Fram2 war ein privater Raumflug, der am 1. April 2025 begann und rund vier Tage dauerte. Es war der erste bemannte Flug in einer Polarbahn;[1] mit einer Bahnneigung von 90Grad führte er über den Nord- und den Südpol.[3]
Fram2 wurde von dem chinesischstämmigen Unternehmer Chun Wang finanziert und organisiert, der für die Mission ein Crew-Dragon-Raumfahrzeug von SpaceX charterte. Neben Wang, der Norwegerin Jannicke Mikkelsen und dem Australier Eric Philips erreichte mit Rabea Rogge erstmals eine deutsche Frau den Weltraum.
Ursprünglich war geplant, für die Mission die Crew-Dragon-Kapsel Endurance wiederzuverwenden.[7] Wegen der Verschiebung des Starts wurde später entschieden, die Crew-Dragon-Kapsel Resilience für die Mission zu nutzen. Wie bei der Mission Inspiration4 wurde der ISS-Kopplungsadapter am oberen Ende der Kapsel für Fram2 durch ein Panoramafenster ersetzt. In Anlehnung an den gleichnamigen Ausguck der ISS wird es auch „cupola“ („Kuppel“) genannt.
Die Crew-Dragon-Kapsel startete auf einer Falcon-9-Rakete vom NASA-Weltraumbahnhof Kennedy Space Center. Sie dockte nicht an der ISS an, sondern umrundete ähnlich der Inspiration4-Mission die Erde. Nach etwa vier Tagen trat sie wieder in die Erdatmosphäre ein und wasserte an Fallschirmen im Pazifik. Während der Mission sollten 22 wissenschaftliche Experimente durchgeführt werden.[1][8]
Auf dem Flug sollten neben der wissenschaftlichen Ausrüstung auch Kulturartefakte mitgeführt werden. Es wurde angekündigt, dass Rabea Rogge im Gedenken an Otto Lilienthals historische Leistungen als Leihgabe des Deutschen Technikmuseums in Berlin eine Medaille mitnimmt.[9] Des Weiteren sollte ein Stück der Deckbeplankung des Schiffs Fram als Leihgabe des Frammuseums in Oslo sowie eine Stephen Hawking Medal for Science Communication mitgeführt werden.[10] Rogge sollte unter anderem das gemeinschaftliche Experiment „Space Genomics“ des Space Hubs der Universität Zürich (Oliver Ullrich und der Biologin Cora Thiel) und des Bildungsministeriums von Nevis (Föderation St. Kitts und Nevis) auslösen.[11]
Amundsen (links) und seine Begleiter Wisting, Hassel und Hanssen in Polheim im Dezember 1911, fotografiert von Bjaaland
Die Mission wurde nach dem Schiff Fram benannt, welches in den Jahren 1893–1912 von norwegischen Polarforschern genutzt wurde, unter anderem für die Nansens Fram-Expedition in die Arktis und für die Amundsens Fram-Expedition in die Antarktis. Bei Letzterer wurde unter der Leitung von Roald Amundsen erstmals der geografische Südpol von Menschen erreicht.
Als Reminiszenz an Amundsens Expedition wurde das Missionsemblem entsprechend Olav Bjaalands Fotografie (siehe Abbildung) gestaltet.
1234Bahndaten nach Fram2 - Orbit.Heavens-Above,4.April 2025,archiviertvomOriginal(nicht mehr online verfügbar)am4.April 2025;abgerufen am 10.April 2025(englisch).