Wolfegg
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 47° 49′ N, 9° 48′ O | |
| Bundesland: | Baden-Württemberg | |
| Regierungsbezirk: | Tübingen | |
| Landkreis: | Ravensburg | |
| Höhe: | 672 m ü. NHN | |
| Fläche: | 39,5 km² | |
| Einwohner: | 3861 (31. Dez. 2024)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 98 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 88364 | |
| Vorwahl: | 07527 | |
| Kfz-Kennzeichen: | RV, SLG, ÜB, WG | |
| Gemeindeschlüssel: | 08 4 36 085 | |
| LOCODE: | DE WFE | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Rötenbacher Straße 11 88364 Wolfegg | |
| Website: | www.wolfegg.de | |
| Bürgermeister: | Peter Müller (CDU) | |
| Lage der Gemeinde Wolfegg im Landkreis Ravensburg | ||


Wolfegg ist eine Gemeinde und ein heilklimatischer Kurort im oberschwäbischen Landkreis Ravensburg im Süden Baden-Württembergs (Deutschland).
Im Gemeindegebiet, das sich auf 39,49 km² Fläche erstreckt, leben 3868 Einwohner (Stand: 2023).[2]
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Geographische Lage
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gemeinde Wolfegg liegt in Oberschwaben am Übergang zum Westallgäu in direkter Nachbarschaft der beiden Kurorte Bad Waldsee und Bad Wurzach. Ihr Gebiet erstreckt sich am Ostrand des Altdorfer Waldes auf 539 bis 731 m ü. NN. Durch Wolfegg fließt die Wolfegger Ach, ein Zufluss der Schussen.
Nachbargemeinden
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]An Wolfegg grenzen folgende Gemeinden an: Im Norden die Stadt Bad Waldsee, im Osten die Stadt Bad Wurzach und die Gemeinde Kißlegg, im Südwesten die Gemeinde Vogt und im Westen die Gemeinden Schlier und Bergatreute.
Gemeindegliederung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Zur Gemeinde Wolfegg gehören neben dem namensgebenden Kernort die drei Teilorte Alttann, Molpertshaus und Rötenbach.[3]
Zur Gemeinde Wolfegg gehören ferner über 40 weitere Dörfer, Weiler und Einzelhöfe (in alphabetischer Reihenfolge): Achtal, Annaburg, Bachtelhalden, Bahnhof Wolfegg, Bainders, Berg, Binzen, Boschers, Brenden, Bühlhof, Frohnhof, Gaishaus, Ganszürnen, Grünenberg, Hofstatt, Hohgreut, Höll, Katzental, Löchle, Maierhof, Mooshäusle, Mühlberg, Neckenfurt, Neuforst, Neuhaus, Neumühle, Neutann, Oberhof, Oppenreute, Poppenhaus, Premen, Reute, Roßberg, Rotenbach, Sailers, Samhof, Sankt Regina, Schachen, Schachenmühle, Schafhof, Schlegelsberg, Speck, Stadels, Staik, Tannen, Unterbrenden, Veesers, Wäsch, Wassers, Weißenbronnen und Zürnen.[4]
Geschichte
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Frühe Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Um 600 vor Christus existierte eine frühkeltische Grablege in Wolfegg, was durch Grabfunde belegt ist. Zwischen 260 und 300 nach Christus erfolgte eine Besiedlung des Gebiets durch die Alemannen.[5]
Mittelalter
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Rötenbach als ältester Teilort wurde erstmals 861 urkundlich erwähnt. Alttann folgte 1179. Es war dies in der Zeit des Herzogtums Schwaben, auf dessen Gebiet auch die Gemarkung der heutigen Gemeinde Wolfegg lag. Im 13. Jahrhundert wurden Molpertshaus (1258) und Wolfegg selbst (1275) erstmals genannt. Molpertshaus fiel 1362 an das Kloster Rot.
siehe auch Ruine Hohentann, Burg Neutann
Neuzeit
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gemeinde teilte über Jahrhunderte die Geschichte von Schloss Wolfegg, Sitz der Fürsten zu Waldburg-Wolfegg und Waldsee aus dem Haus Waldburg.
Im Dreißigjährigen Krieg brannten die Schweden Wolfegg nieder.
Nach der Mediatisierung des Hauses Waldburg 1806 kam Wolfegg zum Königreich Württemberg, in welchem es dem Oberamt Waldsee zugeordnet wurde. Der Ort blieb Sitz des mediatisierten Fürstenhauses Waldburg zu Wolfegg und Waldsee und verfügte bis 1849 mit Unterbrechung über ein eigenes Patrimonialamt.
Bei der Kreisreform während der NS-Zeit in Württemberg gelangte Wolfegg 1938 zum Landkreis Ravensburg. 1945 wurde der Ort Teil der Französischen Besatzungszone und kam somit zum Nachkriegsland Württemberg-Hohenzollern, welches 1952 im Land Baden-Württemberg aufging.
Religionen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Wolfegg ist wie das gesamte Umland römisch-katholisch geprägt. Die Gemeinde ist Sitz der Pfarrei St. Katharina in Wolfegg, der Pfarrei St. Nikolaus in Alttann, der Pfarrei St. Katharina in Molpertshaus und der Pfarrei St. Jakobus Maior in Rötenbach. Alle Pfarreien gehörten bis Ende 2006 zum Dekanat Waldsee und seither zum Dekanat Allgäu-Oberschwaben der Diözese Rottenburg-Stuttgart.
Die evangelische Kirchengemeinde Alttann, die erst 1888 gegründet wurde, umfasst die politischen Gemeinden Wolfegg und Bergatreute und einige kleine Randgebiete der umliegenden Gemeinden. Die Diaspora-Gemeinde gehört zum Kirchenbezirk Ravensburg der Württembergischen Landeskirche und hat 860 Mitglieder (Stand 2004).
Politik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Gemeinderat
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Der Gemeinderat in Wolfegg besteht aus den 12 gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.
Die Kommunalwahl am 9. Juni 2024 führte zu folgendem Ergebnis:[6] Die Wahlbeteiligung lag bei 68,05 %.
| Liste | Wähler | Sitze |
| CDU | 50,69 % | 6 |
| Bürgerliche Wählervereinigung (BWV) | 25,55 % | 3 |
| Unabhängige Wähler-Gemeinschaft (UWG) | 23,75 % | 3 |
Bürgermeister
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bürgermeister der Gemeinde ist Peter Müller. Er wurde am 3. Dezember 2006 mit 55,6 Prozent der abgegebenen Stimmen im ersten Wahlgang gewählt. Sein Amt trat er am 15. Februar 2007 an. Am 30. November 2014 und am 27. November 2022 wurde er wiedergewählt.
Seine Amtsvorgänger waren:
- Manfred Konnes (1975–1999)[7]
Wappen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Blasonierung: „In Silber (Weiß) auf goldenem (gelbem) Dreiberg ein schreitender, rot bezungter schwarzer Wolf.“[8] | |
| Wappenbegründung: Die Gemeinde legte im Jahre 1922 das Wappen und die Flagge fest. Das redende Wappen geht auf das Siegelbild des Ravensburger Geschlechts der Wolfegger zurück, das vermutlich von dem im 12. Jahrhundert belegten Ortsadel der Herren von Wolfegg abstammt. |



