Moskwitsch
| АО МАЗ «Москвич» AO MAS Moskwitsch | |||
|---|---|---|---|
| Rechtsform | Aktiengesellschaft | ||
| Gründung | 3. Juni 2022 | ||
| Sitz | Moskau, Russland | ||
| Leitung | Dmitri Walentinowitsch Pronin | ||
| Branche | Kraftfahrzeughersteller | ||
| Website | moskvich-auto.ru | ||
| Bauzeit | Baureihe | Anmerkung | Bild |
|---|---|---|---|
Vorkriegsmodelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] | |||
| 1930–1933 | Ford Modell A Lizenzbau | Der Ford Model A war der Nachfolger des 18 Jahre lang produzierten Ford Modell T. | |
| 1930–1933 | Ford Modell AA Lizenzbau | Lastkraftwagen auf Basis des Model A | |
| 1930–1939 | GAZ-AA | Lastkraftwagen auf Basis des Ford Model AA | |
| 1934–1935 | GAZ-A | Personenkraftwagen auf Basis des Ford Model A | |
| 1940–1941 | KIM-10 | Eigenentwicklung auf Basis des Ford Prefect | |
Nachkriegsmodelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] | |||
| 1946–1956 | Moskwitsch-400 Moskwitsch-401 |
Nachbau des Opel Kadett mit beschlagnahmten Produktionsanlagen | |
| 1956–1958 | Moskwitsch-402 Moskwitsch-423 |
Neue Pontonkarosserie, erstmals Serienfertigung als Kombi | |
| 1957–1961 | Moskwitsch-410 Moskwitsch-411 |
Modell mit Allradantrieb, zunächst auf Basis des Moskwitsch-402, später auf Grundlage des Moskwitsch-407 | |
| 1958–1963 | Moskwitsch-407 Moskwitsch-423N Moskwitsch-430 |
Neuer Motor und Getriebe, kaum Karosserieänderungen | |
| 1962–1965 | Moskwitsch-403 Moskwitsch-424 Moskwitsch-432 |
Noch die alte Pontonkarosserie, jedoch bereits auf neuem Fahrgestell vom Moskwitsch-408 | |
| 1964–1975 | Moskwitsch-408 Moskwitsch-426 Moskwitsch-433 |
Eine modernere Karosserie mit Heckflossen. Runde Scheinwerfer und vertikale Heckleuchten bis 1968 (Foto). Ab 1969 Facelift mit eckigen Scheinwerfern und horizontalen Rückleuchten. Ab dieser Zeit hieß das Exportmodell Moskwitsch-408/IE. | |
| 1967–1976 | Moskwitsch-412 Moskwitsch-427 Moskwitsch-434 |
Eine modernere Karosserie mit Heckflossen, völlig neuer Motor mit 1500 cm³ und 55 kW. Runde Scheinwerfer und vertikale Heckleuchten bis 1968. Ab 1969 Facelift mit eckigen Scheinwerfern und horizontalen Rückleuchten. Ab dieser Zeit hieß das Exportmodell Moskwitsch-412/IE. | |
| 1975–1988 | Moskwitsch-2138 Moskwitsch-2136 |
Neues Modell mit Scheibenbremsen vorn, verbesserter Kühlanlage, modernisierter Innenausstattung und Karosseriedetails. Motor MZMA-408. | |
| 1975–1988 | Moskwitsch-2140 Moskwitsch-2137 |
Neues Modell mit Scheibenbremsen vorn, verbesserter Kühlanlage, modernisierter Innenausstattung und Karosseriedetails. Motor UMZ-412. | |
| 1986–1998 | Moskwitsch-2141 | Ein neu entwickeltes Fahrzeug mit Frontantrieb und einer Schrägheckkarosserie, das weitgehend vom Simca 1307 inspiriert wurde. In Deutschland als „Lada Aleko“ vermarktet. | |
| 1998–2002 | Moskwitsch-2142 | Wurde in drei Versionen verkauft: „Juri Dolgoruki“, „Iwan Kalita“ und „Knjas Wladimir“. Später kam noch das Modell „Duet“ hinzu. | |
| seit 2022 | Moskwitsch-3 | SUV auf Basis des JAC X4. | |
| seit 2023 | Moskwitsch-6 | Modell auf Basis des JAC A5. | |
| seit 2025 | Moskwitsch-8 | Modell auf Basis des JAC X8 Plus. | |
| seit 2025 | Moskwitsch M70 | Modell auf Basis des MG HS. | |
| seit 2025 | Moskwitsch M90 | Modell auf Basis des Roewe RX9. | |
Zweigwerk Ischmasch
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Seit 1966 wurde der Moskwitsch-408 auch im Zweigwerk Ischmasch in Ischewsk gefertigt. Ab 1967 produzierte Ischmasch den Moskwitsch-412 unter dem Markennamen ISCH in teilweise abweichenden Karosserie- und Ausstattungsvarianten und anderer Nummerierung. Moskwitsch-Fahrzeuge wurden in Ischewsk in folgenden Varianten und Ableitungen hergestellt:
- 1966–1967: Moskwitsch-408 (Limousine)
- 1967–2001: Moskwitsch-412 (Limousine)
- 1982–1997: ISCH-412-028 (Limousine)
- 1968–1973: ISCH-434 (Lieferwagen)
- 1973–1982: ISCH-2125 bzw. ISCH-1500 Kombi (ИЖ-1500 Комби) (Fließheck)
- 1982–1997: ISCH-21251 (Fließheck)
- 1973–1982: ISCH-2715 bzw. ISCH-1500GR (Hochdachkombi)
- 1982–1997: ISCH-2715-01 (Hochdachkombi)
- 1973–1982: ISCH-27151 bzw. ISCH-1500GR (Pickup)
- 1982–1997: ISCH-27151-01 (Pickup)

Später stellte das Ischmasch-Werk mit dem Modell ISCH-2126 und seinen Ableitungen einen eigenen Pkw her. Dieser basierte mechanisch teilweise auf dem Moskwitsch-2140, hatte aber eine modernere Karosserie. Als Markenname wurde jetzt außerhalb der Sowjetunion die englische Transkription IZH benutzt.
- 1989–2004: IZH-2126 (in den Varianten Oda, Inka und dem Kombi Fabula)
- 1990–2004: IZH-2717 (Van auf Basis des IZH-2126)
- 1990–2004: IZH-27171 (Pickup auf Basis des IZH-2126)
Lizenzbauten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ab 1967 wurde der Moskwitsch-408 auch von Balcancar in Bulgarien montiert und trug dort die Bezeichnung Rila 1400. Später wurden die Modelle Moskwitsch-412 und Moskwitsch-2140 gefertigt, die teilweise unter der Bezeichnung Rila 1500 ausgeliefert wurden. Der Moskwitsch-2138 lief als Rila 1360 vom Band. Ein Teil der Fahrzeuge wurde mit in Lizenz gefertigten britischen Perkins-Dieselmotoren ausgestattet, ansonsten entsprachen die Rila-Pkw ihren sowjetischen Originalen.[20]
Auch in Belgien wurden Moskwitsch-Varianten komplettiert und teilweise mit Perkins-Dieselmotoren ausgestattet. Diese Fahrzeuge wurden als Moskvich elite oder Scaldia vertrieben. Der in Belgien komplettierte Moskwitsch-408 wurde als Scaldia 1300 angeboten.[21] Kurzfristig wurde auch der AZLK-2141 Aleko bei Scaldia-Volga AS in Belgien montiert und mit einem Dieselmotor von Ford ausgestattet.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Anna Kusnetschowa: Wir bauen den „Moskwitsch“ (= Bibliothek der Aktivisten. Nr. 24). Verlag Tribüne, Ost-Berlin 1951, DNB 452665078 (Originaltitel: Po normam 1950 goda.).
- Hans-Joachim Heinze: Ich fahre einen Moskwitsch. Fahrzeugvorstellung, Fahrzeughandhabung, technische Durchsicht, Störungssuche und -beseitigung, nützliche Ergänzungen. 5., neu erarbeitete Auflage. Transpress, Ost-Berlin 1981, DNB 810417421.
- Testberichte
- Moskwitsch 408 - A Russian paradox. In: Motor Magazin, London, 13. August 1966.
- Road Test Moskvich de luxe 1,360 [408]. In: Autocar, London, 2. November 1967, S. 17–21.
- Moskvich: A vehicle for the country [412]. In: Autosport, London, 9. Dezember 1971 S. 32–33.
- Moskwitsch 408 und 412. In: Der Deutsche Straßenverkehr 3/1971, Transpress, Berlin, S. 17–21.
- Moskwitsch 21412 Aleko. In: KFT Kraftfahrzeugtechnik 1/1990, S. 17–21.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- AO «Московский автомобильный завод "Москвич"». Moskvich, 24. November 2022, abgerufen am 24. November 2022 (russisch).
- OAO «Москвич». Автомобильный завод АЗЛК. ASLK, 20. Mai 2004, abgerufen am 13. Oktober 2012 (russisch).
- Peter Korthals: Moskwitsch-Oldtimer. Abgerufen am 13. Oktober 2012.
- Ernst Benser: Moskwitsch 412 – Technik, Geschichte, Oldtimerfahren. Abgerufen am 13. Oktober 2012.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Prospektseite des Modells 412 auf www.Moskwitsch.de
- ↑ Prospektseite des Moskwitsch-407 auf www.moskwitsch.de
- ↑ Alexey Byrkov: Бренд Москвич подготовил новую модельную линейку М. In: autoreview.ru. 16. Dezember 2025, abgerufen am 17. Dezember 2025 (russisch).
- 1 2 3 Webseite zur Historie des KIM-10 (russisch) ( vom 21. Februar 2015 im Internet Archive)
- ↑ Deutsches Historisches Museum ( vom 5. Mai 2012 im Internet Archive)
- ↑ Michael Dünnebier, Eberhard Kittler: Personenkraftwagen sozialistischer Länder. transpress VEB Verlag für Verkehrswesen, Berlin 1990, ISBN 3-344-00382-8, S. 139.
- ↑ Międzynarodowe Targi Poznańskie.: Moskwitcz. 1948, S. 3, abgerufen am 27. November 2022 (polnisch).
- ↑ Zwei neue sowjetische Kraftwagentypen. In: Kraftfahrzeugtechnik 6/1955, S. 214.
- ↑ Neue sowjetische Personenkraftwagen. In: Kraftfahrzeugtechnik 11/1957, S. 405–409.
- ↑ Die Kraftfahrzeugindustrie der UdSSR im Siebenjahrplan von 1959 bis 1965. In: Kraftfahrzeugtechnik 9/1959, S. 370–373.
- ↑ Ehemalige Herstellerwebseite von AZLK zur Werksgeschichte (russisch)
- ↑ Prospektseite des Modells 412 auf www.Moskwitsch.de
- ↑ Prospektseite des Moskwitsch-407 auf www.moskwitsch.de
- ↑ 50 000. MOSKWITSCH IN DER DDR. In: Kraftfahrzeugtechnik 4/1968, S. 98.
- ↑ DDR-Werbung für Moskwitsch-412 auf Youtube
- ↑ mdr.de: Warum Russland sowjetische Automarken wiederbeleben will. Abgerufen am 28. September 2022.
- ↑ Kurz notiert. In: Kraftfahrzeugtechnik 2/1964, S. 76.
- ↑ Handelsblatt. Abgerufen am 16. Mai 2022.
- ↑ Sowjetisches Kultauto: Russland produziert wieder Moskwitsch-Autos. In: Der Spiegel. 23. November 2022, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 23. November 2022]).
- ↑ Michael Dünnebier, Eberhard Kittler: Personenkraftwagen sozialistischer Länder. transpress VEB Verlag für Verkehrswesen, Berlin 1990, ISBN 3-344-00382-8, S. 19.
- ↑ Michael Dünnebier, Eberhard Kittler: Personenkraftwagen sozialistischer Länder. transpress VEB Verlag für Verkehrswesen, Berlin 1990, ISBN 3-344-00382-8, S. 145.






