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Tunja

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Tunja
Tunja (Kolumbien)
Tunja (Kolumbien)
Tunja
Tunja auf der Karte von Kolumbien
Lage der Gemeinde Tunja auf der Karte von Boyacá
Koordinaten 5° 32′ 6″ N, 73° 21′ 20″ W
Basisdaten
Staat Kolumbien

Departamento

Boyacá
Stadtgründung 1539
Einwohner 189.660 (2025)
Stadtinsignien
Detaildaten
Fläche 118 km²
Bevölkerungsdichte 1.607 Ew./km2
Höhe 2782 m
Zeitzone UTC−5
Stadtvorsitz Mikhail Krasnov (2024–2027)
Website www.tunja-boyaca.gov.co
Panorama der Stadt
Panorama der Stadt
Panorama der Stadt

Tunja ['tuŋxa] ist die Hauptstadt und eine Gemeinde (municipio) des Departamentos Boyacá in Kolumbien. Die Stadt liegt auf einer Hochfläche am Westrand der Ostkordillere der Anden in einer Höhe von etwa 2800 m. Sie ist damit – noch vor Bogotá – die höchstgelegene Großstadt Kolumbiens. Sie hat 190.000 Einwohner (Stand: 2025).[1]

Tunja ist eine beliebte Tourismusdestination, vor allem für religiöse Kolonialarchitektur, mit vielen Kirchen und der Casa Fundador Gonzalo Suárez Rendón als ihr ältestem Überbleibsel. Neben seinen religiösen und historischen Stätten beherbergt es mehrere international bekannte Festivals und ist Ausgangspunkt für regionale Tourismusziele wie Villa de Leyva, Paipa und die Sierra Nevada del Cocuy. Tunja ist eine Zwischenstation auf der Panamericana, die Tunja mit Bogotá und Santa Marta und schließlich mit dem nördlichsten und südlichsten Teil Südamerikas verbindet.

Die Stadt ist für ihre vielen Universitäten bekannt. Tunja ist Sitz des Erzbistums Tunja.

Tunja hat eine Ausdehnung von 121 Quadratkilometern und liegt etwa 150 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Bogotá. Die Gemeinde grenzt im Norden an Motavita und Cómbita, im Osten an Oicatá, Chivatá, Soracá und Boyacá, im Süden an Ventaquemada und im Westen an Samacá, Cucaita und Sora.[2]

Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Tunja
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Mittl. Tagesmax. (°C) 19,1 19,3 19,2 18,4 17,3 16,4 16,0 16,5 17,3 17,9 18,2 18,4 ⌀ 17,8
Mittl. Tagesmin. (°C) 7,2 8,1 9,0 9,7 9,7 9,1 8,4 8,2 8,2 8,7 9,0 7,8 ⌀ 8,6
Niederschlag (mm) 16 29 55 77 84 58 46 42 54 85 69 31 Σ 646
Regentage (d) 6 8 13 17 19 18 19 19 16 18 16 10 Σ 179
Quelle: IDEAM

Durchschnittswerte 1971–2000

Präkolumbianische Ära

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Die ersten Zeugnisse der menschlichen Population auf dem Altiplano Cundiboyacense stammen aus der Zeit vor etwa 12.000 Jahren. Der Homus Tequendama bewohnte das Gebiet um 6375 v. Chr. Auf dem Gebiet der heutigen Stadt wurden viele archäologische Funde gemacht, die auf etwa 150 v. Chr. datiert werden.

Im 1. Jahrtausend n. Chr. wurde das Gebiet von den Muisca bewohnt, die Chibcha sprachen und von Mittelamerika über Panama in die Andenregion emigrierten. Die Muisca entwickelten ihre eigene Religion, ihren eigenen Kalender und ihre eigene Mythologie.

Diesen Mythen zufolge war es der brutale Cacique und Prophet Goranchacha, der die Hauptstadt der nördlichen Muisca von Ramiriquí nach Tunja, damals Hunza genannt, verlegte.

Spanische Kolonie (1539–1811)

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Die Stadt wurde am 6. August 1539 von dem Spanier Gonzalo Suárez Rendón aus der bereits seit mehreren Jahrhunderten bestehenden Muisca-Siedlung Hunza heraus gegründet.[3] 1574 wurde die heutige Kathedrale von Tunja fertig gestellt.

Unabhängigkeitsbestrebungen

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Während der Unabhängigkeitsbestrebungen Anfang des 19. Jahrhunderts war Tunja eine Hochburg der Revolutionäre. In der Nähe von Tunja kam es 1819 zur Schlacht von Boyacá.

Sehenswürdigkeiten

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  • Internationales Festival der Kultur
  • Heilige Woche (Semana Santa)
  • Kultur- und Weihnachtsfest Aguinaldo Boyacense

In Tunja gibt es mehrere Universitäten:

  • Universidad Pedagógica y Tecnológica
  • Universidad Santo Tomás
  • Universidad de Boyacá
  • Fundación Universitaria Juan de Castellanos
  • Universidad Antonio Nariño
  • Universidad Nacional Abierta y a Distancia
  • Escuela Superior de Administración Pública
Estadio La Independencia

Tunja ist Heimatstadt der Fußballvereine Boyacá Chicó FC (Primera A) und Patriotas Boyacá (Primera B), die beide im Estadio La Independencia ihre Heimspiele austragen, das 21.000 Zuschauern Platz bietet. Das Stadion wurde in der Regierungszeit von Gustavo Rojas Pinilla erbaut und wegen der Teilnahme von Boyacá Chicó an der Copa Libertadores 2009 umfassend modernisiert.

In Tunja fanden 2006 die Leichtathletik-Südamerikameisterschaften statt.

Städtepartnerschaften

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Partnerstädte Tunjas sind:[4]

Söhne und Töchter der Stadt

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darunter Sportler

Commons: Tunja – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. ↑ Población de Tunja en 2025. In: telencuestas.com/censos-de-poblacion. Abgerufen am 23. August 2026 (spanisch).
  2. ↑ Geografía. Alcaldía de Tunja - Boyacá, abgerufen am 5. Juni 2019 (spanisch, Informationen zur Geographie der Gemeinde).
  3. ↑ Historia. Alcaldía de Tunja - Boyacá, abgerufen am 5. Juni 2019 (spanisch, Informationen zur Geschichte der Gemeinde).
  4. ↑ https://www.municipio.com.co/municipio-tunja.html Tunja auf municipio.com.co – El municipio de Tunja
  5. ↑ Los Niños Vallenatos del "Turco" Gil - Nacimos para alegrar al mundo. In: Losninosvallenatos.com. Abgerufen am 25. November 2017 (spanisch).