Cupra
| Seat Cupra S.A.U. | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Rechtsform | S.A.U. (Sociedad Anónima Unipersonal) (Aktiengesellschaft) | ||||||||
| Gründung | 1985 (Seat Sport S.A.) 2018 (Seat Cupra S.A.U.) | ||||||||
| Sitz | Martorell, Spanien | ||||||||
| Leitung | Markus Haupt (CEO) | ||||||||
| Branche | Automobilhersteller, Automobilindustrie | ||||||||
| Website | www.cupraofficial.com | ||||||||
| Zeitleiste der Cupra-Modelle seit 2018 | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Typ | 2010er | 2020er | |||||||
| 8 | 9 | 0 | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | |
| Kleinwagen | Raval | ||||||||
| Kompaktklasse | Leon | ||||||||
| Born | |||||||||
| SUV | Ateca | ||||||||
| Formentor | |||||||||
| Terramar | |||||||||
| Tavascan | |||||||||
|
| |||||||||
Cupra Racing (Motorsport)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Rallye
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Nach der Trennung von Fiat zu Beginn der 1980er Jahre entschloss sich Seat zu einem Neubeginn und gründete 1985 Seat Sport.
Zur siegreichsten Baureihe von Seat im Rallyesport auf Weltniveau entwickelte sich der Ibiza 6K. Mit dem Ibiza Kit Car gewann Seat Sport drei Jahre hintereinander (1996, 1997, 1998) die FIA Rallye-Weltmeisterschaft in der 2-Liter-Klasse.
Anlässlich der Rallye San Remo 1997 wurde bekanntgegeben, künftig auch in der höchsten Klasse des Rallyesports, der FIA Rallye-Weltmeisterschaft WRC, teilnehmen zu wollen. 1998 debütierte Seat Sport mit seinem ersten World Rally Car bei der Rallye Finnland. Doch der Seat Cordoba konnte an die Erfolge in der 2-Liter-Klasse nicht anknüpfen: Insgesamt erreichte Seat Sport in den WRC-Läufen mit Fahrern wie Harri Rovanperä, Toni Gardemeister und dem ehemaligen Rallye-Weltmeister Didier Auriol drei Podestplatzierungen, bevor man sich Ende 2000 aus dem internationalen Rallyesport zurückzog.
Tourenwagen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Seat Sport fertigt seit 2002 Tourenwagen, die in verschiedenen Rennserien an den Start gehen. Von 2003 bis 2009 trat Seat Sport auch selbst als Werksteam für Seat an. Darüber hinaus fungiert man bis heute als Lieferant für Privatteams sowie – in den Markenpokalen – als Serienausschreiber oder dessen Lieferant.
FIA-Wettbewerbe
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Seat Sport beteiligte sich ab 2003 mit dem Seat Toledo Cupra an der Tourenwagen-Europameisterschaft (ETCC). Dieser Wettbewerb wurde 2005 von der Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) abgelöst; Seat Sport startete auch hier in den ersten Rennen ausschließlich mit dem Toledo Cupra, bevor beim Lauf in Oschersleben der Seat Leon WTCC debütierte.
Durch die hohe Karosserie hat der Wagen einen hohen Luftwiderstand. Ab 2007 setzte Seat auf 2,0-TDI-Dieselmotoren und konnte im Debütjahr bereits erste Erfolge feiern. Für die Saison 2008 entwickelte Seat den TDI des Leon 1P weiter. Dieser TDI hatte eine Leistung von 209 kW (284 PS) und besaß ein Drehmoment von 450 Nm. Dank dieser Weiterentwicklung gelang es Seat, die WTCC-Titel 2008 (Fahrer: Yvan Muller) und 2009 (Fahrer: Gabriele Tarquini) in der Fahrer- sowie der Teamwertung zu erringen. Auch nach dem werksseitigen Ausstieg Seats zur Saison 2010 ist der Leon 1P weiter in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft vertreten – seit Mitte 2011 bevorzugt als Benziner-Variante mit 1,6-Liter-Turbo-Motor.[23]

Markenpokale
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Jahr 2002 rief Seat Sport mit dem Seat Leon Supercopa einen nationalen Markenpokal ins Leben, der zunächst nur in Spanien, später auch in anderen Staaten wie beispielsweise Deutschland ausgetragen wurde. Zudem gab es mit dem Seat Leon Eurocup von 2008 bis 2010 auch einen internationalen Markenpokal.
Seat Leon Supercopa
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Von 2004 bis 2011[24] veranstaltete Seat in Deutschland den Markenpokal Seat Leon Supercopa, der zunächst an den Beru-Top10-Wochenenden und später im Rahmenprogramm der DTM stattfand. Eine Saison bestand zuletzt aus acht Rennveranstaltungen mit einem Freien Training, einem Qualifikationstraining und je zwei Wertungsläufen à 30 Minuten. Es durften nur Seat Leons vom Typ „Supercopa“ eingesetzt werden.[25] Der Rennwagen hatte einen 2-Liter-Vierzylinder-Turbomotor, der 300 PS leistete.[26] Es nahmen 24 Wagen regulär an den Rennen teil. Zusätzlich gab es einen wechselnden VIP-Fahrer.
Weitere Serien dieses Namens gab bzw. gibt es in Spanien, Italien und Frankreich. Im Vereinigten Königreich existierte mit der Seat Cupra Championship eine Serie mit Seat-Leon-Cupra-Fahrzeugen. Außerdem wurden in Ungarn und der Türkei Meisterschaften unter der Bezeichnung Seat Leon Cup ausgetragen.
Sieger des Seat Leon Supercopa Deutschland
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Saison | Fahrer |
|---|---|
| 2004 | |
| 2005 | |
| 2006 | |
| 2007 | |
| 2008 | |
| 2009 | |
| 2010 | |
| 2011 |
In der Serie startete der ehemalige Formel-1-Fahrer Nicolas Kiesa (2007), die ehemaligen DTM-Fahrer Peter Terting (2004), Stefan Neuberger (2006), Klaus Niedzwiedz (2006) und Christian Abt (2009) sowie der spätere DTM-Champion René Rast (2006) und der spätere Mercedes-DTM-Fahrer Felix Rosenqvist (2009). Auch mehrere Damen waren in der Serie am Start: Catharina Felser (2004), Christina Surer (2004–2011), Sabine Schmitz (2004), Kati Droste (2005, 2007), Margit Abt (2005), Vanina Ickx (2005), Gina-Maria Adenauer (2006), Cora Schumacher (2006), Sabrina Hungerbühler (2007), Nicole Müllenmeister (2008–2009, 2011) und Jasmin Rubatto (2009). Weitere bekannte Fahrer waren der Nordische Kombinierer Ronny Ackermann (2005), der Skispringer Sven Hannawald (2005–2007), der Musiker Rodrigo González (2006), der Schauspieler Axel Stein (2007) und der Koch Mario Kotaska (2010).
Seat Leon Eurocup
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Von 2008 bis 2010 wurde außerdem der Seat Leon Eurocup ausgetragen, der im Rahmen der WTCC fuhr. In den Jahren 2008 und 2009 wurden die jeweiligen Wochenendsieger am darauffolgenden WTCC-Rennwochenende an das Steuer eines privaten Seats des Teams Sunred Engineering gesetzt; 2010 gab es stattdessen ein Preisgeld. Die Fahrzeuge wurden technisch verbessert; so hatten sie nun eine neue elektronische Schaltkontrolle, die die Gangwechsel schneller und sanfter machte.
Modelle
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Folgende Modelle hat Seat Sport bisher in verschiedenen Motorsportklassen unter anderem eingesetzt:
- Seat Ibiza Bimotor Proto
- Seat Ibiza 1.5 GLX Gr. B
- Seat Marbella Proto
- Seat Toledo Podium
- Seat Toledo Sport Helena
- Seat Toledo Olimpico
- Seat Toledo Supertourisme
- Seat Toledo Marathon
- Seat Ibiza Gr. N
- Seat Ibiza Gr. A
- Seat Ibiza Kit car
- Seat Cordoba WRC
- Seat Ibiza Junior Gr. A
- Seat Cordoba WRC Evo 3
- Seat Dakar TDI
- Seat Ibiza TDI Gr. N
- Seat Cordoba Silhouette
- Seat Toledo GT
- Seat Toledo Cupra ETCC
- Seat Cupra GT
- Seat Cupra GT
- Seat Leon Supercopa
- Seat Ibiza Proto 4x4
- Seat Toledo WTCC
- Seat Cordoba WRC Evo 3
- Seat Leon Supercopa
- Seat Leon WTCC
- Seat Leon TDI WTCC
- Seat Leon BTCC
- Seat Leon TDI WTCC
- Seat Leon TCR
- Cupra TCR
- Cupra E-TCR
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 fabio: SEAT launches CUPRA as its sporting and racing brand. Abgerufen am 7. März 2018 (britisches Englisch).
- ↑ Andreas Grimm: Wayne Griffiths wird neuer Seat-Chef. In: Automobil Industrie. Vogel Communications Group, 23. September 2020, abgerufen am 24. November 2020.
- ↑ Führungswechsel bei SEAT CUPRA: Wayne Griffiths verlässt das Unternehmen. 31. März 2025, abgerufen am 22. Mai 2026.
- ↑ Markus Haupt als Chief Executive Officer von Cupra und Seat bestätigt. 9. Oktober 2025, abgerufen am 22. Mai 2026.
- ↑ Imposanter Auftritt von SEAT und CUPRA. (seat-mediacenter.de [abgerufen am 7. März 2018]).
- ↑ Bernd Conrad: Seat und Cupra: So geht es mit Seat weiter. In: autonotizen.de. 21. März 2024, abgerufen am 21. März 2024.
- ↑ Sebastian Schaal: Cupra verschiebt US-Start. In: electrive.net. 29. Juli 2025, abgerufen am 29. Juli 2025.
- ↑ SEAT wechselt auf die Rundstrecke - AUTO BILD. 26. April 2002, abgerufen am 22. September 2023.
- ↑ Neue Marke feiert Debüt mit Power-Kompakt-SUV. (auto-motor-und-sport.de [abgerufen am 22. Februar 2018]).
- ↑ Alle Infos zum Cupra Ibiza. (autobild.de [abgerufen am 22. Februar 2018]).
- ↑ Cupra Ateca (2018): Test, Preis, Bilder, Motor, PS – Seat Ateca mit 300 PS? Cupra Ateca! In: autobild.de. (autobild.de [abgerufen am 24. Februar 2018]).
- ↑ Genf 2018: Cupra e-Racer als Vorreiter. In: autosprint.ch. (autosprint.ch [abgerufen am 9. März 2018]).
- ↑ Bernd Conrad: Elektro-SUV auf der IAA. In: autonotizen.de. 3. September 2019, abgerufen am 3. September 2019.
- ↑ Joel Lischka, Uli Baumann, Bernd Conrad, Holger Witt: Cupra Tavascan (2024) : China-Auto mit spanischem Design. In: auto-motor-und-sport.de. 21. April 2023, abgerufen am 22. April 2023.
- ↑ Alexander Bernt, Jan Götze, Moritz Doka: Cupra Leon: Jetzt gibt's den Sportler auch mit 300-PS-Benziner! In: autobild.de. 11. Februar 2021, abgerufen am 25. Mai 2021.
- ↑ Roland Hildebrandt: Cupra Born (2021): Der sportliche Vetter des VW ID.3. In: insideevs.de. 22. Februar 2021, abgerufen am 22. Februar 2021.
- ↑ Patrick Lang, Uli Baumann, Holger Wittich, Thomas Harloff, Gerd Stegmaier: Cupra Born (2021) auf VW-Basis: Warum der Cupra schneller ist als der VW ID.3. In: auto motor und sport. 25. Mai 2021, abgerufen am 25. Mai 2021.
- ↑ Holger Wittich: Cupra Urbanrebel Concept auf der IAA: 435-PS-Ausblick auf den spanischen ID.2. In: auto motor und sport. 1. September 2021, abgerufen am 1. September 2021.
- ↑ Bernd Conrad: Der Elektro-Kleinwagen im ersten Check. In: autonotizen.de. 7. Juni 2022, abgerufen am 7. Juni 2022.
- ↑ Sebastien Bell: New 2024 Cupra Terramar Revealed As A Hybrid-Only Compact SUV. In: carscoops.com. 7. Juni 2022, abgerufen am 7. Juni 2022 (englisch).
- ↑ Joel Lischka, Patrick Lang: Batmobil wird Realität. In: auto-motor-und-sport.de. 3. September 2023, abgerufen am 8. September 2023.
- ↑ Markus Henrichs: Cupra Tindaya (2025): Alle Infos zur neuen IAA-Studie. In: autozeitung.de. 8. September 2025, abgerufen am 10. September 2025.
- ↑ Offiziell: Der Dieselmotor ist ab sofort außen vor. motorsport-aktuell.com, 9. Juli 2011, archiviert vom am 4. September 2012; abgerufen am 29. März 2012.
- ↑ IKmedia hat Benzin im Blut. team-marschall.com, 27. Januar 2012, abgerufen am 29. März 2012.
- ↑ Reglement 2008 (PDF; 1,5 MB)
- ↑ Mediaguide zur Saison 2008 (PDF; 2,9 MB)


