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Kaltenborn

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Wappen Deutschlandkarte
Kaltenborn
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Kaltenborn hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 50° 24′ N,  1′ OKoordinaten: 50° 24′ N,  1′ O
Bundesland:Rheinland-Pfalz
Landkreis: Ahrweiler
Verbandsgemeinde: Adenau
Höhe: 437 m ü. NHN
Fläche: 21,83 km²
Einwohner: 344 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte: 16 Einwohner je km²
Postleitzahl: 53520
Vorwahl: 02691
Kfz-Kennzeichen: AW
Gemeindeschlüssel: 07 1 31 037
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Kirchstraße 15
53518 Adenau
Website: www.kaltenborn-eifel.de
Ortsbürgermeister: Volker Kloss
Lage der Ortsgemeinde Kaltenborn im Landkreis Ahrweiler
KarteRemagenGrafschaft (Rheinland)Bad Neuenahr-AhrweilerSinzigBad BreisigBrohl-LützingGönnersdorf (bei Bad Breisig)Waldorf (Rheinland-Pfalz)BurgbrohlWassenachGleesNiederzissenWehr (Eifel)GalenbergOberzissenBrenkKönigsfeld (Eifel)SchalkenbachDedenbachNiederdürenbachOberdürenbachWeibern (Eifel)KempenichHohenleimbachSpessart (Brohltal)HeckenbachKesselingKalenborn (bei Altenahr)Berg (bei Ahrweiler)KirchsahrLind (bei Altenahr)RechDernauMayschoßAltenahrAhrbrückHönningenKaltenbornAdenauHerschbroichMeuspathLeimbach (bei Adenau)DümpelfeldNürburg (Gemeinde)Müllenbach (bei Adenau)QuiddelbachHümmelOhlenhardWershofenArembergWiesemscheidKottenbornWimbachHonerathBauler (Landkreis Ahrweiler)SenscheidPomsterDankerathTrierscheidBarweilerReifferscheidSierscheidHarscheid (bei Adenau)DorselHoffeld (Eifel)WirftRodderMüschEichenbachAntweilerFuchshofenWinnerathInsulSchuld (Ahr)Nordrhein-WestfalenLandkreis NeuwiedLandkreis VulkaneifelLandkreis Mayen-Koblenz
Karte
Kaltenborn von der Hohen Acht aus gesehen

Kaltenborn ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Adenau an.

Geographie und Sehenswürdigkeiten

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St. Servatius (Turm und Langhaus)
Kirche mit staufischem Turm

Kaltenborn liegt im Zentrum der Hocheifel am Fuße der Hohen Acht, der mit 747 m ü. NHN höchsten Erhebung der Eifel, inmitten einer hügeligen Landschaft mit ausgedehnten Waldflächen. Aufgrund der landschaftlich günstigen Lage wird der Ort auch durch den Tourismus geprägt. Zu Kaltenborn gehören die Ortsteile Jammelshofen, Herschbach und Hochacht sowie die Wohnplätze Hotel Hohe Acht, Mühlenhof und Rosenhof.[2]

Durch Kaltenborn fließt der Herschbach. Kaltenborn befindet sich somit im Herschbachtal, einem Seitental des Kesselinger Tals. Die 1. Kirche wurde 1168 gebaut. Um 1800 war die Kirche baufällig. das neue Kirchenschiff wurde 1833 gebaut. Den staufischen Turm der Kirche St. Servatius aus dem 13. Jahrhundert ließ man stehen.[3]

Kaltenborn war eine fränkische Siedlung mit einer kalten Quelle, woraus sich auch der Name ergab. Von 1100 bis 1200 war es ein Dorf der Grafschaft Are, von 1200 bis 1276 gehörte es den Grafen von Are-Nürburg. Als dieses Grafengeschlecht1276 ausstarb kam der Ort zum Erzstift Köln, das 1356 bekanntlich Kurfürstentum wurde. Als kurkölsches Dorf gehörte es bis 1794 zum Amt Nürburg. In der Franzosenzeit gehörte Kaltenborn zum Kanton Adenau, zur preußischen Zeit (ab 1815) war es eine Gemeinde der Bürgermeisterei Adenau und des Kreises Adenau. Teile der Gemeinde Kaltenborn gehörten im 18. Jahrhundert den Herren von Bourscheid. Das Wappen mit Seerosenblättern und schwarz-weißem Kreuz zeigt die historischen Verbindungen zur Kurkölnischen Herrschaft und den Herren von Bourscheid. Die Kreisaufteilung brachte es 1931 zum Kreis Ahrweiler. Wegen der Anlage eines Truppenübungsplatzes wurde die Bewohner des Ortes 1939 umgesiedelt. Das Dorf wurde weitgehend zerstört. Nach dem Krieg kam es zur Neuansiedlung, auch mit Flüchtlingen aus Ostpreußen.[4] Am 7. November 1970 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Jammelshofen nach Kaltenborn eingemeindet.[5]

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Kaltenborn; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[1][6]

JahrEinwohner
1815112
1835145
1871101
1905103
1939472
1950272
JahrEinwohner
1961373
1970386
1987343
1997406
2005421
2024344

Der Gemeinderat in Kaltenborn besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[7]

Volker Kloss wurde am 19. Juli 2024 Ortsbürgermeister von Kaltenborn.[8] Da für die Direktwahl am 9. Juni 2024 kein Wahlvorschlag eingereicht wurde,[9] oblag die Neuwahl des Bürgermeisters gemäß rheinland-pfälzischer Gemeindeordnung dem Rat der Gemeinde, der sich auf seiner konstituierenden Sitzung für Kloss entschied.[10]

Die Vorgänger von Volker Kloss waren Manfred Hoffmann (Amtszeit 2014–2024) und Wilfried Börder (1999–2014).[11][12]

Am 22. Dezember 1982 stürzte ein Kampfflugzeug der US. Air Force aus Bitburg bei Herschbach ab. Der Pilot wurde beim Absturz getötet.[13] Er wurde mit einem Gedenkstein () geehrt.[14]

In Kaltenborn geboren

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Commons: Kaltenborn – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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  1. 1 2 Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Bevölkerungsstand von Land, Landkreisen, Gemeinden und Verbandsgemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2022) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Februar 2022[Version 2026 liegt vor.]. S. 6 (PDF; 3,3 MB).
  3. Rausch et al.: Festschrift
  4. Rausch, Festschrift
  5. Amtliches Gemeindeverzeichnis (= Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz [Hrsg.]: Statistische Bände. Band 407). Bad Ems Februar 2016, S. 167 (PDF; 2,8 MB).
  6. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  7. Manfred Hoffmann (Wahlleiter): Bekanntmachung des Ergebnisses der Wahl zum Ortsgemeinderat der Ortsgemeinde Kaltenborn am 09.06.2024. In: Adenauer Nachrichten, Ausgabe 25/2024. Linus Wittich Medien GmbH, Höhr-Grenzhausen, 18. Juni 2024, abgerufen am 12. August 2024.
  8. Volker Kloss (Wahlleiter): Bekanntmachung des Wahlleiters für die Ortsgemeinderatswahl nach § 66 Kommunalwahlordnung. In: Adenauer Nachrichten, Ausgabe 30/2024. Linus Wittich Medien GmbH, Höhr-Grenzhausen, 22. Juli 2024, abgerufen am 12. August 2024.
  9. Kaltenborn, Ortsbürgermeisterwahl (Gemeinde) 09.06.2024. In: Kommunalwahlergebnisse Kaltenborn. Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz, abgerufen am 12. August 2024.
  10. Gemeinderat. In: Adenauer Nachrichten, Ausgabe 30/2024. Linus Wittich Medien GmbH, Höhr-Grenzhausen, abgerufen am 12. August 2024.
  11. Manfred Hoffmann: Rückblick und Dank. In: Adenauer Nachrichten, Ausgabe 29/2024. Linus Wittich Medien GmbH, Höhr-Grenzhausen, abgerufen am 12. August 2024.
  12. Verabschiedung des ehemaligen Bürgermeisters Wilfried Börder. In: Blick Aktuell. Krupp Verlags GmbH, Sinzig, 17. September 2014, abgerufen am 8. August 2020.
  13. Captain Jeffrey Roether. In: Project Get Out and Walk. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 4. März 2016; abgerufen am 27. Januar 2016 (englisch).
  14. Abbildung des Gedenksteines auf der Homepage von Kaltenborn. Abgerufen am 30. Mai 2016.