Trun GR
| GR ist das Kürzel für den Kanton Graubünden in der Schweiz. Es wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Trun zu vermeiden. |
| Trun | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Staat: | |||||||||
| Kanton: | |||||||||
| Region: | Surselva | ||||||||
| BFS-Nr.: | 3987 | ||||||||
| Postleitzahl: | 7166 Trun 7168 Schlans 7167 Zignau | ||||||||
| Koordinaten: | 718384 / 177991 | ||||||||
| Höhe: | 861 m ü. M. | ||||||||
| Höhenbereich: | 809–3417 m ü. M.[1] | ||||||||
| Fläche: | 51,90 km²[2] | ||||||||
| Einwohner: | 1141 (31. Dezember 2024)[3] | ||||||||
| Einwohnerdichte: | 22 Einw. pro km² | ||||||||
| Ausländeranteil: (Einwohner ohne Schweizer Bürgerrecht) | 13,3 % (31. Dezember 2024)[4] | ||||||||
| Gemeindepräsident: | Tomaschett Dumeni | ||||||||
| Website: | www.trun.ch | ||||||||
Trun | |||||||||
| Lage der Gemeinde | |||||||||
| Blasonierung: «In Silber (Weiss) ein bewurzelter Ahorn mit schwarzem Stamm und fünf grünen Blättern» | |
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Bei der St. Anna-Kapelle steht der Ahorn von Trun, der im Wappen dargestellt wird. Er verweist auf die Entstehungsgeschichte des Oberen oder Grauen Bundes und den Bundesbrief von 1424. |
Bevölkerung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Bevölkerungsentwicklung | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Jahr | 1850 | 1900 | 1950 | 2000[7] | 2005 | 2010 | 2012 | 2014 | 2020 |
| Einwohner | 1047 | 974 | 1598 | 1322 | 1267 | 1234 | 1221 | 1205 | 1161 |
Amts- und Schulsprache ist das rätoromanische Idiom Sursilvan. Bei der Volkszählung 2000 nannten als Hauptsprache: 79 % Romanisch, 15 % Deutsch. Von den Ende 2005 1267 Bewohnern waren 1211 (= 95 %) Schweizer Staatsangehörige.
Sehenswürdigkeiten
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- katholische Pfarrkirche Sankt Martin[11]
- Caplutta Sontga Onna
- Ahorn von Trun
- Burgruinen Cartatscha oberhalb Trun und Ringgenberg in Zignau. Von der Burg Friberg hat sich praktisch nichts mehr erhalten.
- Wallfahrtskirche Maria Licht (Nossadunna della Glisch)
- Cuort Ligia Grischa mit dem „Museum Sursilvan“
- Katholische Pfarrkirche Sankt Georg in Schlans[12]
- Kapelle Sankta Catharina in Campliun[13]
- Caplutta Sogn Giusep (Kapelle St. Josef) in Darvella, mit Wandmalereien aus dem 17. Jh.
- begehbare Skulptur OGNA des einheimischen Künstlers Matias Spescha
- Skulpturenweg «Senda d’art»
Auf dem Gemeindegebiet von Trun liegen die Ruinen der Burgen Cartatscha, Burg Friberg und Ringgenberg (Zignau).
Im Westen des Dorfes steht die «Casa Carigiet», die 1769 durch den Landammann Jakob Casanova erbaut worden war. Am 19. Februar 2019 zerstörte ein Brand grosse Teile des Dachgeschosses und darunterliegende Elemente. Nach einem Besitzerwechsel soll das Haus wiederinstandgesetzt und als Museum der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.[14]
Bilder
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Luftansicht
- Kapelle S. Catrina in Campliun
- Bahnhof Trun
Persönlichkeiten und Geschlechter
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Alois Carigiet (1902–1985), Maler, Gebrauchsgrafiker und Kinderbuchillustrator (in Trun geboren und gestorben)
- Zarli Carigiet (1907–1981), Kabarettist und Schauspieler (in Trun geboren)
- Caspar Decurtins (1855–1916), Politiker (in Trun geboren und gestorben)
- Vitus Huonder (1942–2024), römisch-katholischer Bischof von Chur (in Trun geboren)
- Toni Livers (* 1983), Skilangläufer (in Trun aufgewachsen)
- Anita Mazzetta (* 1963), Politikerin (Grüne)
- Giusep Nay (* 1942), Bundesrichter
- Manuel Reichenbach (* 1976), Koch und Geschäftsführer (in Trun geboren)
- Hendri Spescha (1928–1982), Autor und Politiker
- Placidus a Spescha (1752–1833), Mönch, Bergsteiger, Schriftsteller und Naturforscher (in Trun geboren, aufgewachsen und gestorben)
- Matias Spescha (1925–2008), Künstler
- Carli Tomaschett (* 1958), Romanist und Chefredaktor des Dicziunari Rumantsch Grischun
Bedeutendes Geschlecht in Trun ist das der Demund.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Die Gemeinden des Kantons Graubünden. Chur/Zürich 2003, ISBN 3-7253-0741-5.
- Adolf Collenberg: Trun. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 7. Januar 2014.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Offizielle Website der Gemeinde Trun
- Trun GR auf der Plattform ETHorama
- Trun Tourismus auf myswitzerland.com
- Bundesamt für Kultur: Trun im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Flächen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
- ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Flächen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
- ↑ Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach Bezirken und Gemeinden, 1991–2024. In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik, abgerufen am 28. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2024 zusammengefasst).
- ↑ Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Staatsangehörigkeit (Kategorie), Geschlecht und Alter, 2010-2024. Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2024 zusammengefasst. Abruf am 28. August 2025
- ↑ Cavistrau auf ETHorama
- ↑ Taurontum
- 1 2 3 4 5 6 Martin Bundi: Trin. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
Diese Abschnitte basieren weitgehend auf dem Eintrag im Historischen Lexikon der Schweiz (HLS), der gemäss den Nutzungshinweisen des HLS unter der Lizenz Creative Commons – Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International (CC BY-SA 4.0) steht. - ↑ Tuchfabrik Truns auf Erfolgskurs, SRF, 5. Mai 1997
- ↑ Krise in der Tuchfabrik Truns, SRF, 16. Februar 1999
- ↑ Die Tuchfabrik Truns war alles für mich, Südostschweiz/Ausstellung 2012
- ↑ Kantonsbibliothek Graubünden. Katholische Pfarrkirche Sankt Martin (Foto) ( vom 20. Dezember 2015 im Internet Archive)
- ↑ Kantonsbibliothek Graubünden. Katholische Pfarrkirche Sankt Georg (Foto) ( vom 18. Januar 2022 im Internet Archive)
- ↑ Kantonsbibliothek Graubünden. Kapelle Sankta Katharina (Foto) ( vom 25. September 2023 im Internet Archive)
- ↑ Regierungsmitteilung vom 12. November 2020





