Kottenborn
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 50° 21′ N, 6° 54′ O | |
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Ahrweiler | |
| Verbandsgemeinde: | Adenau | |
| Höhe: | 500 m ü. NHN | |
| Fläche: | 3,78 km² | |
| Einwohner: | 180 (31. Dez. 2025)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 48 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 53518 | |
| Vorwahl: | 02691 | |
| Kfz-Kennzeichen: | AW | |
| Gemeindeschlüssel: | 07 1 31 042 | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Kirchstraße 15 53518 Adenau | |
| Website: | www.adenau.de | |
| Ortsbürgermeister: | Klaus Jüngling | |
| Lage der Ortsgemeinde Kottenborn im Landkreis Ahrweiler | ||
Kottenborn, amtliche Schreibweise bis 6. Dezember 1935: Cottenborn,[2] ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Adenau an.



Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Kottenborn liegt in der Hocheifel, vier Kilometer südwestlich der Stadt Adenau auf einem von Süd nach Nord ins Tal des Goldbachs abfallenden Gelände. Die Wohnbebauung des Dorfs umfasst Höhenlagen von 470 m ü. NHN bis 515 m ü. NHN. Die Grenzen des Gemeindegebiets werden auf weiten Teilen vom Goldbach im Norden und vom Wirftbach im Westen gebildet, an deren Zusammenfluss es mit etwa 395 m ü. NHN seinen tiefsten Bodenpunkt erreicht. Zu Kottenborn gehört der Wohnplatz Unter dem Acker, der nördlich und leicht unterhalb des Hauptortes liegt.[3]
Nachbargemeinden sind Wimbach und Quiddelbach.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Name „Kottenborn“ deutet auf „Kottenbauer“ („Hüttenbauer“) hin und wurde als Bezeichnung für die ersten Bewohner des Ortes verwendet. Der Name wurde später wahrscheinlich von dem Hof „Cottenborn“ auf den heutigen Ort übertragen. Erstmals erwähnt wurde der Name „Cottenbuyr“ in einer Urkunde zum Kapellenbau vom 20. Juli 1403.
Der Entstehungszeitpunkt des ersten Siedlungshofes in Kottenborn, aus dem sich der Ort entwickelte, ist unbekannt. Kottenborn gehörte bis 1794 zum Schultheißenamt Adenau im kurkölnischen Amt Nürburg. Als ab 1794 die französische Verwaltung mit der Zerschlagung aller linksrheinischen Herrschaften begann, ging der Ort an den neu gebildeten Kanton Adenau. Nachdem das französische Reich wieder zurückgedrängt worden war, gehörte Kottenborn zur preußischen Bürgermeisterei und zum Kreis Adenau. Aus ab 1813 entstandenen Grenzstreitigkeiten mit Wimbach ging zunächst Wimbach als Sieger hervor, das die Distrikte „Hatzerder Busch“ und „Selbach“ erhielt. Dabei bildete der Goldbach die Grenze zwischen beiden Orten. Erneute Streitigkeiten zwischen den beiden Dörfern ab 1817 konnte Kottenborn erst 1847 als Sieger beenden.
1916 wurde die Wasserversorgung Kottenborns stark ausgebaut. Elektrifiziert wurde der Ort 1923.
Ab 1932 lag Kottenborn im Bereich des Kreises Ahrweiler. Bombardierungen im Zweiten Weltkrieg verursachten den Absturz einiger Flugzeuge auf der Gemarkung Kottenborn. Bei der Flurbereinigung von 1960/61 wurde der Ort kanalisiert und eine Asphaltstraße angelegt.
- Statistik zur Einwohnerentwicklung
Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Kottenborn, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[4]
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Politik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Gemeinderat
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Gemeinderat in Kottenborn besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[5]
Bürgermeister
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Klaus Jüngling ist Ortsbürgermeister von Kottenborn. Da bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 kein Wahlvorschlag eingereicht wurde, oblag die anstehende Neuwahl des Bürgermeisters gemäß rheinland-pfälzischer Gemeindeordnung dem Rat. Dieser bestätigte Zimmermann am 4. Juli 2019 für weitere fünf Jahre in seinem Amt.[6] Zur Direktwahl am 9. Juni 2024 gab es erneut keine Bewerbungen.[7] Daher erfolgte die Wiederwahl bei der konstituierenden Sitzung am 19. Juli 2024 wie bereits 2019 durch den Rat.[8]
Wappen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Blasonierung: „Im blauen Schildhaupt ein silbernes Antoniuskreuz mit je einem goldenen Glöckchen an den Querarmen. Im silbernen Schildfuß ein rotes Johanniterkreuz.“[9] | |
| Wappenbegründung: Im Wappen ist das Zeichen des Ortspatron St. Antonius, das T-förmige Antoniuskreuz mit je einem Glöckchen an den Querarmen wiedergegeben. Die Kapelle, deren Bau die Johanniterkommende Adenau gestattete, hat im spätgotischen Chor im Schlussstein die Jahreszahl 1525. Das zweiachsige Schiff ist im 17. Jh. errichtet. In früherer Zeit wurde sie viel von Wallfahrern am St. Antonius-Tag (17. Januar) besucht. Die besondere Verbindung von Kottenborn zum Johanniterorden ist durch die Aufnahme des Johanniterkreuzes im Wappen dokumentiert. |
Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Die Filialkirche St. Antonius in Kottenborn wurde um 1403 erbaut. Sie ist mit ihren über 600 Jahren die älteste Kirche im Bistum Trier. Der spätgotische Chor wurde 1525 errichtet, das zweiachsige Schiff im 17. Jahrhundert angebaut. Ein Austausch und die Sanierung des Daches erfolgte 1826. Bei der vom Land, Landkreis, Bistum und Gemeinde finanzierten, weitreichenden Restaurierung wurden kulturgeschichtlich wertvolle, spätgotische Fresken freigelegt. Eine zweite Glocke wurde 1984 eingebaut. Eine erneute Renovierung wurde von 1999 bis 2000 durchgeführt, wobei u. a. der Außenputz erneuert und die Spitze des Glockenturms neu aufgebaut wurde.
- Über das Gemeindegebiet sind einige alte Grabkreuze verteilt.
- Wanderrouten in und um Kottenborn.[10]
Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Kottenborn
Tourismus
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Durch die Nähe der Motorrennstrecke Nürburgring bestehen im Ort mehrere Übernachtungsmöglichkeiten für Besucher.
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Kottenborn liegt im Gebiet des Verkehrsverbundes Rhein-Mosel. Die Buslinie 881 der Verkehrsbetriebe Region Mitte (VRM) verbindet den Ort an jedem Tag stündlich mit der Stadt Adenau. Der nächste Bahnhof ist Ahrbrück an der Ahrtalbahn nach Remagen.
Die Gemeinde ist durch die K 19 erschlossen.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- private Website über Kottenborn
- Ortsgemeinde Kottenborn auf den Seiten der Verbandsgemeinde Adenau
- St. Antoniuskapelle Kottenborn
- SWR Ortsporträt Kottenborn
- Literatur über Kottenborn in der Rheinland-Pfälzischen Landesbibliographie
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Bevölkerungsstand 31. Dezember 2025 von Land, Landkreisen, Gemeinden und Verbandsgemeinden (Fortschreibung auf Grundlage des Zensus 2022) (Hilfe dazu).
- ↑ Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich (= Statistisches Reichsamt [Hrsg.]: Statistik des Deutschen Reichs. Band 450). Teil I – Altreich und Land Österreich. Berlin 1939, S. 267 (online [PDF]).
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: 1. Januar 2026. S. 6 (PDF; 1,9 MB).
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
- ↑ Klaus Jüngling (Ortsbürgermeister und Wahlleiter): Bekanntmachung des Ergebnisses der Wahl zum Gemeinderat der Ortsgemeinde Kottenborn am 09.06.2024. In: Adenauer Nachrichten, Ausgabe 24/2024. Linus Wittich Medien GmbH, Höhr-Grenzhausen, 11. Juni 2024, abgerufen am 20. Oktober 2026.
- ↑ Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. Abgerufen am 8. August 2020 (siehe Adenau, Verbandsgemeinde, 17. Ergebniszeile).
- ↑ Kottenborn, Ortsbürgermeisterwahl (Gemeinde) 09.06.2024. In: Kommunalwahlergebnisse Kottenborn. Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz, abgerufen am 20. Oktober 2026.
- ↑ Konstituierende Sitzung vom 19.07.2024. In: Adenauer Nachrichten, Ausgabe 30/2024. Linus Wittich Medien GmbH, Höhr-Grenzhausen, abgerufen am 20. Oktober 2026.
- ↑ Wappenbeschreibung-/begründung. Ortsgemeinde Kottenborn, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 25. März 2016; abgerufen am 11. August 2017.
- ↑ Wandern in Kottenborn. Abgerufen am 18. August 2017.

