BepiColombo
| BepiColombo | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Links: Mercury Planetary Orbiter (MPO) Mitte: MMO-Sunshield-and-Interface-Struktur (MOSIF) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| NSSDC ID | 2018-080A | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Missionsziel | Merkur | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Betreiber | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Hersteller | Astrium[1] | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Trägerrakete | Ariane 5 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Startmasse | 4081 kg,[2] davon
1411 kg Treibstoffe und Stützmasse | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Verlauf der Mission | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Startdatum | 20. Oktober 2018, 01:45 UTC[3] | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Startrampe | Centre Spatial Guyanais, ELA-3 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Enddatum | 2027/28 (geplant) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Sensorname | Sensortyp | Energiebereich | Winkel |
|---|---|---|---|
| HEP-e (High Energy Particles – electron) | Detektor | 30 keV bis 700 keV | 20×130° |
| MEA1 und MEA2 (Mercury Electron Analyzer) | Elektronenspektrometer | 3 eV bis 30 keV | |
| HEP-i (High Energy Particles – ion) | Ionenspektrometer mit Massenauflösung für H, He, CNO, Na-Mg, K-Ca, Fe | 30 keV bis 1,5 MeV | 11×110° |
| MIA (Mercury Ion Analyzer) | Ionen-Spektrometer ohne Massenauflösung
Einheit: eV/q = Elektronenvolt pro Ladungseinheit. Ionen können mehrfache Ladung tragen. |
5 eV / q bis 30 keV / q | |
| MSA (Mercury mass Spectrum Analyzer) | Flugzeitspektrometer für Ionen mit Massen
von 1 bis 60 u |
5 eV / q bis 40 keV / q | 10–15° |
| ENA (Energetic
Neutral Atom) |
10 eV – 3,3 keV | 9×30 ° |
MEA1 und MEA2 sind identische Sensoren, zeigen aber in 90° unterschiedliche Richtung. Der MSA-Sensor ist ein TopHat-Ionenspektrometer, das gemeinsam entwickelt wurde vom Laboratory of Plasma Physics (LPP), dem Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS), der IDA-TU Braunschweig und dem Institute of Space and Astronautical Science (ISAS).[32]
PWI (Mercury Plasma Wave Instrument)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ein Plasmawellendetektor zur Untersuchung des elektrischen Feldes, der elektrischen Wellen und der Radiowellen der merkurischen Magnetosphäre und des interplanetaren Sonnenwindes.[33]
MSASI (Mercury Sodium Atmosphere Spectral Imager)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Spektrometer zur Untersuchung der dünnen Natriumatmosphäre am Merkur.[34]
MDM (Mercury Dust Monitor)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Staubdetektor zur Untersuchung des merkurischen, interplanetaren und interstellaren Staubes im Umfeld von Merkur.[27]
Vergleich mit Nutzlasten anderer Merkur-Missionen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Umfang der wissenschaftlichen Nutzlast ist erheblich größer als bei Mariner 10 und MESSENGER. Für eine detaillierte Aufstellung siehe Chronologie der Merkurmissionen#Vergleich der Nutzlasten.
Bodensegment
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Missionskontrolle
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Missionskontrolle liegt unter Führung der ESA vom Start bis zur Ankunft als Mercury Composite Spacecraft bei Merkur alleine beim ESOC in Darmstadt. Die wissenschaftlichen Daten werden in Villafranca bei Madrid im ESAC gesammelt, archiviert und ausgewertet. Sobald MIO abgetrennt wird, übernimmt JAXA die Kontrolle über MIO und kommuniziert über die Station in Usuda, während MPO weiterhin von ESOC gesteuert wird. Die wissenschaftlichen Daten von MIO werden im Sagamihara Space Operation Center (SSOC) der JAXA ausgewertet. Einrichtungen der JAXA sollen während der Mission als Backup dienen und umgekehrt.
Kommunikationseinrichtungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die 35-Meter-Antenne des ESTRACK-Netzwerks in Cebreros ist seit 2017 für Empfang im Ka-Band eingerichtet und ist nach der Planung die primäre Anlage zur Kommunikation in allen Missionsphasen, 2019 ist die Station in Malargüe für Ka-Band hinzugekommen. Für den Eintritt in die Umlaufbahn und in anderen kritischen Phasen soll auch New Norcia unterstützen. Eine neue Antenne mit Ka-Empfang soll 2025 in New Norcia in den regulären Betrieb gehen, somit gibt es dann die Empfangsmöglichkeit rund um die Uhr.
Zum Startzeitpunkt im Oktober 2018 hatte die JAXA noch keine Deep-Space-Antenne mit Empfänger für das Ka-Band. Im April 2021 wurde mit der Misasa Deep Space Station eine neue 54-Meter-Antenne mit Ka-Empfang in Betrieb genommen. Die 65-Meter Antenne wird mit einem Ka-Band-Empfänger nachgerüstet. Die beiden japanischen Radiostationen Usuda Deep Space Center in der Nähe von Saku und Uchinoura Space Center nahe Kimotsuki sollen als Backup dienen und werden bei speziellen Messungen genutzt.
Die datenintensive Phase und der verstärkte Einsatz im Ka-Band beginnt erst mit dem Wissenschaftsbetrieb mit der Ankunft bei Merkur ab Ende 2026. Für das Mercury Orbiter Radio-science Experiment (MORE) ist zusätzlich zu den Radiostationen von ESA und JAXA der Einsatz von Antenne DSS 25 des Goldstone Deep Space Communications Complexes eingeplant.
Bau und Testphase
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Januar 2008 erhielt das auf die Entwicklung und den Bau von Satelliten spezialisierte Unternehmen Astrium in Friedrichshafen offiziell den Projektauftrag im Volumen von 350,9 Millionen Euro. Die Gesamtkosten inklusive Start und Betrieb bis 2020 wurden im Jahr 2008 auf 665 Millionen Euro geschätzt.[35]
Der japanische MIO wurde in einem speziell modifizierten Weltraumsimulator der ESA im ESTEC getestet, mit der Bestrahlung von 10 Solarkonstanten, wie sie in der Merkurumlaufbahn herrschen. Seine Außenhaut musste dabei über 350 °C aushalten.[36] Zwischen dem 12. September 2011 und dem 6. Oktober 2011 folgten Tests des MPO im Weltraumsimulator.[37]
Im August 2018 konnte das Qualification Acceptance Review erfolgreich abgeschlossen werden und das MCS wurde am 30. August 2018 für die Betankung mit den chemischen Treibstoffen freigegeben.[38]
Als Trägerrakete war anfangs eine Sojus ST-B mit Fregat-Oberstufe vorgesehen, die von Kourou starten sollte, dann wurde jedoch aus Gewichtsgründen auf eine Ariane 5 ECA gewechselt.
Start und Flug bis Merkur
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Start
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der ursprünglich bereits für 2013 vorgesehene Starttermin musste mehrfach verschoben werden, da die Entwicklung diverser Komponenten für die starke thermische Belastung in Sonnennähe deutlich länger dauerte als geplant. Die vorgesehene Technologie für die Solarpanele alterte zu schnell, sodass eine neue Lösung gesucht und im Langzeittest bestehen musste.
Der erfolgreiche Start von BepiColombo mit der Ariane 5 ECA VA-245 und einer Nutzlast 4081 kg erfolgte am 20. Oktober 2018.[39] Die Ariane 5 ECA setzte wie geplant BepiColombo mit einer hyperbolischen Exzessgeschwindigkeit von 3,475 km/s aus.[40] Um Treibstoff zu sparen, sind auf der sieben Jahre langen Reise neun Swing-by-Manöver an Erde, Venus und Merkur geplant.[2] Dazwischen sind längere Brennphasen des Ionenantriebes vorgesehen. Während des Anflugs kontrolliert MPO sowohl MIO als auch das Transfermodul, das während dieser Zeit die elektrische Versorgung für alle Teile übernimmt. MIO ist während des Flugs nahezu inaktiv und wird nur für Testzwecke aktiviert.
Kommissionierung des Ionenantriebs
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Am 20. November 2018 wurden zum ersten Mal die QinetiQ-T6-Ionentriebwerke getestet. Es war das erste Mal, dass dieses Triebwerksmodell im Weltall betrieben wurde. Dabei wurde eines nach dem anderen in Betrieb genommen. Die Inbetriebnahme und die daraus folgenden Effekte wurden von der Erde aus überwacht, solange die Sonde noch nahe genug bei der Erde für eine direkte Steuerung war. Die Triebwerke wurden zunächst bei minimalem Schub von 75 und dann schrittweise bis zum maximalen Schub von 125 mN betrieben und dieser über fünf Stunden beibehalten. Die Messungen ergaben eine maximale Abweichung von 2 % von den erwarteten Werten. Die Ionentriebwerke sollen in 22 Brennphasen eingesetzt werden, die bis zu zwei Monate dauern. Die Triebwerke pausieren dabei einmal in der Woche für acht Stunden. Diese Zeit wird für die genaue Positionsbestimmung und zum Datenaustausch mit der Bodenstation genutzt.[41]
Im Juli 2019 wurden die beiden Mercury Electron Analyzers (MEA1 und MEA2, Teil des Mercury Plasma/Particle Experiment MPPE)[42] in Betrieb genommen und konnten erste erfolgreiche Messungen durchführen, obwohl sich MIO hinter dem thermalen Schutzschild MOSIF befand.[43]
Vorbeiflug an der Erde
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Am 8. April 2020 wurde das Durchfliegen eines sogenannten Gravitationsschlüsselloches anvisiert, einer kritischen Raum-Zeit-Tor-Situation.[44] Am 10. April 2020 wurde wie geplant das Swing-by-Manöver an der Erde vollzogen, dabei kam die Sonde der Erde bis auf 12.689 km nahe. Sechs der elf Instrumente des MPO konnten getestet werden und sieben Sensoren von drei Instrumenten des MIO waren in Betrieb, um Daten zu erfassen. Außerdem waren die drei Selfiekameras des MTMs in Betrieb, mit denen Aufnahmen von der Erde gelangen. Zur Zeit des Vorbeiflugs operierte MOC in Darmstadt unter Sicherheitsmaßnahmen, um Infektionen durch das Corona-Virus unter der Belegschaft einzuschränken. Der wissenschaftliche Betrieb von einigen ESA-Missionen wurde zeitweise eingestellt, Tätigkeiten soweit möglich ins Home-Office verlagert und im MOC selbst das Personal auf das Minimum reduziert und besondere Regeln für den sozialen Abstand angewandt. Trotzdem wurde der Vorbeiflug planmäßig durchgeführt.[45]
- MERTIS konnte mit der sekundären Öffnung für den Weltraum die Wärmestrahlung des Monds aus 700.000 km Entfernung mit wenigen Pixeln Auflösung erfassen. Während des Flugs ist die primäre Öffnung vom MTM verdeckt.[46]
- MPO-MAG konnte das Erdmagnetfeld erfassen. Die Daten können für die Kalibrierung des Instruments verwendet werden. Am Tag der Messung gab es nur wenig Sonnenwind. Der Eintritt in die Magnetosphäre, die Bugstoßwelle und der Durchflug durch die turbulente Zone des Magnetosheath konnten erfasst werden, dann der Durchflug durch die Magnetopause, die alleine vom Erdmagnetfeld dominiert wird und anschließend wieder in umgekehrter Reihenfolge beim Verlassen.[23]
Zwei Vorbeiflüge an Venus
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Sonde erreichte Venus am 15. Oktober 2020, um dort ein erstes Swing-by-Manöver durchzuführen.[47][48] BepiColombo flog an Venus in einem Abstand von 10721,6 km vorbei und verlor dabei 3,25 km/s an Geschwindigkeit. Sieben der elf Instrumente von MPO und MERTIS waren aktiv, dazu drei der fünf Instrumente von MIO.[48] Die Raumsonde versuchte die im September 2020 bekanntgegebenen Messungen von Monophosphin in der Venus-Atmosphäre weiter zu bestätigen.[49][50] Am 10. August 2021 fand ein zweiter Venus-Flyby im Abstand von 551 km statt und es konnten Daten gesammelt werden.

Die ersten drei Vorbeiflüge an Merkur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das erste Swing-by an Merkur fand am 1. Oktober 2021 statt. Das Ereignis wurde von den Selfie-Kameras festgehalten, im Hintergrund ist Merkur erkennbar. Solange das Raumfahrzeug als Mercury Composite Spacecraft unterwegs ist, können die abbildenden wissenschaftlichen Instrumente noch keine Aufnahmen machen.[51] Einige der Instrumente konnten Daten über die Teilchen und über das Magnetfeld in der Nähe des Planeten sammeln, darunter in Bereichen, die aus den späteren Merkurumlaufbahnen nicht mehr zugänglich sind.[52] Mit jedem weiteren Swing-by wird die Sonde weiter abgebremst, bis sie in die Umlaufbahn eintreten kann. Zwischen den Vorbeiflügen sind die Ionentriebwerke über längere Zeit in Betrieb und bremsen die Sonde ab. Zwei weitere Vorbeiflüge am 23. Juni 2022 und am 19. Juni 2023 verliefen wie geplant.
Problem mit der Stromversorgung und die letzten drei Vorbeiflüge
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Am 26. April 2024 sollten die Ionentriebwerke ein weiteres Mal planmäßig aktiviert werden, jedoch stand dafür nicht genügend elektrische Energie zur Verfügung und es gab eine Fehlermeldung. Es stellte sich heraus, dass die Leistung der Solarpanele auf weniger als 90 % der geplanten Leistung abgefallen ist. Die Ingenieure konnten die Triebwerke wieder in Betrieb setzen, jedoch nicht mehr die volle Leistung herstellen.[53] Da sich das Problem in den folgenden Monaten nicht beheben ließ, wählten die Flugingenieure für den vierten Vorbeiflug am 4 bis 5. September 2024 eine modifizierte Route, die 35 km näher an Merkur vorbeiführte. Der Vorbeiflug erfolgte sehr dicht in ca. 165 km über der Merkuroberfläche, außerdem über den Nordpol. Die Flugbahn wurde dadurch auf die Bahnebene von Merkur angepasst, die 7° gegenüber der Ekliptik geneigt ist. Die anschließende Flugbahn wurde neu berechnet und angepasst, es wurden zusätzliche Brennphasen mit dem Haupttriebwerk notwendig. Der Termin für den Eintritt in die Merkurumlaufbahn musste von Dezember 2025 auf November 2026 verschoben werden.[54]
Der 5. Vorbeiflug am 1. Dezember 2024 war bei der größten Annäherung in einer Entfernung von 37.630 km und das Instrument MERTIS konnte zum ersten Mal Daten von Merkur erfassen, dazu wurden weitere Instrumente für Tests eingesetzt.[55] Der 6. und letzte Vorbeiflug erfolgte wie erwartet am 8. Januar 2025 in einem Abstand von 295 km und verlief über den Nordpol. Dieses Mal durchflog die Sonde den sonnenabgewandten Bereich und erlaubte damit den Test der Temperaturkontrollen.[56] Dieses Manöver näherte die Umlaufbahn von BepiColombo weiter an die Umlaufbahn von Merkur an. In der letzten Phase wird die Geschwindigkeit weiter mit dem Ionenantrieb verringert und die Flugbahn immer mehr der Flugbahn von Merkur angenähert. Das Ziel ist ein sanfter Einfang der Sonde an Merkur, dabei wird am Ende nur noch ein schwaches Bremsmanöver benötigt, um aus der Sonnenumlaufbahn in einen Merkurorbit zu wechseln.
Ankunft bei Merkur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Kurz vor dem endgültigen Erreichen der Merkurumlaufbahn im November 2026 wird das Transfermodul MTM abgetrennt.[57] Die beiden aufeinandersitzenden Sonden treten mit dem chemischen Antrieb des MPO in eine polare Umlaufbahn ein. MIO hat keinen eigenen Antrieb, nur eine Kaltgas-Lagestabilisierung, und wird deswegen in seiner endgültigen Umlaufbahn über eine Spinseparation aus dem MOSIF vom MPO abgetrennt.[25] Die polare und stark elliptische Umlaufbahn soll ein Perihermion von 400 km und einem Apohermion von 12,000 km haben und ein Umlauf wird ungefähr 9,3 Stunden dauern.
Dann wird auch MOSIF abgetrennt und MPO mit seinem eigenen chemischen Antrieb in seine eigene polare Umlaufbahn gebracht.[58] Da MPO einen Antrieb hat, kann der Betrieb aus unterschiedlichen Umlaufbahnen erfolgen. Beide Orbiter sollen dabei in einer koplanaren Anordnung in den regulären Wissenschaftsbetrieb gehen.
Am Ziel angekommen, werden die Sonden dauerhaft Temperaturen von deutlich über 300 °C ausgesetzt sein. Dabei wird ihnen nicht nur die starke direkte Sonneneinstrahlung zusetzen, sondern auch die von der Tagseite Merkurs ausgehende Albedostrahlung und die von der bis zu 470 °C heißen Merkuroberfläche abgestrahlte Infrarotstrahlung.[59]
Die formelle Hauptmissionsdauer der beiden Orbiter nach dem Erreichen der Merkurumlaufbahnen ist auf ein Jahr veranschlagt, mit der Möglichkeit einer anschließenden einjährigen Sekundärmission.[2]
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Harald Krüger, Norbert Krupp, Markus Fränz: Aufbruch zum Merkur. In: Sterne und Weltraum. 57, Nr. 10, 2018, ISSN 0039-1263, S. 26–37.
- Tilmann Althaus: Die Merkursonde BepiColombo. In: Sterne und Weltraum. 46, Nr. 7, 2007, ISSN 0039-1263, S. 26–36.
- J. Benkhoff, G. Murakami, W. Baumjohann, S. Besse, E. Bunce, M. Casale, G. Cremosese, K.-H. Glassmeier, H. Hayakawa, D. Heyner, H. Hiesinger, J. Huovelin, H. Hussmann, V. Iafolla, L. Iess, Y. Kasaba, M. Kobayashi, A. Milillo, I. G. Mitrofanov, E. Montagnon, M. Novara, S. Orsini, E. Quemerais, U. Reininghaus, Y. Saito, F. Santoli, D. Stramaccioni, O. Sutherland, N. Thomas, I. Yoshikawa, J. Zender: BepiColombo - Mission Overview and Science Goals. In: Space Science Reviews. Band 217, Nr. 8, Dezember 2021, ISSN 0038-6308, doi:10.1007/s11214-021-00861-4.
- H. Gray, J. Bolter, K. Kempkens, P. Randall, N. Wallace: BepiColombo – The Mercury Transfer Module. IEPC-2019-606. (PDF; 2 MB) Presented at the 36th International Electric Propulsion Conference, University of Vienna, Austria 15–20 September 2019.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- BepiColombo – Erkundung des Planeten Merkur. In: DLR.de. Abgerufen am 27. Februar 2026.
- BepiColombo. In: sci.ESA.int. Abgerufen am 22. Oktober 2018 (englisch).
- BepiColombo. Mercury Exploration. In: stp.isas.JAXA.jp. Abgerufen am 22. Oktober 2018 (englisch).
- BepiColombo im NSSDCA Master Catalog (englisch).
- RZ043 BepiColombo. In: Raumzeit-Podcast.de. 3. August 2012, abgerufen am 22. Oktober 2018.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ BepiColombo To Enter Implementation Phase. ESA, 26. Februar 2017.
- 1 2 3 4 5 6 7 8 BEPICOLOMBO – Fact Sheet. In: ESA.int. 10. Dezember 2019, abgerufen am 10. Dezember 2019 (englisch).
- 1 2 BepiColombo blasts off to investigate Mercury’s mysteries. In: ESA.int. Abgerufen am 20. Oktober 2018 (englisch).
- 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 J. Benkhoff, G. Murakami, W. Baumjohann, S. Besse, E. Bunce, M. Casale, G. Cremosese, K.-H. Glassmeier, H. Hayakawa, D. Heyner, H. Hiesinger, J. Huovelin, H. Hussmann, V. Iafolla, L. Iess, Y. Kasaba, M. Kobayashi, A. Milillo, I. G. Mitrofanov, E. Montagnon, M. Novara, S. Orsini, E. Quemerais, U. Reininghaus, Y. Saito, F. Santoli, D. Stramaccioni, O. Sutherland, N. Thomas, I. Yoshikawa, J. Zender: BepiColombo - Mission Overview and Science Goals. In: Space Science Reviews. Band 217, Nr. 8, Dezember 2021, ISSN 0038-6308, doi:10.1007/s11214-021-00861-4 (springer.com [abgerufen am 7. Dezember 2024]).
- ↑ Mark Hutchins, Huw Simpson, Javier Palencia Jiménez: QinetiQ’s T6 and T5 Ion Thruster Electric Propulsion System - Architectures and Performances - IEPC-2015-91524/ISTS-2015-b-91524. Joint Conference of 30th International Symposium on Space Technology and Science 34th International Electric Propulsion Conference and 6th Nano-satellite Symposium, Hyogo-Kobe, Japan Juli 2015 (electricrocket.org [PDF]).
- 1 2 Electric blue thrusters propelling BepiColombo to Mercury. In: ESA.int. Abgerufen am 26. Mai 2020 (englisch).
- ↑ Fabian Lüdicke: BepiColombo Mission: Raumsonde, Missionsprofil, Instrumente. In: DLR.de. Institut für Planetenforschung, abgerufen am 17. September 2017.
- ↑ Christoph Steiger, Alkan Altay, Elsa Montagnon, Frank Budnik, Massimo Casasco, Pascal Espeillac, Susanne Fugger, Tommy Strandberg: GNC Operations for the BepiColombo Mission to Mercury: First In-flight Experience. Hrsg.: European Conference for aeronautics and space sciences 2019. 2019, doi:10.13009/EUCASS2019-218 (researchgate.net).
- ↑ Marco Pinto, Beatriz Sanchez-Cano, Richard Moissl, Johannes Benkhoff, Carlota Cardoso, Patrícia Gonçalves, Pedro Assis, Rami Vainio, Philipp Oleynik, Arto Lehtolainen, Manuel Grande, Arlindo Marques: The BepiColombo Environment Radiation Monitor, BERM. In: Space Science Reviews. Band 218, Nr. 7, 21. September 2022, ISSN 1572-9672, S. 54, doi:10.1007/s11214-022-00922-2.
- ↑ Fabian Lüdicke: Laseraltimeter BELA. In: DLR.de. Institut für Planetenforschung, abgerufen am 17. September 2017.
- ↑ DLR – Institut für Planetenforschung – Laseraltimeter BELA. In: DLR.de. Abgerufen am 13. Juni 2020.
- ↑ MERTIS. In: Cosmos.ESA.int. Abgerufen am 18. Oktober 2018 (britisches Englisch).
- ↑ PHEBUS. In: Cosmos.ESA.int. Abgerufen am 18. Oktober 2018 (britisches Englisch).
- ↑ J.-F. Mariscal, N. Rouanet, J.-L. Maria, B. Lustrement, E. Bertran, C. Montaron, G. Guignan, A. Reberac, E. Quemerais, P. Zuppella, M. G. Pelizzo, A. J. Corso, I. Yoshikawa, K. Yoshioka, G. Murakami: PHEBUS UV spectrometer on board ESA-BepiColombo Mission: Instrument design & performance results. In: SPIE digital library (Hrsg.): International Conference on Space Optics – ICSO 2018. 12. Juli 2019, doi:10.1117/12.2536020.
- ↑ SIMBIO-SYS. In: Cosmos.ESA.int. Abgerufen am 19. Oktober 2018 (britisches Englisch).
- ↑ SIXS. In: Cosmos.ESA.int. Abgerufen am 19. Oktober 2018 (britisches Englisch).
- ↑ MPS: MIXS on BepiColombo. Abgerufen am 20. Juni 2020.
- ↑ MIXS. In: Cosmos.ESA.int. Abgerufen am 1. November 2018 (britisches Englisch).
- ↑ SERENA. In: Cosmos.ESA.int. Abgerufen am 2. November 2018 (britisches Englisch).
- ↑ What is STROFIO? ( vom 12. Dezember 2016 im Internet Archive). In: ifsi-roma.inaf.it.
- ↑ MPS: BepiColombo – SERENA. Abgerufen am 20. Juni 2020.
- ↑ MPO/MAG – Cosmos. In: Cosmos.ESA.int. Abgerufen am 23. November 2018 (britisches Englisch).
- 1 2 ESA Science & Technology – Earth flyby opens new science opportunities for BepiColombo. In: sci.ESA.int. Abgerufen am 13. Juni 2020.
- ↑ MIO – Mercury Magnetospheric Orbiter’s New Name. In: global.jaxa.jp. 8. Juni 2018, abgerufen am 10. Dezember 2019 (englisch).
- 1 2 MMO (Mercury Magnetospheric Orbiter): Objectives. In: stp.isas.jaxa.jp. Space Plasma Group – ISAS/JAXA, abgerufen am 10. Dezember 2019 (englisch).
- ↑ MIO – Mercury Magnetospheric Orbiter. In: global.jaxa.jp. JAXA, abgerufen am 10. Dezember 2019.
- 1 2 Mercury Magnetospheric Orbiter MIO / BepiColombo. In: isas.jaxa.jp. JAXA Institute of Space and Astronautical Studies, abgerufen am 10. Dezember 2019 (englisch).
- ↑ Mercury Magnetospheric Orbiter. In: Cosmos.ESA.int – Bepi Colombo. ESA, abgerufen am 10. Dezember 2019 (englisch).
- ↑ MMO/MGF MMO magnetometer. In: Cosmos.ESA.int – Bepi Colombo. ESA, abgerufen am 10. Dezember 2019 (englisch).
- ↑ BepiColombo nähert sich dem Planeten Merkur Weltrauminstitut, oeaw.ac.at, 29. September 2021, abgerufen am 3. Oktober 2021.
- ↑ MPPE Mercury plasma/particle experiment. In: Cosmos.ESA.int – Bepi Colombo. ESA, abgerufen am 10. Dezember 2019 (englisch).
- 1 2 MPPE. Abgerufen am 20. Juni 2020.
- ↑ PWI plasma wave investigation. In: Cosmos.ESA.int – Bepi Colombo. ESA, abgerufen am 10. Dezember 2019 (englisch).
- ↑ MSASI Mercury Sodium atmosphere spectral imager. In: Cosmos.ESA.int – Bepi Colombo. ESA, abgerufen am 10. Dezember 2019 (englisch).
- ↑ BepiColombo industrial contract signed. In: ESA.int. 18. Januar 2008, abgerufen am 14. August 2012 (englisch).
- ↑ ESA’s Mercury mapper feels the heat. In: ESA.int. 18. Januar 2011, abgerufen am 19. Januar 2011 (englisch).
- ↑ Mercury Planetary Orbiter takes a simulated trip to the innermost planet. In: sci.ESA.int. 12. Oktober 2011, abgerufen am 14. Oktober 2011 (englisch).
- ↑ BepiColombo science orbiters stacked together. In: ESA.int. ESA, abgerufen am 10. Dezember 2019 (englisch).
- ↑ Launch Kit VA-245. In: Arianespace.com. (PDF; 1,6 MB). Abgerufen am 13. Juni 2020.
- ↑ Arianespace VA245 Launch Press Kit. (PDF; 1,7 MB) In: Arianespace.com. Abgerufen am 13. Oktober 2018.
- ↑ BepiColombo now firing on all cylinders. In: ESA.int. Abgerufen am 26. Mai 2020 (englisch).
- ↑ MPPE – BepiColombo – Cosmos. In: Cosmos.ESA.int. Abgerufen am 17. Juli 2019.
- ↑ First electron spectra in the solar wind for MEA onboard BepiColombo. In: irap.omp.eu. Archiviert vom am 17. Juli 2019; abgerufen am 17. Juli 2019.
- ↑ Guido Meyer: ESA. Raumfahrt: Zurück zur Routine. In: ORF.at. 8. April 2020, abgerufen am 8. April 2020.
- ↑ ESA Science & Technology – ESA to conduct BepiColombo flyby amid coronavirus crisis. In: sci.ESA.int. Abgerufen am 13. Juni 2020.
- ↑ ESA Science & Technology – Earth flyby opens new science opportunities for BepiColombo. In: sci.ESA.int. Abgerufen am 13. Juni 2020.
- ↑ BepiColombo takes last snaps of Earth en route to Mercury. In: ESA.int. 10. April 2020, abgerufen am 13. April 2020 (englisch).
- 1 2 BepiColombo flies by Venus en route to Mercury. In: ESA.int. 15. Oktober 2020, abgerufen am 22. Oktober 2020: „‚The flyby itself was very successful,‘ confirms Elsa. ‚The only difference to normal cruise phase operations is that near to Venus we have to temporarily close the shutter of any of the star trackers that are expected to be blinded by the planet, similar to closing your eyes to avoid looking at the Sun.‘“
- ↑ Jonathan O’Callaghan: In A Complete Fluke, A European Spacecraft Is About To Fly Past Venus – And Could Look For Signs Of Life In: Forbes.com. Abgerufen am 16. September 2020 (englisch).
- ↑ Leah Crane: BepiColombo may be able to search for signs of life as it passes Venus In: NewScientist.com. Abgerufen am 26. September 2020 (englisch).
- ↑ BepiColombo’s first views of Mercury. Abgerufen am 9. Oktober 2021 (englisch).
- ↑ BepiColombo’s first tastes of Mercury science. Abgerufen am 17. Oktober 2021 (englisch).
- ↑ Glitch on BepiColombo: work ongoing to restore spacecraft to full thrust. Abgerufen am 4. September 2024 (englisch).
- ↑ Fourth Mercury flyby begins BepiColombo’s new trajectory. Abgerufen am 4. September 2024 (englisch).
- ↑ BepiColombo's fifth Mercury flyby. Abgerufen am 7. Dezember 2024 (englisch).
- ↑ BepiColombo to swing by Mercury for the sixth time. Abgerufen am 8. Januar 2025 (englisch).
- ↑ Tilmann Althaus: Merkursonde BepiColombo muss länger fliegen 03.09.2024 in spektrum.de
- ↑ Mission Operations – Getting to Mercury. In: sci.ESA.int. 12. Oktober 2018, abgerufen am 22. Oktober 2018 (englisch).
- ↑ ESA gives go-ahead to build BepiColombo. In: ESA.int. 26. Februar 2007, abgerufen am 22. Oktober 2018 (englisch).






