Swetlogorsk
Stadt
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| Liste der Städte in Russland | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1933 | 2.178 |
| 1939 | 2.544 |
| 1959 | 6.726 |
| 1970 | 7.797 |
| 1979 | 9.982 |
| 1989 | 11.881 |
| 2002 | 10.950 |
| 2010 | 10.772 |
| 2021 | 16.207 |
Anmerkung: Volkszählungsdaten
Ortsteile
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Neben dem Ortskern gehören zu Swetlogorsk folgende acht Ortsteile:
| Ortsname | deutscher Name | Zeitpunkt der Eingliederung |
Bemerkungen |
|---|---|---|---|
| Bobrowka (Бобровка) | Battau | vor 1975 | Preußisch Battau, russisch Dobroje, war ebenfalls zeitweise ein Ortsteil von Swetlogorsk und gehört jetzt zur Stadt Pionerski. |
| Juschny (Южный) | Alexwangen | vor 1975 | |
| Maiski (Майский) | Schönwalde | 1947 ? | |
| Otradnoje (Отрадное) | Georgenswalde | 1947 | |
| Prigorodnoje (Пригородное) | Kirtigehnen | 1928 | |
| Saretschny (Заречный) | Sassau | 1901 | |
| Selski (Сельский) | Kobjeiten bei Sankt Lorenz | 1901 | |
| Sori (Зори) | Tykrehnen | 1947 ? |
Kirchen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Swetlogorsk gibt es die Kirchen[11][12]
- Kirche des heiligen Seraphim von Sarow, 1907 als evangelische Kirche erbaut nach Plänen von Otto Walter Kuckuck und Ernst (?) Wichmann, seit 1991 orthodoxe Kirche
- Kirche der Ikone der Gottesmutter "Freude aller Leidenden", 1994 erbaut im Gedenken an den Flugunfall von 1972
Weitere ehemalige Kapellen werden kulturell genutzt
- ehemalige katholische Kirche Maria Meeresstern, 1930/31 erbaut nach Plänen von Regierungsbaumeister a. D. Wilhelm Kleppe,[13] seit 1995 Makarow-Orgelsaal mit einer Orgel von Hugo Mayer (II/P, 24), die drittgrößte in der Oblast nach denen im Königsberger Dom
- ehemalige Baptistenkapelle, 1905 in Rauschen-Ort erbaut nach Plänen des Gemeindevorstehers Karl Glauss, seit 2007 Konzertsaal der Kinderkunstschule
Die nächsten evangelischen Gemeinden befinden sich in Selenogradsk (Cranz) und Kaliningrad (Königsberg) in der Propstei Kaliningrad.
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Schienen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Swetlogorsk ist über die Bahnstrecke Kaliningrad–Swetlogorsk direkt mit Kaliningrad verbunden. Weiterhin gibt es über die Bahnstrecke Kaliningrad–Selenogradsk–Primorsk eine indirekte Verbindung über Selenogradsk. Es gibt zwei Bahnhöfe: Swetlogorsk I (früher: Rauschen-Ort) ist der Hauptbahnhof für die Ortschaft und war früher Durchgangsbahnhof für Züge nach Jantarny im Westen. Swetlogorsk II (früher: Rauschen-Düne) ist ein Kopfbahnhof speziell für die Badegäste mit unmittelbarem Zugang zum Strand. Die Strecke ist elektrifiziert und wird von Triebwagen befahren. Die Fahrzeit nach Kaliningrad beträgt bei direkter Verbindung 60 Minuten, bei Verbindungen über Selenogradsk etwa 80 Minuten.
Straßen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Seit 2011 besteht Anschluss an den Primorskoje Kolzo (Küstenautobahnring), der für eine schnellere Anbindung an den Flughafen Kaliningrad sowie in die Oblasthauptstadt sorgt. Der dicht am Meer gelegene Ortsteil ist weitgehend verkehrsberuhigt.
Drahtseilbahn
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Seit 1910 gibt es gemeindeeigene Drahtseilbahnen vom hochgelegenen Ort hinunter zum Strand. Nach der Außerbetriebnahme entstand ein klobiger Fahrstuhlturm, der den Kurgästen des Militärsanatoriums zur Verfügung stand und gegen ein Trinkgeld von Touristen genutzt werden konnte. Die Anlage war einige Jahre außer Betrieb und wurde dann abgerissen. Ein Neubau ist geplant. Vom Fahrstuhleinstieg reichte der Blick auf die Küste von Swetlogorsk.
Wenige Meter westlich vom Fahrstuhlturm wurde in sowjetischer Zeit die neue Drahtseilbahn gebaut. Diese war ebenfalls einige Jahre außer Betrieb und wurde bis 2014 erneuert.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
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In Swetlogorsk ist umfangreiche Bausubstanz aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert erhalten, insbesondere im Stil ostseetypischer Seebäderarchitektur, die neben neuerbauten Ferienvillen und Hotels das Ortsbild prägt. Wahrzeichen der Stadt ist ein Wasserturm aus deutscher Zeit, der heute gemeinsam mit dem Nachbargebäude ein Warmbad beherbergt. Der Wasserturm ist mit der markanten Sonnenuhr des Swetlogorsker Künstlers Nikolai Frolow geschmückt. Das Warmbad mit dem charakteristischen Turm wurde 1967 auf einer 16-Kopeken-Briefmarke abgebildet. Spätestens seit diesem Jahr gilt Swetlogorsk als "Sotschi des Nordens" und ist in Russland als Badeort beliebt.
Hauptattraktion ist und bleibt der Ostsee-Sandstrand, der seit dem 19. Jahrhundert bis heute Ströme von Touristen und Kurgästen in den Ort lockt. Täglich besuchen mehrere zehntausend Besucher den Strand von Swetlogorsk. Rund 70.000 Kurgäste besuchen jährlich einen der Kurbetriebe des Ortes. Zu den größten Kurhäusern zählen Jantarny Bereg, das Militärsanatorium (ehemaliges Kurhaus) und das "Swetlogorsk" (ehemaliges Hotel Hartmann).

In Swetlogorsk gibt es ein Kunstmuseum mit Skulpturen des deutschen Bildhauers Hermann Brachert, von dem mehrere Großplastiken auch im Ort unter freiem Himmel zu sehen sind. Die 1907 gebaute Kirche wird heute als Museum genutzt.

2008 wurde beschlossen, in Swetlogorsk ein neues Theater zu bauen, das 1600 Plätze fassen soll. Die Bauarbeiten begannen 2009, wurden aber ein Jahr später aufgrund der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise eingefroren. Im Oktober 2012 wurden die Bauarbeiten wieder aufgenommen. Im Juni 2015 wurde der erste Saal fertiggestellt. Am 13. Juni 2015 wurde im Theater, welches den Namen Jantar Choll (ru. Янтарь Холл) trägt, die erste Veranstaltung abgehalten.[14]
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- August Eduard Preuß: Preußische Landes- und Volkskunde oder Beschreibung von Preußen. Ein Handbuch für die Volksschullehrer der Provinz Preußen, so wie für alle Freunde des Vaterlandes. Gebrüder Bornträger, Königsberg 1835, S. 498–499.
- Roland Mischke: Königsberg Ostpreußen. 3. Aufl. Mairs geogr. Verlag, Ostfildern 2001, S. 76–78. ISBN 3-89525-929-2
- R. Brückmann: Samland. Ein Führer für Wanderer. Hartung, Königsberg 1926, Rautenberg, Leer 1989, S. 54–70 (Reprint). ISBN 3-7921-0385-0
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Таблица 1.10 «Численность населения городских округов, муниципальных районов, муниципальных округов, городских и сельских поселений, городских населенных пунктов, сельских населенных пунктов» Программы итогов Всероссийской переписи населения 2020 года, утвержденной приказом Росстата от 28 декабря 2021г. № 963, с данными о численности постоянного населения каждого населенного пункта Калининградской области. (Tabelle 1.10 „Bevölkerungsanzahl der Stadtkreise, munizipalen Rajons, Munizipalkreise, städtischen und ländlichen Siedlungen [insgesamt], städtischen Orte, ländlichen Orte“ der Ergebnisse der Allrussischen Volkszählung von 2020 [vollzogen am 1. Oktober 2021], genehmigt durch die Verordnung von Rosstat vom 28. Dezember 2021, Nr. 963, mit Angaben zur Zahl der Wohnbevölkerung jedes Ortes der Oblast Kaliningrad.)
- ↑ Was sich möglicherweise auf die Dünen der Kurischen Nehrung bezog, da dieser Name möglicherweise aus einer Verwechselung mit dem schließlich für den Ort Cranz genommenen Namen Selenogradsk (Stadt im Grünen) herrührt.
- ↑ Amtsbezirk Neukuhren auf territorial.de
- ↑ Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 17 июня 1947 г.«Об образовании сельских советов, городов и рабочих поселков в Калининградской области» (Erlass des Präsidiums des Obersten Sowjets der RSFSR vom 17. Juni 1947: Über die Bildung von Dorfsowjets, Städten und Arbeitersiedlungen in der Oblast Kaliningrad)
- ↑ Bei der Ortsbezeichnung Swetlogorsk soll es sich um eine Verwechselung mit der für den Ort Cranz gewählten Ortsbezeichnung Selenogradsk handeln.
- ↑ Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 25 июля 1947 г. «Об административно-территориальном устройстве Калининградской области» (Erlass des Präsidiums des Obersten Sowjets der RSFSR vom 25. Juli 1947: Über den administrativ-territorialen Aufbau der Oblast Kaliningrad)
- ↑ Unfallbericht AN-24 Soviet Navy 05, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 6. Januar 2025.
- ↑ Waleri Gromak. «Трагедия, о которой молчали 30 лет» Prawda, vom 16. Mai 2006
- ↑ Igor Rudnikow: Черная икра для адмирала - «Новые колёса». Abgerufen am 4. März 2016 (russisch).
- ↑ Jewa Merkatschewa, Alexandr Burakow: Неизвестные факты о самой трагической авиакатастрофе в истории страны: падении самолета на детский сад, Московский комсомолец, 16. Mai 2014. Abgerufen am 4. März 2016 (russisch).
- ↑ Sakralbauten in Swetlogorsk Prussia 39, mit Fotos und weiterführenden Links (russisch)
- ↑ Ortsbild Rauschen und umgebende Landschaft. Archiviert vom am 17. Januar 2016; abgerufen am 6. Januar 2023.
- ↑ Barbara Wolf-Dahm: Katholische Diaspora an der Bernsteinküste des Samlandes. In: Zeitschrift für die Geschichte und Altertumskunde Ermlands. Band 46. 1991. S. 61–82, hier S. 76f. PDF
- ↑ КВН на кубок губернатора впервые прошел в светлогорском «Янтарь-холле». In: Free Kaliningrad. 14. Juni 2015, abgerufen am 22. Juni 2015 (russisch).
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Fotogalerie von Swetlogorsk (deutsch)





