelfer GmbH von der ThyssenKrupp Technologies übernommen hat (firmiert neu als EBZ SysTec), die Verpackungshersteller Paccor Packaging Solution (früher Zach Verpackungen), der in den 1980ern von der Autobar Gruppe übernommen, weiter an die Veriplast Gruppe veräußert und später in die Paccor Gruppe eingebracht wurde,[80] und Moosmann & Co., die 1995 von Robert Bosch übernommene Werkzeugfabrik Hawera Probst und das aus einer traditionsreichen Ravensburger Apotheke hervorgegangene Pharmaunternehmen Vetter Pharma.
Auch Unternehmen aus dem Bereich erneuerbaren Energien sind in Ravensburg ansässig, wie etwa die Mage Solar AG, ein internationaler Anbieter von Systemkomponenten für Photovoltaikanlagen auf Wohn-, Gewerbe- und Nutzgebäuden sowie auf Freiflächen. Die Firmen der Solpower-Gruppe, insbesondere die Solpower AG und die Pro Solar Solarstrom GmbH, sind bedeutende Anbieter von photovoltaischen Anlagen unter eigenem Markennamen. Auch thermische Solaranlagen werden von verschiedenen kleineren Unternehmen projektiert; die in diesem Bereich zeitweise bedeutende Pro Solar Energiesysteme GmbH gehört mittlerweile zur General Solar Systems Deutschland GmbH in Regensburg und hat einen Großteil der Arbeitsplätze dorthin verlagert.
Das hier ansässige Munzinger-Archiv bietet recherchierte, verifizierte und grundlegende Daten für die alltägliche Arbeit in journalistischen Redaktionen, Verlagen, Sendern oder für sonstige Interessenten auf der ganzen Welt. Die kostenpflichtige Datenbank umfasst Personen, Länder, Sport, Chronik, Pop, Gedenktage, Film, KLG (ein kritisches Lexikon zur deutschsprachigen Gegenwartsliteratur), KDG (Komponisten der Gegenwart). Der Zugriff ist über das Online-Portal, über CD-ROM oder die klassische Loseblattsammlung möglich.
Die WeltPartner eG (ehemals dwp eG bzw. Dritte-Welt Partner) wurde 1988 von mehreren Weltläden in der Region Oberschwaben gegründete und ist mittlerweile Deutschlands zweitgrößter unabhängiger Importeur von Fairhandels-Produkten. Die Genossenschaft vertreibt die Waren außerhalb des eigenen Webshops über Weltläden, Regionalverteiler, Großverbraucher und den Naturkosthandel in Deutschland und im nahen Ausland.
Für Informationen zum Rundfunksender „Ravensburg“ siehe: Sender Ravensburg (Wilhelmskirch)
Ehemals ansässige Unternehmen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Maschinenfabrik Ravensburg bestand von 1866 bis 1998. In den 1920er Jahren erlangte die Firma Hermann Spohn mit exklusiven Karosserien, die meist auf Maybach-Fahrgestelle montiert wurden, einiges Ansehen. Verschiedene Mitglieder der Industriellenfamilie Spohn – tätig in der Textil-, Maschinenbau- und Baubranche – traten in Ravensburg seit Ende des 19. Jahrhunderts als großzügige Spender auf. Julius Spohn stiftete u. a. das Konzerthaus und das Gebäude für das humanistische Gymnasium, heute Spohn-Gymnasium. Auf dem Hauptfriedhof hat die Familie eines der aufwendigsten Familiengräber.
Bis 2013 war das Unternehmen Carthago, ein bekannter Hersteller von Wohnmobilen, im Teilort Schmalegg ansässig.
Landwirtschaft
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Im Mittelalter wurde an den Hängen des Schussentals Wein angebaut. Ein Großteil der Rebflächen südlich der Stadt unterhalb Sankt Christina bis nach Weingartshof waren im Besitz des Klosters Weißenau, teilweise auch an Ravensburger Bürger verpachtet, während die Flächen im Rauenegg östlich der Stadt im Eigentum Ravensburger Bürger waren. Nach einigen klimatisch schlechten Jahren Ende des 18. Jahrhunderts richtete das Kloster Weißenau im Kirchsprengel Sankt Christina oberhalb der Weinberge eine Bierbrauerei ein. Im Laufe des 19. Jahrhunderts folgten weitere schlechte Jahre. Außerdem verdrängten wohl Importweine den einheimischen Wein, der wegen ungenügender Ausbaumethoden qualitativ nicht mithalten konnte. So wurden im Laufe des 19. Jahrhunderts die meisten Rebgärten aufgegeben. Inwieweit die sich damals ausbreitende Reblaus oder der zunehmende Bierkonsum auch eine Rolle spielten, ist nicht geklärt. Große Teile der Flächen am Rauenegg wurden Anfang des 19. Jahrhunderts wertvolles Bauland; im Bereich Sankt Christina existierte noch bis ca. 1960 ein privat betriebener Weinbaubetrieb.[81]
Auf den weniger steilen Flächen wurden teils Obstgärten und Streuobstwiesen angelegt, in Stadtnähe wurden einige Flächen auch in Sommerfrischen und Schrebergärten umgewandelt. Seit rund 30 Jahren wird vereinzelt wieder Wein angebaut. Die Stadt Ravensburg betreibt einen Weinberg mit den Sorten Müller-Thurgau und Spätburgunder am Rauenegg; außerdem gibt es einen gemeindeeigenen Weinberg in der Ortschaft Taldorf. Die Flächen zählen zum Bereich Württembergischer Bodensee des Anbaugebiets Württemberg.
Daneben war Ravensburg in früheren Jahrhunderten für seine Leinenproduktion bekannt; zum Rösten des Flachses wurde am Flappach (Stadtbach) oberhalb der Stadt in Ittenbeuren eine große Anzahl kleiner Teiche angelegt, die heute als Fischteiche genutzt werden.
Heute herrschen vor allem im Süden und Westen der Stadt Obstbau und Hopfengärten vor. Das Kompetenzzentrum Obstbau-Bodensee im Ortsteil Bavendorf betreibt Grundlagenforschung sowie anwendungsorientierte Untersuchungen und Beratung von Landwirten.
Daneben spielt in der Region Milchwirtschaft noch eine gewisse Rolle, besonders in den tieferen und stadtnahen Lagen geht deren Bedeutung aber immer weiter zurück. Fast ganz verschwunden aus der Landschaft ist der früher für Oberschwaben so typische Getreideanbau (vor allem Dinkel, aber auch Gerste und Weizen); auf dem Rahlenhof jedoch wird heute sogar Bio-Braugerste angebaut. Die Region zeichnet sich überhaupt durch einen hohen Anteil von Demeter- und Biolandbetrieben aus.
Medien
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Schwäbische Zeitung hat in Ravensburg ihren Sitz und betreibt dort auch eine Lokalredaktion. Hinzu kommen die Anzeigenblätter Stadtkurier und Südfinder vom Medienhaus Schwäbischer Verlag GmbH & Co. KG (Schwäbische Zeitung). Diese erscheinen längst nicht mehr nur im Stadtgebiet Ravensburg. Zusätzlich ist das vom Südkurier Medienhaus herausgegebene Ravensburger Stadtmagazin in der Stadt ansässig. Bekannt ist der Ravensburger Spieleverlag Otto Meier bzw. der Ravensburger Kinderbuchverlag Otto Meier.
In Ravensburg befinden sich außerdem Sendestudios der Radiosender Radio 7 und SWR4 Baden-Württemberg sowie ein Studio des Regionalfernsehsenders Regio TV Bodensee.
In der Gartenstraße war der Verlag Schwäbischer Bauer ansässig, der ein Verbandsorgan für den Landwirtschaftsbund Südwürttemberg-Hohenzollern und verschiedene Agrar-Fachpublikationen herausgab. Er ist mittlerweile im Besitz der Eugen Ulmer-Verlagsgruppe Stuttgart.
Das Munzinger-Archiv (siehe „ansässige Unternehmen“) wird als Personen-Datenbank von Verlagen und Journalisten bundesweit genutzt.
Justiz
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ravensburg ist Sitz des Amtsgerichts Ravensburg, des Landgerichts Ravensburg, verschiedener Kammern des Arbeitsgerichts Ulm, des Polizeipräsidiums Ravensburg, der Staatsanwaltschaft Ravensburg sowie der Justizvollzugsanstalt Ravensburg im Stadtteil Hinzistobel.
Bildungseinrichtungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Hoch- und Fachschulen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Ravensburg ist einer der Standorte der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Ravensburg (ehemals Berufsakademie Ravensburg). Ferner gibt es eine Schule für Gestaltung (Freie Kunstschule), das Institut für Soziale Berufe Ravensburg in katholischer Trägerschaft sowie eine Zweigstelle der Württembergischen Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie.
Die Hochschule Ravensburg-Weingarten hat ihren Sitz in Weingarten.
Die Außenstelle Weißenau der Universität Tübingen befasste sich von 1959 bis 1992 mit Astronomie (ein inzwischen demontiertes Radioteleskop mit 26 Meter Durchmesser ermöglichte dort radioastronomische Beobachtungen). Von 1983 bis zur Schließung 2001 befasste sich die Außenstelle auch mit Neuropsychologie.
Schulen und Kindergärten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Stadt Ravensburg betreibt drei allgemeinbildende Gymnasien (Albert-Einstein-Gymnasium, Spohn-Gymnasium, Welfen-Gymnasium), eine Realschule, eine Grund- und Hauptschule (Stefan-Rahl-Schule Obereschach), zwei selbständige Werkrealschulen (Werkrealschulen Kuppelnau und Neuwiesen), sieben selbständige Grundschulen (Grundschulen Klösterle, Kuppelnau, Neuwiesen, Oberzell, Schmalegg, Weißenau und Weststadt) und eine Förderschule (Sankt Christina). Daneben betreibt die Schulstiftung der katholischen Diözese Rottenburg-Stuttgart das private Bildungszentrum St. Konrad auf der Burachhöhe, mit einer Grundschule, Realschule und einem Gymnasium.
| Schuljahr | 2000/2001[83] | 2010/2011[84] | 2017/2018[85] | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Schüler | % | Schüler | % | Schüler | % | ± zu 2010/2011 | |
| Grundschule | 2247 | 28,7 % | 1924 | 23,8 % | 1918 | 24,5 % | −0,3 % |
| Werkreal-/Hauptschulen | 1049 | 13,4 % | 805 | 10,0 % | 379 | 4,8 % | −52,9 % |
| SBBZ (bis 1997 Sonderschulen) | 519 | 6,6 % | 606 | 7,5 % | 989 | 12,6 % | +63,2 % |
| Realschulen | 1387 | 17,7 % | 1658 | 20,5 % | 1443 | 18,4 % | −13,0 % |
| Gymnasien | 2354 | 30,1 % | 2704 | 33,5 % | 2246 | 28,6 % | −16,9 % |
| Gemeinschaftsschulen | – | – | 467 | 6,0 % | |||
| Waldorfschulen | 268 | 3,4 % | 386 | 4,8 % | 398 | 5 % | +3,1 % |
| Gesamt | 7824 | 8083 | 7840 | −3,0 % | |||
Der Landkreis Ravensburg ist Träger von drei beruflichen Schulen: Edith-Stein-Schule (Haus- und landwirtschaftliche Schule, unter anderem mit ernährungswissenschaftlichem, agrarwissenschaftlichem und biotechnologischem Gymnasium), Gewerbliche Schulen (unter anderem mit technischem Gymnasium) und Humpis-Schule (kaufmännische Schule, unter anderem mit Wirtschaftsgymnasium). Auch die Martinusschule für Geistigbehinderte mit Schulkindergarten und die Fachschule für Landwirtschaft stehen unter Trägerschaft des Landkreises.
Ferner gibt es die Staatliche Schule für Kranke Weißenau und eine Krankenpflegeschule am Zentrum für Psychiatrie Weißenau.
Ravensburg beherbergt neben den staatlichen Schulen eine Reihe von Privatschulen, darunter das Bildungszentrum St. Konrad mit Grund- und Werkrealschule, Realschule und Gymnasium, die Bernd-Blindow-Schule, an der Ausbildung und Weiterbildung, die Fachhochschulreife, Abitur und sogar ein Studium möglich ist, die Grundschule Klösterle und die Theresia-Gerhardinger-Realschule (ehemals von den Armen Schulschwestern betrieben), eine Freie Waldorfschule, das Institut für sozialpädagogische Berufe, die Josef-Wilhelm-Schule (Private Berufsschule des Berufsbildungswerks Adolf Aich), das Kolping-Bildungswerk (mit Abendrealschule, Abendgymnasium, Kolping-Berufskolleg und sozialwissenschaftlichem Gymnasium), die Krankenpflegeschule und Kinderkrankenpflegeschule am Krankenhaus Sankt Elisabeth, die Krankenhausschule Sankt Nikolaus, die Private Kaufmännische Schule Schindele, ein Zentrum für Naturheilkunde und Homöopathie sowie die Hör-Sprachzentrum gGmbH mit Heimsonderschule für Gehörlose, Schwerhörige und Sprachbehinderte.
Ravensburg bietet insgesamt 1700 Kindergartenplätze in 32 Kindergärten in öffentlicher, kirchlicher oder privat-gemeinnütziger Trägerschaft (darunter ein Waldorf-Kindergarten sowie ein Waldkindergarten) und erfüllt damit die gesetzlichen Vorgaben. Elf Einrichtungen in Ravensburg und Weingarten bieten darüber hinaus Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren an.
Soziale Einrichtungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ihren Ursprung in der Sozialarbeit der katholischen Kirche haben das Berufsbildungswerk Adolf Aich und die Einrichtungen der Behinderten- und Altenhilfe der Stiftung Liebenau.
Darüber hinaus unterhält die aus der evangelischen Sozialarbeit entstandene BruderhausDiakonie Einrichtungen der Altenhilfe und der Sozialpsychiatrie. Die Zieglerschen Anstalten, seit 2009 mit dem neuen Namen „Die Zieglerschen“, betreiben ein Sprachheilzentrum, bieten betreutes Wohnen im Rahmen der Behindertenhilfe und verschiedene Betreuungsangebote im Rahmen der Jugendhilfe an.
Krankenhäuser
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Krankenhaus Sankt Elisabeth mit einer Abteilung für Kinder- und Jugendmedizin Sankt Nikolaus und das Heilig-Geist-Spital (geriatrischer Schwerpunkt) stehen unter Trägerschaft der größtenteils landkreiseigenen Oberschwabenklinik.
Im ehemaligen Kloster Weißenau und den umliegenden Neubauten liegt der Standort Weißenau des ZfP Südwürttemberg. Dort befindet sich eine Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie sowie ein psychiatrisches Fachpflegeheim mit Außenwohngruppen und eine Klinik für forensische Psychiatrie und Psychotherapie. Die Weißenauer Werkstätten dienen der beruflichen Reintegration psychisch behinderter Menschen. In Ravensburg betreibt das ZfP Südwürttemberg außerdem eine Tagesklinik sowie die SINOVA Klinik für psychosomatische Medizin.
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Sonstiges
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]1982 fanden die Heimattage Baden-Württemberg in Ravensburg statt.
Die Deutsche Bahn hat einen ICE 3 (Tz 325) mit dem Namen Ravensburg in Betrieb. Da die Bahnstrecke der Südbahn, an der Ravensburg liegt, jedoch bis 2021 nicht elektrifiziert war, konnte der am 15. April 2004 getaufte Triebzug 325 seine Patenstadt nicht anfahren. Diese Garnitur verlor am 16. April 2010 während der Fahrt eine Tür.[86]
Am 28. September 2008 legten die Ravensburger AG und die Stadt Ravensburg zusammen mit über 10.000 Puzzlefans auf dem Marienplatz in weniger als fünf Stunden das weltgrößte Puzzle mit 1.141.800 Teilen und einer Fläche von 600 Quadratmetern. Ravensburg übertraf damit den alten Puzzlerekord von rund 212.000 Teilen und bekam dafür einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde. 20 Teile des Puzzles legten zuvor mit Hilfe von Geocachern bis zu 20.546 Kilometer zurück.
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Johann Georg Eben: Versuch einer Geschichte der Stadt Ravensburg von Anbeginn bis auf die heutigen Tage. 2 Bände. Gradmann, Ravensburg 1835 (Nachdruck: Genth, Oggelshausen 1987).
- Johann Daniel Georg von Memminger: Gemeinde Ravensburg. In: Beschreibung des Oberamts Ravensburg. Cotta, Stuttgart/Tübingen 1836.
- Alfons Dreher: Geschichte der Reichsstadt Ravensburg und ihrer Landschaft von den Anfängen bis zur Mediatisierung 1802. 2 Bände. Dorn, Ravensburg 1972, ISBN 3-87437-084-4 (Band 1) und ISBN 3-87437-085-2 (Band 2).
- Tobias Hafner: Geschichte der Stadt Ravensburg. Dorn, Ravensburg 1887.
- Lore Sporhan-Krempel: Ochsenkopf und Doppelturm – Die Geschichte der Papiermacherei in Ravensburg. Stuttgart 1952.
- Peter Eitel: Ravensburg und das Schussental, Thorbecke-Verlag Stuttgart 1977, ISBN 978-3-7995-2008-9.
- Rudi Holzberger: Ravensburg. Ansichten und Profile. Oberschwäbische Verlagsanstalt, Ravensburg 1987, ISBN 3-926891-00-9.
- Alfred Lutz: Ravensburg. Porträt einer ehemaligen Freien Reichsstadt. 2. Auflage. Biberacher Verlagsdruckerei, Biberach 1991, ISBN 3-924489-37-8.
- Peter-Johannes Schuler: Ravensburg. In: Lexikon des Mittelalters (LexMA). Band 7. LexMA-Verlag, München 1995, ISBN 3-7608-8907-7, Sp. 486–488.
- Alfred Lutz: Zwischen Beharrung und Aufbruch. Ravensburg in den Jahren 1810 bis 1847. (Zugleich Dissertation der Eberhard-Karls-Universität Tübingen, 1999). Aschendorff, Münster 2005, ISBN 3-402-05912-6.
- Peter Eitel (Hrsg.): Ravensburg im Dritten Reich. Beiträge zur Geschichte der Stadt. Oberschwäbische Verlagsanstalt, Ravensburg 1997, ISBN 3-926891-19-X.
- Albert Schmid (Hrsg.): Fasnacht in Ravensburg. Ein Streifzug von 1353 bis heute. Oberschwäbische Verlagsanstalt, Ravensburg 2000, ISBN 3-926891-25-4.
- Peter Eitel: Geschichte Ravensburgs im 19. und 20. Jahrhundert, 2. Aufl., Patmos-Verlagsgruppe München 2004, ISBN 978-3-7995-0138-5.
- Peter Eitel: Ravensburg im 19. und 20. Jahrhundert: Politik, Wirtschaft, Bevölkerung, Kirche, Kultur, Alltag. Thorbecke, Ostfildern 2004, ISBN 3-7995-0138-X.
- Nicole Horvath: Ravensburg zwischen Reichsfrieden und Konfessionskonflikt 1648–1802 (= Oberschwaben – Geschichte und Kultur, Bd. 17). Bibliotheca-Academica-Verl., Epfendorf 2013, ISBN 978-3-928471-83-1.
- Peter Eitel: Geschichte Oberschwabens im 19. und 20. Jahrhundert, Thorbecke-Verlag Stuttgart, 2015, ISBN 978-3-7995-0852-0.
- Esther Sattig: Das Zigeunerlager Ravensburg Ummenwinkel. Die Verfolgung der oberschwäbischen Sinti. Berlin: Metropol Verlag 2016, ISBN 978-3-86331-258-9.
- Magdalena Guttenberger, Manuel Werner: „Die Kinder von Auschwitz singen so laut“. Das erschütterte Leben der Sintiza Martha Guttenberger aus Ummenwinkel, Norderstedt 2020, S. 171–270, ISBN 978-3-7504-7043-9.
- Birgit Kulessa: Das Rätsel von Ravensburg. Erkenntnisse zu den Siedlungsursprüngen einer freien Reichsstadt. Nachrichtenblatt der Denkmalpflege in Baden-Württemberg, Jahr 2025, Heft 2, S. 120–127 (PDF; 1,9 MB)
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Werbefilm über die Stadt Ravensburg bei YouTube
- Blick auf die historische Altstadt Ravensburg. Virtueller Rundgang auf dem Blaserturm.
- Literatur von und über Ravensburg im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Tabellengruppe 12411: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes zum 31. Dezember 2024 (Hilfe dazu).
- ↑ statistik.baden-wuerttemberg.de ( vom 4. Mai 2013 im Internet Archive)
- ↑ Daten- und Kartendienst der LUBW
- ↑ Dieter Berger: Duden. Geographische Namen in Deutschland: Herkunft und Bedeutung der Namen von Ländern, Städten, Bergen und Gewässern. Dudenverlag, Mannheim 1999, ISBN 3-411-06252-5.
- ↑ Rudolf Kruse, Walter Schillig: Weingarten. 1992, ISBN 3-924489-61-0, S. 80, 81, 85.
- ↑ FB Schwaben 13 (1952–1954) S. 22.
- ↑ Sammlung des Klosters Weingarten.
- ↑ Reinhard Rademacher: Die vorgeschichtliche Besiedlung des Veitsberges bei Ravensburg. Magisterarbeit. Tübingen 1986.
- ↑ [Regesta Habsburgica 3] n. 209, in: Regesta Imperii Online, URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1315-05-11_1_0_7_0_0_209_209 (abgerufen am 4. Juli 2021).
- ↑ „Über Ort und Zeitpunkt der Geburt Heinrichs des Löwen haben wir nur wenige genaue Nachrichten. Er selbst hat gesagt, daß er in Schwaben geboren sei (‚se de Suevia oriundum‘), ob aber auf der Ravensburg bleibt ungewiss.“. In: Joachim Ehlers: Heinrich der Löwe. Biographie. Siedler, München 2008, ISBN 978-3-88680-787-1. Rezension (Standardwerk), S. 47.
- ↑ Stadtportrait auf der Homepage der Stadt, abgerufen am 10. März 2014.
- ↑ Andreas Schmauder (Hrsg.): Die Zeit der Händler – 850 Jahre Markt in Ravensburg. Konferenzschrift. UVK-Verlagsgesellschaft, Konstanz 2002, ISBN 3-89669-776-5.
- ↑ Rudolf Kruse, Walter Schillig: Weingarten. 1992, ISBN 3-924489-61-0, S. 152.
- ↑ Karin Kiesel: Ravensburger Papier kam einst durch ganz Europa. In: Schwäbische Zeitung, Ausgabe Bad Waldsee/Aulendorf. Ausgabe vom 4. Mai 2015, Seite 19.
- ↑ Hütekindermarkt. Abgerufen am 30. März 2024.
- ↑ Elmar Bereuter, Die Schwabenkinder, Piper-Verlag München, 2018
- ↑ Bernhard Tschofen, Regina Lampert,: Die Schwabengängerin – Erinnerungen einer Vorarlberger Magd 1864–1874, Limmat Verlag 2022.
- ↑ Otto Uhlig: Die Schwabenkinder aus Tirol und Vorarlberg, Wagner Verlag Innsbruck 2003.
- ↑ Columbus Interactive GmbH www.columbus-interactive.de: Die Schwabenkinder | Museum Humpis-Quartier. Abgerufen am 30. März 2024.
- ↑ Augenzeugenbericht des Kinderhandel im Jahr 1866, abgerufen am 7. Dezember 2020
- ↑ Revolutionen im Südwesten – Stätten der Demokratiebewegung 1848/49 in Baden-Württemberg. Herausgegeben von der Arbeitsgemeinschaft hauptamtlicher Archivare im Städtetag Baden-Württemberg, Info Verlag, Karlsruhe, 2. Auflage. 1998, S. 501.
- ↑ Redaktion Schwäbische Zeitung, Als Weingarten Stadtteil Ravensburgs wurde, Schwäbische Zeitung, 16. November 2009
- ↑ Magdalena Guttenberger, Manuel Werner: „Die Kinder von Auschwitz singen so laut“. Das erschütterte Leben der Sintiza Martha Guttenberger aus Ummenwinkel. Norderstedt 2020, S. 201–206.
- ↑ Esther Sattig: Das Zigeunerlager Ravensburg Ummenwinkel. Die Verfolgung der oberschwäbischen Sinti. Berlin 2016, S. 18, 251, 203.
- ↑ Magdalena Guttenberger, Manuel Werner: „Die Kinder von Auschwitz singen so laut“. Das erschütterte Leben der Sintiza Martha Guttenberger aus Ummenwinkel. Norderstedt 2020, S. 208f.
- ↑ Pinchas Erlanger: Erinnerungen. Meine Jugend in Deutschland und die Auswanderung nach Palästina. In: israelaustausch.de, August 2001.
- ↑ Manuel Werner: Juden in Nürtingen in der Zeit des Nationalsozialismus. Nürtingen/Frickenhausen 1998, S. 59f., 62f., 73f., 79, 83–86.
- ↑ Dörthe Jakobs, Volker Caesar (Hrsg.): Humpis – Ein Stadtquartier wird Museum. Herausgegeben als Arbeitsheft Nr. 28 im Auftrag des Regierungspräsidiums Stuttgart und des Landesamtes für Denkmalpflege. Konrad Theiss-Verlag, Stuttgart / Darmstadt 2015, ISBN 978-3-8062-2968-4.
- 1 2 3 4 Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 531 (Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder [PDF; 41,1 MB]).
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 547 (Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder [PDF; 41,1 MB]).
- ↑ „Großbauten und Großveranstaltungen unterstreichen das Eigenleben“, in Schwäbische Zeitung (Ausgabe Ravensburg) vom 31. Dezember 1974, S. 7
- ↑ Staatsministerium Baden-Württemberg (Hrsg.): Dokumentation über die Verwaltungsreform in Baden-Württemberg. Band II. Kohlhammer, Stuttgart 1976, S. 342; 373.
- ↑ Bevölkerung nach Nationalität – Statistisches Landesamt Baden-Württemberg. Abgerufen am 4. Juni 2019.
- ↑ Datenbank Zensus 2011, Ravensburg, Alter + Geschlecht
- ↑ Am Stichtag 30. September 2011 hatte Ravensburg erstmals über 50.000 Einwohner. Quelle: Statistische Landesamt Baden-Württemberg, nach einer Pressemitteilung der Stadt Ravensburg vom 19. Januar 2012: Stadt hat 50.000er-Marke gekanckt ( vom 12. September 2012 im Webarchiv archive.today).
- ↑ Bevölkerung kompakt (Gebietsstand 15. Mai 2022, Religion), abgerufen am 21. Januar 2025
- ↑ Lena Müssigmann: Katholischer Priester trägt Absage der Ravensburger Erklärung mit. 6. April 2023, abgerufen am 30. März 2024.
- ↑ Stadt Ravensburg Standesamt 2024
- ↑ SWP: Kirchenaustritte in Ulm: Kirchen verlieren weiter Tausende Mitglieder – wie die Zahlen in Ulm sind. 22. Dezember 2023, abgerufen am 30. März 2024.
- ↑ Das Standesamt Ravensburg legt seine Jahresstatistik 2025 vor , abgerufen am 15. April 2026
- ↑ 2024 – Gemeinderatswahl Ravensburg. Abgerufen am 13. Juni 2024.
- ↑ Stadtarchiv Ravensburg, Gisela Fricke, Auskunft vom 17. März 2010.
- ↑ Ein/e zweite(r) Beigeordnete(r) trug bis 2013 die Amtsbezeichnung „Bürgermeister/-in“ und war für das Baudezernat zuständig („Baubürgermeister/in“). Seit Amtsantritt von Dirk Bastin am 15. Juli 2013 heißt dieses Amt nur noch „Baudezernent“.
- ↑ Wappenbeschreibung auf leo bw – Landeskunde entdecken online; abgerufen am 28. September 2023.
- ↑ Text und beide Melodien
- ↑ Partnerschaften mit Mollet del Vallès (Spanien) | Stadt Ravensburg. Abgerufen am 7. August 2018.
- ↑ A. Dreher: Patriziat, Teil II, Nr. 71 und 75, S. 246–262
- ↑ Frank Hautumm u. a.: Frauentor-Brand – Vor 40 Jahren starben drei Männer bei einem Feuerwehreinsatz, Schwäbische Zeitung, 14. März 2022, www.schwaebische.de/landkreis/landkreis-ravensburg/ravensburg_artikel,-vor-40-jahren-starben-drei-maenner-im-ravensburger-frauentorturm-_arid,11482962.html
- ↑ Sybille Emmrich: Die Katastrophe kam erst nach dem Brand, Schwäbische Zeitung, 13. März 2012, www.schwaebische.de/landkreis/landkreis-ravensburg/ravensburg_artikel,-die-katastrophe-kam-erst-nach-dem-brand-_arid,5221733.html
- ↑ Mariensäule. Ein umstrittenes Dankeschön. In: schwaebische.de. 9. Januar 2018, abgerufen am 6. Juli 2024.
- ↑ ravensburg.de ( vom 9. Juni 2013 im Internet Archive)
- ↑ Anschaulich schildert dies schon 1866 die populäre Zeitschrift „Die Gartenlaube“ unter dem Titel „Ein Kinderhandel“ (Volltext bei Wikisource).
- ↑ Armin Müller: Humpis-Quartier erwacht zu neuem Leben. In: Chronico. Magazin für Geschichte. 9. Juli 2009.
- ↑ Wirtschaftsmuseum Kreis Ravensburg. Abgerufen am 11. Februar 2025.
- ↑ Schwäbische Zeitung, 8. März 2013.
- ↑ Christiane Schilling: Der Schatz von Ravensburg. monumente.de, Ausgabe 4/2016, abgerufen am 26. November 2016.
- ↑ Andreas Schmauder (Hrsg.), W. Behringer, A. Blauert u. a.: Frühe Hexenverfolgung in Ravensburg und am Bodensee. UVK, Konstanz. 2. Aufl. 2017 (zur Ausstellung 1484 – Hexenwahn und Hexenverfolgung in Europa neu aufgelegt. Zur Ausstellung 2017 als Begleittext).
- ↑ Redaktion Schwäbische Zeitung: Rauch dringt bis in die Orgelpfeifen, Schwäbische Zeitung, 27. August 2009, www.schwaebische.de/landkreis/landkreis-sigmaringen/bad-saulgau_artikel,-rauch-dringt-bis-in-die-orgelpfeifen-_arid,3557347.html
- ↑ siehe auch Homepage der Gemeinde
- ↑ siehe auch Homepage der Gemeinde
- ↑ Jasmin Bühler: Kirche St. Jodok bleibt en Jahr lang geschlossen, Schwäbische Zeitung, 14. März 2018, www.schwaebische.de/landkreis/landkreis-ravensburg/ravensburg_artikel,-kirche-st-jodok-bleibt-ein-jahr-lang-geschlossen-_arid,10835500.html
- ↑ Archivierte Kopie ( vom 29. Oktober 2013 im Internet Archive) – spätere Statistiken sind dort nicht vorhanden.
- ↑ Unsere Kirchengemeinde, auf bavendorf-winterbach.de
- ↑ Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Bd. I. Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 70. Bild der Gedenktafel: Datei:Ravensburg Grüner-Turm-Straße Ehem Synagoge Tafel.jpg.
- ↑ Sektionsdetails in der Übersicht des Deutschen Alpenvereins, Stand 31. Dezember 2025
- ↑ Ravens steigen in die Regionalliga auf. In: Schwäbische.de. (schwaebische.de [abgerufen am 22. August 2017]).
- ↑ Fasnet: Seit 90 Jahren sind die TSB-Schrammler dabei, in: Schwäbische Zeitung, 13. Februar 2015
- ↑ Auf der Oberschwabenschau kann man was erleben. In: ravensburg.de, 9. Oktober 2025.
- ↑ Ravensburger Kunstnacht. In: kapuziner.info, abgerufen am 9. März 2026.
- ↑ Lichterfest Ravensburg. In: ravensburg.de, abgerufen am 9. März 2026.
- ↑ Elektrifizierung Südbahn: Bahnstrecke Ulm-Friedrichshafen eingeweiht. 8. Dezember 2021, abgerufen am 25. Juni 2025.
- ↑ Willkommen auf Meine-RAB. Abgerufen am 30. März 2024 (deutsch).
- ↑ partner-rab • stadtbus Ravensburg Weingarten GmbH. In: stadtbus Ravensburg Weingarten GmbH. Abgerufen am 30. März 2024 (deutsch).
- ↑ Das RadNETZ Baden-Württemberg auf www.radroutenplaner-bw.de
- ↑ www.ravensburg.de
- ↑ Ravensburg – Weingarten – Niederbiegen, auf vergessene-bahnen.de
- ↑ Raimund Kolb, Bähnle, Mühle, Zug und Bus, EPPE-Verlag Aulendorf 2000.
- ↑ Raimund Kolb u. a., Eisenbahn-Romantik in Oberschwaben, DGEG-Verlag Witten/Ruhr, 2005
- ↑ Zusammenschluss mit Lactalis-Gruppe. 23. Mai 2017, abgerufen am 25. Juni 2025.
- ↑ Stillegung des Produktionsbereichs „Tiefziehen“ im Werk Ravensburg ( vom 15. Juli 2012 im Webarchiv archive.today)
- ↑ Zur Geschichte der Rebleute von Sankt Christina ( vom 30. Juli 2008 im Internet Archive).
- ↑ Schüler und Schulen seit 1987/88 nach Schularten – Statistisches Landesamt Baden-Württemberg. Abgerufen am 5. Juni 2019.
- ↑ Schüler und Schulen seit 1987/88 nach Schularten – Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Angaben für 2000/01. Abgerufen am 5. Juni 2019.
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- ↑ Schüler und Schulen seit 1987/88 nach Schularten – Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Angaben für 2017/18. Abgerufen am 5. Juni 2019.
- ↑ ICE-Namensliste, auf bus-tram.de
- Ravensburg
- Gemeinde in Baden-Württemberg
- Kreisstadt in Baden-Württemberg
- Große Kreisstadt in Baden-Württemberg
- Ort im Landkreis Ravensburg
- Reichsstadt
- Weinort im Weinanbaugebiet Württemberg
- Ort in Oberschwaben
- Ort am Jakobsweg (Oberschwäbischer Jakobsweg)
- Ersterwähnung 1088
- Ort an der Schussen
- Weinort in Baden-Württemberg




















