Natters
Natters | ||||
|---|---|---|---|---|
| Wappen | Österreichkarte | |||
| Basisdaten | ||||
| Staat: | ||||
| Land: | ||||
| Politischer Bezirk: | Innsbruck-Land | |||
| Kfz-Kennzeichen: | IL | |||
| Hauptort: | Natters | |||
| Fläche: | 7,32 km² | |||
| Koordinaten: | 47° 14′ N, 11° 22′ O | |||
| Höhe: | 783 m ü. A. | |||
| Einwohner: | 2.167 (1. Jän. 2025) | |||
| Bevölkerungsdichte: | 296 Einw. pro km² | |||
| Postleitzahl: | 6161 | |||
| Vorwahl: | 0512 | |||
| Gemeindekennziffer: | 7 03 32 | |||
| NUTS-Region | AT332 | |||
| Adresse der Gemeinde- verwaltung: |
Innsbrucker Straße 4 6161 Natters | |||
| Website: | ||||
| Politik | ||||
| Bürgermeister: | Marco Mösl (ÖVP) | |||
| Gemeinderat: (Wahljahr: 2022) (15 Mitglieder) |
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| Lage von Natters im Bezirk Innsbruck-Land | ||||
Natters von Norden, dahinter Mutters | ||||
| Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria | ||||
| Völs | Innsbruck | |
| Götzens | ||
| Mutters |
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Natters wird urkundlich erstmals 1138 im Traditionsbuch des Klosters Beyharting als „Nateres“[1] sowie wenig später, in den Jahren 1148–1156, im Traditionsbuch des Klosters Weihenstephan als „Nâters“ bzw. „Natris“ erwähnt.[2] Funde aus der Bronze- und Eisenzeit zeigen eine frühe Besiedelung des Gebietes. Auch der Name weist darauf hin, dass die Gegend vor dem Eintreffen der Römer bereits bekannt war. Es liegt dem Ortsnamen der vorrömische Flurname *natra- („nass, feucht“) zugrunde, der mit altgriechisch νοτερός noteros („nass“) urverwandt ist. Dieses Feucht- oder Moorgebiet erstreckte sich vom Natterer See bis Dorf Natters.[3]
Im 6. Jahrhundert wanderten die Bajuwaren ein. Zwischen der Brennerstraße und der Sill stand die 1253 erstmals erwähnte Sonnenburg, die lange Zeit das Landgericht für das mittlere Inntal war und vom Stift Wilten abgelöst wurde. Im 16. Jahrhundert hatte Kaiser Maximilian I. eine Sommerresidenz in Natters, das heutige Gemeindeamt, auch Ansitz Waidburg genannt. 1809 war Natters Kampfgebiet bei den Tiroler Freiheitskämpfen. In der Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Natters zum Sommerfrischeort. Einen Aufschwung erlebte die Gemeinde durch die 1904 erbaute Stubaitalbahn sowie die Olympischen Spiele von 1964 und 1976, die in der Umgebung ausgetragen wurden.
Bevölkerungsentwicklung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Katholische Pfarrkirche Natters hl. Michael
Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Wirtschaftssektoren
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Von den 22 landwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 2010 wurden 4 im Haupt-, 17 im Nebenerwerb und 1 von einer juristischen Person geführt. Dieser eine Betrieb bewirtschaftete 64 Prozent der Flächen. Im Produktionssektor arbeiteten 63 Erwerbstätige im Bereich Warenherstellung und 27 in der Bauwirtschaft. Die wichtigsten Arbeitgeber des Dienstleistungssektors waren die Bereiche soziale und öffentliche Dienste (313), freiberufliche Dienstleistungen (125), Handel (44) und Beherbergung und Gastronomie (32 Mitarbeiter).[4][5][6]
| Wirtschaftssektor | Anzahl Betriebe | Erwerbstätige | ||
|---|---|---|---|---|
| 2011 | 2001 | 2011 | 2001 | |
| Land- und Forstwirtschaft 1) | 22 | 23 | 15 | 10 |
| Produktion | 22 | 13 | 90 | 92 |
| Dienstleistung | 113 | 68 | 544 | 483 |
1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999
Arbeitsmarkt, Pendeln
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Jahr 2011 lebten 990 Erwerbstätige in Natters. Davon arbeiteten 208 in der Gemeinde, beinahe 80 Prozent pendelten aus. Von den umliegenden Gemeinden kamen 440 Menschen zur Arbeit nach Natters.[7]
Gesundheit
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Landeskrankenhaus Natters steht auf In der Stille Nr. 20 in der Gemeinde Natters im Bezirk Innsbruck-Land im Bundesland Tirol.
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Eisenbahn: Durch den Osten des Gemeindegebietes verläuft die Brennerbahn. Der Bahnhof Innsbruck liegt 7 Kilometer nördlich von Natters.[8]
- Straßenbahn: Die Stubaitalbahn verbindet Natters mit Innsbruck.[9]
- Straße: Der Knoten Innsbruck Süd der Brenner Autobahn A13 befindet sich auf Gemeindegbiet.
Politik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die letzten Bürgermeisterwahlen fanden gleichzeitig mit den Gemeinderatswahlen am 27. Februar 2022 statt.[10]
Marco Mösl (geb. Untermarzoner) wurde zum Bürgermeister und Veronika Seidl-König zur Vizebürgermeisterin gewählt.
| Partei | Prozent | Stimmen | Sitze im Gemeinderat | Koppelung |
|---|---|---|---|---|
| WIR NATTERER - WIR | 21,17 % | 265 | 3 | A |
| Gemeinschaftsliste Natters - Bürgermeister Karl-Heinz-Prinz - BGM PRINZ | 9,11 % | 114 | 1 | |
| Dorfliste für ein lebenswertes Natters - DL | 24,44 % | 306 | 3 | B |
| Bürger:innen Liste - Anna Koch - BL | 15,58 % | 195 | 2 | B |
| Gemeinsam für Natters - GFN | 12,94 % | 162 | 2 | A |
| Die Grünen Natters - Grüne | 7,91 % | 99 | 1 | B |
| Heimische Wirtschaft - HEIM | 8,87 % | 111 | 1 | A |
Wappen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- „In Blau eine strahlende goldene Sonne über einer schwarzen, im mittleren Teil turmartig erhöhten Zinnenmauer.“
Das Wappen wurde der Gemeinde Natters am 20. November 1972 verliehen. Es versinnbildlicht als redendes Wappen die ehemalige Sonnenburg, die ein bekannter und oft erwähnter Gerichtssitz war. Die Sonnenburg stand auf dem ehemaligen Sonnenburgerhügel, der im Zuge des Brennerautobahnbaues abgetragen wurde (Autobahnausfahrt Innsbruck-Süd).[11]
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Heimo Friedrich (1911–1987), österreichischer Botaniker
- Wolfgang Stegmüller (1923–1991), deutsch-österreichischer Philosoph
- Much (1947–2025), österreichischer Cartoonist
- Gebhard Paul Maria Sigl (* 1949), österreichischer katholischer Priester, geistlicher Leiter der PDF-Familie Mariens und Präsident des Werk Jesu des Hohenpriesters
- Franz Oberacher (* 1954), österreichischer Fußballspieler, Stürmer
- Martin Abentung (* 1981), österreichischer Rennrodler startete für den SV Natters
- Fabian Koch (* 1989), österreichischer Fußballspieler
- Nikolaus Dolp (* 1985), österreichischer Jazzmusiker
- Hermann Wopfner (1876–1963), österreichischer Historiker und Volkskundler
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 70332 – Natters. Gemeindedaten der Statistik Austria
- Natterer See – Land Tirol
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Martin Bitschnau, Hannes Obermair: Tiroler Urkundenbuch, II. Abteilung: Die Urkunden zur Geschichte des Inn-, Eisack- und Pustertals. Band 1: Bis zum Jahr 1140. Universitätsverlag Wagner, Innsbruck 2009, ISBN 978-3-7030-0469-8, S. 305, Nr. 363.
- ↑ Martin Bitschnau, Hannes Obermair: Urkundenbuch, II. Abteilung: Die Urkunden zur Geschichte des Inn-, Eisack- und Pustertals. Band 2: 1140–1200. Universitätsverlag Wagner, Innsbruck 2012, ISBN 978-3-7030-0469-8, S. 61, Nr. 446a.
- ↑ Peter Anreiter, Christian Chapman, Gerhard Rampl: Die Gemeindenamen Tirols: Herkunft und Bedeutung (= Veröffentlichungen des Tiroler Landesarchives). Wagner, Innsbruck 2009, ISBN 3-7030-0449-5, S. 163 ff.
- ↑ Ein Blick auf die Gemeinde Natters, Land- und forstwirtschaftliche Betriebe. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 24. September 2021.
- ↑ Ein Blick auf die Gemeinde Natters, Arbeitsstätten. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 24. September 2021.
- ↑ Ein Blick auf die Gemeinde Natters, Erwerbstätige. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 24. September 2021.
- ↑ Ein Blick auf die Gemeinde Natters, Berufspendler. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 24. September 2021.
- ↑ Entfernungsrechner - Entfernung berechnen und darstellen. Abgerufen am 24. September 2021 (deutsch).
- ↑ Panoramastraßenbahn. Stadt Innsbruck, abgerufen am 11. September 2021.
- ↑ tirol Unser Land
- ↑ Gemeindewappen. Gemeinde Natters, abgerufen am 24. September 2021 (österreichisches Deutsch).



