Langit bildet oft auch pseudo-orthorhombische oder pseudo-hexagonale Wiederholungszwillinge in Schneeflocken- oder Sternenform. Aufgrund seiner Ähnlichkeit in Farbe und Habitus besteht Verwechslungsgefahr mit Posnjakit und Wroewolfeit.
Erstmals gefunden wurde Langit 1864 in der Kupfer-Mine „Fowey Consols“ (Tywardreath, Par Parish) bei St Austell in der englischen Grafschaft Cornwall (Vereinigtes Königreich) und beschrieben durch Mervyn Herbert Nevil Story-Maskelyne (1823–1911)[6], der das Mineral zu Ehren des Wiener Physikers Victor von Lang (1838–1921) nach diesem benannte.[7]
Die seit 2001 gültige und von der IMA verwendete 9. Auflage der Strunz’schen Mineralsystematik ordnet den Langit ebenfalls in die Klasse der „Sulfate (Selenate, Tellurate, Chromate, Molybdate und Wolframate)“ und dort in die Abteilung der „Sulfate (Selenate usw.) mit zusätzlichen Anionen, mit H2O“ ein. Diese Abteilung ist allerdings weiter unterteilt nach der Größe der beteiligten Kationen und der Kristallstruktur, so dass das Mineral entsprechend in der Unterabteilung „mit mittelgroßen Kationen und Lagen von kantenverknüpften Oktaedern“ zu finden ist, wo es zusammen mit Guarinoit, Posnjakit, Schulenbergit, Thérèsemagnanit, Wroewolfeit die unbenannte Gruppe 7.DD.10 bildet.
Die Verbindung Cu4[(OH)6|SO4]•2H2O ist dimorph, das heißt, sie tritt in der Natur neben dem monoklin kristallisierenden Langit noch als ebenfalls monoklin, allerdings mit anderen Gitterparametern, kristallisierender Wroewolfeit auf.
123456Hugo Strunz, Ernest H. Nickel:Strunz Mineralogical Tables. Chemical-structural Mineral Classification System. 9. Auflage. E. Schweizerbart’sche Verlagsbuchhandlung (Nägele u. Obermiller), Stuttgart 2001, ISBN 3-510-65188-X, S.401.
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Langite. In: John W. Anthony, Richard A. Bideaux, Kenneth W. Bladh, Monte C. Nichols (Hrsg.): Handbook of Mineralogy, Mineralogical Society of America. 2001 (handbookofmineralogy.org[PDF; 67kB; abgerufen am 4.Mai 2018]).
↑Dictionary of National Biography, Volume III „Neil-Young“ (Replik), urspr. veröffentlicht bei Smith, Elder & Co., London 1912, ISBN 0-543-88108-3 (online verfügbar bei Google-Buchsuche)
↑T. Rupert Jones, Henry Woodward:Notices of recent discoveries. New Cornish mineral „Langite“. In: The Geological Magazine. Band1, 1864, S.48 (rruff.info[PDF; 163kB; abgerufen am 4.Mai 2018]).