Santa Marta
| Santa Marta | |||
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Lage der Gemeinde Santa Marta auf der Karte von Magdalena | |||
| Koordinaten | 11° 14′ 10″ N, 74° 12′ 7″ W | ||
| Basisdaten | |||
| Staat | Kolumbien | ||
| Magdalena | |||
| Stadtgründung | 29. Juli 1525 | ||
| Einwohner | 582.394 (2025) | ||
| Stadtinsignien | |||
| Detaildaten | |||
| Fläche | 1472 km² | ||
| Bevölkerungsdichte | 396 Ew./km2 | ||
| Höhe | 2 m | ||
| Gewässer | Karibik | ||
| Zeitzone | UTC−5 | ||
| Stadtvorsitz | Carlos Pinedo (2024–2027)[1] | ||
| Website | |||
Santa Marta ist die Hauptstadt und eine Gemeinde (municipio) im Departamento del Magdalena in der Región Caribe in Kolumbien. Sie hat 582.000 Einwohner (Stand: 2025).[2]
Seit 1534 ist Santa Marta Sitz des Bistums Santa Marta.
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Santa Marta liegt an der Karibikküste Kolumbiens, 992 km von Bogotá entfernt. Südöstlich vom städtischen Teil hat die Gemeinde einen Anteil an der Sierra Nevada de Santa Marta mit den höchsten Bergen Kolumbiens, dem Pico Simón Bolívar (5720 Meter ü. M) sowie dem Pico Cristóbal Colón (5712 Meter ü. M). In der Sierra Nevada auf dem Gemeindegebiet befindet sich die Ruinenstadt Ciudad Perdida. Nördlich des Stadtgebiets liegt der Fischer- und Touristenort Taganga, ein corregimiento von Santa Marta.
Im Osten der Gemeinde befindet sich der Nationalpark Tayrona. Der Reiz der Landschaft liegt einerseits in der Karibik mit ihrem warmen Wasser und den Korallenriffen direkt am Strand und andererseits an den schneebedeckten Gipfeln der Sierra Nevada.
Die Gemeinde grenzt im Norden und Westen an das Karibische Meer, im Süden an Ciénaga und Aracataca und im Osten an Dibulla in La Guajira und an Valledupar im Departamento del Cesar.[3]
Verwaltungsgliederung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Das Stadtgebiet ist in neun Comunas aufgeteilt: | Zum ländlichen Gebiet Santa Martas gehören: | |
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- Metropolregion

Zur inoffiziellen Metropolregion Santa Marta gehören neben Santa Marta die Gemeinden Ciénaga, Puebloviejo und Zona Bananera.
Klima
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Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Santa Marta
Quelle: wetterkontor.de | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Durchschnittswerte 1961–19900
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Stadt wurde am 29. Juli 1525 vom Conquistador Rodrigo de Bastidas als eine der ersten heute noch bestehenden Städte[4] des spanischen Kolonialreichs auf dem amerikanischen Festland gegründet. Ca. 16 km vom Stadtzentrum entfernt befindet sich die Quinta de San Pedro de Alejandrino, auf der am 17. Dezember 1830 der Freiheitskämpfer Simón Bolívar verstarb.[5]
Präkolumbianische Zeit
Vor der Ankunft der Europäer war der südamerikanische Kontinent von einer Reihe von indigenen Gruppen bewohnt. Die Tairona bildeten mittelgroße bis große Bevölkerungszentren, bestehend aus Steinpfaden, Terrassen, geschützten Wasserstraßen und Flächen für landwirtschaftliche Erzeugnisse. Ihre Wirtschaft bestand in erster Linie aus der Landwirtschaft und dem Anbau von Mais, Ananas, Maniok und anderen lokalen Lebensmitteln. Die erhaltenen archäologischen Stätten bestehen aus gebildeten Terrassen und kleinen unterirdischen Steinkanälen. Die bedeutendste erhaltene Stätte der Tairona ist die Ciudad Perdida (spanisch Verlorene Stadt), auch Teyuna (indigener Name). Die Tairona waren auch dafür bekannt, aktiv Salz zu sammeln und zu verarbeiten, das ein wichtiges Handelsgut war. Wir wissen, dass sie mit anderen indigenen Gruppen entlang der Küste und im Landesinneren Handel trieben. Archäologische Ausgrabungen haben bedeutende Werke in den Bereichen Keramik, Steinmetzarbeit und Goldschmiedekunst gefunden.
Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Innenansicht der Kathedrale
- Casa de la Aduana (Goldmuseum)
- Rathaus
- Straße der Stadt
- Denkmal Francisco de Paula Santander
- Denkmal Rodrigo de Bastidas (Gründer der Stadt)
- Denkmal Simon Bolivar
- Statue des Fußballspielers Carlos Valderrama
- Nationalfriedhof
- Bibliothek der Banco de la República
- Präkolumbianische Terrassen
Wirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Santa Marta ist nicht nur eine wichtige Hafenstadt mit Umschlag von Stückgut und Kohle, sondern auch ein Touristikzentrum mit einem ausgedehnten Hotelgebiet und Vergnügungsstätten. Vor allem El Rodadero ist eine beliebte Sommerfrische der Kolumbianer mit umfassendem Angebot an Diskotheken und Bars.
Rund um die Stadt wird intensiv Landwirtschaft betrieben, es werden Palmen, Bananen und Mangobäume angepflanzt. Bananen, teilweise aus nachhaltigem Anbau gemäß SAN-Standard, werden über den Hafen nach Europa exportiert.[6][7]
Verkehr
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Santa Marta verfügt über einen Flughafen, den Aeropuerto Simón Bolívar, der insbesondere von Bogotá, Medellín und Cali aus angeflogen wird. Mit dem Auto kann Santa Marta über die Fernstraßen Troncal del Caribe (I-90), die die Stadt mit Barranquilla, Cartagena und Riohacha verbindet, und Troncal del Magdalena (I-45), die die Stadt mit dem Landesinneren verbindet, erreicht werden. In der Vergangenheit hatte die Eisenbahnstrecke Ferrocarril de Santa Marta eine wichtige Bedeutung.
Bildung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Santa Marta befindet sich der Sitz der Universidad del Magdalena.
Sport
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Santa Marta ist der Fußballverein Unión Magdalena ansässig, der aktuell seit 2005 in der zweiten kolumbianischen Liga spielt. Der größte Erfolg der Vereinsgeschichte war bislang die Erstliga-Meisterschaft 1968. Das ursprüngliche Heimstadion von Unión Magdalena war das Estadio Eduardo Santos, das 2013 wegen Baufälligkeit geschlossen wurde.[8] Seit 2018 ist das neue Heimstadion von Unión Magdalena das Estadio Sierra Nevada, das für die Juegos Bolivarianos 2017 neu gebaut wurde.[9][10] Aus Santa Marta stammen drei der wichtigsten kolumbianischen Fußballspieler: Carlos Valderrama, Antony de Ávila und Falcao.
- Estadio Eduardo Santos
- Estadio Sierra Nevada
Städtepartnerschaften
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Miami Beach, Florida, USA[11]
Bucaramanga, Santander, Kolumbien[12]
Söhne und Töchter der Stadt
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- José María Campo Serrano (1832–1915), erster Präsident der Republik Kolumbien
- Carlos Vives (* 1961), Sänger und Schauspieler
- Jorge Noguera Cotes (* 1963), Rechtsanwalt und Politiker
- Maria Claudia Lacouture (* 1974), Politikerin
darunter Sportler
- Oswaldo Calero (1945–1997), Fußballspieler
- Jaime Deluque (* 1945), Fußballspieler
- Eduardo Retat (* 1948), Fußballspieler und -trainer
- Carlos Valderrama (* 1961), Fußballspieler
- Antony de Ávila (* 1962), Fußballspieler
- Jorge Bolaño (1977–2025), Fußballspieler
- Falcao (* 1986), Fußballspieler
- Johan Vonlanthen (* 1986), Schweizer Fußballspieler
- Jesús Ferreira (* 2000), Fußballspieler
- Camilo Durán (* 2002), Fußballspieler
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise und Anmerkungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Posesión de Carlos Pinedo en Santa Marta: anunció plan maestro para agua y saneamiento. Casa Editorial El Tiempo, abgerufen am 26. April 2024 (spanisch, Nachricht über dem Amtsantritt des aktuelles Burgermeisters).
- ↑ Población de Santa Marta en 2025. In: telencuestas.com/censos-de-poblacion. Abgerufen am 18. August 2026 (spanisch).
- ↑ Geografía. Alcaldía de Santa Marta – Magdalena, abgerufen am 11. Juni 2019 (spanisch, Informationen zur Geographie der Gemeinde).
- ↑ Das 1519 gegründete Panama-Stadt ist die bekannteste der ersten spanischen Städte in Amerika, andere frühere Stadtgründungen misslangen oder haben nicht solche zentrale Bedeutung auf der Weltkarte, wie etwa die erste spanische Stadt auf Südamerikas Festland, Cumaná, bis heute bedeutende venezolanische Hafenstadt.
- ↑ Historia. Alcaldía de Santa Marta – Magdalena, abgerufen am 11. Juni 2019 (spanisch, Informationen zur Geographie der Gemeinde).
- ↑ Christian Seiler: Die Banane ist ein Spiesser. Porträt unserer Lieblingsfrucht. Das Magazin, Tamedia, Zürich 1. Oktober 2016, S. 10–15.
- ↑ Nina Sigrist: Die perfekte Banane. Migros-Magazin Zürich, 10. Oktober 2016, S. 38–45.
- ↑ Alcalde de Santa Marta descarta restaurar el estadio Eduardo Santos. eltiempo.com, 11. Februar 2015, abgerufen am 11. Juni 2019 (spanisch).
- ↑ Confirmado: el ‘Ciclón’ volverá a soplar en Santa Marta. seguimiento.co, 12. Dezember 2017, abgerufen am 11. Juni 2019 (spanisch).
- ↑ Se hizo oficial el regreso de Unión Magdalena a Santa Marta. futbolred.com, 29. Januar 2018, abgerufen am 11. Juni 2019 (spanisch).
- ↑ (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche im Internet Archive)
- ↑ Bucaramanga y Santa Marta ya son ciudades hermanas. vanguardia.com, 6. Juli 2009, abgerufen am 11. Juni 2019 (spanisch).




