Gussew
Stadt
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| Liste der Städte in Russland | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Jahr | Einwohner | Anmerkungen |
|---|---|---|
| 1782 | 4798 | ohne die Garnison (ein Bataillon Infanterie), Einwohner sind Deutsche, Salzburger, Schweizer und Franzosen[10] |
| 1816 | 5072 | [11] |
| 1831 | 6023 | [12] |
| 1875 | 9114 | [13] |
| 1880 | 9530 | [13] |
| 1890 | 12.207 | davon 269 Katholiken und 95 Juden[13] |
| 1900 | 14.000 | mit der Garnison (ein Füsilierregiment Nr. 33, drei Schwadronen Dragoner Nr. 8 und eine Abteilung reitende Feldartillerie Nr. 1), davon 297 Katholiken und 126 Juden[8] |
| 1910 | 14.540 | davon 13.679 Evangelische, 533 Katholiken und 149 Juden; 2200 Militärpersonen[14] |
| 1925 | 19.002 | davon 18.198 Evangelische, 424 Katholiken, 20 sonstige Christen und 198 Juden[13] |
| 1933 | 19.987 | davon 19.253 Evangelische, 413 Katholiken, sechs sonstige Christen und 161 Juden[13] |
| 1939 | 22.181 | davon 20.842 Evangelische, 570 Katholiken, 375 sonstige Christen und 33 Juden[13] |
| Jahr | 1959 | 1970 | 1979 | 1989 | 2002 | 2010 | 2021 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 14.174 | 22.053 | 24.574 | 27.031 | 28.467 | 28.260 | 29.234 |
Gussewskoje gorodskoje posselenije 2008–2013
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die städtische Gemeinde Gussewskoje gorodskoje posselenije (ru. Гусевское городское поселение) wurde im Jahr 2008 eingerichtet.[15] Ihr gehörten an die Stadt Gussew sowie acht weitere Siedlungen, die vorher den Dorfbezirken Brjanski selski okrug, Furmanowski selski okrug, Lipowski selski okrug und Majakowski selski okrug zugeordnet waren. Im Jahr 2013 wurde die Gemeinde aufgelöst und deren Orte in den Stadtkreis Gussew eingegliedert.
| Ortsname | deutscher Name |
|---|---|
| Brjanskoje (Брянское) | Pruszischken/Preußendorf |
| Furmanowo (Фурманово) | Stannaitschen/Zweilinden und Luschen |
| Gussew (Гусев) | Gumbinnen |
| Iwaschkino (Ивашкино) | Kollatischken/Langenweiler |
| Jarowoje (Яровое) | Gertschen/Gertenau |
| Lipowo (Липово) | Kulligkehmen/Ohldorf |
| Mitschurinskoje (Мичуринское) | Drücklershöfchen |
| Schaworonkowo (Жаворонково) | Gerwischken/Richtfelde |
| Sinjawino (Синявино) | Kampischkehmen/Angereck |
Historisches Wappen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Blasonierung: „Schräglinks geteilt; oben in Rot der schwarze preußische Adler mit seinen Attributen, aus der Teilungslinie wachsend, unten in Rot ein steigender schwarzer Pfeil.“[16]


Am 6. April 1722 erhob König Friedrich Wilhelm I. den Ort zur Stadt und gab ihr zum Insiegel „in einem schräg geteilten Schilde in der oberen Hälfte in einem rothen Feld zur Rechten unseren Königlichen schwarzen halben Adler, mit einem aufrecht ausgebreiteten Flügel, in der andern Unterhälfte des Schildes zur Linken in einem rothen Felde einen schwarzen aufrecht fliegenden Pfeil, oben mit unterwärts gehenden Zacken“. Für das erste Feld dürfte ein Schreibfehler vorliegen. Doch zeigt ein großes Magistratssiegel mit der Jahreszahl 1724 tatsächlich beide Felder rot schraffiert, während das kleine Siegel STADT GUMBINNEN 1724 nur den preußischen Adler mit allen Abzeichen enthält.[17]
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Durch den Ort verläuft die ehemalige Reichsstraße 1 und heutige Europastraße 28 Kaliningrad–Vilnius, von der im Stadtgebiet die Fernstraße nach Sowetsk (früher Tilsit) abzweigt. Ebenfalls durch die Stadt führt die internationale Bahnlinie Kaliningrad–Kaunas. Von 1913/1914 bis 1945 existierte eine Bahnstrecke nach Angerburg (polnisch Węgorzewo).
Zum Grenzübergang nach Litauen sind es 37 Kilometer, außerdem führt eine direkte Straßenverbindung zu einem Grenzübergang nach Polen (38 Kilometer).
Religionen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Evangelische Kirchengemeinden
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Gumbinnen wurde kurz nach Einführung der Reformation bereits im Jahre 1545 eine evangelische Gemeinde gegründet.[18] Sie errichtete 1582 ihr erstes Gotteshaus, zu dem ein weitflächiges Kirchspiel gehörte. 1720 musste ein neues Kirchengebäude errichtet werden: die Altstädtische Kirche. Im Jahre 1752 kam die Salzburger Kirche als Filialkirche hinzu. Die Gemeinde war von Anfang an lutherisch geprägt. Sie zählte im Jahre 1925 mehr als 18.000 Gemeindeglieder.
Die reformierten Gemeindeglieder bildeten 1732 ihre eigene Kirchengemeinde,[19] für die es ab 1739 mit der Neustädtischen Kirche (auch: Reformierte Kirche) ein eigenes Kirchengebäude gab. Die Gemeinde zählte 1925 etwas mehr als 3800 Gemeindeglieder.
Beide Kirchengemeinde gehörten bis 1945 zur Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union. Während die lutherische Gemeinde zum Kirchenkreis Gumbinnen gehörte, war die reformierte Gemeinde ein Teil des speziellen reformierten Kirchenkreises in Ostpreußen, der in Königsberg (Preußen) seinen Sitz hatte.
Flucht und Vertreibung der einheimischen Bevölkerung sowie die restriktive Religionspolitik der Sowjetunion brachten nach 1945 das kirchliche Leben in Gussew zum Erliegen. Seit den 1990er Jahren gibt es in der Stadt wieder eine evangelisch-lutherische Gemeinde mit dem östlichen Bereich der Oblast Kaliningrad als Kirchspiel. Pfarrkirche ist die 1995 wieder eingeweihte Salzburger Kirche. Die Gemeinde, zu der jetzt vor allem lutherische und reformierte Russlanddeutsche gehören, ist Teil der Propstei Kaliningrad[20] (Königsberg) der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland.
Kirchenkreis Gumbinnen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der evangelische Kirchenkreis Gumbinnen bestand bis 1945 und umfasste sieben Pfarreien mit dazugehörigen Kirchspielen. Sein Gebiet entsprach dem des Kreises Gumbinnen, wobei die Kirche Szirgupönen allerdings bis 1825 zum Kirchenkreis Stallupönen gehörte:[21]
| Name | Änderungsname 1938 bis 1946 | Russischer Name |
|---|---|---|
| Gerwischkehmen | Gerwen | Priosjornoje |
| Gumbinnen, Altstädtische Kirche mit Salzburger Kirche | Gussew | |
| Ischdaggen | Branden | Lermontowo |
| Nemmersdorf | Majakowskoje | |
| Niebudszen | Herzogskirch | Krasnogorskoje |
| Szirgupönen 1936–1938: Schirgupönen | Amtshagen | Dalneje |
| Walterkehmen | Großwaltersdorf | Olchowatka |
Kirchengebäude
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Altstädtische Kirche
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Bau einer ersten und lutherischen Kirche in Gumbinnen war 1582 vollendet.[21] Der 1720 unter König Friedrich Wilhelm I. errichtete Neubau[22] wurde 1810/11 renoviert und erweitert und in klassizistischen Formen neu ausgestattet. Einen Turm erhielt die Kirche erst 1875. Im Oktober 1944 wurde die Kirche zerstört, die Ruinenreste 1945 abgeräumt.[23]
Neustädtische Kirche
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das auch Reformierte Kirche genannte Gotteshaus an der einstigen Königstraße wurde in den Jahren 1736 bis 1739 als verputzter Ziegelbau errichtet.[21] Den Entwurf fertigte Joachim Ludwig Schultheiß von Unfriedt aus. Der vorgesetzte Turm blieb unvollendet.[24] Die Orgel stammte aus der Königsberger Werkstatt Adam Gottlob Casparinis. Das Gebäude wurde 1945 stark beschädigt und nach 1985 abgeräumt.[25] Eine der drei Glocken überlebte auf dem Hamburger Glockenfriedhof und läutet heute in der Großwolder Kirche im ostfriesischen Westoverledingen.
Salzburger Kirche
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Salzburger Kirche, bis 1945 lutherische Filialkirche, steht an der früheren Salzburger Straße, der heutigen uliza Mendelejewa. Sie wurde 1840 als Nachfolgebau eines ersten Gotteshauses von 1752/54 errichtet.[26] Es handelt sich um einen einfachen verputzten Ziegelbau mit vorgesetztem Turm.[21] Im Januar 1945 wurde das Gebäude stark beschädigt, dann als Schuppen für den Straßenbau zweckentfremdet. Von 1993 bis 1995 konnte die Kirche wieder aufgebaut werden. Sie ist heute das einzige evangelische Gotteshaus in der Stadt Gussew.[27]
Evangelisch-freikirchlich
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Altlutherische Kirche
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Den Altlutheranern in Gumbinnen, einer kleinen Gemeinde mit 36 Gemeindegliedern im Jahre 1939, gehörte bis 1945 die 1923 bis 1926 errichtete Kreuzkirche[28] an der früheren Schillerstraße. Es handelte sich bei ihr um einen achteckigen Bau mit Laterne im Zentrum des Daches.[29] Im Süden war eine Vorhalle, im Norden eine Sakristei angebaut. Das Gebäude befindet sich in guter Verfassung und ist heute im Besitz der russisch-orthodoxen Kirche.
Baptisten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Baptistengemeinde in der einstigen Gumbinner Schillerstraße gehörte bis 1945 als Kapelle ein kleiner, neogotischer Bau[30] vom Anfang des 20. Jahrhunderts. Im Jahre 1939 zählte die Gemeinde 130 Gemeindeglieder. Seit 1945 wird das Gotteshaus nicht mehr für kirchliche Zwecke genutzt und dient heute als Stallgebäude in privatem Besitz.
Römisch-katholisch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Römisch-katholische Kirche besaß vor 1945 in Gumbinnen die St.-Andreas-Kirche an der Moltkestraße als eigenes Gotteshaus. Sie war in den Jahren 1900 bis 1901 errichtet und am 21. April 1901 geweiht worden. Zur katholischen Gemeinde zählten 1939 600 Gemeindeglieder. Sie war dem Dekanat Tilsit (heute russisch: Sowetsk) im Bistum Ermland zugeordnet.
Die Kirche kam unbeschadet durch den Zweiten Weltkrieg und liegt heute auf einem Kasernengelände, wo sie als Militärclubhaus zweckfremde Verwendung findet. Die Kapelle des ehemaligen Altstädtischen Friedhofes dient heute den Katholiken in Gussew als Gotteshaus.[31]
Russisch-orthodox
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Russisch-orthodoxen Kirche wurde in den 1990er Jahren die einstige Kreuzkirche der Altlutheraner übereignet. Ihr Baustil wurde dem für Russland üblichen angepasst, so mit dem Anbau eines entsprechenden Turmes sowie der Innenausstattung mit einer Ikonostase.[32] Die Gemeinde in Gussew gehört zur Diözese Kaliningrad und Baltijsk der russisch-orthodoxen Kirche.
Auf dem Platz der Altstädtischen Kirche entstand ab 2012 als neues russisch-orthodoxes Gotteshaus die Versöhnungskirche[33], die Einweihung erfolgt 2016.[34]
Juden
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Gumbinnen ließen sich jüdische Einwanderer relativ früh nieder. 1767 legten sie eine Betstube sowie einen eigenen Begräbnisplatz an. Im Jahre 1925 zählte die Gemeinde 198 Mitglieder; ihre Synagoge befand sich an der Langen Reihe. Am 9. November 1938 wurde sie durch einen von der SS gelegten Brand zerstört. Die meisten örtlichen Juden ergriffen danach die Flucht, u. a. nach Litauen und Polen. Im Jahre 1940 wurden die letzten Juden aus Gumbinnen wie ganz Ostpreußen deportiert.
In den 2010er Jahren leben wieder einige wenige Juden in Gussew. Eine Synagogengemeinde besteht hier jedoch noch nicht.

Städtepartnerschaften
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Gussew hatte mehrere Partnerstädte in Polen, darunter Gołdap (Goldap) und Pabianice (Pabianitz); diese Zusammenarbeit wurde aber von polnischer Seite in Folge des russischen Überfalls auf die Ukraine 2022 aufgekündigt.
Die deutsche Stadt Bielefeld ist seit 1954 Patenstadt für die aus der Stadt und dem Kreis Gumbinnen Geflohenen und Vertriebenen.
Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Salzburger Kirche (Nachfolgebau von 1840), Haus Salzburg und Salzburger Anstalt
- Standbild Friedrich Wilhelms I. von Christian Daniel Rauch aus den Jahren 1824/1835 (nicht erhalten)
- Elchskulptur von Ludwig Vordermayer (siehe Bild)
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Söhne und Töchter der Stadt
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nach Geburtsjahr geordnet
- Alexander von Wangenheim (1792–1867), Generalleutnant
- Adolf Borbstädt (1803–1873), Militär und Schriftsteller
- Julius Moser (1805–1879), Maler[35]
- Carl Schlick (1809–1874), Rittergutsbesitzer und Verwaltungsjurist
- Otto von Corvin (1812–1886), Schriftsteller, Militär und Revolutionär
- August Fendler (1813–1883), Botaniker
- Wilhelm Habrucker (1815–1891), Superintendent in Memel
- Eduard von Young (1815–1886), Landrat von Schlochau, Strasburg und Czarnikau
- Albert Wolfschmidt (1816–1895), deutscher Spirituosenfabrikant in Riga
- Waldemar Hoffheinz (1823–1897), Pfarrer in Tilsit
- Eduard Kammer (1839–1910), Altphilologe und Gymnasiallehrer
- Conrad Max von Unruh (1842–1921), preußischer Landrat
- Albert Peter (1853–1937), Botaniker
- Richard Friese (1854–1918), Tiermaler
- Arthur Seligo (1859–1932), deutscher Hydrobiologe, Limnologe, Ichthyologe, Fischereiwissenschaftler und Fischereilobbyist
- Ernst Voulliéme (1862–1930), deutscher Bibliothekar und Inkunabelforscher
- Ernst Schliewen (1867–1945), Reichsgerichtsrat
- Ernst Rosenfeld (1869–1952), Jurist, Hochschullehrer und -rektor
- Helene Wagenbichler (1869–1942), Malerin
- Bruno Schwaiger (1877–1927), deutscher Kaufmann und Genossenschaftsdirektor
- Hans Pfundtner (1881–1945), Ltd. Staatssekretär im Reichsinnenministerium
- Fritz Urbschat (1884–1970), deutscher Wirtschaftspädagoge und Hochschullehrer
- Herbert Mueller (1885–1966), deutscher Sinologe
- Walter von Corswant (1886–1942), Gauleiter der NSDAP, MdR
- Werner Friedrich (1886–1966), Jurist
- Gotthard Heinrici (1886–1971), Generaloberst
- Werner Pollack (1886–1979), Verwaltungsjurist
- Kurt Wolff (1886–1971), deutscher Offizier
- Günther Jachmann (1887–1979), Philologe
- Bruno Bieler (1888–1966), General der Infanterie
- Willy Usadel (1894–1952), Chirurg, Hochschullehrer und SA-Führer
- Carl Werner Dankwort (1895–1986), Diplomat
- Erwin Kern (1898–1922), Attentäter und Marineoffizier
- Ernst Witt (1898–1971), Architekt, Hochschullehrer und Konsistorialbaumeister
- Georg Usadel (1900–1941), Lehrer, MdR
- Paul-Heinrich Lange (1908–1989), Unternehmer und Segelsportler
- Gustav Müller (1908–1973), Politiker, Mitglied des Landtags von Niedersachsen
- Werner Ernst (1910–2002), Jurist, Bundesrichter und Staatssekretär
- Siegfried Fornaçon (1910–1987), evangelischer Theologe und Schifffahrtsforscher
- Alfred Rietdorf (1912–1943), Bühnenbildner, Maler und Autor
- Bruno Dilley (1913–1968), Pilot, Ritterkreuzträger
- Alfred Klein (1915–2003), deutscher Wirtschaftswissenschaftler
- Karl-Friedrich Albrecht (1922–1998), Mediziner und Hochschullehrer
- Johannes Wirsching (1929–2004), evangelischer Theologe und Hochschullehrer
- Gerd Siemoneit-Barum (1931–2021), Dompteur
- Arno Hecht (1932–2014), Pathologe, bis 1993 Hochschullehrer in Leipzig[36]
- Karl-Heinz Jähn (* 1932), Übersetzer
- Jürgen Dieckert (* 1935), Sportwissenschaftler und Sportfunktionär
- Klaus Magnus (* 1936), Maler und Grafiker
- Ursula Frick (1938–2023), Ärztin und Universitätsprofessorin
- Sabine Giesbrecht (* 1938), Musikwissenschaftlerin
- Manfred Kunter (1940–2025), deutscher Anthropologe
- Karl-Heinz Morscheck (* 1940), bildender Künstler und Buchautor
- Hans-Jürgen Rennack (* 1942), Brigadegeneral des Heeres der Bundeswehr
- Karin Burneleit (* 1943), Leichtathletin
- Waldemar Hopfenbeck (* 1944), BWL-Professor
- Hermann Alfred Schumacher (1944–2011), Schriftsteller und Anglist
- Oleg Gasmanow (* 1951), Schlagersänger, -komponist und -produzent, „Volkskünstler Russlands“
- Wladimir Wdowitschenkow (* 1971), Filmschauspieler, Verdienter Künstler der Russischen Föderation
Mit der Stadt verbunden
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nach Geburtsjahr geordnet
- Theodor von Schön (1773–1856), preußischer Staatsmann, von 1809 bis 1815 (mit kurzen Unterbrechungen) Regierungspräsident in Gumbinnen
- Christian Daniel Rauch (1777–1857), Bildhauer, schuf Standbild Friedrich Wilhelms I. in Gumbinnen
- Hans Victor von Unruh (1806–1886), Politiker und Regierungsrat
- Wernher von Braun (1912–1977), Raketenkonstrukteur
- Dietrich Brauer (* 1983), Erzbischof
Ehrenbürger
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Hans Pfundtner (1881–1945), Staatssekretär im Reichsinnenministerium (wegen der nationalsozialistischen Vergangenheit nicht Ehrenbürger des russischen Gussew)
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Gumbinnen, Hauptstadt des Regierungsbezirks Gumbinnen und Kreisstadt, an der Rominte-Mündung in die Pissa, Provinz Ostpreußen, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Gumbinnen (meyersgaz.org).
- Adolf Boetticher: Die Bau- und Kunstdenkmäler der Provinz Ostpreußen. Band 5: Die Bau- und Kunstdenkmäler in Litauen, Königsberg 1895, S. 29–34 (Google Books).
- Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preussen. Teil I, Königsberg/Leipzig 1785, S. 29–30, Nr. 2.
- August Eduard Preuß: Preußische Landes- und Volkskunde oder Beschreibung von Preußen. Ein Handbuch für die Volksschullehrer der Provinz Preußen, so wie für alle Freunde des Vaterlandes. Gebrüder Bornträger, Königsberg 1835, S. 471–473, Nr. 86.
- Rudolf Grenz (Hrsg.): Gumbinnen. Stadt und Kreis Gumbinnen. Eine ostpreußische Dokumentation. Zusammengestellt und erarbeitet im Auftrag der Kreisgemeinschaft Gumbinnen, Marburg/Lahn 1971.
- Herbert Stücklies, Dietrich Goldbeck: Gumbinnen Stadt und Land. Bilddokumentation eines ostpreußischen Landkreises 1900–1982. Im Auftrag der Kreisgemeinschaft Gumbinnen aus der Bildersammlung des Kreisarchivs Gumbinnen ausgewählt, zusammengestellt und erläutert. Band I und II. Bielefeld 1985.
- Norbert Matern: Ostpreußen als die Bomben fielen: Königsberg, Allenstein, Braunsberg, Gumbinnen, Insterburg, Memel, Tilsit. Droste-Verlag, Düsseldorf 1986, ISBN 3-7700-0674-7
- Bruno Moritz: Geschichte der reformierten Gemeinde Gumbinnen. Festschrift zum 200-jährigen Bestehen der Kirche 1739–1939. Sonderdruck aus dem Evangelischen Volksblatt für die Ostmark, 1939.
- Rudolf Müller: Drei Wochen russischer Gouverneur. Erinnerungen an die Besetzung Gumbinnens durch die Russen August – September 1914. Gumbinnen 1915 (Digitalisat)
- Gumbinner Heimatbrief. Nachrichtenblatt für die Stadt und den Kreis Gumbinnen. Organ der Kreisgemeinschaft Gumbinnen/Ostpreußen. Erscheint seit etwa 1952 etwa zweimal im Jahr.
- Mitteilungen für die ehemaligen Angehörigen der Friedrichsschule und Cecilienschule Gumbinnen. 1954 ff.
- Bernhard Conrad Ludwig von Gervais: Gumbinnen. Historisch-Politisch-Statistische Bemerkungen über diese Stadt neuerer Zeit. In: Beiträge zur Kunde Preußens, Bd. 1. Königsberg 1818, S. 177–213.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 Таблица 1.10 «Численность населения городских округов, муниципальных районов, муниципальных округов, городских и сельских поселений, городских населенных пунктов, сельских населенных пунктов» Программы итогов Всероссийской переписи населения 2020 года, утвержденной приказом Росстата от 28 декабря 2021г. № 963, с данными о численности постоянного населения каждого населенного пункта Калининградской области. (Tabelle 1.10 „Bevölkerungsanzahl der Stadtkreise, munizipalen Rajons, Munizipalkreise, städtischen und ländlichen Siedlungen [insgesamt], städtischen Orte, ländlichen Orte“ der Ergebnisse der Allrussischen Volkszählung von 2020 [vollzogen am 1. Oktober 2021], genehmigt durch die Verordnung von Rosstat vom 28. Dezember 2021, Nr. 963, mit Angaben zur Zahl der Wohnbevölkerung jedes Ortes der Oblast Kaliningrad.)
- ↑ Johann Friedrich Julius Arnoldt: Die öffentliche Prüfung der Schüler des Königl. Friedrichsgymnasiums zu Gumbinnen am 28. und 29. September d. J. Gumbinnen 1865 (Volltext)
- ↑ L. Wiese: Das höhere Schulwesen in Preußen. Historisch-statistische Darstellung. Berlin 1864, S. 62
- ↑ Dietrich Goldbeck (Hg.): Aus dem Leben in Gumbinnen : Einzeldarstellungen über zweihundert Jahre Ortsgeschichte ; eine Auswahl aus historischen Schriften und Privataufzeichnungen Bielefeld 1994; zitiert nach: Gumbinner HeimatbriefNr. 139 - Juli 2020, S. 50.
- ↑ Dietrich Goldbeck (Hg.): Aus dem Leben in Gumbinnen : Einzeldarstellungen über zweihundert Jahre Ortsgeschichte ; eine Auswahl aus historischen Schriften und Privataufzeichnungen Bielefeld 1994; zitiert nach: Gumbinner HeimatbriefNr. 139 - Juli 2020, S. 51.
- ↑ Andreas Kossert: Ostpreußen – Wiederentdeckung einer Kulturlandschaft. In: Christian-Erdmann Schott (Hrsg.): In Grenzen leben – Grenzen überwinden: zur Kirchengeschichte des 20. Jahrhunderts in Ost-Mittel-Europa. Festschrift für Peter Maser zum 65. Geburtstag. Lit, Münster 2008, S. 270.
- ↑ Georg Faustmann: Die Post. Kreisgemeinschaft Gumbinnen, Bielefeld 2020 (online, abgerufen am 17. Januar 2025).
- 1 2 Meyers Großes Konversations-Lexikon. 6. Auflage, Band 8, Leipzig und Wien 1907, S. 517
- ↑ Norbert Matern: Ostpreußen als die Bomben fielen. Düsseldorf 1986. S. 72–81
- ↑ Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preussen. Teil I, Königsberg/Leipzig 1785, S. 29–30, Nr. 2.
- ↑ Alexander August Mützell und Leopold Krug: Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des preussischen Staats. Band 2: G–Ko, Halle 1821, S. 104, Ziffer 3772.
- ↑ August Eduard Preuß: Preußische Landes- und Volkskunde oder Beschreibung von Preußen. Ein Handbuch für die Volksschullehrer der Provinz Preußen, so wie für alle Freunde des Vaterlandes. Gebrüder Bornträger, Königsberg 1835, S. 471–473, Nr. 86.
- 1 2 3 4 5 6 Michael Rademacher: Gumbinnen. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com.
- ↑ Gumbinnen, Meyers Gazetteer (mit Eintrag aus Orts- und Verkehrslexikon, 1912, und alter Landkarte der Umgebung von Gumbinnen).
- ↑ Durch das Закон Калининградской области от 30 июня 2008 г., № 255 «Об организации местного самоуправления на территории муниципального образования "Гусевский городской округ"» (Gesetz der Oblast Kaliningrad vom 30. Juni 2008, Nr. 255: Über die Organisation der lokalen Selbstverwaltung auf dem Gebiet der munizipalen Bildung "Stadtkreis Gussew")
- ↑ Erich Keyser: Deutsches Städtebuch – Handbuch städtischer Geschichte Band I Nordostdeutschland Seite 57. W. Kohlhammer Verlag Stuttgart 1939.
- ↑ Otto Hupp: Deutsche Ortswappen. Kaffee-Handels-Aktiengesellschaft, Bremen 1925.
- ↑ Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens. Band 3: Dokumente. Göttingen 1968, S. 480
- ↑ Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens. Band 3: Dokumente. Göttingen 1968, S. 508
- ↑ Evangelisch-lutherische Propstei Kaliningrad ( vom 29. August 2011 im Internet Archive)
- 1 2 3 4 Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens. Band 2: Bilder ostpreussischer Kirchen. Göttingen 1968, S. 97–98
- ↑ Die Altstädtische Kirche an der Pissa, 1909
- ↑ Gumbinnen bei GenWiki
- ↑ Die Neustädtische Kirche in der Königstraße, etwa 1930
- ↑ Verlorene Gebäude in Gumbinnen bei ostpreussen.net
- ↑ Die Salzburger Kirche, 2007
- ↑ A.P. Bachtin, Kirchen Ostpreußens. Alte und neue Fotos. Informationen zur Geschichte, Kaliningrad, 2013, S. 35
- ↑ Die altlutherische Kreuzkirche, etwa 1932
- ↑ Лютеранская кирха Гумбиннена Altlutherische Kirche Gumbinnen, im Umbau 2012/14
- ↑ Die ehemalige Baptistenkapelle, 2010
- ↑ Die ehemalige altstädtische Friedhofskapelle und heutige katholische Kirche, 2007
- ↑ Die russisch-orthodoxe (ehemals altlutherische) Kirche, 2010
- ↑ Die russisch-orthodoxe Versöhnungskirche, 2013
- ↑ 28.11.2016 – Patriarch Kirill weihte neue Kirche ein ( vom 27. August 2018 im Internet Archive). Kaliningrader Tageblatt vom 30. November 2016, abgerufen am 27. August 2018.
- ↑ http://objekte.jmberlin.de/person/jmb-pers-12579
- ↑ Leipziger Professorenkatalog








