Opel brachte den Commodore A als aufgewertetes Schwestermodell des Rekord C (mit Vierzylindermotoren) im Frühjahr 1967 auf den Markt. Er war als zwei- und viertürige Stufenhecklimousine und als zweitüriges Coupé erhältlich. Ein luxuriöses Kombimodell namens „Voyage“ wurde als Studie präsentiert,[2] kam aber nicht in das Verkaufsprogramm. Die Karl Deutsch GmbH und andere bauten das Coupé auch zu einem Cabriolet um.
Auch bei diesem Modell verwendete Opel Motoren der mit dem Rekord B eingeführten CIH-Baureihe (CIH: camshaft in head). Die obenliegende Nockenwelle dieser Konstruktion ist seitlich neben den Ventilen angeordnet und wird von einer Duplex-Rollenkette angetrieben. Sie betätigt die hängenden Ventile über kurze Hohlstößel und aus Blech gepressteKipphebel. Diese Motoren wurden in fast allen größeren Opel-Modellen bis in die 1990er-Jahre verwendet: im Omega A (2.4i/2.6i/3.0i), Senator B (3.0i/3.0i 24V) und zuletzt im Frontera.
Die stärker motorisierten Modelle GS und GS/E unterscheiden sich vom Commodore-A-Grundmodell durch ein schwarzes, mit Kunststofffolie („Vinyl“) bezogenes Dach, veränderten Kühlergrill mit „GS“- oder „GS/E“-Schriftzug, zusätzliche Fernscheinwerfer und spezielle Sporträder. Zudem ist bei GS und GS/E das Heck zwischen Kofferraumklappe und Stoßstange mattschwarz lackiert.
Als Motoren standen sechs Varianten zur Verfügung:
2,2 – 95PS (70kW)
2,5S – 115PS (85kW), ab 1969: 120PS (88kW)
2,5H – 130PS (96kW) (GS)
ab 1970 zusätzlich:
2,5E – 150PS (110kW) (GS/E)
2,8H – 145PS (107kW) (GS/2.8)
Der kleinste Motor mit 95PS (70 kW) hatte einen Hubraum von 2,2 Litern und wurde nur in geringer Stückzahl gebaut.
Zunächst erhältlich waren der 2,5S mit 115PS/85 kW (ab August 1969 erfolgte eine Leistungssteigerung auf 120PS/88 kW durch den Register-Fallstromvergaser Zenith 35/40 INAT) und das stärkere Modell Commodore GS mit dem Motor 2,5H (130PS/96 kW). Das ab Februar 1970 lieferbare Spitzenmodell GS/E ist mit einem 2,5-Liter-Motor mit elektronischer Benzineinspritzung (Bosch D-Jetronic) versehen, der 150 PS (110 kW) leistet. Als Alternative zum Viergang-Schaltgetriebe wurde das Fahrzeug auf Wunsch auch mit einem Dreigang-Automatikgetriebe geliefert.
In geringem Umfang gab es von April 1970 bis September 1971 auch das Modell GS/2.8 mit 2,8 Litern Hubraum und 145PS (107 kW). Vom Commodore A wurden zwischen Januar 1967 und Dezember 1971 insgesamt 156.467 Exemplare hergestellt, wovon 72.597 Einheiten auf die viertürige Limousine, 70.333 auf das Coupé und 13.537 auf die zweitürige Limousine entfielen.[1]
Die von Klaus A. Steinmetz gegründete Steinmetz-Automobiltechnik GmbH, Sportzentrum für Opel-Fahrzeuge mit Sitz in Rüsselsheim, verfügte schon in den frühen 1970er-Jahren über ein umfassendes Straßenzubehörprogramm. Der große Commodore wurde von Steinmetz für die Ausrichtung auf die Rallyes der Gruppe II vorbereitet. Es ist die Epoche der Piloten wie Henri Greder und Jean Ragnotti. Der Commodore GS 3000 zeichnet sich durch seine schwarze und gelbe Lackierung aus. Der 6-Zylinder-Motor mit 2990 cm³ war mit drei Doppelvergasern von Weber ausgerüstet und leistete bis zu 300 PS (221 kW). Das Gewicht des Fahrzeugs beträgt 1070 kg, die Spitzengeschwindigkeit beträgt rund 260 km/h und die 100 km/h erreicht es in 5,3 Sekunden.
CIH (Camshaft in head): von hydraulisch gespannter Duplex-Rollenkette angetriebene obenliegende Nockenwelle, Hängende Ventile über Hohlstößel und Kipphebel betätigt
Kühlung
Wasserkühlung
Getriebe
4-Gang-Getriebe, Knüppelschaltung (a.W. bis 1968 Powerglide-Zweigangautomatik (GM), a.W. ab Sept. 1968 für 2500 S/H/E und 2800 H Dreigangautomatik (Opel))