Runding
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
|
| ||
| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 49° 13′ N, 12° 46′ O | |
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberpfalz | |
| Landkreis: | Cham | |
| Höhe: | 484 m ü. NHN | |
| Fläche: | 20,94 km² | |
| Einwohner: | 2225 (31. Dez. 2025)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 106 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 93486 | |
| Vorwahlen: | 09971, 09944 | |
| Kfz-Kennzeichen: | CHA, KÖZ, ROD, WÜM | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 3 72 155 | |
| LOCODE: | DE UDG | |
| Gemeindegliederung: | 21 Gemeindeteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Dorfplatz 9 93486 Runding | |
| Website: | www.runding.de | |
| Erster Bürgermeister: | Franz Kopp (SPD) | |
| Lage der Gemeinde Runding im Landkreis Cham | ||
Runding ist eine dörflich geprägte Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Cham. Auf dem 545 Meter hohen Schlossberg in Runding befindet sich die Burgruine Runding.
Geografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Geografische Lage
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gemeinde liegt im Naturpark Oberer Bayerischer Wald am Fuße des Haidsteins in der Cham-Further Senke, sechs Kilometer von Cham, elf Kilometer von Furth im Wald und acht Kilometer von Bad Kötzting entfernt.
Nachbargemeinden
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Nachbargemeinden (im Uhrzeigersinn) sind: Weiding, Chamerau, Cham.
Cham 7 km |
Weiding 5 km |
Weiding 5 km | |||||||||||||
Cham 7 km |
Chamerau 2 km | ||||||||||||||
Cham 7 km |
Chamerau 2 km |
Chamerau 2 km | |||||||||||||
| Jahr | 1840 | 1871 | 1900 | 1925 | 1939 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 | 1993 | 2001 | 2005 | 2010 | 2015 | 2020 |
| Einwohner | 1158 | 1327 | 1945 | 1786 | 1712 | 2099 | 1855 | 2009 | 2121 | 2167 | 2287 | 2373 | 2305 | 2295 | 2320 |
Wappen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Blasonierung: „Gespalten; vorne in Rot drei schmale goldene Pfähle, hinten in Gold ein blauer Balken.“[16] | |
| Wappenbegründung: Das Wappen vereint die Symbole der zwei für das Gemeindegebiet prägenden Adelsgeschlechter. Die drei goldenen Pfähle in Rot in der vorderen Hälfte stehen für die Runtinger, ein in Verbindung mit der Burg Runding erstmals 1118 im Gefolge der Markgrafen von Cham nachweisbares Ministerialengeschlecht. Der blaue Balken in Gold in der hinteren Hälfte zeigt das Familienwappen der Notthafft, die 1413 den Besitzanteil von Michel Runtinger übernahmen und bis 1829 in der Herrschaft, zuletzt im Patrimonialgericht Runding Herrschaftsrechte ausübten.
Das Wappen wurde am 25. Januar 1980 durch Bescheid der Regierung der Oberpfalz genehmigt. |
Politik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Gemeinderat
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Gemeinderat sitzen 14 ehrenamtliche Bürgerinnen und Bürger. Die Gemeinderatswahlen seit 2014 führten zu folgenden Stimmenanteilen und Sitzverteilungen:
| Partei/Liste | 2020[17] | 2014 | ||
| % | Sitze | % | Sitze | |
| CSU | 32,9 | 4 | 36,5 % | 5 |
| SPD/Freie Wählergemeinschaft | 35,8 | 5 | 36,0 % | 5 |
| Freie Wählergemeinschaft Niederrunding | 18,5 | 3 | 15,4 % | 2 |
| Freie Wählerschaft Rieding | 12,7 | 2 | 12,1 % | 2 |
| Wahlbeteiligung | 72,7 % | 72,0 % | ||
Bürgermeister
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Bürgermeister der Gemeinde Runding[7]
- 1876–1877 Stefan Meindl
- 1878–1881 Josef Simeth
- 1883–1887 Josef Schätz
- 1888–1893 Peter Mühlbauer
- 1894–1899 Josef Schätz
- 1900–1905 Pöschl
- 1906–1911 Kiefl
- 1912–1919 Amberger
- 1920–1933 Pfeffer
- 1933–1945 Josef Bergmann
- 1945–1946 Josef Kiefl
- 1946–1953 Wolfgang Beer
- 1953–1956 Xaver Schätz
- 1956–1978 Karl Beer (CSU)
- 1978–1984 Alfred Graf (SPD)
- 1984–2008 Willibald Hastreiter (CSU)
- 2008–2020 Franz Piendl (CSU)
- seit 2020 Franz Kopp (SPD/Freie Wählergemeinschaft)
Kopp wurde am 15. März 2020 mit 53,9 % der Stimmen gewählt.[18]
Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Burg Runding
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Auf dem Schlossberg befindet sich die Burgruine Runding. Sie wurde 1118 erstmals urkundlich erwähnt und war einmal die größte Burganlage des Bayerischen Waldes. Die Runtinger (Roumptinger) bauten vermutlich schon um 1100 die erste Burg, älteste Funde bei archäologischen Grabungen stammten aus dem 10. Jahrhundert. 1118 wurden die zwei Runtinger Brüder, Rudiger und Adalbert, als Ministerialen der Markgrafen von Cham erwähnt. Nach dem Aussterben der Runtinger um 1413 übernahm die Ministerialenfamilie Notthafft die Burg als Lehen von den Herzögen von Straubing-Holland. Die Familie Notthafft baute die Burg im 15. und 16. Jahrhundert aus, bis sie eine überbaute Gesamtfläche von etwa 15.000 Quadratmetern hatte.
Um 1430 mussten die Burg und die umliegenden Ortschaften die Hussiteneinfälle überstehen und im Dreißigjährigen Krieg wurde das Schloss 1633 und 1641 von Schweden geplündert. Wegen finanzieller Schwierigkeiten der von Notthafft ersteigerte 1829 der bayerische Staat die Herrschaft Runding und das Schloss. Kurz danach kaufte der Hofbankier Hirsch aus München den ganzen Besitz, kümmerte sich aber nicht weiter um das Schloss. Hirsch verkaufte den Schlossberg mit dem Schloss 1858 an einen Bauern aus Runding. Das Schloss war damals schon weitgehend unbewohnbar, so dass der Bauer die Eichenbohlen der Dächer, die Fenster und die Türstürze entfernte und verkaufte. In der Folge diente die Ruine den Rundingern als Steinbruch. Am 13. November wurde der Ort durch einen Erlass des königlichen Bezirksamtes Cham von Pachling in Runting umbenannt.
Erst ab 1996 begannen erste Erhaltungsmaßnahmen durch die Gemeinde. Es gibt einen Verein, der diese Maßnahmen unterstützt und es wird versucht, die alten Burganlagen wieder freizugraben. Seit 1999 laufen archäologische Ausgrabungen unter Leitung des Mittelalterarchäologen Bernhard Ernst aus Bamberg. Ziel ist es, nach der vollständigen Freilegung der Hauptburg ein archäologisches Freilichtmuseum zu schaffen.
Bei den Grabungen 2010 wurden durch den Archäologen Bernhard Ernst bei der Freilegung der Kapelle unterhalb des Gipfelfelsens im Altarraum menschliche Knochen entdeckt. Unter dem ehemaligen Standort des Altars war in den gewachsenen Felsen eine dreieckige Vertiefung geschlagen worden und die Knochen aufbewahrt. Es handelt sich laut Sperl um einen menschlichen Unter- und Oberschenkelknochen. Es wurde vermutet, dass hier Reliquien aus der ehemaligen Burgkapelle gefunden wurden. Bei einer Untersuchung der Knochen einer Frau wurde aber festgestellt, dass die Person zwischen 1500 und 1600 geboren wurde. Ende 2011 wurden die Grabungen durch Bernhard Ernst abgeschlossen und ein „Geschichtspfad Burgruine Runding“ auf 10.000 m² eingerichtet. Die Ruine ist nun jederzeit zugänglich. In den Jahren 2014, 2015 und 2016 wurden weitere Mauern in der Vorburg und im Aufgangsbereich zur Hauptburg saniert.
Die alte Pfarrkirche St. Andreas
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Unterbau des Turms stammt aus dem beginnenden 18. Jahrhundert. Das Langhaus, der Chor und die Turmobergeschosse wurden um 1850 neu erbaut. In die südlichen und nördlichen Außenwände wurden Grabplatten des 16. Jahrhunderts eingelassen. Auf dem Friedhof befindet sich ein Grabdenkmal aus Gusseisenplatten für Wilhelm Cajetan Nothafft von Weißenstein († 1807).
In Runding zahlt die Gemeinde von jeher für das Läuten und den Unterhalt der Kirchturmuhr. Der Mesner sammelte dafür jedes Jahr die sogenannte Läutgarbe von den Gemeindebürgern ein. Das sind Bestandteile der früher aufgestellten Kornmandln. Heute kümmert sich die Gemeinde um den Unterhalt der Turmuhr der alten Kirche.[7]
Die neue Pfarrkirche St. Andreas
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Jahre 1978 wurde eine neue Kirche gebaut. Zwei Jahre später wurde Karl Schmid als Nachfolger von Pfarrer Simon Kiermeier in sein Amt eingeführt. Die neue Kirche wurde mit einem Pultdach quer zum Hang und mit grauen Faserzementplatten ausgeführt, was eher ungewöhnlich für ein Bauwerk im vorderen Bayerischen Wald ist.[13] Die Dachform folgt der Neigung des Hanges, sodass sich der Baukörper trotz seiner enormen Masse gut in die Umgebung einfügt. In die Gestaltung des Kirchenraums sind einige Barockfiguren des 18. Jahrhunderts integriert, die aus der alten Pfarrkirche verbracht wurden. Größter Einrichtungsgegenstand ist die Jahre 1998 errichtete Vleugels-Orgel (II/36 Register), mit künstlerischer Farbfassung von Jacques Gassmann.

Bau- und Bodendenkmäler
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Kleinkunst
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Seit 1989 befindet sich die 1976 in München gegründete Liederbühne Robinson in Runding-Vierau.
Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Arbeitsplätze
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]2017 gab es in der Gemeinde 635 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Von der Wohnbevölkerung standen 1033 Personen in einem versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis. Damit war die Zahl der Auspendler um 398 Personen größer als die der Einpendler. 26 Einwohner waren arbeitslos.
Granitsteinbruch Blauberg
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Seit dem Jahr 1888 wurde im Gemeindeteil Blauberg Granit gefördert. Der Granit aus Blauberg wurde u. a. dazu verwendet, beim Bau des Nord-Ostsee-Kanals Brückenfundamente zu errichten.[19] Der alte Steinbruch ist heute mit Wasser gefüllt; im dadurch entstandenen Blauberger See kann gefischt werden. Bis 1967 war der Steinbruch ein sogenannter Werksteinbetrieb für die Herstellung von Randsteinen und Pflastersteinen, danach ein Schotterwerk. Von der Jahrhundertwende bis zur Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg arbeiteten dort bis zu 200 Personen. In einer eigens geschaffenen Arbeitersiedlung, im Volksmund „Rußland“ genannt, war ein Teil der Beschäftigten untergebracht. Die Zahl der Arbeitnehmer ging mit der zunehmenden Motorisierung und Automatisierung stark zurück.[20] Der Granitsteinbruch Blauberg gehört heute zusammen mit der Schärdinger Granit AG und der Brauerei Jos. Baumgartner einer Stiftung. Im Jahr 2014 erwarb die Firma Rädlinger Blauberg GmbH den Steinbruch.
A-Z Formen- und Maschinenbau Niederrunding
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Jahre 1960 erfuhr Willi Gruber, der Wirt vom Gawitzl (Langwitz), dass ein gewisser Zängl aus München seinen Betrieb im Raum Cham ansiedeln wollte. Der Wirt beschrieb ihm die Vorzüge der Lage von Langwitz an einer eigenen Bahnstation. Aus diesem Kontakt und auf Vermittlung von Gruber unter Beteiligung des damaligen Bürgermeisters Hiebl aus Perwolfing entstand die Firma. AZ Formenbau mit ca. 200 Beschäftigten im Maschinenbau in der damaligen Gemeinde Niederrunding. Der Betrieb trug mit seinen Beschäftigten und Gewerbesteuerzahlungen zur Entwicklung der Gemeinde bei.[21] Seit dem Jahr 2015 hat die Continental AG sämtliche Anteile der Firma übernommen.[22]
Tourismus in der Gemeinde Runding
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Wie andere Orte im Landkreis Cham begann auch Runding im Jahre 1954 durch die Gründung einer Interessengemeinschaft mit dem Aufbau des Fremdenverkehrs, der die fehlende Industrie ersetzen sollte. Die Lage Rundings schien dafür durch den an den Ort anschließenden Naturpark am Schlossberg geeignet. Die Arbeit begann mit der Werbung von Fremdenzimmern zur Aufnahme von Feriengästen. Anfänglich waren nur 35 Gästebetten vorhanden. Mit verschiedenen Reisebüros aus Berlin wurde Verbindung aufgenommen, die Gäste für Runding warben. Um den Ort herum wurden Wanderwege geschaffen und markiert. Die Vorstandschaftsmitglieder des Fremdenverkehrsvereins und Bierbrauereien, die nach Runding Bier lieferten, stifteten insgesamt 32 Ruhebänke, die um den Schlossberg aufgestellt wurden. Die Bayerische Granit AG Blauberg lieferte kostenlos die Sockelsteine. Die Gasthäuser waren zu dieser Zeit noch veraltet. Die Gemeinde ließ die Zufahrtsstraßen und auch die Ortsdurchfahrtsstraßen ausbauen und der Ort bekam ein ansehnliches Bild. Sämtliche Gaststätten wurden renoviert und die Fremdenzimmer mit fließendem Wasser, zum Teil mit Warmwasser ausgestattet. Die Gemeinde Runding unterstützte den Fremdenverkehrsverein finanziell. Ortsprospekte wurden an Reisebüros verschickt.
Bis 1960 stieg die Zahl der Fremdenzimmer und der Übernachtungen stetig an. Ab 1960 fehlte es aber am weiteren Aufbau und an der Pflege. Mangels Interesse der Mitglieder an der Arbeit des Fremdenverkehrsvereins trat die Vorstandschaft zurück, der Verein wurde aufgelöst. Der Gemeinderat beschloss daraufhin ein Fremdenverkehrsamt der Gemeinde einzurichten, mit dessen Leitung der bisherige Vorsitzende des Fremdenverkehrsvereins, Karl Schönfelder, beauftragt wurde.[23]
Die Gemeinde stellte im Mai 1997 mit Eva Färber eine eigene Kraft für den Fremdenverkehr ein, die sich stundenweise um die Feriengäste kümmerte. Sie führte Gästeempfänge durch, organisierte geführte Wanderungen, Lagerfeuer, Besuche in den Gaststätten, informierte Urlauber über Interessantes aus dem Ort und bot Führungen in der Burgruine an. Geworben wird seit Jahren im Gemeinschaftsprospekt Chamer Freizeitland und neuerdings auch wieder mit einem eigenen Prospekt. Seit 1997 ist die Gemeinde auch im Internet präsent. Eva Färber beendete 2004 ihre Tätigkeit, da sie das Rentenalter erreicht hatte. Die Gemeinde versuchte, durch die Erhaltungsmaßnahmen an der Burgruine Runding ab 1993 und archäologische Ausgrabungen ab 1999 einen zusätzlichen Anziehungspunkt für Gäste zu bieten. Ziel war die Einrichtung eines archäologischen Freilichtmuseums innerhalb der nächsten Jahre. 2011 wurde das jederzeit zugängliche Burgareal eingeweiht. Heute besuchen mehrere Tausend Gäste alljährlich die Burgruine, von der man einen herrlichen Rundblick vom Chambtal bis hinauf zum Haidstein hat.
Im Jahr 2015 erhielt Runding das Prädikat „Staatlich anerkannter Erholungsort“[24]
Übernachtungszahlen der letzten Jahre:[13]
|
|
|
|
|
Schulhäuser
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Jahre 1883 wurde in Runding erstmals eine Schule gebaut. 62 Gemeindebürger waren zusammengekommen, um sich per Unterschrift für oder gegen die Aufnahme von sogenannten Annuitätenkapitalien zum Neubau einer Schule im Dorfkern auszusprechen. 56 Gemeindebürger männlichen Geschlechts sprachen sich für das Vorhaben aus. Im Jahre 1964 erwarb der damalige Bürgermeister Karl Beer vom Landwirt Max Schätz nacheinander 14 Hektar Grundstücke. Im Jahre 1963 beschloss der Schulverband Runding, dort 1964 eine moderne Grund- und Hauptschule zu bauen. 1969 konnte die neue Schule bezogen werden. Sie war nach den Plänen des Architekten Peter Toll aus Cham für 2,5 Millionen Deutsche Mark von insgesamt 39 Firmen errichtet worden. Wenige Jahre nach der Einweihung mussten auf Grund einer Schulreform die Schüler der Klassen sieben bis neun jeden Tag nach Cham in die Teilhauptschule II transportiert werden. Im Jahre 1978 wurde in Teilen dieser Schule die Staatliche Landwirtschaftsschule untergebracht.[7]
Anfang des 21. Jahrhunderts wurden mit der Einführung der sechsjährigen Realschule (R6) wie in vielen Landgemeinden auch die fünfte und sechste Klasse in die Hauptschule Cham abgezogen. Der Schulsprengel wurde durch die Regierung der Oberpfalz geändert. Die verbliebenen vier Klassen wurden in den westlichen Trakt der Grundschule Runding verlegt, der östliche Trakt steht seither leer. Nachdem im Jahr 2007 und 2008 der östliche Teil der Schule teilrenoviert worden war, schloss die Gemeinde 2010 auch die Generalsanierung der Turnhalle mit energetischer Sanierung des Kindergartens für insgesamt 1,1 Millionen Euro ab. Im Schuljahr 2024/25 unterrichteten an der Wolfram-von-Eschenbach-Grundschule Runding drei hauptamtliche Lehrkräfte insgesamt 91 Schüler.[25]
Kindertagesstätten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In der Gemeinde gibt es eine Kindertageseinrichtung mit 62 Plätzen und 58 betreuten Kindern (Stand 1. März 2018).
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Rosa Tahedl (1917–2006), Heimatschriftstellerin und Lehrerin, ab 1964 wohnhaft in Runding
- Walter Zaengl (1931–2014), Professor für Hochspannungstechnik
- Helmut A. Binser (* 1980), Musikkabarettist
- Gerhard Hopp (* 1981), deutscher Politiker (CSU) und Mitglied des Bayerischen Landtags, wohnt in Perwolfing[26]
Ehrenbürger
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1901 Pfarrer Johann Baptist Senft
- 1996 Alfred Graf
- 1996 Fritz Maier
- 2000 Altbürgermeister Karl Beer
- 2002 BGR Karl Schmid
- 2010 Altbürgermeister Willibald Hastreiter
Träger der Bürgermedaille
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Harald Stark: Die Familie Notthafft – auf Spurensuche im Egerland, in Bayern und Schwaben, Weißenstadt 2006, ISBN 3-926621-46-X
- Johann Brunner: Schloss und Herrschaft Runding online als PDF
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Einwohnerzahlen – Stand: 31. Dezember 2025. (PDF; 4,1 MB) Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke in Bayern. In: statistik.bayern.de. Bayerisches Landesamt für Statistik, Mai 2026, abgerufen am 21. Mai 2026 (Hilfe dazu).
- ↑ Gemeinde Runding in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 5. Januar 2018.
- ↑ Gemeinde Runding, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 20. Dezember 2021.
- ↑ Pfarrkirche St. Andreas Runding - Pfarraemter und Kirchen. In: Pfarreiengemeinschaft Runding / Lederdorn - Chamerau. Abgerufen am 13. Juli 2025.
- ↑ Wittek Leodegar: Runding – ehemaliger Rektor der Volksschule Runding (1988)
- ↑ Zusammenfassung aus „Herrschaft und Schloss Runding“ (Strasser, Cham)
- 1 2 3 4 5 Karl Beer, ehemaliger Bürgermeister der Gemeinde Runding und Archivar
- ↑ Erfragt von Leodegar Wittek, Runding, im Jahre 1997
- ↑ Frauenarbeit, auf kfv-cham.de, abgerufen am 22. März 2020
- ↑ Feuerwehrfrauen der ersten Stunde, auf mittelbayerische.de, abgerufen am 22. März 2020
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 641 (Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder [PDF; 41,1 MB]).
- ↑ Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 439.
- 1 2 3 4 5 Rudolf Raum: Gemeindeverwaltung Runding
- ↑ Presse zur Bürgermeisterwahl 2020, abgerufen am 19. August 2020
- ↑ „Sozialkunde Runding“ – Friedl Karl Josef aus Niederrung, 1987
- ↑ Wappen von Runding in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
- ↑ Gemeinderatswahl 2020, abgerufen am 19. August 2020
- ↑ Bürgermeisterwahl 2020, abgerufen am 19. August 2020
- ↑ Fotostrecke: 125 Jahre Nord-Ostsee-Kanal. In: Kieler Nachrichten. Kieler Nachrichten, 24. Juni 2020, abgerufen am 6. April 2021.
- ↑ Gemeinderätin Schiedermeier Heidi
- ↑ Erfragt von Willibald Gruber, Wirt von Langwitz, im Jahre 1997
- ↑ Continental kauft deutschen Formen- und Containerspezialisten A-Z, auf reifenpresse.de, abgerufen am 22. März 2020
- ↑ Karl Schönfelder, Leiter der Polizeidienststelle Runding in den 1960er Jahren
- ↑ Runding ist jetzt "Staatlich anerkannter Erholungsort", auf idowa.de, abgerufen am 22. März 2020
- ↑ Wolfram-von-Eschenbach-Grundschule Runding in der Schuldatenbank des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, abgerufen am 6. Dezember 2025.
- ↑ Heimat. Gerhard Hopp, abgerufen am 9. Oktober 2020.
- 1 2 3 4 Botschafterin Rundings - Bürgermedaille für Renate Wanninger. In: idowa.de. idowa - Mediengruppe Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung, 10. November 2021, abgerufen am 17. November 2021.

