Fischenthal
| Fischenthal | |||
|---|---|---|---|
| Staat: | |||
| Kanton: | |||
| Bezirk: | Hinwil | ||
| BFS-Nr.: | 0114 | ||
| Postleitzahl: | 8496 Steg im Tösstal 8497 Fischenthal 8498 Gibswil | ||
| UN/LOCODE: | CH STG (Steg) | ||
| Koordinaten: | 712068 / 243462 | ||
| Höhe: | 740 m ü. M. | ||
| Höhenbereich: | 667–1291 m ü. M.[1] | ||
| Fläche: | 30,24 km²[2] | ||
| Einwohner: | 2666 (31. Dezember 2024)[3] | ||
| Einwohnerdichte: | 88 Einw. pro km² | ||
| Ausländeranteil: (Einwohner ohne Schweizer Bürgerrecht) | 17,3 % (31. Dezember 2024)[4] | ||
| Gemeindepräsident: | René Schweizer (SVP) | ||
| Website: | www.fischenthal.ch | ||
Reformierte Kirche
in Fischenthal | |||
| Lage der Gemeinde | |||
| Bevölkerungsentwicklung | |
|---|---|
| Jahr | Einwohner |
| 1634 | 466 |
| 1771 | 1'789 |
| 1836 | 2'814 |
| 1850 | 2'394 |
| 1900 | 2'052 |
| 1941 | 1'694 |
| 1950 | 1'837 |
| 1960 | 1'987 |
| 1980 | 1'605 |
| 2000 | 1'961 |
| 2005 | 2'029 |
| 2010 | 2'288 |
| 2015 | 2'425 |
| 2020 | 2'494 |
| 2024 | 2'655 |
Religion
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Am 31. Dezember 2011 gehörten 55,6 % der Bevölkerung der evangelisch-reformierten Kirche und 18,6 % der römisch-katholischen Kirche an.[13]
In Fischenthal gibt es zwei Kirchen:
- Die reformierte Kirche wurde an Stelle der mittelalterlichen Kirche von Fischenthal gebaut: Im Jahr 1711 wurde an den bestehenden Kirchturm das heutige Kirchenschiff angebaut. Im Chor befinden sich seit 1933 drei Farbfenster des Glasmalers Röttinger, Zürich.[14] Bei Renovationsarbeiten wurden 1995 Überreste von drei Vorgängerbauten zur heutigen Kirche nachgewiesen, ebenso eine ehemalige Chorstufe und der Steinkranz eines Taufbeckens.[15]
- Die katholische Kirche St. Gallus erinnert mit ihrem Namen daran, dass die mittelalterliche Kirche von Fischenthal einst dem Hl. Gallus geweiht war. 1949 wurde die Vorgängerkirche St. Bernadette eingeweiht, an die ein Altersheim angegliedert war. 1971 wurde die heutige Kirche, erbaut vom Architekten Karl Higi, eingeweiht. Der äusserlich schlichte Bau besitzt Kunstwerke von Paul Stöckli und ist ein exemplarischer Kirchbau einer nachvatikanischen katholischen Kirche.[16]
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gemeinde Fischenthal und die Ortschaften Steg im Tösstal und Gibswil sind mit der Linie S 26 Winterthur – Bauma – Rüti ZH , die von der Thurbo betrieben wird, mit jeweils eigenem Haltepunkt an die S-Bahn Zürich (bis 1918 Tösstalbahn) angeschlossen. Ende November 2015 wurde der SBB Billettschalter geschlossen.
Eine Buslinie wird durch die Verkehrsbetriebe Zürichsee und Oberland (VZO) betrieben:
Hauptachse ist die Tösstalstrasse Winterthur–Turbenthal–Bauma–Wald–Rüti–Rapperswil durch Fischenthal, als kürzeste Verbindung von Winterthur in den St. Galler Seebezirk. Von diesem Hauptstrang zweigen im Fischenthal auch Querverbindungen ab. In Steg im Tösstal nach Osten die Hulfteggstrasse (Passhöhe 953 m) ins Toggenburg und den Hinterthurgau. In Gibswil nach Nordwesten die Abzweigung nach Kleinbäretswil–Ghöch (Passhöhe 961 m)-Bäretswil, ebenda nach Westen über die Schufelberger Egg (Passhöhe 990 m) und zugleich höchstgelegener öffentlich befahrbarer Übergang im Kanton Zürich, nach Girenbad (Hinwil) und von Gibswil nach Südwesten über Hueb-Orn nach Wernetshausen (Hinwil). Die drei Verzweiger ab Gibswil führen auf die befahrbare Höhen-Längsachse auf der Almenkette: Bachtel–Bäretswil–Hittnau–Russikon–Weisslingen–Kyburg.
Politik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Gemeindepräsident ist René Schweizer (SVP).[17][18]
| Mitglieder des Fischenthaler Gemeinderats (Amtsperiode 2022–2026) | |||
|---|---|---|---|
| Name | Amtsantritt | Funktion | Partei |
| René Schweizer | 2025 | Gemeindepräsident / Präsidiales und Finanzen | SVP |
| Hans Lazzarotto | 2022 | Schulpräsident / Bildung und Verkehr | parteilos |
| Rahel Fischer | 2022 | Gesellschaft und Soziales | parteilos |
| Rudolf Pfeiffer | 2022 | Hochbau, Liegenschaften und Sicherheit | parteilos |
| Matthias Zürcher | 2022 | Tiefbau und Werke / Land- und Forstwirtschaft | parteilos |
Bei den Nationalratswahlen 2023 betrugen die Wähleranteile in Fischenthal: SVP 59,76 % (+4,53), SP 9,87 % (+0,86), Grüne 6,20 % (−3,22), EDU 4.91 (−0,16), glp 4,57 % (−1,74), Mitte 4,51 % (+1,07), FDP 3,86 % (−1,61), EVP 2,54 % (−0,85), SD 0,41 % (+0,12).[19]
Sehenswürdigkeiten und Sport
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Gibswil-Schanzen
- Panoramaloipe Gibswil
- Wissengubel-Wasserfall und Höhle[20][21]
- Der Greiselgubel-Giessen[22], mit 43 m Fallhöhe fast doppelt so hoch wie der Rheinfall (23 m), stürzt als höchster Wasserfall des Kantons Zürich zwischen der Eggsiedlung Würz im Süden und den Terrassensiedlungen Unterreinsberg und Neugüetli im Norden ins Tobel des Greiselbergwalds. Bei Koord. 711'810/243'910 stürzt er über die 800er-Höhenkurve im freien Fall in den Tobelgrund westlich von Mülibach an der Tösstalstrasse. Wegbeschreibung: Von der Bahnstation Fischenthal dem Mülibach entlang 200 m talabwärts, dann in Mülibach 500 m links nach Westen am Industrieweiher vorbei 30 Höhenmeter ins Waldtobel aufsteigen, zuletzt noch im Bachbett.[23]
- Greiselgubel-Höhle, ganz im Süden des Greiselgubel-Überhangs, Höhe 800 m, Koord. 711805/243880[24]
- Ehemalige Pilgerherberge Zum Steg
- Doktorhaus in Steg
- Wirtschaft Ohrüti Steg
- Aussicht von Hischwil
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Philipp Schoch (* 1979), Doppelolympiasieger, und sein Bruder Simon Schoch (* 1978), Olympiazweiter im Snowboard-Parallelriesenslalom
- Jakob Senn (1824–1879), Schriftsteller
- Johann Jakob Keller (1823–1903), Fabrikant, Gemeindepräsident, Kantonsrat, Nationalrat und als Gründer der Zürcher Kantonalbank "Bankvater" genannt[25]
- Ueli Witzig (* 1946), Designer
- Emil Zopfi (* 1943), Schriftsteller
- Kai Mahler (* 1995), Freestyle-Skier und Sieger der Olympischen Jugendspiele 2012 in der Disziplin Freestyle "Halfpipe"
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Hermann Fietz: Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich, Band II: Die Bezirke Bülach, Dielsdorf, Hinwil, Horgen und Meilen (= Die Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 15). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Bern 1943. DNB 365803049.
- Ueli Müller: Fischenthal. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Flächen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
- ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Flächen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
- ↑ Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach Bezirken und Gemeinden, 1991–2024. In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik, abgerufen am 28. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2024 zusammengefasst).
- ↑ Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Staatsangehörigkeit (Kategorie), Geschlecht und Alter, 2010-2024. Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2024 zusammengefasst. Abruf am 28. August 2025
- ↑ StiASG, Urk. IV 355. Online auf e-chartae, abgerufen am 19. Juni 2020.
- ↑ SIKART Lexikon der Kunst in der Schweiz: Ingendahl, Kurt, 1918-1982. SIK ISEA, 17. November 2020, abgerufen am 9. Februar 2022.
- ↑ Chronik. Abgerufen am 14. Nov. 2021.
- ↑ Fastnachts-Umezüge. Abgerufen am 1. Dezember 2014.
- ↑ Drechslerei Kleintal. Abgerufen am 1. Dezember 2014.
- ↑ Jakob Zollinger: Bauernhäuser als Ausdruck ihrer Beziehungen zum Naturraum und zur landwirtschaftlichen Nutzung. In: Bernhard Nievergelt, Hansruedi Wildermuth (Hrsg.): Eine Landschaft und ihr Leben: das Zürcher Oberland. vdf Hochschulverlag AG ETH Zürich, Zürich 2001, ISBN 3-7281-2689-6, S. 120–144.
- ↑ Richard Ehrensperger: Fischenthaler Haustypen - Eine Untersuchung bäuerlicher Bauten. In: Der Zürcher Oberländer (Hrsg.): Heimatspiegel - Beilage zum Zürcher Oberländer. Nr. 1966/8. Druckerei Wetzikon AG, Wetzikon ZH August 1966, S. 58–63.
- ↑ Gemeindeporträt. Abgerufen am 2. November 2025.
- ↑ http://www.statistik.zh.ch/internet/justiz_inneres/statistik/de/aktuell/mitteilungen/2012/bev_2011.html (abgerufen am 27. Februar 2012)
- ↑ Website der reformierten Kirchgemeinde. Abschnitt Geschichte. ( des vom 12. Mai 2014 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Abgerufen am 9. Mai 2014.
- ↑ Roman Szostek: Fischenthal: Reformierte Kirche, Vorgäng rbauten. In: Baudirektion des Kantons Zürich, Kantonsarchäologie (Hrsg.): Berichte der Kantonsarchäologie Zürich. Nr. 14. Fotorotar AG, Zürich und Egg ZH 1998, ISBN 3-905647-88-5, S. 23.
- ↑ Website der katholischen Kirchgemeinde Bauma. Abschnitt Geschichte der Pfarrei Fischenthal. Abgerufen am 14. Nov. 2021.
- ↑ Gemeinderat. Gemeinde Fischenthal, 2025, abgerufen am 2. November 2025 (Schweizer Hochdeutsch).
- ↑ Ticker Abstimmungen in Zürcher Gemeinden: Eine Fusion, zwei neue Gemeindepräsidenten und viel neuer Schulraum. 18. Mai 2025, abgerufen am 2. November 2025.
- ↑ Eidgenössische Wahlen 2023, NR – Ergebnisse Parteien (csv). In: opendata.swiss. Bundesamt für Statistik, abgerufen am 17. Februar 2024.
- ↑ retoxofehn: #1239-Wissengubel bei Gibswil ZH. In: Die Schweiz in Rätseln entdecken. retoxofehn, 12. März 2021, abgerufen am 7. Dezember 2021.
- ↑ Richard Graf: Höhlen im Zürcher Oberland. In: Ostschweizer Gesellschaft für Höhlenforschung (Hrsg.): Wissenschaftliche Kommentare der Schweizerischen Gesellschaft für Höhlenforschung. Beitrag zum Schweizer Höhleninventar. Schweizerische Gesellschaft für Höhlenforschung, Pfungen 2019.
- ↑ Elisabeth Zingg: nagra blog Erdwissen: Die schönsten Wasserfälle im Kanton Zürich. In: Menschen, Hintergründe, Wissenschaft. nagra blog, 31. Juli 2020, archiviert vom am 5. Dezember 2021; abgerufen am 28. März 2024.
- ↑ Michael Brunner, Ueli Brunner: Wasserwunder – 22 verwunschene Tobelwanderungen im Kanton Zürich. AS Verlag, 2016, ISBN 978-3-906055-55-8.
- ↑ Christoph Renold: Fischenthal-Würz, Mülibach: Greiselgubelhöhle. In: Baudirektion des Kantons Zürich, Kantonsarchäologie (Hrsg.): Berichte der Kantonsarchäologie Zürich. Nr. 14. Fotorotar AG, Zürich und Egg ZH 1998, ISBN 3-905647-88-5, S. 23–24.
- ↑ Antonio Cortesi: Bankvater aus Fischenthal. (PDF) In: Gemeinde Fischenthal. Zürcher Oberländer, 1. Oktober 1990, S. 1–7, abgerufen am 28. März 2020.
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