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PowerCo

Gesichtet
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PowerCo SE
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Rechtsform Europäische Gesellschaft
Gründung Juli 2022
Sitz Salzgitter
Leitung Frank Blome, CEO
Mitarbeiterzahl ca. 1.600 (2025)[1]
Branche Automobilzulieferer, Batteriehersteller
Website powerco.de
Stand: 1. Dezember 2025

Die PowerCo SE ist ein 2022 gegründeter deutscher Batteriehersteller und eine Tochtergesellschaft des Volkswagen-Konzerns. Im Dezember 2025 begann die Serienproduktion von Batteriezellen im Volkswagenwerk Salzgitter,[2] weitere Produktionsstandorte in Valencia (Spanien) und St. Thomas (Kanada) sind im Aufbau.

Die Volkswagen AG gründete PowerCo im Juli 2022 mit dem Ziel, ab 2025 Batteriezellen für den Konzern zu produzieren.[3] Dazu gehört vor allem die prismatische VW-Einheitszelle. Sie soll langfristig in bis zu 80 % aller Volkswagen-Elektrofahrzeuge verbaut werden.[4]

Rund die Hälfte des Bedarfs an Einheitszellen soll (Stand Ende 2025) von PowerCo produziert und die andere Hälfte von externen Lieferanten zugekauft werden.[5] In die standardisierte Zellarchitektur sollen verschiedene Zellchemien wie NMC und LFP, aber auch Natrium-Ionen-Technologie integriert werden können.[5][6] Im Rahmen einer Partnerschaft mit dem US-amerikanischen Start-up QuantumScape wird zudem eine Festkörperzelle basierend auf dem Einheitsformat entwickelt.[5] Im ersten Schritt soll in Salzgitter eine jährliche Produktionskapazität von bis zu 20 GWh aufgebaut werden, die bei Bedarf auf bis zu 40 GWh erweitert werden kann.[5] Technologiepartner ist Gotion High-Tech, in die Volkswagen 2020 investiert hat, die parallel im nahegelegenen Göttingen eine Fabrik errichtet haben. Dort werden seit 2023 LFP-Zellen produziert.

2023 gab PowerCo bekannt, in Nysa (Polen) eine neue Fabrik für günstige Batteriebestandteile für VW-Elektroautos zu bauen. Dazu hatte PowerCo 2022 ein Joint Venture mit dem belgischen Konzern Umicore angekündigt,[7] der bereits eine Produktionsstätte in Nysa betreibt. Die neue Anlage soll neben der bereits bestehenden von Umicore errichtet werden und bis zum Ende des Jahrzehnts eine Produktionskapazität von 160 Gigawattstunden Kathodenmaterial im Jahr erreichen. Das neue Unternehmen Ionway möchte bis 2030 rund 900 neue Arbeitsplätze schaffen und bis zu 1,7 Mrd. Euro investieren. Die Produktion sollte ab 2025 anlaufen. Polen fördert die Entstehung des neuen Standortes mit 350 Mio. Euro im Rahmen eines EU-Programms.[8]

Gemeinsam mit Koenig & Bauer arbeitet PowerCo an einem lösungsmittelfreien Trockenbeschichtungsprozess der Elektroden.[9]

Die Serienproduktion von Batteriezellen begann im Dezember 2025 in Salzgitter.[2] Die erste NMC-Version der von PowerCo produzierten Einheitszelle wird seit 2026 in der „Electric Urban Car“-Fahrzeugfamilie auf Basis des Modularen Elektrobaukastens (MEB+) in Modellen von Volkswagen, Škoda und Cupra eingesetzt.[4] Bei Gotion HighTech im nahegelegenen Göttingen werden seit November 2025 ebenfalls Einheitszellen produziert, die die Basis für die LFP-Zellen in den neuen Modellen ab 2026 sind.[10] So gibt es für den VW ID. Polo 2026 die Auswahl zwischen LFP (37 kWh) und NMC (52 kWh) Antriebsbatterie.

Im September 2026 haben Gotion und PowerCo die Zusammenlegung von Standorten in Europa beschlossen. Die PowerCo-Gigafabrik in Valencia (Spanien) und die Gotion-Zellfabrik in Šurany (Slowakei) werden in ein Joint Venture überführt, und am Gotion-Standort in Kenitra (Marokko) wird eine neue Produktionsanlage für LFP-Kathodenmaterial aufgebaut. Ziel ist es, eine europäische Lieferkette für LFP-Batteriezellen zu entwickeln und für die stark wachsende Nachfrage die Produktion zu vervielfachen. Es wird erwartet, dass der LFP-Anteil am Batteriemarkt in Europa von 10 Prozent auf 40 bis 60 Prozent im Jahr 2030 steigt.[11] Gotion gibt für Valencia eine Produktionskapazität von 29,1 GWh (Volkswagen 40 bis 60 GWh) und für Šurany eine Kapazität von 8,4 GWh (InoBat 20 GWh) an. Das Werk in Marokko soll Kathodenmaterial für initial 10 GWh liefern mit einer langfristigen Kapazitätserweiterung auf 100 GWh.[12]

VW-Einheitszelle
Bauzeitraum seit 12/2025
BatterietypLithium-Ionen
ZellchemieNMC (weitere geplant)
ZellformatPrismatisch
Länge320 mm
Breite120 mm
Tiefe30 mm

Einzelnachweise

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  1. ↑ Nadine Dressler: VW-Tochter PowerCo: Batteriefertigung in Salzgitter startet noch 2025 (1. Dezember 2025). WinFuture. Abgerufen am 5. Februar 2026.
  2. 1 2 VW-Tochter PowerCo startet Serienproduktion in eigener Batteriefabrik (17. Dezember 2025). NDR. Abgerufen am 5. Februar 2026.
  3. ↑ Thomas Günnel: Volkswagen gründet „PowerCo“ und baut Zellfabrik in Salzgitter (7. Juli 2022). Automobil Industrie. Abgerufen am 5. Februar 2026.
  4. 1 2 Markus Schönfeld: Einheitszelle und Feststoff-Technologie: Neues von der VW-Einheitszelle (8. September 2025). Auto Motor und Sport, abgerufen am 5. Februar 2026.
  5. 1 2 3 4 Start of European battery cell production: PowerCo commissions Salzgitter gigafactory (17. Dezember 2025). Volkswagen. Abgerufen am 5. Februar 2026.
  6. ↑ Micha Gebhardt: Batteriezellen: Was VW besser machen will als Northvolt. In: Automobilwoche. 12. September 2025, abgerufen am 9. Februar 2026.
  7. ↑ Powerco und Umicore stellen Ionway vor. 6. Oktober 2023, abgerufen am 8. Oktober 2023.
  8. ↑ manager magazin: Volkswagen will E-Autos mit Batterierohstoffen aus Polen günstiger machen. 7. Oktober 2023, abgerufen am 8. Oktober 2023.
  9. ↑ Zellen-Puzzle und Strom-Handel: Volkswagens strategische Weichenstellung auf der Hannover Messe 2026. In: Motormobiles. 19. April 2026, abgerufen am 23. April 2026.
  10. ↑ Cora Werwitzke: Gotion High-Tech produziert VW-Einheitszellen jetzt in Serie. Electrive, 21. November 2025.
  11. ↑ Volkswagen Group, PowerCo und Gotion vertiefen strategische Partnerschaft. 28. September 2026, abgerufen am 4. Oktober 2026.
  12. ↑ Cora Werwitzke: Drei Batterie-Joint-Ventures auf einen Schlag: Volkswagen bindet sich eng an Gotion. Electrive, 28. September 2026.