Quatis
| Município de Quatis Quatis | |||
|---|---|---|---|
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| Koordinaten | 22° 24′ S, 44° 15′ W | ||
| Symbole | |||
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| Gründung | 9. Januar 1991 (Munizip)[1] | ||
| Basisdaten | |||
| Staat | Brasilien | ||
| Bundesstaat | Rio de Janeiro | ||
| ISO 3166-2 | BR-RJ | ||
| Região intermediária | Volta Redonda-Barra Mansa (seit 2017) | ||
| Região imediata | Resende (seit 2017) | ||
| Höhe | 415 m | ||
| Klima | tropisches Höhenklima | ||
| Fläche | 285 km² | ||
| Einwohner | 14.165 (2025[2]) | ||
| Dichte | 49,7 Ew./km² | ||
| Zeitzone | UTC−3 | ||
| Website | quatis.rj.gov.br (brasilianisches Portugiesisch) | ||
| Wirtschaft | |||
| BIP | 400.781 Tsd. R$ 29.293 R$ pro Kopf (2023) | ||
| HDI | 0,690 (2010) | ||
Quatis ist eine brasilianische Gemeinde im Bundesstaat Rio de Janeiro in der Südostregion des Landes. Sie liegt im südwestlichen Binnenland des Bundesstaates im Vale do Paraíba und gehört zur Region um Resende. Die Einwohnerzahl wurde vom Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística (IBGE) im Jahr 2025 auf 14.165 geschätzt.[2]
Geografie und Klima
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Quatis liegt im südwestlichen Teil des Bundesstaates Rio de Janeiro auf einer Höhe von etwa 415 Metern über dem Meeresspiegel. Das Gemeindegebiet umfasst 285 Quadratkilometer.[2] Die Gemeinde grenzt an Barra Mansa, Porto Real, Resende, Valença sowie an den Bundesstaat Minas Gerais.
Das Gemeindegebiet liegt am mittleren Rio Paraíba do Sul und in den Ausläufern der Serra da Mantiqueira. Neben dem Hauptort umfasst Quatis die Distrikte Falcão und Ribeirão de São Joaquim.[1] Das Klima ist aufgrund der Höhenlage milder als in den tiefer gelegenen Küstenregionen und wird häufig als tropisches Höhenklima beschrieben.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Gebiet des heutigen Quatis war ursprünglich von Puri bewohnt. Nach Angaben des IBGE wurde die Region aufgrund der Serra do Mar und des Widerstands indigener Gruppen erst vergleichsweise spät erschlossen. 1724 begann auf Anordnung des Gouverneurs Luís Vahia Monteiro die Öffnung eines kürzeren Weges nach São Paulo, der die maritime Route über Paraty vermeiden sollte.[1]
In der Folge entwickelte sich die Gegend zu einem Durchgangsraum für Bandeirantes und Tropeiros zwischen Minas Gerais und dem Küstengebiet. Ein Rastpunkt an einer Wasserstelle, die später als Biquinha bekannt wurde, gilt als früher Bezugspunkt der Ortsgeschichte. Die dauerhafte Besiedlung setzte von Resende aus ein, nachdem Simão da Cunha Gago 1744 eine größere Lichtung in der Mata Atlântica zwischen Quatis und Itatiaia erschlossen hatte.[1][3]
Die ersten Siedler betrieben Viehzucht, Zuckerrohranbau und die Produktion von Indigo. Mit dem Niedergang der Goldgewinnung in Minas Gerais kamen im späten 18. Jahrhundert weitere Siedler in die Region, die dort Kaffee anbauten. Im 19. Jahrhundert wurde Quatis Teil der Kaffeelandschaft des Vale do Paraíba; mehrere Fazendas und eine dem heiligen Antonius geweihte Kapelle sind bereits für die erste Hälfte des Jahrhunderts belegt.[1]
Am 5. März 1832 stifteten Faustino Pinheiro de Araújo und seine Frau Gertrudes Maria de Jesus Land für den Bau einer Kapelle zu Ehren von Nossa Senhora do Rosário sowie für Handels- und Wohnhäuser. Die Kapelle erhielt den Namen Nossa Senhora do Rosário da Encruzilhada dos Quatis, was später zu Quatis verkürzt wurde.[1]
Der Distrikt Quatis wurde 1851 durch Provinzgesetz geschaffen und später dem Município Barra Mansa unterstellt. Die wirtschaftliche Entwicklung wurde im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert durch die Eisenbahn begünstigt: 1897 wurde der Bahnhof Quatis eröffnet, 1915 wurde die Estrada de Ferro Oeste de Minas fertiggestellt. Nach mehreren Initiativen zur kommunalen Eigenständigkeit wurde Quatis durch das Staatsgesetz Nr. 1.787 vom 9. Januar 1991 aus Barra Mansa ausgegliedert und als eigenständiges Município geschaffen.[1]
Demografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Einwohnerzahl wurde 2025 auf 14.165 Personen geschätzt.[2] Beim Zensus 2022 wurden 13.682 Einwohner gezählt; daraus ergab sich eine Bevölkerungsdichte von 48,04 Einwohnern je Quadratkilometer.[2]
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1991 | 8.766 |
| 2000 | 10.730 |
| 2010 | 12.793 |
| 2022 | 13.682 |
| Volkszählungen[4] | |
Wirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Wirtschaft von Quatis war historisch durch Kaffeeanbau, Viehzucht und später die Milchproduktion geprägt. Während des 19. Jahrhunderts gehörte der Ort zur Kaffeelandschaft des Vale do Paraíba. Nach dem Niedergang des Kaffeeanbaus gewann die Milchviehwirtschaft an Bedeutung; diese Entwicklung wurde durch den Zuzug von Viehzüchtern aus Minas Gerais und die Eisenbahnanbindung begünstigt.[1][3]
Religion
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Bevölkerung ist überwiegend christlich geprägt. Quatis gehört zum römisch-katholischen Bistum Barra do Piraí-Volta Redonda.[5] Daneben bestehen evangelikale Gemeinden und weitere christliche Gemeinschaften.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 4 5 6 7 8 Quatis – Histórico. In: Biblioteca IBGE. Abgerufen am 11. Mai 2026 (brasilianisches Portugiesisch).
- 1 2 3 4 5 Quatis – Cidades e Estados. In: IBGE. Abgerufen am 11. Mai 2026 (brasilianisches Portugiesisch).
- 1 2 História. In: Prefeitura Municipal de Quatis. Abgerufen am 11. Mai 2026 (brasilianisches Portugiesisch).
- ↑ City Population: Carapebus. Abgerufen am 10. Mai 2026.
- ↑ Paróquia Nossa Senhora do Rosário – Quatis. In: Diocese de Barra do Piraí-Volta Redonda. Abgerufen am 11. Mai 2026 (brasilianisches Portugiesisch).

