Sprimont bestand schon in karolingischer Zeit. Im Jahre 888 bestätigte König Arnulf von Kärnten dem Marienstift zu Aachen seinen Besitz aus der Zeit Kaiser Lothars II., darunter die Villikation „Sprismonte“.[1]
Denkmal der Schlacht von Sprimont (1794)
Während des Ersten Koalitionskrieges erstürmten französischen Soldaten am 18. September 1794 eine österreichische befestigte Stellung (französisch: Redoute) auf den Anhöhen südöstlich des Städtchens Sprimont. Ein Denkmal an der Kreuzung der Straße Sur la Heid, entlang der die Grenze zum Ortsteil Sougné-Remouchamps der Nachbargemeinde Aywaille verläuft, mit der Rue Redoute erinnert daran.
Sprimont ist ein wichtiges historisches Zentrum belgischer Werksteinverarbeitung. Im Ort existiert ein Marmormuseum, das die Geschichte der belgischen Steinverarbeitung und die wichtigsten Sorten zeigt. Hier wird ein dunkler Crinoidenkalkstein des Karbons (Tournaisium) abgebaut, der zu jener Gruppe mit der Handelsbezeichnung Belgisch Granit zählt.
↑Monumenta Germaniae Historica, Abteilung III: Diplomata, Teil 3: Die Urkunden der deutschen Karolinger / Diplomata regum Germaniae ex stirpe Karolinorum, Band 3: Paul Fridolin Kehr (Bearb.): Die Urkunden Arnolfs = Arnolfi diplomata. Weidmann, Berlin 1940, Urkunde 31, S. 45–47, hier S. 46, Zeile 20.