Fedora (Linux-Distribution)
| Fedora | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Fedora 40 Workstation mit der Gnome-Oberfläche 46 | |||||
| Entwickler | Fedora-Projekt | ||||
| Lizenz(en) | GPL und andere | ||||
| Erstveröff. | 6. November 2003 | ||||
| Akt. Version | 44[1][2][3][4] vom 28. April 2026 (vor 35 Tagen) | ||||
| Kernel | Linux | ||||
| Abstammung | GNU/Linux ↳ Fedora ↳ CentOS Stream ↳ RHEL | ||||
| Architektur(en) | AMD64, PowerPC, ARM, s390x | ||||
| Installationsmedium | USB-Stick, DVD[5] | ||||
| Sprache(n) | mehrsprachig | ||||
| Sonstiges | Standard-Desktop-Umgebung: Gnome | ||||
| fedoraproject.org | |||||
| Version | Veröffentlichung | Kernel | Anmerkung | Codename | |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | 5. November 2003 | 2.4.19 | Erste Version, basierte direkt auf Red Hat Linux 9.[141] | Yarrow | |
| 2 | 18. Mai 2004 | 2.6.4 | Anstelle des bis dahin üblichen XFree86 wurde wegen Lizenzänderung in Fedora Core 2 X.Org-Server als X-Server verwendet. Fedora Core 2 integrierte auch als eine der ersten Distributionen überhaupt das damals noch experimentelle SELinux. In Fedora Core 2 war SELinux nach der Installation noch deaktiviert.[142] | Tettnang | |
| 3 | 8. November 2004 | 2.6.9 | In Fedora Core 3 wurde SELinux zum festen Bestandteil der Distribution und war nach einer Standard-Installation aktiviert. Daneben wurden die Unterstützung für indische Sprachen und die Remote-Funktionen auf der Basis von VPN verbessert.[143] | Heidelberg | |
| 4 | 13. Juni 2005 | 2.6.12 | Die wichtigsten Neuerungen in Fedora Core 4 betrafen die Integration von Xen, GFS und Eclipse. Neu war zudem die Unterstützung der PowerPC-Architektur und OpenOffice.org war in der damals ganz frischen Version 2.0 enthalten. Für den Desktop wurde ein einheitliches Standard-Theme namens „Clearlook“ integriert.[144] | Stentz | |
| 5 | 20. März 2006 | 2.6.16 | Nach neun Monaten Entwicklungszeit wurde die Fedora-Version veröffentlicht, die als erste das Fedora-Logo trug. Das Mono, welches die Entwicklung und das Ausführen von .Net-Framework-Anwendungen in Fedora erlaubt, wurde nach längeren Diskussionen um patentrechtliche Vorbehalte integriert. Die grafische Software-Verwaltung mit Pirut und Pup wurde integriert, um die Paketverwaltung für Anfänger zu vereinfachen. Der NetworkManager konnte nun selbständig WLANs erkennen und wechseln. Für die Installation von Fedora Core 5 waren fünf Installations-CD-ROMs notwendig.[145] | Bordeaux | |
| 6 | 24. Oktober 2006 | 2.6.18 | Neu an Fedora Core 6 waren ein grafisches Verwaltungsprogramm für SELinux und eine komplett neu entwickelte grafische Druckerverwaltung, die Drucker im Plug-and-Play-Verfahren (ohne Zutun des Benutzers) verfügbar machen konnte. Die Fenstermanager Compiz und AIGLX erlauben grafische 3D-Effekte.[146] | Zod | |
| 7 | 31. Mai 2007 | 2.6.21 | Neben dem Verzicht auf den Namensteil Core waren die erstmals erhältlichen Live-Medien und Spins die bedeutendste Neuerung. KVM wurde neu integriert und es gab in der PowerPC-Variante Unterstützung für die PlayStation-3-Hardware. Verschiedene Verbesserungen betrafen die Energieeffizienz durch die Unterstützung von damals neuen Sleep-Modes der Prozessoren.[147] | Moonshine | |
| 8 | 8. November 2007 | 2.6.23 | In Fedora 8 wurden die neue Java-Plattform IcedTea und PulseAudio, das den ESD-Daemon ablöste, integriert. KVM verdrängte Xen an die zweite Stelle. Mit Hilfe des Programms Codeina wurden die Codecs zum Abspielen von MP3- und anderen MPEG-Dateien aus Drittquellen einfacher nachinstallierbar. Ein neues grafisches Tool für die Firewall-Konfiguration sowie die PowerPC-64-Bit-Unterstützung kamen ebenfalls hinzu.[148] | Werewolf | |
| 9 | 13. Mai 2008 | 2.6.25 | Um den Systemstart kümmerte sich ab Fedora 9 anstelle von SysVinit nun Upstart. Neben den x86-, AMD64- und PowerPC-Varianten, war eine für IA-64, SPARC (32 und 64 Bit) verfügbar. Neu war, dass die Größe von Partitionen während der Installation verändert und Filesysteme schon während der Installation verschlüsselt werden konnten. Ebenfalls neu war die Einführung von ext4. Einen großen Schritt vollzog die Desktopumgebung KDE: durch das Update von Version 3 auf 4 erschien sie in völlig neuem Gewand.[149] | Sulphur | |
| 10 | 25. November 2008 | 2.6.27 | In Fedora 10 wurde KMS in den Kernel integriert, was zur Automatisierung der Bildschirmkonfiguration führte. Die grafische Oberfläche der Paketverwaltung wurde durch das plattformübergreifende, ebenfalls gefischte Tool, PackageKit ersetzt. Live-Medien funktionierten nun auch auf USB-Sticks und optisch sehr auffällig an Fedora 10 war die Neuentwicklung des Programms Plymouth, das für die grafischen Darstellungen während des Bootvorgangs verantwortlich war. Der NetworkManager bot erstmals die Möglichkeit sogenannte Ad-hoc-Netzwerke aufzubauen.[150] | Cambridge | |
| 11 | 9. Juni 2009 | 2.6.29 | Stark optimiert wurde die Bootzeit von Fedora 11, mit dem Ziel auf jeder damals halbwegs aktuellen Hardware innerhalb von 20 Sekunden zu booten. Mit Fedora 11 wurde erstmals die s390x-Plattform unterstützt. Der freie nouveau-Grafiktreiber wurde neu in die Distribution aufgenommen und ext4 löste ext3 als Standarddateisystem ab. Die KMS-Unterstützung funktionierte nun auch mit chipsatz-integrierten Grafikprozessoren von Intel. Um die Sicherheit des Systems zu erhöhen wurde systemweit die Verwendung von NX-Bits eingeführt.[151] | Leonidas | |
| 12 | 17. November 2009 | 2.6.31 | Erstmals war es möglich, das noch experimentelle Btrfs zu nutzen. Die Hardwareunterstützung für i586 wurde gekappt, womit Fedora mindestens einen i686-fähigen Prozessor voraussetzt. Das YUM-Plugin Presto ermöglichte es, Delta-RPM-Pakete zu installieren, was die Geschwindigkeit für das Einspielen von Patches stark erhöhen soll. Die für Netbooks angepasste Desktopumgebung Moblin wurde in den Software-Repository von Fedora 12 aufgenommen. Der neue Audio-Mixer behob die Probleme, die in vorangegangenen Fedora-Versionen mit der Steuerung von PulseAudio bestanden hatten. Neu war auch das von Red Hat entwickelte Automated Bug-Reporting Tool (ABRT), das es den Benutzern ermöglicht, Fehlermeldungen und Probleme bei SELinux automatisch den Entwickeln zu melden.[152] | Constantine | |
| 13 | 25. Mai 2010 | 2.6.33 | Neben diversen Detailverbesserungen und Updates, war erstmals eine Fedora-Variante für die ARM-Plattform verfügbar. Ab Fedora 13 ist es PackageKit möglich, automatisiert Audio- und Video-Codecs aus Drittquellen sowie Druckertreiber zu installieren. Der Sugar on a Stick genannte Spin nutzt die auf Schüler ausgerichtete Desktopumgebung Sugar, des OLPC-XO-1-Projekts.[153] | Goddard | |
| 14 | 2. November 2010[154] | 2.6.35 | Die auf KVM aufbauende Remote-Technologie SPICE wurde in Fedora 14 integriert. Ein Spin für Amazons Public-Cloud-Service EC2 war mit der Veröffentlichung von Fedora 14 verfügbar.[155] | Laughlin | |
| 15 | 24. Mai 2011[156] | 2.6.38[157] | In Fedora 15 wurde die Desktopumgebung Gnome von der Version 2 auf 3 gehoben, wodurch sich das Aussehen des Fedora Standard-Desktops radikal veränderte. systemd ersetzte Upstart und überwachte den Systemstart und Daemons. Der Nebeneffekt von systemd ist eine deutlich kürzere Bootzeit. Das System-Verzeichnis /var/run wurde nach /run verschoben, damit es früher im Bootprozess verfügbar ist. Oracle OpenOffice wurde durch LibreOffice ersetzt.[158] |
Lovelock[159] | |
| 16 | 8. November 2011[160] | 3.1[161] | Der bestehende Bootloader wurde durch GRUB2 ersetzt wodurch das Booten auf einem UEFI-System möglich wurde. Die Desktopumgebungen LXDE und Xfce erhalten in Fedora 16 erstmals eigene Live-Medien. Die einst entfernten Administrations-Werkzeuge für Xen wurden wieder hinzugefügt. Neben dem Condor-Cloud-Server wurden diverses andere Anwendungen und Tools um Cloud-Computing-Funktionen erweitert.[162] | Verne[163] | |
| 17 | 29. Mai 2012[164] | 3.3.4 | Als erste Linux-Distribution schaffte die Fedora Version 17 die System-Verzeichnisse /lib, /lib64, /bin und /sbin ab und verschob deren Inhalte nach /usr/*. Dadurch soll es unter anderem einfacher werden, einen Snapshot des Systems zu erstellen. Diese nicht dem FHS entsprechende Änderung am Filesystem, haben inzwischen zahlreiche andere Linux-Distributionen nachvollzogen. Die damals neue libvirt-sandbox vereinfachte das Sandboxing von einzelnen Anwendungen. ConsoleKit wurde durch den systemd-logind abgelöst, der sich seither um die Benutzer-Managend auf einer Fedora-Installation kümmert.[165] |
Beefy Miracle[166] | |
| 18 | 15. Januar 2013[167] | 3.6.0 |
Die größte Neuerung an Fedora 18 war der komplett neu gestaltete Installer Anaconda. Fedora 18 unterstützte nun Secure Boot und für die Desktopumgebungen MATE und Cinnamon gab es nun ein Live-Medium. Das damals neue Tool FedUp vereinfachte den Versionswechsel. Durch Samba 4 wurde Fedora befähigt Windows-Server als Domain-Controller vollständig zu ersetzen. Für die Netzwerksicherheit wurde neu der firewalld-Daemon zuständig, der eine dynamische Firewall-Konfiguration (Stateful Packet Inspection) verwalten kann. PackageKit kann nun auch bestimmte Update-Pakete zwischenspeichern und während des nächsten Systemstarts installieren, was Konflikte im laufenden System vermindern soll.[168] |
Spherical Cow[169] | |
| 19 | 2. Juli 2013[170] | 3.9.0[171] |
Um die Benennung von Netzwerkkarten kümmert sich ab Version 19 systemd. Auch die Funktionen des Cron-Daemons konnte systemd nun ersetzen. Das Programm Firstboot wurde durch verschiedene neu geschriebene Anaconda-Module ersetzt. Erstmals wurde die ARM-Variante gleichzeitig mit der x86- und AMD64-Variante freigegeben. Die PowerPC und System-z-Varianten folgten wie üblich einige Wochen danach.[172] |
Schrödinger’s Cat[173] | |
| 20 | 17. Dezember 2013[174] | 3.11.10 | Ersatz von Rsyslog durch die Journal-Funktion systemd und der ersatzlose Verzicht auf Sendmail. Die für geringen Ressourcen-Verbrauch optimierte Benutzeroberfläche Enlightenment 0.17 (E17) wird auch erstmals in Fedora enthalten sein.[175] | Heisenbug[176] | |
| 21 | 9. Dezember 2014[177] | 3.17.4 | Fedora 21 ist die erste Fedora-Version, die in nach den Fedora.next genannten, neu geschaffen Strukturen entstanden ist. Sie verfügt je über einen Flavor für Workstations, Server und Cloud Computing.[53] Daneben gibt es jedoch auch weiterhin Spins z. B. für KDE oder Xfce.
Fedora 21 ist auch die erste Version die keinen Codename besitzt.[140] |
keinen[140] | |
| 22 | 26. Mai 2015[178] | 4.0.4 | Umstellung auf Plasma 5 beim KDE-Spin, neuer LXQt-Spin, Umstellung des Paketmanagers von YUM auf DNF, XFS ist nun das Standard-Dateisystem in der Serveredition.[179] | ||
| 23 | 3. November 2015[180][181] | 4.2.3 | Unterstützung von Google Drive unter Gnome. Quelloffene Radeon-Grafiktreiber setzen auf OpenGL 4.1. Upgrades der Distribution werden nun über ein Plug-in vom Standard-Paketmanager DNF abgewickelt. Firmware- oder BIOS-Updates werden jetzt genauso wie normale Programm-Updates angeboten. KDE wird in Version 5.4 eingesetzt. Neuer Spin mit Cinnamon in Version 2.6. Python 3 ersetzt Python 2. Weitere Sicherheitsverbesserungen, unter anderem durch Abschaltung von SSL 3.0 und RC 4 in den Bibliotheken GnuTLS und OpenSSL. | ||
| 24 | 21. Juni 2016[182] | 4.5 | Dank der Gnome-Version 3.20 können nun auch mittels einer graphischen Anwendung Versionsupdates vorgenommen werden, Unterstützung von Flatpak-Paketen, der Standardcompiler ist der GCC 6, sowie weitere Softwareaktualisierungen.[183] | ||
| 25 | 22. November 2016[184] | 4.8.6 | Wayland ist als Standard gesetzt, Unterstützung für Flatpak, Gnome 3.22, Unterstützung für das Anhören von MP3-Dateien, Unterstützung für Hybridgrafikkarten.[185] | ||
| 26 | 11. Juli 2017[186] | 4.11.8 | Gnome 3.24, Gnome hat nun einen Nachtmodus, Neues Programm für die Partitionierung der Datenträger in Anaconda eingebaut, LXQt wird ab dieser Version als offizielle Bedienoberfläche unterstützt, Einführung des MP3-Encoders, da die Patente darauf ausgelaufen sind und Fedora auf Software mit Patenten prinzipiell verzichtet, Verzicht auf X11-Synaptics-Treiber, als Ersatz wird die Eingabebibliothek Libinput verwendet.[187] | ||
| 27 | 14. November 2017[188] | 4.13.11 | Gnome 3.26, verbesserte Unterstützung für ARM64-Boards wie Raspberry Pi 3 oder Pine 64. Unterstützung von S3TC, welches von vielen Spielen benötigt wird. Systemsteuerung wurde umstrukturiert. | ||
| 28 | 1. Mai 2018[189] | 4.16.3 | Gnome 3.28, erstmalige Unterstützung von Thunderbolt-3-Sicherheitsleveln. Fedora legt bei der Installation kein /root-Verzeichnis mehr an. Root-Rechte erlangt man wie bisher durch Befehl sudo oder su -. Akkuverbrauch bei Netbooks wurde weiter reduziert. Auf Intel Mobile-Chipsätzen wird das Aggressive Link Power Management bei SATA-Datenträgern standardmäßig verwendet. Dadurch werden rund 1,5 Watt eingespart. Vereinfachte Benutzung von VirtualBox durch Installation von VirtualBox Guest Additions, welche die passenden Grafikkartentreiber und Kernel haben. | ||
| 29 | 30. Oktober 2018[190] | 4.18.16 | |||
| 30 | 29. April 2019[191] | 5.0.9 | |||
| 31 | 29. Oktober 2019[192] | 5.3[193] | Gnome 3.34, schnellere Paketinstallationen, statt Docker wird nun das Drop-in-Replacement Podman als Alternative mitgeliefert. Einsatz von Cgroups in der 2. Version, damit Prozessorzeit, Arbeitsspeicherverbrauch oder Anzahl der I/O-Operationen limitiert und dadurch die Prozesse (und somit auch Container oder VMs) abgesetzt werden. Außerdem ist es die erste Version, bei der es keine Variante mehr für 32-Bit-x86-Hardware gibt.[194] Allerdings können 32-Bit-Anwendungen von Drittquellen nach wie vor ausgeführt werden, denn die dafür notwendigen 32-Bit-Bibliotheken stehen weiterhin zur Verfügung.[195] | ||
| 32 | 28. April 2020[196] | 5.6.6 | Gnome 3.36, das System soll künftig durch EarlyOOM besser mit Situationen klarkommen. Dabei wird die Speicherbelegung kontrolliert. Wird das RAM knapp und muss das System auf den Swap-Speicher zurückgreifen, beendet das neue Feature entsprechende Prozesse und verhindert so ein Einfrieren des Systems. Außerdem wurde die Performance der SSD durch die voreingestellte Aktivierung von fs.trim verbessert.[197] | ||
| 33 | 28. Oktober 2020[198] | 5.8.15 | Gnome 3.38, Btrfs hat Ext4 als Standarddateisystem abgelöst. Fedora setzt im Auslagerungsbereich auf zRAM.[199] | ||
| 34 | 27. April 2021[200] | 5.11.12 | Gnome 40 | ||
| 35 | 26. Oktober 2021[201] | 5.14 | Gnome 41 | ||
| 36 | 10. Mai 2022[202] | 5.17.5 | Gnome 42 | ||
| 37 | 15. November 2022[203][204] | 6.0.8[205] | Gnome 43 | ||
| 38 | 18. April 2023[206] | 6.2.9 | Gnome 44 | ||
| 39 | 7. November 2023[207] | 6.5.1 | Gnome 45 | ||
| 40 | 23. April 2024[208] | 6.8.5 | Gnome 46, KDE Plasma 6, DNF5, Delta RPMs entfernt, Anaconda WebUI Installer, Ostree Native Container unterstützt.[209] | ||
| 41 | 29. Oktober 2024[210] | 6.11.5 | Gnome 47, X11-Pakete von den Installations-Medien entfernt, Python 2.7 entfernt.[211] | ||
| 42 | 15. April 2025[212] | 6.14.0 | Gnome 48, KDE Plasma 6.3, Integration von x86 und x86 64 Emulation auf ARM-Geräten durch FEX.[213] | Adams[214] | |
| 43 | 28. Oktober 2025[215] | 6.17.5 | Gnome 49, Gnome X11-Pakete entfernt, KDE Plasma 6.4, Boot-Partition auf 2 GB vergrößert, RPM 6.0, Anaconda WebUI auch bei Spins als Standard-Installer[216] | keinen[214] | |
| 44 | 28. April 2026[217] | 6.19.14 | Gnome 50, KDE Plasma 6.6, Games Lab grundhaft erneuert, nix Paketmanager hinzugefügt | ||
Ältere Version; nicht mehr unterstützt Ältere Version; noch unterstützt Aktuelle Version Zukünftige Version | |||||
In regelmäßigen Abständen entwickelt das Unternehmen Red Hat, mit meist nur geringfügigen Änderungen, aus einer Fedora-Version das Produkt Red Hat Enterprise Linux (RHEL), dessen Versionen im Gegensatz zu Fedora sehr lange gepflegt werden:

Entwicklungs-Versionen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Entwicklungsarbeiten für Fedora finden an einer Distribution mit dem Namen Rawhide (englisch: Rohleder) statt.[218] In diese Distribution werden alle Neuerungen für die gerade in Entwicklung befindliche Fedora-Version eingearbeitet und von den Entwicklern getestet. Nähert sich der Entwicklungs-Zyklus dem ersten Alpha-Release, einer kommenden Fedora-Version, wird von der Rawhide ein Branched (englisch: verzweigt) genannter Zweig abgeleitet, über die Alpha- und Beta-Releases-Phase stabilisiert und dann mit dem Final Release abgeschlossen.[219] Das Branched trägt bereits die Versions-Nummer der kommenden Fedora-Version. Parallel zu Branched wird Rawhide für die übernächste Fedora-Version weiterentwickelt.
Die Rawhide kennt – im Gegensatz zum Branched – keine Versionen, sondern nur tägliche Rolling Releases. Täglich erstellt ein Dienst auf einem Server des Fedora-Projekts, aus dem Quellcode der Rawhide und dem Branched, ein installierbares ISO-Abbild. Da diese Nightly live builds[218][219] genannten Releases den gerade vorhandenen Entwicklungsstand abbilden, ist mit Instabilitäten zu rechnen. Auch Datenverluste oder die Beschädigung von Hardware können nicht ausgeschlossen werden, weshalb die Nightly live builds ausschließlich für erfahrene Nutzer geeignet sind.[220] Nicht allzu selten kommt es auch vor, dass kein Nightly live build erstellt werden kann, weil zeitweilige Inkonsistenzen in der Rawhide dies unmöglich machen.
Für Entwickler von nicht in der Distribution enthaltener Software und Personen, die sich informieren möchten, sind die Nightly live builds der Rawhide und Branched die einfachste Möglichkeit, um vor einem Alpha-Release oder zwischen Alpha- und Beta-Releases die zukünftige Fedora zu testen und nutzen.
Die integrierten BTRFS-Snapshots und das rpm-ostree-System der immutablen Varianten erleichtern das Testen von instabilen Versionen.[220]
Abstammung und Derivate
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Fedora Core 1 basierte auf Red Hat Linux 9 (RHL) und stammte damit von diesem ab. Red Hat Linux selbst ist vollständig in Fedora Core aufgegangen und wird nicht mehr selbständig weiterentwickelt. Stattdessen vertreibt das Unternehmen Red Hat das Produkt Red Hat Enterprise Linux (RHEL), das in seinen ersten Versionen auf Red Hat Linux und bei aktuellen Versionen auf Fedora aufbaut.
Es gibt eine ganze Reihe von Linux-Distributionen, die auf Fedora aufbauen oder noch von der Red-Hat-Distribution abstammen.
Kritik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Kritisiert wird der „Zwang zum Update“ nach spätestens 13 Monaten und die zu häufigen Updates. Dies garantiert zwar jederzeit sehr aktuelle Software, bringt aber auch viele Änderungen mit sich und der langfristige Support fehlt. Dem mag entgegengehalten werden, dass RHEL oder CentOS dies bieten[9]. Auch ist die Migration auf die jeweils aktuelle Hauptversion unkompliziert.
Fedora-Galerie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Jede Fedora-Version wird passend zum Codenamen grafisch gestaltet:
- Fedora Core 1 (Yarrow)
- Fedora Core 2 (Tettnang)
- Fedora Core 3 (Heidelberg)
- Fedora Core 4 (Stentz)
- Fedora Core 5 (Bordeaux)
- Fedora Core 6 (Zod)
- Fedora 7 (Moonshine)
- Fedora 8 (Werewolf)
- Fedora 9 (Sulphur)
- Fedora 10 (Cambridge)
- Fedora 11 (Leonidas)
- Fedora 12 (Constantine)
- Fedora 13 (Goddard)
- Fedora 14 (Laughlin)
- Fedora 15 mit KDE (Lovelock)
- Fedora 16 (Verne)
- Fedora 17 (Beefy Miracle)
- Fedora 18 mit KDE (Spherical Cow)
- Fedora 18 mit Mate (Spherical Cow)
- Fedora 19 (Schrödinger’s Cat)
- Fedora 19 mit KDE (Schrödinger’s Cat)
- Fedora 20 mit KDE (Heisenbug)
- Fedora 20 mit Enlightenment (Heisenbug)
- Fedora 21
- Fedora 22
- Fedora 23
- Fedora 24
- Fedora 25
- Fedora 26
- Fedora 27
- Fedora 28
- Fedora 29
- Fedora 30
- Fedora 31
- Fedora 32
- Fedora 33
- Fedora 34
- Fedora 35
- Fedora 36
- Fedora 37
- Fedora 38
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Fedora-Projekt
- Linkkatalog zum Thema Fedora bei curlie.org (ehemals DMOZ)
- Interview (englisch) (Ogg Vorbis; 53,1 MB) mit Max Spevack und Robert Scheck über Fedora, die Neuerungen und Entwicklungen im Fedoraprojekt. RadioTux-Sendung am 15. März 2009 von den Chemnitzer Linux-Tagen
- Fedora bei Distrowatch
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Jef Spaleta: The Fedora Linux 44 Release is Here! 28. April 2026 (abgerufen am 28. April 2026).
- ↑ Fedora 44 Released For Living On The Leading-Edge Of Linux Innovations. In: Phoronix. 28. April 2026 (englisch, abgerufen am 3. Mai 2026).
- ↑ Fedora Linux 44 has been released. In: LWN.net. 28. April 2026 (englisch, abgerufen am 3. Mai 2026).
- ↑ Fedora Linux 44 est dans les bacs. In: LinuxFr. 29. April 2026 (französisch, abgerufen am 3. Mai 2026).
- ↑ Herunterladen. In: fedoraproject.org. Abgerufen am 28. Juni 2023.
- 1 2 Fedora Project Overview. In: Fedora Project. Abgerufen am 20. Juni 2013 (englisch).
- ↑ Fedora and Red Hat Enterprise Linux. In: Fedora Project. Abgerufen am 27. Juni 2023 (englisch).
- ↑ User base. In: Fedora Project. Abgerufen am 8. Oktober 2013 (englisch).
- 1 2 Hans-Joachim Baader: Fedora 18. Fazit. pro-linux.de, 13. Januar 2013, abgerufen am 3. September 2013.
- ↑ Project life cycle and maintenance. In: Fedora Project. Abgerufen am 20. Juni 2013 (englisch).
- ↑ Fedora Project Objectives. In: Fedora Project. 19. Dezember 2006, abgerufen am 20. Juni 2013 (englisch).
- ↑ “Vision statement”. In: Fedora Project. Abgerufen am 7. September 2013 (englisch).
- 1 2 “Freedom, Friends, Features, First”. In: Fedora Project. Red Hat, Inc., abgerufen am 5. Juni 2013 (englisch).
- 1 2 3 Overview. In: Fedora Project. Red Hat, Inc., abgerufen am 5. Juni 2013 (englisch).
- ↑ FreeSoftwareAnalysis. In: Fedora Project. Red Hat, Inc., abgerufen am 6. September 2013 (englisch).
- ↑ Code of Conduct. In: Fedora Project. Red Hat, Inc., abgerufen am 5. Juni 2013 (englisch).
- ↑ Board. In: Fedora Project. Red Hat, Inc., abgerufen am 12. Juli 2013 (englisch).
- ↑ Fedora Engineering Steering Committee. In: Fedora Project. Red Hat, Inc., abgerufen am 12. Juli 2013 (englisch).
- ↑ Project Leader. In: Fedora Project. Red Hat, Inc., abgerufen am 12. Juli 2013 (englisch).
- ↑ dagny87: Introducing the new Fedora Project Leader, and some parting thoughts. In: robyn's wordshack. 3. Juni 2014, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 8. Oktober 2016; abgerufen am 5. Dezember 2016.
- 1 2 Fedora-Sponsoren. In: Fedora Project. Red Hat, Inc., abgerufen am 19. Dezember 2023.
- ↑ Relationship to Fedora - Amazon Linux 2023. In: docs.aws.amazon.com. Abgerufen am 19. Dezember 2023.
- ↑ Community. In: Fedora Project. Abgerufen am 19. Dezember 2023.
- ↑ Council/2023 Hackfest. In: Fedora Project Wiki. Abgerufen am 19. Dezember 2023.
- ↑ Report from the Reproducible Builds Hackfest during Flock 2023. In: Fedora Project. 14. August 2023, abgerufen am 19. Dezember 2023.
- ↑ Jesse Smith: DistroWatch Page Hit Ranking. In: Distrowatch.com. Atea Ataroa Limited, 19. Dezember 2023, abgerufen am 19. Dezember 2023 (englisch).
- ↑ Julius Beckmann: Wikipedia wechselt mit Ihren 400 Servern zu Ubuntu. 10. Oktober 2008, abgerufen am 7. September 2013.
- ↑ Roadrunner: Hardware and Software Overview. (PDF; 2,2 MB) In: IBM. 10. Oktober 2008, abgerufen am 7. September 2013 (englisch).
- ↑ Ken Koch: Roadrunner Platform Overview. (PDF; 1,4 MB) National Nuclear Security Administration, 13. April 2008, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 23. Oktober 2013; abgerufen am 23. Oktober 2013 (englisch).
- ↑ Rodney Gedda: 23,000 Linux PCs forge education revolution in Philippines. In: Computerworld. IDG Communications, 29. Januar 2008, ehemals im (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 7. September 2013 (englisch). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )
- ↑ Christof Windeck: Dell führt ARM-64-Server mit Linux vor. In: Heise online. 29. Oktober 2013, abgerufen am 29. Oktober 2013.
- ↑ DNF Counting. In: Fedora Project. Abgerufen am 19. Dezember 2023 (englisch).
- 1 2 Statistics. In: Fedora Project. Red Hat, Inc., abgerufen am 5. Juli 2013 (englisch).
- ↑ Legacy Statistics. In: Fedora Project Wiki. Red Hat, Inc., abgerufen am 5. Juli 2013 (englisch).
- ↑ Colin Phipps: Strong growth for Debian. In: netcraft.com. 5. Dezember 2005, abgerufen am 15. September 2013 (englisch).
- ↑ Ubuntu vs. Fedora usage statistics, December 2023. In: w3techs.com. Abgerufen am 19. Dezember 2023 (englisch).
- ↑ CentOS vs. Red Hat usage statistics, December 2023. In: w3techs.com. Abgerufen am 19. Dezember 2023 (englisch).
- ↑ Jim Salter: CentOS Linux is dead—and Red Hat says Stream is “not a replacement”. In: arstechnica.com. 10. Dezember 2020, abgerufen am 19. Dezember 2023 (amerikanisches Englisch).
- ↑ CentOS Stream. In: centos.org. Abgerufen am 19. Dezember 2023.
- ↑ Where CentOS Linux users can go from here. In: zdnet.com. Abgerufen am 19. Dezember 2023 (englisch).
- ↑ Migration Guide. In: AlmaLinux Wiki. Abgerufen am 19. Dezember 2023 (englisch).
- ↑ Thorsten Leemhuis: Linus Torvalds im Interview. In: heise.de. 14. November 2014, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 26. März 2016; abgerufen am 25. März 2016.
- ↑ Linus Tech Tips: Building the PERFECT Linux PC with Linus Torvalds. 30. November 2025, abgerufen am 19. Januar 2026.
- ↑ Welcome to Fedora 19 – Hardware Overview. In: Fedora Project. Archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 6. Juli 2013; abgerufen am 12. Juli 2013 (englisch).
- 1 2 Fedora Spins. In: The Fedora Project. Abgerufen am 19. Dezember 2023 (englisch).
- ↑ Fedora Sericea. In: Fedora Project. Abgerufen am 19. Dezember 2023 (englisch).
- ↑ Fedoras Unterstützung für weitere Architekturen. In: Fedora Project. Archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 2. Oktober 2013; abgerufen am 4. September 2013.
- 1 2 Architectures. In: Fedora Project. Abgerufen am 4. September 2013 (englisch).
- ↑ Thorsten Leemhuis: Fedoras ARM-Portierung bekommt höheren Stellenwert. Heise News-Ticker, 6. November 2003, abgerufen am 3. September 2013.
- ↑ Fedora on Raspberry Pi. In: Fedora Project. Abgerufen am 19. Dezember 2023 (englisch).
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