Sikorsky S-61
| Sikorsky S-61/H-3 Sea King | ||
|---|---|---|
Sikorsky SH-3H „Sea King“ der Staffel HS-12 der U.S. Navy | ||
| Typ | U-Jagd-, SAR- und Mehrzweckhubschrauber | |
| Entwurfsland | ||
| Hersteller | Sikorsky Aircraft Corporation | |
| Erstflug | 11. März 1959 | |
| Indienststellung | 1961 | |
| Stückzahl | ca. 1.500 | |
Sikorsky SH-3/HH-3 und Agusta ASH-3/AS-61[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
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Mitsubishi S-61[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Westland Sea King/Commando[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
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Technische Daten
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| Kenngröße | Daten | |
|---|---|---|
| Besatzung | SH-3H/D | 4 (2 Piloten, 2 Sensor-Offiziere) + 3 Passagiere |
| UH-3H/SH-3G | bis zu 15 Passagiere | |
| Mk 41 | 4 (2 Piloten, 1 LOPO (Luftfahrzeugoperationsoffizier), 1 Bordmechaniker) | |
| Sensorik | verschiedene Sonarbojen und pyrotechnische Ausrüstung | |
| Antrieb | SH-3H/UH-3H | 2 × General Electric T-58-GE-402-Turbowellen-Triebwerke mit je 1.500 Wellen-PS |
| SH-3D | 2 × General Electric T58-GE-10-Turbowellen-Triebwerke mit je 1.400 Wellen-PS | |
| SH-3G | 2 × General Electric T58-GE-8F-Turbowellen-Triebwerke mit je 1.250 Wellen-PS | |
| Westland | 2 × Rolls-Royce Gnome (Mks. 1 & 2 H1400-1, Mk. 4 H1400-2) mit je 1.600 Wellen-PS | |
| Flugleistungen | SH-3D/H-Helikopter erreichen für bis zu 5,5 Stunden Geschwindigkeiten von bis zu 120 Knoten (222,24 km/h) | |
Bewaffnung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]An den seitlichen Laststationen können Waffen oder Behälter befestigt werden. In den Türen und Fenstern sind Lafettierungen für bewegliche Maschinengewehre anbaubar.
Intern (auf schwenkbaren Drehkugellafetten lafettiert)
- 2 × 7,62-mm-Maschinengewehre Fabrique Nationale FN MAG 60.30 GPMG mit mehreren Gurtkästen zu je 100 Schuss Munition
- 1 × 7,62-mm-Maschinengewehr U.S. Ordnance M60D mit mehreren Gurtkästen zu je 100 Schuss Munition
- 1 × 12,7-mm-Maschinengewehr Fabrique Nationale FN M3M mit mehreren Gurtkästen zu je 110 Schuss Munition
Extern (Kampfmittel für maximal 400 kg an zwei Außenlastträgern)
- 2 × (Marconi) BAe Systems Sting-Ray-Torpedo (325-mm-Torpedo)
- 2 × Alliant-Techsystems Mk.46-Torpedo (325-mm-Torpedo)
- 2 × General Electric/Naval Ordnance Station Forest Park Mk.44 Mod.1-Torpedo (324-mm-Torpedo)
- 2 × EuroTorp/Whitehead Alenia Sistemi Subacquei A244-S-Torpedo (324-mm-Torpedo)
- 4 × MBDA (UK) Ltd „Sea Skua“ Mk.2 – halbaktiv radargelenkt (SARH)
- 2 × BAe Dynamics P3T „Sea Eagle“ – radargelenkt
- 2 × Aérospatiale/MBDA AM.39 „Exocet“ – radargelenkt
- 2 × MBDA Marte 2 – radargelenkt
- 1 × B57 (20-kT-Nuklear-Wasserbombe)
- 4 × Mk.11 (160-kg-Wasserbombe)
Selbstschutz
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Aktive Maßnahmen
- 1 × AN/ALE-37/A externer Täuschkörperwerfer-Behälter mit 120 Täuschkörper-Patronen (bspw. MJU-8A/B-Hitzefackeln mit 38 mm Breite und Länge)
Zwischenfälle
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Am 22. Mai 1968 verlor ein Hubschrauber des Typs Sikorsky S-61 der Los Angeles Airways auf einem planmäßigen Flug von Disneyland zum Los Angeles International Airport die Rotorblätter und stürzte bei Paramount, Kalifornien (USA) ab. Alle 23 Personen starben (siehe auch Los-Angeles-Airways-Flug 841).[21]
- Am 14. August 1968 stürzte ein Hubschrauber des Typs Sikorsky S-61 der Los Angeles Airways auf dem Flug vom Los Angeles International Airport nach Disneyland bei Compton, Kalifornien (USA) aufgrund eines technischen Defekts ab. Alle 21 Menschen an Bord starben (siehe auch Los-Angeles-Airways-Flug 417).[22]
- Am 25. Oktober 1973 stürzte ein Hubschrauber des Typs Sikorsky S-61N der Greenlandair (Luftfahrzeugkennzeichen OY-HAI; Aĸigssiaĸ) zehn Minuten nach Flugbeginn auf dem Weg von Nuuk nach Paamiut bei Utoqqarmiut ins Meer. Alle 15 Insassen starben bei dem Absturz. Das Wrack wurde im Februar 1974 nach mehreren Monaten erfolgloser Versuche aus einer Tiefe von 204 m geborgen, bis dahin die größte Tiefe für die Bergung eines Luft- oder Seefahrzeugs (siehe auch Absturz der Sikorsky S-61N OY-HAI).[23]
- Am 16. Mai 1977 brach das rechte Hauptfahrwerk eines Sikorsky S-61L der New York Airways (N619PA), nachdem er zweieinhalb Minuten zuvor auf der Dachplattform des Pan Am Buildings gelandet war. Der Hubschrauber kippte auf die Seite, wobei der laufende Hauptrotor Bodenkontakt bekam und zersplitterte. Vier Passagiere, die gerade zusteigen wollten, wurden von den Rotorblättern erschlagen. Mehrere Trümmerteile stürzten vom Dach herab und töteten eine Fußgängerin. Weitere 24 Personen wurden verletzt, davon zwei schwer (siehe auch New-York-Airways-Flug 972 (1977)).[24][25]
- Am 18. April 1979 verlor ein Sikorsky S-61L der New York Airways (N618PA) kurz nach dem Start vom Flughafen Newark ein Blatt des Heckrotors. Zu diesem Zeitpunkt befand sich der Hubschrauber in einer Höhe von 1.200 Fuß (etwa 365 Meter). Die Piloten leiteten aufgrund der Unwucht einen Notsinkflug ein und entschieden, nach Newark zurückzukehren. Infolge der durch die Unwucht verursachten Vibrationen löste sich der Heckrotor in einer Flughöhe von 150 Fuß (etwa 45 Meter) vollständig vom Rumpf. Der Hubschrauber kippte daraufhin über die Nase ab und ging in einen steilen Sturzflug über. Beim Aufprall kamen drei Passagiere ums Leben, zehn weitere Fluggäste und drei Besatzungsmitglieder wurden schwer verletzt (siehe auch New-York-Airways-Flug 972 (1979)).[26]
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Yves Le Bec: Die wahre Geschichte des Helikopters: von 1486–2005. 1. Auflage. Verlag Jean Duvret, Chavannes-près-Renens 2005, ISBN 2-8399-0100-5.
- Siegfried Wache: Westland Sea King Mk. 41. In: F-40: Die Flugzeuge der Bundeswehr. 1. Auflage. Band 37. BMVD Verlag, 2000, ISBN 3-935761-37-6, ISSN 1430-0117.
- Llody Horgan: Ein Sea King gibt nicht auf. In: Rotorblatt Nr. 2/2018, Aeromedia Verlag, ISSN 0945-6090, S. 14–17.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- S-61 Daten und Foto auf flugzeuginfo.net
- S-61N Daten und Foto auf flugzeuginfo.net
- Westland Sea King Mk41 – Deutsche Marine ( vom 30. August 2007 im Internet Archive) auf marine-portraits.de
- Bundeswehr – 60 Sekunden: Sea King auf YouTube
- Sikorsky / Westland Sea King auf Combat Aircraft (englisch)
- Fact File – H-3 Sea King ( vom 7. Februar 2005 im Internet Archive) auf chinfo.navy.mil, United States Navy, 20. November 2003 (englisch)
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 Mehrzweckhubschrauber Sea King Mk41. Ausrüstung & Technik → Dimension Luft. In: bundeswehr.de. Bundeswehr, abgerufen am 25. Januar 2024 (technische Daten der Sea King Mk41).
- ↑ siehe Le Bec 2005, S. 50
- ↑ Mehrzweckhubschrauber NH-90 NTH Sea Lion. Ausrüstung & Technik → Dimension Luft. In: bundeswehr.de. Bundeswehr, abgerufen am 25. Januar 2024 (technische Daten der NH-90 NTH Sea Lion).
- ↑ NH90 – The NATO standard helicopter. In: airbus.com. Airbus Helicopters, Airbus, abgerufen am 25. Januar 2024 (englisch).
- ↑ Einigung bei Stückzahlanpassung für Unterstützungshubschrauber Tiger und NATO Helikopter NH90. In: BMVg.de. Bundesministerium der Verteidigung, 15. März 2013, archiviert vom am 6. Juni 2016; abgerufen am 25. Januar 2024.
- ↑ Gordon Repinski: Bundeswehr – Von der Leyen beendet Hubschrauber Chaos. In: spiegel.de. Der Spiegel (online), 26. November 2014, abgerufen am 25. Januar 2024.
- ↑ Startschuss für das Marinefliegerkommando in Nordholz. (PDF; 121 kB) Presse- und Informationszentrum Marine. In: presseportal.de. news aktuell GmbH, 4. Oktober 2012, abgerufen am 25. Januar 2024.
- ↑ Canada’s Military – Requiem for the Sea King. ( vom 14. September 2013 im Internet Archive) In: cbc.ca, CBC News – Canadian Broadcasting Corporation, Februar 2006, abgerufen am 25. Januar 2024 (englisch).
- ↑ CTV News: PM defends record on grounded Sea King choppers. ( vom 27. Mai 2008 im Internet Archive) In: ctv.ca, abgerufen am 25. Januar 2024 (englisch).
- ↑ CH-148 Cyclone Helicopter. ( vom 18. März 2007 im Internet Archive) In: sikorsky.com, Informationen des Herstellers über die CH-148 Cyclone, abgerufen am 25. Januar 2024 (englisch).
- ↑ Sea King helicopters ends 49 years of service, UK Defence Journal, 21. September 2018
- ↑ brazilian H-3
- ↑ El BAP Pisco atraca en Rota para cargar los últimos Morsa y salir hacia Perú el domingo, Infodefensa, 11. August 2023
- ↑ Frank Behling: Marineflieger – Feier zum Sea-King-Abschied bei der Marine in Nordholz. In: kn-online.de. Kieler Nachrichten, Verlagsgesellschaft Madsack GmbH & Co. KG, 1. September 2024, abgerufen am 2. September 2024.
- ↑ "Lion" folgt auf "King": Marine-Hubschrauber wird ausgemustert. Hallo Niedersachsen. In: NDR.de. Norddeutscher Rundfunk, 18. Juli 2024, abgerufen am 2. September 2024.
- ↑ The NAWSARH Project. ( vom 7. Juni 2011 im Internet Archive) In: regjeringen.no, Royal Norwegian Ministry of Justice and the Police, abgerufen am 25. Januar 2024 (englisch).
- ↑ Dalløkken, Per Erlie. De fem kandidatene. ( vom 23. Februar 2012 im Internet Archive) In: tu.no, Teknisk Ukeblad, 5. Juli 2009, abgerufen am 25. Januar 2024 (norwegisch).
- ↑ Gabriel Dominguez: Pakistan Navy commissions one ATR-72 MPA, two Sea King helicopters. Jane’s Defence Weekly. In: janes.com. Jane’s Information Group, 17. Dezember 2018, archiviert vom am 1. Mai 2019; abgerufen am 25. Januar 2024 (englisch).
- ↑ Ukraine: UK-donated Sea King helicopter seen for first time near Black Sea , Forces Net, 22. Januar 2023
- ↑ ES&T Redaktion: Sechs SEA KING Mk41 für die Ukraine. 24. Januar 2024, abgerufen am 2. Dezember 2024 (deutsch).
- ↑ Unfallbericht S-61L, N303Y, Aviation Safety Network
- ↑ S-61, N300Y, Aviation Safety Network
- ↑ Eintrag zum Unfall der Sikorsky S-61N OY-HAI in der Aviation Safety Net Wikibase (englisch), abgerufen am 26. Dezember 2019.
- ↑ This Day in Aviation, 16 May 1977 (englisch), abgerufen am 5. Januar 2018
- ↑ NTSB, offizieller Unfallbericht, Sikorsky S-61L, N619PA, 16. Mai 1977 (PDF; 1,4 MB), abgerufen am 25. Januar 2024. (englisch)
- ↑ NTSB, offizieller Unfallbericht, Sikorsky S-61L, N618PA, 18. April 1979 (PDF; 4,8 MB), abgerufen am 25. Januar 2024. (englisch)
- Mehrzweckhubschrauber
- Luftfahrzeug im Vietnamkrieg
- Luftfahrzeug der Marine (Bundeswehr)
- Sikorsky S-61
- U-Jagd
- Airborne Warning and Control System
- Militärluftfahrzeug (Belgien)
- Militärluftfahrzeug (Norwegen)
- Luftfahrzeug der Royal Air Force
- Luftfahrzeug des Fleet Air Arm
- Militärluftfahrzeug (Pakistan)
- Militärluftfahrzeug (Italien)
- Erstflug 1959
- Luftfahrzeug im Falklandkrieg



















