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Périgueux

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(Weitergeleitet von Perigueux)

Périgueux [peʁiˈɡø] ⓘ (okzitanisch Peiregús, Perigüers oder auch Peireguers) ist eine französische Stadt in der Region Nouvelle-Aquitaine und mit 29.055 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2023) die größte Stadt im Département Dordogne. Sie ist die Präfektur des Départements und Verwaltungssitz des Gemeindeverbands Le Grand Périgueux. Ihre Bewohner werden Pétrocoriens und Pétrocoriennes genannt.

Im Jahr 2026 erhielt Périgueux die Auszeichnung „Vier Blumen“, die vom Conseil national des villes et villages fleuris (CNVVF) im Rahmen des jährlichen Wettbewerbs der blumengeschmückten Städte und Dörfer verliehen wird.[1]

Périgueux liegt an der Via Lemovicensis, einem der vier historischen Wege der Jakobspilger in Frankreich.

Bodenbedeckung, Hydrografie und Infrastruktur der Stadt (2018)

Périgueux liegt etwa 39 Kilometer südlich von Nontron, etwa 51 Kilometer nordwestlich von Sarlat-la-Canéda und etwa 41 Kilometer nordnordöstlich von Bergerac in der Région naturelle des Périgord central, Teil des touristisch benannten Landesteils Périgord blanc. Die Stadt befindet sich im Einzugsgebiet der Dordogne. Ihr Gebiet liegt größtenteils am rechten Ufer der Isle und wird außerdem vom Flüsschen Beauronne und von verschiedenen kleineren Fließgewässern entwässert.

Der südliche und weitaus größte Teil des Gemeindegebiets ist Teil des Tals der Isle, der restliche Teil besteht aus Hügeln, deren Höhe sich nach Norden hin vergrößert. Dort ist auch der topographisch höchste Punkt des Gemeindegebietes mit 189 m Höhe an der Grenze zur Nachbargemeinde Champcevinel in der Nähe des Viertels Les Jaures zu finden. Der tiefste Punkt befindet sich im äußersten Südwesten mit 75 m Höhe beim Austritt der Isle aus dem Gemeindegebiet. Das Rathaus (Hôtel de ville) befindet sich auf etwa 97 m Höhe.

Rund 72 % der Fläche der Gemeinde entfallen auf bebaute Flächen, rund 10 % sind bewaldet, rund 9 % werden landwirtschaftlich, überwiegend heterogen, genutzt, rund 5 % entfallen auf künstlich angelegte, nicht landwirtschaftliche Grünflächen, rund 4 % auf Industrie-, Gewerbe- und Verkehrsflächen (Stand: 2018).[2]

Périgueux wird von folgenden acht Gemeinden umgeben:

Périgueux
Peiregús
Périgueux (Frankreich)
Périgueux (Frankreich)
Staat Frankreich Frankreich
Region Nouvelle-Aquitaine
Département (Nr.) Dordogne (Präfektur) (24)
Arrondissement Périgueux
Kanton Périgueux-1, Périgueux-2
Gemeindeverband Le Grand Périgueux (Verwaltungssitz)
Koordinaten 45° 11′ N, 0° 43′ OKoordinaten: 45° 11′ N, 0° 43′ O
Höhe 75–189 m
Fläche 9,82 km²
Einwohner 29.055 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte 2.959 Einw./km²
Postleitzahl 24000
INSEE-Code
Website perigueux.fr

Altstadt von Périgueux
mit der Kathedrale Saint-Front
Geologische Karte von Périgueux

Das Département Dordogne hat eine recht große geologische Vielseitigkeit aufzuweisen. Im Nordosten grenzt es noch an den Rand des Zentralmassivs, gehört aber mehrheitlich zum nördlichen Aquitanischen Becken. Im Sedimentbecken selbst liegt eine regelmäßig geschichtete Sedimentfolge, die allmählich gegen Südwest abtaucht. So wird das Grundgebirge bereits 1000 Meter unterhalb von Périgueux angetroffen. Ausgehend von Nordosten kann das Département je nach Alter in vier Einheiten untergliedert werden, wobei Périgueux der dritten Einheit angehört – einer Plateaulandschaft, die sich aus verschiedenartigen Kreidekalken aufbaut.

Das Anstehende im Stadtgebiet wird aus Sedimentgesteinen des Mesozoikums und quartären Oberflächenformationen des Känozoikums gebildet. Den größeren Anteil haben hierbei die Gesteine der Oberkreide, die hauptsächlich entlang der Nordflanke der Isle anstehen. Im Westen des Stadtgebiets erscheint beim Viertel La Monzie und an der Grenze zur Nachbargemeinde Chancelade als unterste Formation das Turonium (bzw. Angoumien), dem das Coniacium aufsitzt und sodann entlang des gesamten Isle-Nordrands im Norden der Altstadt ausstreicht. Westlich von La Monzie und unterhalb vom Viertel Beaupuy durchziehen kleine, nordwest-südost streichende Verwerfungen den Talhang der Isle.

Die Höhenlagen im Nordabschnitt der Stadtgemeinde (Le Grand Puy Bernard, la Croix-Ferrade etc.), werden von kalkhaltigem, sandigem und tonigem Kolluvium bedeckt, welches sich im Verlauf des Känozoikums aus dem Coniacium und dem Santonium gebildet hatte.

Die Altstadt wurde auf einer Niederterrasse der Lisle erbaut – vorwiegend auf der rechten Talseite. Die Niederterrasse baut sich aus Sanden und Kiesen auf, welche während des Quartärs in der Saale-Kaltzeit entstanden waren. Sie steht auch auf der linken Talseite an, südlich vom Stadtviertel Barris. Der heutige überschwemmbare Talgrund der Isle besteht aus rezentem Alluvium fluviatilen Ursprungs, kann aber auch aus Seiteneinträgen entstanden sein.

Die Stadt Périgueux besitzt ein abgeschwächtes ozeanisches Klima (Cfb-Klima nach Köppen und Geiger), das sich durch folgende Parameter auszeichnet:

Château-l’Évêque
Chancelade
Champcevinel
Marsac-sur-l’Isle Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Trélissac
Coulounieix-Chamiers Sanilhac Boulazac Isle Manoire
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Périgueux
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Mittl. Temperatur (°C) 5,2 5,6 8,9 11,8 15,2 19,3 21 21 18 14,3 9 6 ⌀ 13
Mittl. Tagesmax. (°C) 8,3 9,5 13,5 16,5 19,8 24 25,9 25,9 22,9 18,5 12,2 9,2 ⌀ 17,2
Mittl. Tagesmin. (°C) 2,5 2,1 4,7 7,3 10,6 14,4 16 16 13,4 10,6 6,1 3,3 ⌀ 9
Niederschlag (mm) 84 67 68 88 86 76 55 63 69 83 95 88 Σ 922
Sonnenstunden (h/d) 3,8 5,1 6,7 7,9 8,7 9,8 9,9 9,4 8,4 6,5 4,4 4,2 ⌀ 7,1
Regentage (d) 9 8 8 9 9 7 7 7 7 8 9 9 Σ 97
Luftfeuchtigkeit (%) 83 77 71 69 70 66 62 63 66 75 82 82 ⌀ 72,1

Die Angaben von Temperatur, Niederschlag, Regentag und Luftfeuchtigkeit basieren auf Daten von 1991 bis 2021, Sonnenstunden auf Daten von 1999 bis 2019.

In Périgueux ist das ganze Jahr über Niederschlag zu verzeichnen, und selbst im trockensten Monat Juli gibt es noch erhebliche Niederschläge. Die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt 13 °C. Jedes Jahr liegt die Niederschlagsmenge bei etwa 922 mm. Der Monat mit der höchsten relativen Luftfeuchtigkeit ist der Januar (83 %). Der Monat mit der niedrigsten relativen Luftfeuchtigkeit ist der Juli (62 %).

Für die Zukunft können die für 2030, 2050 und 2100 nach verschiedenen Szenarien geschätzten Klimaparameter der Gemeinde auf einer speziellen Website eingesehen werden, die von Météo-France im November 2022 veröffentlicht wurde.[3]

Natürliche und technologische Risiken

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Risikokarte zur Quellung/Schrumpfung von Tonmineralen in Böden für Périgueux

Naturrisiken manifestieren sich in Périgueux als

Aufgrund der Schäden, die durch Überschwemmungen, Schlammlawinen und Erdrutschungen in den Jahren 1982, 1986, 1992, 1993, 1998, 1999, 2018 und 2025 verursacht wurden, wurde für die Stadt der Naturkatastrophenzustand ausgerufen. Im Dossier des Départements über Hauptrisiken sind vorbeugende Maßnahmen zur Reduktion von Hochwasserschäden festgelegt. Dazu gehören u. a. die Ausweisung von Zonen, die nicht oder nur nach Genehmigung bebaut werden dürfen, die Instandhaltung des Wasserlaufs, um Hindernisse zu begrenzen, und die Schaffung von Regenrückhaltebecken.[4] Die Gemeinde gehört zum Gebiet mit erheblichem Hochwasserrisiko (TRI) von Périgueux und umfasst 12 Gemeinden, die von der Gefahr einer Überschwemmung der Isle betroffen sind, einer der 18 TRI, die Ende 2012 im Adour-Garonne-Becken festgelegt wurden.[5] Es wurden Karten überschwemmungsgefährdeter Gebiete für drei Szenarien erstellt: häufig (Wiederkehrzeit der Überschwemmung von 10 bis 30 Jahren), mittel (Wiederkehrzeit von 100 bis 300 Jahren) und extrem (Wiederkehrzeit in der Größenordnung von 1000 Jahren, was jedes Schutzsystem untergräbt).[6] Ein Plan zur Vermeidung von Überschwemmungen im Tal der Vézère (französisch plan de prévention des risques inondation (PPRI)) ist im Februar 2018 durch Erlass des Präfekten beschlossen worden.[7]

Da das nordwestliche Gemeindegebiet in großen Teilen mit Wald bedeckt ist, besteht vor allem dort zur Vorbeugung von Waldbränden eine rechtliche Pflicht zur Beseitigung von Gestrüpp rund um Häuser und Zufahrten und eine zeitliche und/oder räumliche Beschränkung von offenem Feuer, beispielsweise beim Verbrennen von Abfällen oder Pflanzen, beim Campen oder beim Feuerwerk. Der vom Département erstellte Plan zur Verhütung von Waldbränden (PPRIF) definiert nicht bebaubare und vorbehaltspflichtige Bauzonen, um die Exposition von Gütern zu verringern.[4] Die Wälder der Départements der ehemaligen Regionen Aquitanien und Poitou-Charentes gelten als besonders brandgefährdet. Für diese Gebiete wurde ein départements- oder départementsübergreifender Plan zum Schutz der Wälder vor Bränden entwickelt.[8][9]

Wie die Risikokarte zeigt, sind etwa insgesamt etwa 90 % des Gemeindegebiets im südlichen Bereich von einer mittleren, im nördlichen Bereich von einer starken Gefahr durch Bodensetzungen bei abwechselnden Dürre- und Regenperioden betroffen. Seit dem 1. Oktober 2020 werden in Anwendung des Gesetzes über die Entwicklung von Wohnraum, Entwicklung und digitale Technologie verschiedene Beschränkungen für Verkäufer, Projektleiter oder Bauherren von Immobilien in einem als mittel- oder hochgefährdet eingestuften Gebiet auferlegt.[10] Die Dürreperioden in den Jahren 1989, 1991, 1992, 1995, 2005, 2011, 2017 und 2022 sind als Naturkatastrophen der Gemeinde klassifiziert worden.

Die Erdbebengefahr ist als relativ niedrig einzustufen, am Westrand des Zentralmassivs sind recht seltene Beben der Stärke 3 auf der Richterskala bekannt. Das Gemeindegebiet ist nur einer schwachen Radongefahr ausgesetzt und wird der Zone 1 von 3 zugeordnet.

Bodenbewegungen umfassen eine Reihe von Verschiebungen des Bodens oder Untergrunds, manche abrupter als andere. Die dabei auftretenden Volumina können von wenigen Kubikmetern bis zu mehreren Millionen Kubikmetern reichen. Diese Verschiebungen können langsam (einige Millimeter pro Jahr) bis sehr schnell (einige hundert Meter pro Tag) erfolgen. Im Allgemeinen verlaufen Bodenbewegungen mit einem signifikanten Volumen relativ langsam. Eine solche Bodenbewegung im Jahr 1999 ist als Naturkatastrophe der Gemeinde klassifiziert worden. In Périgueux besteht die Gefahr von Bodenbewegungen besteht die Gefahr von Bodenbewegungen

  • als Senkungen und Einstürze anthropogenen Ursprungs, natürlich entstandene unterirdische Hohlräume, deren Decken einsturzgefährdet sind,
  • als Fels- oder Blockstürze durch Einwirkung von Erosion, Witterungseinflüssen und Wurzelsystemen auf Felsflanken, die zum Ablösen von Steinen und Gesteinsblöcken führt und
  • Hangrutschungen, mehr oder weniger langsame Bewegungen abgleitender Bodenmassen an Hängen, die in Abhängigkeit von der Bodenbeschaffenheit, der Hangneigung und den Witterungsbedingungen auftreten.

Ein technologisches Risiko bildet ein verschmutzter oder potenziell verschmutzter Standort, der weniger als 500 Meter vom Zentrum entfernt ist. Aufgrund früherer Abfallablagerungen oder des Eindringens von Schadstoffen stellt er eine potenzielle Verschmutzung dar, die möglicherweise eine Belästigung oder ein dauerhaftes Risiko für Menschen oder die Umwelt bildet. Im Falle der Stadt Périgueux handelt es sich um insgesamt 13 Betriebe oder Werkstätten.

Ein weiteres technologisches Risiko besteht durch den Verlauf einer Erdgasleitung, die das nördlich des Gemeindegebiets verlegt ist. Obwohl diese Anlagen sicher sind, kann es in sehr seltenen Fällen zu einem Bruch oder einem Leck kommen. Dies könnte dann eine Umweltverschmutzung oder ein Unfallereignis (Explosion, Brand, giftige Wolke usw.) zur Folge haben.[11]

Der Name der Stadt ist im zweiten Jahrhundert n. Chr. als Ouesouna erwähnt, dann Vesonna und Vesunna im vierten Jahrhundert. Die gallische Göttin, von der die Stadt ihren Namen annahm, der tatsächlich von einem Namen einer göttlich verehrten Quelle als Ursprung zu haben scheint. Es ist bekannt, dass die Verehrung von Wasser einen großen Platz in der Religion der Gallier einnahm. Der Ursprung des Wortes liegt früher als die gallische Besiedelung. Er ist gebildet von der präkeltischen Wurzel °vis und einem Suffix -ara, -era. Diese Wurzel hat ihren Eingang in Namen von Flüssen, wie beispielsweise Vézère gefunden. Nach der Abkapselung nach den Raubzügen germanischer Stämme im Jahr 275 nahm die Stadt den Namen Civitas Petrocorium an, was gegen 400 belegt ist, gefolgt im sechsten Jahrhundert durch Petrocoricae urbis und Petrocoricum, danach durch Petrecors im achten Jahrhundert. Die phonetische Weiterentwicklung ist in der latinisierten Form urbs (Urbs) Petragorica aus dem Jahr 1153 noch wenig zu erkennen, aber mit den Formen Pereguers aus dem 14. und 15. Jahrhundert und Periguhes aus dem Jahr 1466 sichtbar. Die Buchstabengruppe -tr- wurde zu -r- reduziert, -c- wurde zu -g- und der finale Vokal -o wurde zu -ue- und -uhe- diphthongiert. Die Form Peiregoils (1363 oder 1364) mit der Veränderung des -o- zu -oi scheint singulär zu sein. Der neue Name geht auf den Namen eines gallischen Volkes, der Petrocorii, gefolgt vom Suffix -icum, zurück, das von Gaius Iulius Caesar erwähnt wurde. Dieses keltische Wort bedeutet „das Volk mit vier (lateinisch petro) Armeen (lateinisch corii)“. Der Name der Landschaft des Périgord leitet sich ebenfalls von diesem Volksstamm ab.[12]

Die frühesten Bewohner, die der Entstehung der Stadt Périgueux vorausgingen, sind auf den Anhöhen am linken Ufer der Isle zu verorten, an den Lieux-dits La Curade, Camp de César, La Boissière und Écorneboeuf. Archäologische Funde belegen in diesen Bereichen eine Besiedlung, die weit vor die römische Zeit zurückreicht und möglicherweise sogar bis in die Jungsteinzeit datiert werden kann. Vieles spricht dafür, dass sich hier das bedeutendste Oppidum der Petrocorier befand. Die freigelegten Überreste von Befestigungsanlagen deuten zudem darauf hin, dass sie dort nach Caesars Eroberung noch bis in die Jahrzehnte des 1. Jahrhunderts v. Chr. Widerstand leisteten.[12]

Als Kaiser Augustus um 16 v. Chr. die Provinz Aquitanien schuf, unterteilte er sie in 21 Civitates (Verwaltungsbezirke). Zu diesen gehörte auch die Civitas der Petrocorier (Civitas Petrucoriorum), deren Hauptort den Namen Vesunna erhielt. Vesunna erstreckte sich über eine Fläche von 60 Hektar in einer Flussschleife am rechten Ufer der Isle. Die Stadtplanung und Architektur dieser neuen Stadt sollten die römische Ordnung zum Ausdruck bringen und die lokale Bevölkerung dazu anregen, einen neuen Lebensstil anzunehmen. Um 40 n. Chr. verfügte die Stadt bereits über ein Forum, und das Amphitheater befand sich im Bau. Bis mindestens zur Mitte des zweiten Jahrhunderts n. Chr. scheint die Stadt eine einzige große Baustelle gewesen zu sein. Dazu zählte insbesondere die Errichtung des großen Tempels, der heute unter dem Namen „Tour de Vésone“ bekannt ist.[13]

Plan der Überreste von Vesunna im Stadtgebiet von Périgueux

Der Überlieferung nach wirkte hier der Heilige Fronto noch in römischer Zeit als Missionar und Bischof. Die Stadt war vollständig mit einer Stadtmauer umgeben. Beide Bauwerke sind noch in Resten erhalten, wobei die Arena nur noch aus wenigen Mauertrümmern innerhalb eines Parks besteht und die gallorömische Stadtmauer größtenteils in spätere Wohnbebauung integriert wurde.

Das friedliche Leben der Bürger von Vesunna fand um 275 ein Ende, als die Stadt während einer Phase der Anarchie im Römischen Reich von Franken und Alamannen überfallen wurde. Die Grenzbefestigungen entlang von Rhein und Donau wurden wiederholt von germanischen Stämmen durchbrochen. Die Überfälle und Seuchen hatten die Bevölkerung von Vesunna dezimiert. Die Stadt innerhalb der neuen Mauern umfasste nur noch einen Bruchteil der ursprünglichen Siedlung. Das Forum und der Tempel der Vesunna gehörten nicht mehr dazu. Das Amphitheater wurde in eine große Bastion der Befestigungsanlage umgewandelt. Die Mauern wurden aus Materialien errichtet, die aus dem verlassenen Teil der Stadt stammten.[14]

Maison des Consuls (Mitte) an der Isle, Profanbau aus der Renaissance

Zu Beginn des fünften Jahrhunderts verwüsteten die Visigoten Périgueux, insbesondere dessen religiöse Gebäude, und ließen sich an diesem Ort nieder, ungeachtet des Widerstands, der im Jahr 407 von Pegasius, dem Inhaber des Bischofssitzes, organisiert wurde. Um 465 ließ der Visigotenkönig Eurich den Bischof den Märtyrertod sterben lassen. Er verbot den katholischen Kult, ließ die Kultstätten schließen und hob das Bistum auf. Erst ab dem Jahr 506 konnte Bischof Chronopius die Religion und die Kirchen wiederherstellen.

Nach dem Untergang des Weströmischen Reiches übernahmen die Franken gegen Ende des fünften Jahrhunderts die Herrschaft in der Region. Infolgedessen wurde die Stadt im sechsten Jahrhundert christlich, wenngleich die neue Religion bereits zuvor weite Teile der städtischen Gesellschaft durchdrungen hatte. Während der Herrschaft der Merowinger wechselte das Gebiet mehrfach den Besitzer, was nach dem Tod Chlodwigs I. im Jahr 511 zu zahlreichen Erbstreitigkeiten unter dessen Nachkommen führte. Zunächst fiel das Gebiet an Childebert I., der es bis zu seinem Tod im Jahr 558 hielt. Danach wurden die Ländereien Chariberts I. (im Jahr 561) und später die von Guntram I. (im Jahr 567) in das Territorium von Périgueux eingegliedert. Mit Unterstützung der Kirche und der Einwohner von Périgueux verteidigte Guntram die Stadt gegen die gewaltsamen Angriffe seines Bruders Chilperich I. sowie gegen Gundowald, einen unehelichen Sohn Chlotars I. Im Jahr 766, als Folge des Konflikts mit Waifar, dem Herzog von Aquitanien, verbreitete Pippin der Jüngere im Périgord Schrecken und ließ die Stadtmauern schleifen, darunter auch die der antiken Stadt der Petrocorier. Zwischen 840 und 865 zogen die Wikinger den Fluss Isle hinauf, plünderten die Stadt und steckten sie mehrfach in Brand.

Einen bedeutenden Aufschwung erfuhr der Ort, als um 900 auf einer Anhöhe auf dem rechten Ufer der Isle – ca. 500 Meter entfernt – der Lokalheilige Saint Front bestattet wurde. Ihm zu Ehren wurde eine Kirche errichtet, die sich bald zum Wallfahrtsort entwickelte. Rund um diese Kirche entstand eine Ansiedlung, die zunächst den Namen Puy-Saint-Front trug und wesentlich rascher wuchs als der ursprüngliche Siedlungskern. Bedeutend für die Pilgerbesuche war auch die Lage des Grabmals an einer der Hauptrouten nach Santiago de Compostela.

Im 11. Jahrhundert wurde die Kirche zugunsten der wesentlich größeren Kuppelkirche Saint-Front abgebrochen. Es entstand eine romanische Basilika mit dem Grundriss eines griechischen Kreuzes, deren vier gleich lange Schiffe mit je einer Kuppel überkrönt wurden. Die Vierung zwischen den Schiffen trägt eine fünfte, noch größere Kuppel. Es ist ein für die damalige Zeit gewaltiger Bau, der noch heute durch seine harmonischen Formen und seine Ausmaße überrascht. Zur selben Zeit erhielt Puy-Saint-Front eine Stadtmauer, die mit 28 Türmen bewehrt war und ein Gebiet umgrenzte, das die gesamten damaligen Wohnviertel bis hinunter zur Isle beherbergte.

Erst 1240 vereinigten sich die beiden Siedlungen zur Stadt Périgueux, die Hauptstadt der Grafschaft Périgord wurde. Das antike Vesunna wurde fortan „La Cité“ genannt, Puy-Saint-Front dagegen „Le Bourg“. Es war dies die erste Blütezeit von Périgueux: Die schiffbare Isle wurde für regen Warenaustausch mit der Umgebung genutzt und viele Güter wurden über den Seehafen von Bordeaux abgewickelt. Gleichzeitig wurde Périgueux während des Hundertjährigen Krieges zu einem bedeutenden Garnisonsstandort: Die Grenze zwischen englischem und französischem Territorium verlief nur etwa 50 Kilometer südlich, in etwa dem Lauf der Dordogne folgend. Da im Mittelalter stehende Heere noch unüblich waren, wurden Klöster und Stifte, aber auch die Bourgeoisie, verpflichtet, durchziehende Soldaten zu beherbergen. Daran erinnert noch die Rue de l’Aubergerie, in der einige stolze Bürgerhäuser aus dem 13. bis 15. Jahrhundert erhalten sind. Im 15. Jahrhundert erhielt Périgueux dann eine neue Ummauerung, die nun sowohl die Cité als auch den Bourg umschloss.

Renaissance-Treppenhaus im Hôtel Saint-Astier

Eine zweite Blüte erfuhr die Stadt zur Zeit des Atlantischen Seehandels, der sich an die Entdeckung Amerikas 1492 anschloss. Bordeaux, nun wieder zu Frankreich gehörend, konnte eine besondere Stellung im atlantischen Sklavenhandel zwischen Europa, Afrika und Amerika erlangen, wovon Périgueux nachhaltig profitierte. Es entstanden prächtige Bürgerhäuser im Renaissance-Stil, die noch heute die Altstadt prägen. Am Ufer der Isle wurden Residenzen für die ansässigen Konsuln errichtet. Über den Flusshafen wurden Güter aus dem gesamten Umland umgeschlagen – insbesondere der Wein, der eine hohe Reputation in der ganzen Welt besaß.

Die folgenden Jahrhunderte waren eine Zeit stetigen Niedergangs. Die Hugenottenkriege trafen die Region hart. Die fähigsten Kaufleute und Handwerker, die sich mehrheitlich der Reformation angeschlossen hatten, verließen das Land. Die stark zerstörte romanische Kathedrale Saint-Étienne konnte nicht gänzlich wiederhergestellt werden; daher wurde 1669 die Pilgerkirche St. Front zur Kathedrale erhoben. Ab der Zeit von Ludwig XIV. verlor der regionale Adel endgültig seine politische Bedeutung, die wirtschaftlichen und militärischen Schwerpunkte verlagerten sich in andere Regionen, so dass Périgueux stark an Bedeutung einbüßte. Auch die Errichtung einer Präfektur für das neu geschaffene Département Dordogne Ende des 18. Jahrhunderts änderte daran wenig.

19. Jahrhundert

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Périgueux im Jahr 1846 (Gemälde von Léo Drouyn)

Ein wirtschaftlicher Schub erfolgte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als die Stadt an das Eisenbahnnetz angeschlossen wurde und dort eines der größten Ausbesserungswerke Frankreichs errichtet wurde. In dieser Zeit wurden die Stadtmauern niedergelegt und durch einen Boulevard ersetzt; zwischen historischem Kern und dem Bahnhof entstanden neue Stadtviertel und es wurden ein öffentlicher Park und Alleen angelegt. Die Kathedrale Saint-Front, die vom Verfall bedroht war, wurde vollständig renoviert, wobei der beauftragte Architekt Paul Abadie allerdings zum Teil des Guten zu viel tat und die Kuppeln mit historisch unzutreffenden Säulentürmchen und kleinen Figuren bekrönte, um den byzantinischen Charakter des Baus zu betonen. Nach dem Vorbild von Saint-Front errichtete Abadie später die Basilique du Sacré-Cœur in Paris. Diese kurze Zeit wirtschaftlicher Prosperität endete mit der völligen Vernichtung der Weinkulturen durch die Reblaus und einigen schweren Absatzkrisen für landwirtschaftliche Produkte um die Jahrhundertwende, wodurch die ganze Region einer wichtigen wirtschaftlichen Basis beraubt und durch die Abwanderung zunehmend entvölkert wurde.

20. Jahrhundert

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Die Isle und der Pont de Barris (1908)

Im 20. Jahrhundert entwickelte sich Périgueux zunächst kaum. Die einzige wirtschaftliche Neuansiedlung von Bedeutung war die Briefmarkendruckerei der französischen Staatspost, die aber den Mangel an industrieller Basis und schlechter Verkehrsanbindung nicht ausgleichen konnte. Erst in den 1970er Jahren kam wieder Bewegung in die Stadt: Die gesamte Altstadt wurde zum nationalen Kulturdenkmal erhoben und erfuhr in der Folgezeit eine erhebliche Aufwertung. Es sind nahezu alle historischen Bauten nach historischem Vorbild renoviert bzw. wiederhergestellt worden, wodurch ein außergewöhnlich schönes Stadtbild entstand. Die Kathedrale Saint-Front steht heute als Teil des Weltkulturerbes „Wege der Jakobspilger in Frankreich“ unter dem Schutz der UNESCO. Hierdurch hat sich auch der Tourismus entwickeln können.

Im September 1939, zu Beginn des Zweiten Weltkriegs, wurden 12.000 Straßburger nach Périgueux evakuiert. Die offizielle Stadtverwaltung von Straßburg ist dorthin vorübergehend verlegt worden. Da im Jahr 1940 Millionen Menschen aus Nordfrankreich vor den heranrückenden Soldaten der deutschen Wehrmacht flohen, stieg die Einwohnerzahl von Périgueux im Juni jenes Jahres vorübergehend von 37.000 auf 80.000 Personen an.[15] Ab dem 10. Juli 1940 stand Périgueux im Zeichen des „État français“ (Französischer Staat). Die „Nationale Revolution“ ging mit der politischen und sozialen Ausschaltung des „Anti-Frankreichs“ einher – dazu zählten Kommunisten, Freimaurer und Juden. Dies äußerte sich in Verboten geheimer Vereinigungen, Verfolgungen, Razzien und Deportationen. Als Reaktion auf die Landung der Alliierten in Nordafrika am 8. November 1942 rücken Truppen der Wehrmacht in die Stadt ein, die fortan bis Kriegsende unter deutscher Kontrolle steht. Sowohl im Département Dordogne als auch in Périgueux erhoben sich Menschen, die sich der Demütigung durch die Niederlage nicht beugen wollten. Sie beschlossen, gegen die Besatzer zu kämpfen, ihre Aktionen zu koordinieren und ihre politischen Ziele aufeinander abzustimmen. Die Region Périgord und die Stadt Périgueux zahlten einen hohen Preis für den Widerstand: Es kam zu Hunderten von Verhaftungen und Verhören; zahlreiche Menschen wurden interniert, erschossen oder deportiert. Am 26. August 1942 richtete sich eine erste Massenverhaftung gegen ausländische Juden. Am 10. Mai 1944 galt eine zweite Massenverhaftung diesmal sowohl französischen als auch ausländischen Juden. Périgueux wurde am 19. August 1944 vollständig befreit, das Département Dordogne folgte am 25. August.[16]

Bevölkerungsentwicklung

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Périgueux: Einwohnerzahlen von 1793 bis 2020
Jahr  Einwohner
1793
  
9.898
1800
  
5.733
1806
  
6.306
1821
  
8.452
1831
  
8.956
1836
  
11.576
1841
  
12.187
1846
  
11.455
1851
  
13.547
1856
  
16.291
1861
  
19.140
1866
  
19.633
1872
  
19.956
1876
  
24.169
1881
  
25.969
1886
  
29.611
1891
  
31.439
1896
  
31.313
1901
  
31.976
1906
  
31.361
1911
  
33.548
1921
  
33.144
1926
  
33.389
1931
  
33.988
1936
  
37.615
1946
  
40.865
1954
  
40.785
1962
  
38.529
1968
  
37.450
1975
  
35.120
1982
  
32.916
1990
  
30.280
1999
  
30.193
2006
  
29.558
2013
  
30.036
2020
  
29.255
Quelle(n): EHESS/Cassini bis 1999,[17] INSEE ab 2006[18]
Anmerkung(en): Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz

 Geburten- und Sterberate von Périgueux in ‰ 
810121416181968–19751990–19992012–2017GeburtenrateSterberate

Bis gegen Ende des 20. Jahrhunderts gab es in Périgueux mehr Neugeborene als Verstorbene. Dann hat sich das Verhältnis umgekehrt.

Bevölkerungsstruktur

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 Bevölkerungsstruktur von Périgueux in % 
036912151821jünger als 1540–5480 und älter201220172023

Die Daten zeigen, dass der Großteil der Bevölkerung, obgleich leicht abnehmend, im arbeitsfähigen Alter lebt, aber auch eine Tendenz zur Alterung der Bevölkerung von Périgueux besteht.

Sehenswürdigkeiten

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Die Kathedrale der Stadt ist die größte in Südwestfrankreich. Letzter erhaltener Wachturm von ursprünglich 28 ist der Tour Mataguerre am südwestlichen Altstadtrand. Die Stadt verfügt über eine Reihe noch sehr gut erhaltener Wohngebäude seit dem 15. Jahrhundert. Besonders sehenswert sind das Hôtel de Ladouze (16, rue Aubergerie), das Gebäude in der Rue des Farges 4–6, in dem zeitweilig Bertrand du Guesclin gewohnt haben soll, und das Maison du Pâtissier (Rue St. Louis). Etwas außerhalb der Altstadt stehen die Ruinen des in der Französischen Revolution zerstörten Château Barrière, dessen Ursprung aus dem 12./13. Jahrhundert stammen soll.

Die Stadt besitzt zwei größere Museen: das Musée gallo-romain zur Geschichte der Römerstadt Vesunna und das Museum für Kunst und Archäologie des Périgord (MAAP, Musée d'Art et d’Archéologie du Périgord). Zudem gibt es ein Museum zur Militärgeschichte (Musée Militaire du Périgord).

Die Gemeinde verfügt über

  • sechs öffentliche Vorschulen (École maternelle),
  • drei öffentliche Vor- und Grundschulen (École primaire),
  • fünf private Vor- und Grundschulen,
  • fünf öffentliche Grundschulen (École élémentaire),
  • drei öffentliche Collèges,
  • zwei private Collèges,
  • eine öffentliche Oberschule (Lycée),
  • zwei öffentliche Fachoberschulen (Lycée professionnel),
  • zwei öffentliche Fachoberschulen (Lycée général et technologique),
  • eine private Maison Familiale Rurale (Bildungs- und Ausbildungszentrum nach dem dualen Prinzip, Schule und Praxis im Betrieb) und
  • ein Außenstandort (Antenne) mehrerer französischer Hochschulen, insbesondere der Universität Bordeaux.[19][20]

Erwerbstätigkeit

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 Beschäftigungsrate der Bevölkerung zwischen 15 und 64 Jahren in % (2023) 
020406080GesamtMännerFrauenPérigueuxDépartementMetropolitan-Frankreich

Die Beschäftigungsrate der Gemeinde ist niedriger als die des Départements Dordogne und die von Metropolitan-Frankreich. Etwa 90 % der Bewohner von Périgueux arbeiten im Dienstleistungssektor.[21]

Die meisten Beschäftigten der Bewohner arbeiteten 2023 in Périgueux (60,6 %), allerdings 1,2 % weniger als in 2017. Dabei benutzten sie zur Arbeitsstelle 2023 zu 59,8 % ein Auto, einen Last- oder Lieferwagen, 6,9 % ein öffentliches Verkehrsmittel.[21]


 Arbeitslosenquote der Bevölkerung zwischen 15 und 64 Jahren in % (2023) 
0510152025Gesamt15–2425–5455–64PérigueuxDépartementMetropolitan-Frankreich

Die Arbeitslosenquote ist außer bei den 15- bis 24-Jährigen teilweise erheblich höher im Vergleich zum gesamten Département und zu Metropolitan-Frankreich. Im Vergleich zu 2017 fiel die Gesamtarbeitslosenquote der Gemeinde allerdings um 3,7 %, in der Altersklasse von 15- bis 24-Jährigen um 4,6 %.[21]

Branchen und Betriebe

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3371 nicht-landwirtschaftliche Gewerbebetriebe waren im Jahr 2024 in Périgueux wirtschaftlich aktiv:[21]

BrancheAnzahl%
Fertigung, Bergbau und andere Industrien1354,0 %
Baugewerbe2316,9 %
Groß- und Einzelhandel, Verkehr, Beherbergung und Gastronomie85225,3 %
Information und Kommunikation852,5 %
Finanzen und Versicherungen1895,6 %
Immobilien1895,6 %
Fachbezogene, wissenschaftliche und technische Tätigkeiten sowie administrative und unterstützende Dienstleistungstätigkeiten62518,5 %
Öffentliche Verwaltung, Bildung, menschliche Gesundheit und soziales Handeln69520,6 %
Andere Dienstleistungen37011,0 %
Gesamt3371

Périgueux liegt in der Zone der geschützten Ursprungsbezeichnung (AOP) des Nussöls des Périgord.[22]

Im Jahr 2020 lag die technisch-ökonomische Ausrichtung der Landwirtschaft der Gemeinde mit dem Fokus auf Polykulturen und/oder Mischbetriebe in der Tierhaltung.[23] Die Zahl der aktiven landwirtschaftlichen Betriebe in der Gemeinde stieg von 10 bei der Landwirtschaftszählung von 1988 auf 13 im Jahr 2000 und sank auf 3 im Jahr 2010 und im Jahr 2020, insgesamt ein Rückgang von 70 % in 32 Jahren. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche vergrößerte sich von 61 Hektar im Jahre 1988 auf 181 Hektar im Jahre 2020. Die genutzte Fläche pro Betrieb vergrößerte sich erheblich in diesem Zeitraum von 6,1 Hektar auf 60,3 Hektar.[24][25][26]

Fernwander- und Radwanderwege

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Stadtbusse des Netzwerkes Péribus sorgen für einen Linienverkehr innerhalb des Stadtgebiets und vieler angrenzender Gemeinden.[31]

Regionalbusse von neun Linien im Auftrag der Region Nouvelle-Aquitaine verbinden Périgueux mit vielen größeren Gemeinden des Départements sowie mit Angoulême im Département Charente und mit Souillac im Département Lot.[32]

Bahnhof

Périgueux verfügt über einen Bahnhof an den Eisenbahnstrecken Coutras–Tulle und Limoges-Bénédictins–Périgueux. Er wird im Regionalverkehr mit Zügen der TER Nouvelle-Aquitaine auf mehreren Linien bedient, die Périgueux mit Bordeaux-Saint-Jean, Limoges, Ussel über Brive-la-Gaillarde, Sarlat-la-Canéda und Agen. Eine spezielle Linie verkehrt zwischen Mussidan und dem Lieu-dit Niversac in der Gemeinde Boulazac Isle Manoire über Périgueux.[33]

Der Flughafen Périgueux für Geschäftsreisen, medizinische Flüge, Militärflüge sowie den lokalen Luftsport und Vereine liegt etwa acht Kilometer östlich des Stadtzentrums.

Persönlichkeiten

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Weitere Personen mit Beziehungen zur Stadt
  • Chantal Tanet, Tristan Hordé: Dictionnaire des noms de lieux du Périgord. Editions Fanlac, Périgueux 2000, ISBN 2-86577-215-2 (französisch).
  • Guy Penaud: Le Grand Livre de Périgueux. Éditions La Lauze, Périgueux 2003, ISBN 978-2-912032-50-8 (französisch).
  • Bernard Lachaise et al.: Histoire du Périgord. Editions Fanlac, Périgueux 2000, ISBN 978-2-86577-216-2 (französisch).
Commons: Périgueux – Sammlung von Bildern und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. ↑ Périgueux. Conseil national des villes et villages fleuris, abgerufen am 27. Oktober 2026 (französisch).
  2. ↑ Répartition des superficies en 15 postes d’occupation des sols (métropole). CORINE Land Cover, 2018, abgerufen am 27. Oktober 2026 (französisch).
  3. ↑ climadiag commune. Météo-France, abgerufen am 27. Oktober 2026 (französisch).
  4. 1 2 Dossier des Départements über Hauptrisiken. (PDF) Département Dordogne, abgerufen am 27. Oktober 2026 (französisch).
  5. ↑ Une définition des priorités : les territoires à risques important d’inondation (TRI). Region Okzitanien, 15. Mai 2015, abgerufen am 27. Oktober 2026 (französisch).
  6. ↑ TRI de Périgueux. Region Nouvelle-Aquitaine, abgerufen am 27. Oktober 2026 (französisch).
  7. ↑ Plan de prévention des risques inondation. (PDF) Département Dordogne, abgerufen am 27. Oktober 2026 (französisch).
  8. ↑ Plans de Protection des Forêts Contre les Incendies (französisch) (Memento vom 8. September 2025 im Internet Archive)
  9. ↑ Plans Départementaux et Inter-Départementaux de Protection des Forêts contre les Incendies (französisch) (Memento vom 14. Juli 2026 im Internet Archive)
  10. ↑ Retrait-gonflement des argiles dans la construction. Ministerium für ökologischen Wandel, Regionalplanung, Verkehr, Stadt und Wohnen, 9. April 2026, abgerufen am 27. Oktober 2026 (französisch).
  11. ↑ Natürliche und technologische Risiken. Ministerium für ökologischen Wandel, Biodiversität und internationale Verhandlungen über Klima und Natur, abgerufen am 27. Oktober 2026 (französisch).
  12. 1 2 Siehe Tanet, Hordé, Seiten 260–264
  13. ↑ Périgueux gallo-romain. Vesunna, gallorömisches Museum, abgerufen am 27. Oktober 2026 (französisch).
  14. ↑ Périgueux (Vesunna). Rome Art Lover, Oktober 2021, abgerufen am 27. Oktober 2026 (englisch).
  15. ↑ Henri Amouroux: La vie des Français sous l’occupation. Band 1. Librairie Arthème Fayard, Paris 1961, ISBN 2-253-02453-8, S. 48.
  16. ↑ Périgueux dans la Seconde guerre mondiale. (PDF) Stadt Périgueux, abgerufen am 27. Oktober 2026 (französisch).
  17. ↑ Notice Communale Périgueux (französisch) (Memento vom 19. November 2025 im Internet Archive)
  18. ↑ Populations légales 2006, Populations légales 2013, Populations légales 2020, INSEE, abgerufen am 27. Oktober 2026
  19. ↑ Rechercher un établissement scolaire. Nationales Bildungsministerium, abgerufen am 27. Oktober 2026 (französisch).
  20. ↑ Campus Périgord. Universität Bordeaux, abgerufen am 27. Oktober 2026 (französisch).
  21. 1 2 3 4 Dossier complet Commune de Périgueux (24322). INSEE, abgerufen am 27. Oktober 2026 (französisch).
  22. ↑ Institut national de l’origine et de la qualité : Rechercher un produit. Institut national de l’origine et de la qualité, abgerufen am 27. Oktober 2026 (französisch).
  23. ↑ Territoriale Spezialisierung der landwirtschaftlichen Produktion im Jahr 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 27. Oktober 2026 (französisch).
  24. ↑ Allgemeine Daten der landwirtschaftlichen Betriebe mit Sitz in Périgueux. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 27. Oktober 2026 (französisch).
  25. ↑ Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe und deren durchschnittliche landwirtschaftlich genutzte Fläche 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 27. Oktober 2026 (französisch).
  26. ↑ Gesamte landwirtschaftlich genutzte Fläche 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 27. Oktober 2026 (französisch).
  27. ↑ GR®36 De la Manche aux Pyrénées. gr-infos.com, abgerufen am 27. Oktober 2026 (französisch).
  28. ↑ GR®654 Voie de Vézelay - De Gué-d’Hossus (Ardennes) à Saint-Palais (Pyrénées-Atlantiques). gr-infos.com, abgerufen am 27. Oktober 2026 (französisch).
  29. ↑ GR®89 Chemin de Montaigne - De Lyon (Rhône) à Saint Michel-de-Montaigne (Dordogne). gr-infos.com, abgerufen am 27. Oktober 2026 (französisch).
  30. ↑ Un maillage cyclable national et européen. Réseau vélo et marche, abgerufen am 27. Oktober 2026 (französisch).
  31. ↑ Plan du réseau. (PDF) Gemeindeverband Le Grand Périgueux, Oktober 2025, abgerufen am 27. Oktober 2026 (französisch).
  32. ↑ Cars régionaux Dordogne. (PDF) Region Nouvelle-Aquitaine, abgerufen am 27. Oktober 2026 (französisch).
  33. ↑ Réseau de trains Nouvelle Aquitaine. (PDF) Region Nouvelle-Aquitaine, August 2025, abgerufen am 27. Oktober 2026 (französisch).
  34. ↑ 60 ans d’amitié entre Périgueux et Amberg. Stadt Périgueux, 23. April 2025, abgerufen am 27. Oktober 2026 (französisch).
  35. ↑ Périgueux est jumelée avec Rivière-du-Loup. Stadt Périgueux, 2. Juni 2025, abgerufen am 27. Oktober 2026 (französisch).