Gschnitz
Gschnitz | ||||||||
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| Wappen | Österreichkarte | |||||||
| Basisdaten | ||||||||
| Staat: | ||||||||
| Land: | ||||||||
| Politischer Bezirk: | Innsbruck-Land | |||||||
| Kfz-Kennzeichen: | IL | |||||||
| Fläche: | 59,12 km² | |||||||
| Koordinaten: | 47° 3′ N, 11° 21′ O | |||||||
| Höhe: | 1242 m ü. A. | |||||||
| Einwohner: | 466 (1. Jän. 2025) | |||||||
| Bevölkerungsdichte: | 7,9 Einw. pro km² | |||||||
| Postleitzahl: | 6150 | |||||||
| Vorwahl: | 05276 | |||||||
| Gemeindekennziffer: | 7 03 17 | |||||||
| NUTS-Region | AT332 | |||||||
| Adresse der Gemeinde- verwaltung: |
Gschnitz 101 6150 Gschnitz | |||||||
| Website: | ||||||||
| Politik | ||||||||
| Bürgermeister: | Andreas Pranger | |||||||
| Gemeinderat: (Wahljahr: 2022) (11 Mitglieder) |
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| Lage von Gschnitz im Bezirk Innsbruck-Land | ||||||||
Gschnitztal beiM Gasthaus Feuerstein; im Hintergrund Kalkwand, Illmspitzen und Kirchdach (2008) | ||||||||
| Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria | ||||||||
| Neustift im Stubaital | Trins | |||||||
| Brenner (Südtirol) Obernberg am Brenner | ||||||||
| Wirtschaftssektor | Anzahl Betriebe | Erwerbstätige | ||
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| 2011 | 2001 | 2011 | 2001 | |
| Land- und Forstwirtschaft 1) | 35 | 34 | 18 | 10 |
| Produktion | 7 | 5 | 15 | 15 |
| Dienstleistung | 25 | 22 | 41 | 56 |
1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999
Arbeitsmarkt, Pendeln
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Jahr 2011 lebten 209 Erwerbstätige in Gschnitz. Davon arbeiteten 58 in der Gemeinde, über siebzig Prozent pendelten aus.
Tourismus
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gemeinde Gschnitz gehört zum Verbandsgebiet vom Tourismusverband Wipptal. Seit Mai 2019 gehört Gschnitz mit der Nachbargemeinde Trins zum Kreis der Bergsteigerdörfer des österreichischen Alpenvereins und verpflichtet sich zu einem nachhaltigen Tourismus.[11] Neben dem einzigen Hotel (Hotel Kirchdach) gibt es noch zwei Gasthäuser (Feuerstein, Alpenrose) und die Laponesalm am Talschluss, die zu Fuß oder mit dem Hüttentaxi erreichbar ist.
Die Anzahl der Übernachtungen stieg von 23.000 im Jahr 2011 auf 40.000 im Jahr 2019, um im Jahr 2020 auf 24.000 zurückzugehen.[12]
- Sommer
Wie auch Trins sind in Gschnitz vor allem der alpine Bergtourismus und die bewirtschafteten Berghütten (Innsbrucker Hütte, Bremer Hütte, österr. Tribulaunhütte/Tribulaunhaus) sehr prägend für den Sommertourismus. Die Gschnitztaler Hüttentour führt dabei in 6 Etappen (5 Hütten) rund um das Gschnitztal. Ein beliebtes Ausflugsziel ist das „Lebende Mühlendorf“, dort wird die Arbeitsweise der Menschen gezeigt, so wie sie noch vor 100 Jahren war. Wie ein Dorf stehen mehrere mit Wasserkraft angetriebene Getreidemühle nebeneinander. Auf Anfrage gibt es Führungen. Der Sandeswasserfall beim Mühlendorf hat eine positive gesundheitliche Wirkung auf die Atmungsorgane, die sogar wissenschaftlich nachgewiesen wurde.
Ein weiteres Ausflugsziel ist das Wallfahrtskirchlein St. Magdalena mit angrenzender Jausenstation. Im Bergkirchlein befinden sich romanischen Fresken, die zu den ältesten Wandmalereien Tirols zählen. Seit 2017 führt dort auch ein Klettersteig der Schwierigkeitsstufe B/C (mittelschwierig) hin. Oberhalb der Jausenstation befindet sich ein Klettergarten mit mehreren Kletterrouten.
- Winter
In Gschnitz gibt es einige Loipen, die kostenlos benützt werden können. Auch ein geräumter Winterwanderweg führt bis ans Talende zum Gasthaus Feuerstein. Außerdem ist diese Gegend für anspruchsvolle Skitouren bekannt.
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Gschnitz ist nur über die Gschnitztalstraße L10 von Steinach am Brenner aus erreichbar. Der nächste Bahnhof befindet sich rund 12 Kilometer entfernt in Steinach am Brenner.
Politik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Gemeinderat
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In den Gemeinderat werden elf Mandatare gewählt.
| Partei | 2022[13] | 2016[14] | 2010[15] | 2004[16] | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Prozent | Mandate | % | Mandate | % | Mandate | % | Mandate | |
| Gemeinsam für Gschnitz (GFG) | 67,37 | 8 | 67,83 | 8 | 100 | 11 | 72,55 | 8 |
| Bürgerliste Gschnitz (BLG) | 32,63 | 3 | 32,17 | 3 | 27,45 | 3 | ||
Bürgermeister
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die letzten Bürgermeisterwahlen fanden gleichzeitig mit den Gemeinderatswahlen 2022 statt. Andreas Pranger löste dabei Christian Felder als Bürgermeister ab.[14][13]
Wappen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die neun, schwarz-silbernen Giebeldächer erinnern an die neun Urhöfe des Mittelalters, welche den Kern der Besiedlung gebildet haben. Die Kombination Rot mit Weiß steht für deren landesfürstliche Gründer und Besitzer.[17]
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ehrenbürger
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Alfons Senfter (1932–2020), Pfarrer von Gschnitz 1969–2016[18]
Mit der Gemeinde verbundene Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Manfred Pranger (* 1978), österreichischer Skirennläufer
- Marko Schafferer (* 1984), österreichisch-bosnischer Skirennläufer, in Gschnitz aufgewachsen
Galerie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Gschnitztal bei Gasthaus Feuerstein Panorama nach Süden.
- Mühlendorf am Ende vom Gschnitztal von oben
- Gschnitztal bei GH Feuerstein Panorama nach Norden
- Blick auf Gschnitz Dorf
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Website der Gemeinde
- Gemeinde Gschnitz auf Land Tirol
- Gschnitz. In: geschichte-tirol.com, Datenbank des Vereines „fontes historiae – Quellen der Geschichte“.
- 70317 – Gschnitz. Gemeindedaten der Statistik Austria
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Peter Anreiter, Christian Chapman, Gerhard Rampl: Die Gemeindenamen Tirols: Herkunft und Bedeutung (= Veröffentlichungen des Tiroler Landesarchives). Wagner, Innsbruck 2009, ISBN 3-7030-0449-5, S. 128 ff.
- 1 2 3 Judith Hammer: Alpingeschichte kurz und bündig: Gschnitztal. Hrsg.: Österreichischer Alpenverein. 2024.
- ↑ Gschnitz (Tirol) im Tirol Atlas des Instituts für Geographie an der Universität Innsbruck.
- ↑ Kaunertal: Dutzende per Heli geborgen orf.at, 26. Juli 2019, abgerufen am 27. Juli 2019.
- ↑ Murenabgänge und Blitzrekord in Südtirol orf.at, 26. Juli 2019, abgerufen am 27. Juli 2019.
- ↑ Gschnitztal : Eingeschlossene mit Hubschrauber gerettet. In: orf.at. 30. Juni 2025, abgerufen am 30. Juni 2025.
- ↑ Dehio Tirol 1980, S. 297f.
- ↑ Ein Blick auf die Gemeinde Gschnitz, Land- und forstwirtschaftliche Betriebe. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 1. Oktober 2021.
- ↑ Ein Blick auf die Gemeinde Gschnitz, Arbeitsstätten. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 1. Oktober 2021.
- ↑ Ein Blick auf die Gemeinde Gschnitz, Erwerbstätige. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 1. Oktober 2021.
- ↑ Neues Bergsteigerdorf: Gschnitztal. In: alpenverein.at. Österreichischer Alpenverein, abgerufen am 1. Oktober 2021.
- ↑ Ein Blick auf die Gemeinde Gschnitz, Übernachtungen. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 1. Oktober 2021.
- 1 2 Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen 2022 | Gemeinde Gschnitz. Land Tirol, abgerufen am 26. Juli 2022.
- 1 2 Gemeinderatswahlergebnis 2016. Land Tirol, abgerufen am 1. Oktober 2021.
- ↑ Gemeinderatswahlergebnis 2010. Land Tirol, abgerufen am 1. Oktober 2021.
- ↑ Gemeinderatswahlen 2004. Land Tirol, abgerufen am 1. Oktober 2021.
- ↑ Gschnitz (Tirol) im Tirol Atlas des Instituts für Geographie an der Universität Innsbruck.
- ↑ Pfarrer Alfons Senfter verstorben. In: meinbezirk.at. Abgerufen am 4. März 2021.


