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Macuco

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Município de Macuco
Macuco
Macuco (Brasilien)
Macuco (Brasilien)
Macuco
Koordinaten 21° 59′ 2″ S, 42° 15′ 10″ WKoordinaten: 21° 59′ 2″ S, 42° 15′ 10″ W
Lage des Munizips im Bundesstaat Rio de Janeiro
Symbole
Wappen
Flagge
Gründung 28. Dezember 1995 (Munizip)[1]Vorlage:Infobox Ort in Brasilien/Wartung
Basisdaten
Staat Brasilien
Bundesstaat Rio de Janeiro
Região intermediária Petrópolis (seit 2017)
Região imediata Nova Friburgo (seit 2017)
Höhe 266 m
Klima tropisches Höhenklima
Fläche 78,4 km²
Einwohner 5602 (2025[2])
Dichte 71,5 Ew./km²
Zeitzone UTC−3
Website www.prefeituramacuco.rj.gov.br (brasilianisches Portugiesisch)
Wirtschaft
BIP 282.626 Tsd. R$
52.193 R$ pro Kopf
(2023)
HDI 0,703 (2010)
Karte

Macuco ist eine brasilianische Gemeinde im Bundesstaat Rio de Janeiro in der Südostregion des Landes. Sie liegt in der Região Serrana im Binnenland des Bundesstaates und gehört zur Region um Nova Friburgo und Cordeiro. Die Einwohnerzahl wurde vom Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística (IBGE) im Jahr 2025 auf 5.602 geschätzt. Sie ist damit die kleinste Gemeinde in Rio de Janeiro nach Einwohnerzahl.[2]

Geografie und Klima

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Macuco liegt in der Região Serrana des Bundesstaates Rio de Janeiro auf einer Höhe von etwa 266 Metern über dem Meeresspiegel. Das Gemeindegebiet umfasst 78,364 Quadratkilometer und ist damit eines der kleinsten Munizipien des Bundesstaates Rio de Janeiro.[2] Die Gemeinde grenzt an Cantagalo, Cordeiro, São Sebastião do Alto und Trajano de Moraes.[3]

Das Gemeindegebiet liegt in einer hügeligen Landschaft der zentralen Gebirgsregion von Rio de Janeiro und wird durch den Rio Macuco sowie kleinere Wasserläufe geprägt. Macuco liegt an der RJ-116, die den Ort mit Cordeiro und São Sebastião do Alto verbindet; weitere Straßenverbindungen führen in Richtung Cantagalo und Trajano de Moraes.[4] Das Klima ist aufgrund der Lage im Binnenland und der relativen Höhenlage milder als in den tiefer gelegenen Küstenregionen.

Der Ort entstand erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts durch den Bau der Eisenbahn und geht auf die Initiative reicher Kaffeebarone zurück. Der städtische Kern entwickelte sich vor allem nach der Eröffnung des Bahnverkehrs von Nova Friburgo nach Macuco im September 1876. Im selben Jahr wurde die Strecke bei der Station Cordeiro mit einem Ramal nach Macuco verbunden. 1883 verkehrten Züge von Niterói über Cordeiro bis zum Endpunkt Macuco.[1]

Administrativ wurde der Distrikt Macuco am 10. September 1890 geschaffen und zunächst dem Município Cantagalo unterstellt. 1891 wurde Macuco durch ein Staatsdekret zur Vila erhoben. Diese erste kommunale Eigenständigkeit wurde 1892 jedoch wieder aufgehoben, sodass Macuco erneut zum Distrikt herabgestuft wurde.[1]

Nach dem Niedergang des Kaffeeanbaus gewann die Milchwirtschaft an Bedeutung. Bereits 1933 verkauften Produzenten aus der Region Milch nach Niterói und Rio de Janeiro. Später schlossen sich die lokalen Produzenten in der Cooperativa Regional Agropecuária de Macuco zusammen, die für die wirtschaftliche Entwicklung des Ortes eine zentrale Rolle spielte.[5][1]

Durch das Staatsgesetz Nr. 2.497 vom 28. Dezember 1995 wurde Macuco als eigenständiges Município geschaffen. Die Installation der Gemeindeverwaltung erfolgte am 1. Januar 1997. Seitdem besteht die Gemeinde aus dem gleichnamigen Hauptdistrikt.[1]

Die Einwohnerzahl wurde 2025 auf 5.602 Personen geschätzt.[2]

Jahr Einwohner
1991 5.537
2000 4.886
2010 5.269
2022 5.415
Volkszählungen[6]

Die Wirtschaft von Macuco war historisch zunächst durch Kaffeeanbau und Eisenbahnverkehr geprägt. Die Fazendas der Umgebung nutzten die Bahn zur Verbindung mit regionalen Märkten und zur Ausfuhr ihrer Ernten in Richtung Niterói und Rio de Janeiro. Nach dem Rückgang des Kaffeeanbaus wurde die Milchwirtschaft zum wichtigsten wirtschaftlichen Kennzeichen des Ortes. Die Cooperativa Regional Agropecuária de Macuco gilt als ein wichtiger Akteur der lokalen Agrarwirtschaft und steht in der Tradition der seit dem frühen 20. Jahrhundert ausgebauten Milchproduktion.[1]

Die Bevölkerung ist überwiegend christlich geprägt. Macuco gehört zum römisch-katholischen Bistum Nova Friburgo.[7] Im Hauptort befindet sich die Paróquia São João Batista.[8]

Commons: Macuco (Rio de Janeiro) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. 1 2 3 4 5 6 Macuco – Histórico. In: Biblioteca IBGE. Abgerufen am 11. Mai 2026 (brasilianisches Portugiesisch).
  2. 1 2 3 4 Macuco – Cidades e Estados. In: IBGE. Abgerufen am 11. Mai 2026 (brasilianisches Portugiesisch).
  3. Dados Gerais. In: Prefeitura Municipal de Macuco. Abgerufen am 11. Mai 2026 (brasilianisches Portugiesisch).
  4. Estudo Socioeconômico 2008 – Macuco. (PDF) In: Tribunal de Contas do Estado do Rio de Janeiro. Abgerufen am 11. Mai 2026 (brasilianisches Portugiesisch).
  5. História. In: Prefeitura Municipal de Macuco. Abgerufen am 11. Mai 2026 (brasilianisches Portugiesisch).
  6. City Population: Macuco. Abgerufen am 10. Mai 2026.
  7. Paróquias. In: Diocese de Nova Friburgo. Abgerufen am 11. Mai 2026 (brasilianisches Portugiesisch).
  8. Paróquia São João Batista. In: Diocese de Nova Friburgo. Abgerufen am 11. Mai 2026 (brasilianisches Portugiesisch).