Char 2C
| Char 2C | |
|---|---|
Zeichnung eines Char 2C | |
| Allgemeine Eigenschaften | |
| Besatzung | 12 |
| Länge | 12 m (inkl. Panzer: 10,27 m und optionales Stützgestell am Heck) |
| Breite | 3 m |
| Höhe | 4,09 m |
| Masse | 68 t |
| Panzerung und Bewaffnung | |
| Panzerung | 22–45 mm |
| Hauptbewaffnung | 75-mm-Kanone |
| Sekundärbewaffnung | vier 8-mm-Maschinengewehre |
| Beweglichkeit | |
| Antrieb | 2 × 184 kW (2 × 250 PS) |
| Geschwindigkeit | 15 km/h (Straße) 8 km/h (Gelände) |
| Leistung/Gewicht | 5,3 kW/t (7,4 PS/t) |
| Reichweite | 150 km |
| Nummer | Name |
|---|---|
| 90 | Poitou |
| 91 | Provence |
| 92 | Picardie |
| 93 | Alsace |
| 94 | Bretagne |
| 95 | Touraine |
| 96 | Anjou |
| 97 | Normandie |
| 98 | Berry |
| 99 | Champagne |
„Normandie“ wurde 1939 in „Lorraine“ umbenannt.


Die Panzer wurden bewusst nicht im Kampf eingesetzt, sondern als unverwundbare „Superpanzer“ von der Propaganda verwendet. Nachdem das Deutsche Reich während des Westfeldzugs die französischen Linien durchbrochen hatte, fiel am 10. Juni 1940 die Entscheidung, die Char 2C nach Süden zu bringen. Der Transportzug wurde am 15. Juni 1940 von einem brennenden Zug aufgehalten und die Panzer mussten gesprengt werden, um sie den Deutschen nicht in die Hände fallen zu lassen. Die deutsche Propaganda sprach von einem Stuka-Angriff.[1] Trotz der Sprengungen wurde ein Panzer, „Champagne“, mehr oder weniger funktionstüchtig erbeutet und nach Berlin gebracht.
Es existieren keine originalen Exemplare mehr.
Von den ursprünglich bestellten 300 Stück wurden nur 10 hergestellt.[1]
Varianten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]1926 wurde „Champagne“ zum Char 2C bis umgewandelt, der statt der vier MG eine 155-mm-Haubitze erhielt. Dieser Umbau erfolgte nur testweise, bereits im selben Jahr wurde der Panzer wieder in den Originalzustand versetzt.
1939 wurde „Lorraine“ aufgerüstet, um den deutschen Panzerabwehrwaffen standzuhalten. Dafür wurde die Frontpanzerung auf 90 mm und die Seitenpanzerung auf 65 mm erhöht. Dies war die stärkste Panzerung zu dieser Zeit und machte „Lorraine“ mit einem Gewicht von 75 t zum schwersten Panzerkampfwagen, der jemals operativ eingesetzt wurde.
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Christopher F. Foss: Panzer und andere Kampffahrzeuge von 1916 bis heute, Buch&Zeit Verlagsges. mbH, Köln 1978, S. 74
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Char 2C bei WWII Vehicles (Im Internet Archive, engl.)
- Char 2C bei chars-francais.net (frz.)
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 Auf den Trümmern der „Grande Nation“. In: Innsbrucker Nachrichten. 27. August 1940, S. 3 (ANNO – AustriaN Newspapers Online [abgerufen am 18. Mai 2020]).