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Cambuci

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Município de Cambuci
Cambuci

Cambuci (Brasilien)
Cambuci (Brasilien)
Cambuci
Koordinaten 21° 35′ S, 41° 55′ WKoordinaten: 21° 35′ S, 41° 55′ W
Lage des Munizips im Bundesstaat Rio de Janeiro
Symbole
Wappen
Flagge
Gründung 6. Mai 1891 (Munizip)[1]Vorlage:Infobox Ort in Brasilien/Wartung
Basisdaten
Staat Brasilien
Bundesstaat Rio de Janeiro
Região intermediária Campos dos Goytacazes (seit 2017)
Região imediata Santo Antônio de Pádua (seit 2017)
Höhe 35 m
Klima tropisch
Fläche 558,3 km²
Einwohner 15.069 (2025[2])
Dichte 27 Ew./km²
Zeitzone UTC−3
Website www.prefeituradecambuci.rj.gov.br (brasilianisches Portugiesisch)
HDI 0,691 (2010)
Karte

Cambuci ist eine brasilianische Gemeinde im Bundesstaat Rio de Janeiro in der Südostregion des Landes. Sie liegt im Nordwesten des Bundesstaates am linken Ufer des Rio Paraíba do Sul und gehört zur Region um Santo Antônio de Pádua. Die Einwohnerzahl wurde vom Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística (IBGE) im Jahr 2025 auf 15.069 geschätzt.[2]

Geografie und Klima

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Cambuci liegt im Nordwesten des Bundesstaates Rio de Janeiro auf einer Höhe von etwa 35 Metern über dem Meeresspiegel. Das Gemeindegebiet umfasst 558,281 Quadratkilometer.[2] Die Gemeinde grenzt an Itaocara, Aperibé, Santo Antônio de Pádua, São Fidélis, Cardoso Moreira, Itaperuna und São José de Ubá.

Das Gemeindegebiet liegt am linken Ufer des Rio Paraíba do Sul und verfügt über geschützte Naturflächen wie das Chauá-Reservat.[3] Cambuci besteht aus sechs Distrikten: Cambuci, Cruzeiro, Funil, Monte Verde, São João do Paraíso und Três Irmãos.[1] Das Klima ist tropisch mit warmen Temperaturen.

Das Gebiet des heutigen Munizips wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts erschlossen. Zuvor lebten in der Region indigene Gruppen, darunter die Puri und Coroados.[3] Die Besiedlung wurde durch pousos de tropa und einfache Raststellen begünstigt, an denen sich Kolonisten aus Minas Gerais niederließen. Die lokale Wirtschaft beruhte zunächst auf Landwirtschaft und Viehzucht; angebaut wurden unter anderem Kaffee, Zuckerrohr, Mais und Reis.[1][3]

Die Entwicklung Cambucis war im 19. Jahrhundert eng mit dem Kaffeeanbau und dem Ausbau der Verkehrswege verbunden. Die Eisenbahn erreichte die Region um 1880 und erleichterte den Transport landwirtschaftlicher Produkte. Bis in die 1920er Jahre prägte der Kaffeeanbau weite Teile der Landschaft; nach dem Niedergang des Kaffeezyklus ab den 1930er Jahren gewannen Weidewirtschaft und Viehzucht an Bedeutung.[3]

1891 entstand das Município Monte Verde, das aus Gebieten von São Fidélis und Itaperuna ausgegliedert wurde und zunächst seinen Sitz im gleichnamigen Ort hatte. 1918 erhielt das Município offiziell den Namen Cambuci, nach dem heutigen Hauptort. 1929 wurde Cambuci zur Stadt erhoben.[1]

Die Einwohnerzahl wurde 2025 auf 15.069 Personen geschätzt.[2]

Jahr Einwohner
1991 15.038
2000 14.670
2010 15.128
2022 14.616
Volkszählungen[4]

Gegenwärtig ist die Wirtschaftsstruktur der Gemeinde vor allem durch öffentliche und private Dienstleistungen, Handel, Landwirtschaft und Viehwirtschaft geprägt. Wasserfälle, Natur und Badeorte ziehen Touristen an. Aufgrund seiner Lage im Nordwesten des Bundesstaates ist Cambuci stärker mit den regionalen Zentren Santo Antônio de Pádua, Itaperuna und Campos dos Goytacazes verbunden als mit dem Großraum Rio de Janeiro. Das Bruttoinlandsprodukt je Einwohner lag 2023 bei 32.811,19 Real, ein moderater Wert.[2]

Die Bevölkerung ist überwiegend christlich geprägt. Cambuci gehört zum römisch-katholischen Bistum Campos.[5] Daneben bestehen evangelikale Gemeinden und weitere christliche Gemeinschaften.

Commons: Cambuci – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. 1 2 3 4 Cambuci – Histórico. In: Biblioteca IBGE. Abgerufen am 10. Mai 2026 (brasilianisches Portugiesisch).
  2. 1 2 3 4 5 Cambuci – Panorama. In: IBGE. Abgerufen am 10. Mai 2026 (brasilianisches Portugiesisch).
  3. 1 2 3 4 História de Cambuci. In: Prefeitura Municipal de Cambuci. Abgerufen am 10. Mai 2026 (brasilianisches Portugiesisch).
  4. City Population: Cambuci. Abgerufen am 10. Mai 2026.
  5. Organização das Paróquias por Cidade. In: Diocese de Campos. Abgerufen am 10. Mai 2026 (brasilianisches Portugiesisch).