Darapskit entwickelt meist tafelige bis prismatische Kristalle von bis zu zehn Zentimetern Größe[5], findet sich aber auch zusammen mit anderen Salzmineralen in Form körniger Mineral-Aggregate oder seltener als Tropfstein. In reiner Form ist Darapskit farblos und durchsichtig mit glasglänzenden Oberflächen. Durch vielfache Lichtbrechung aufgrund von Gitterbaufehlern oder polykristalliner Ausbildung kann er aber auch weiß erscheinen, wobei seine Transparenz entsprechend abnimmt.
In der vorwiegend im englischen Sprachraum gebräuchlichen Systematik der Minerale nach Dana hat Darapskit die System- und Mineralnummer 20.01.01.01. Das entspricht der Klasse der „Carbonate, Nitrate und Borate“ und dort der Abteilung „Zusammengesetzte Nitrate“. Hier findet er sich innerhalb der Unterabteilung „Zusammengesetzte Nitrate mit anderen Anionen“ als einziges Mitglied in einer unbenannten Gruppe mit der Systemnummer 20.01.01.
Als seltene Mineralbildung konnte Darapskit bisher (Stand: 2012) nur an wenigen Fundorten nachgewiesen, wobei rund 20 Fundorte als bekannt gelten.[9] Neben seiner Typlokalität Pampa del Toro trat das Mineral in Chile noch an einigen weiteren Orten in der Región de Antofagasta und in der Región de Tarapacá (Provinz Iquique) auf. Daneben fand es sich unter anderem noch an den Salzseen von Qakilik (Ruoqiang) im Mongolischen Autonomen Bezirk Bayingolin in China, in den Kalksteinhöhlen des Cernatals in Rumänien sowie im Death Valley (Kalifornien), der „Blumenhöhle“ des Big-Bend-Nationalparks (Texas) in den USA.[10]
August Dietze: Einige neue chilenische Mineralien, In: Zeitschrift für Kristallographie, Mineralogie und Petrographie, Band 19 (1891), S. 443–451
George E. Ericksen, Mary E. Mrose: Mineralogical studies of the nitrate deposits of Chile. II. DARAPSKITE, Na3(NO3)(SO4)·H2O, In: The American Mineralogist, Band 55, Sept.-Oct. 1970 (PDF 1,1 MB)
Hans Jürgen Rösler:Lehrbuch der Mineralogie. 4. durchgesehene und erweiterte Auflage. Deutscher Verlag für Grundstoffindustrie (VEB), Leipzig 1987, ISBN 3-342-00288-3, S.734.
123456Hugo Strunz, Ernest H. Nickel:Strunz Mineralogical Tables. 9. Auflage. E. Schweizerbart’sche Verlagsbuchhandlung (Nägele u. Obermiller), Stuttgart 2001, ISBN 3-510-65188-X, S.410.
123Darapskite, in: John W. Anthony, Richard A. Bideaux, Kenneth W. Bladh, Monte C. Nichols (Hrsg.): Handbook of Mineralogy, Mineralogical Society of America, 2001 (PDF 66,9 kB)
↑Stefan Weiß:Das große Lapis Mineralienverzeichnis. Alle Mineralien von A – Z und ihre Eigenschaften. Stand 03/2018. 7., vollkommen neu bearbeitete und ergänzte Auflage. Weise, München 2018, ISBN 978-3-921656-83-9.