Freundschaft

Freundschaft bezeichnet ein auf gegenseitiger Zuneigung beruhendes Verhältnis von Menschen zueinander,[1] das sich durch Sympathie und Vertrauen auszeichnet. Eine in einer freundschaftlichen Beziehung stehende Person heißt Freund beziehungsweise Freundin. Freundschaften haben eine herausragende Bedeutung für Menschen und Gesellschaften. Schon antike Philosophen wie Aristoteles und Marcus Tullius Cicero haben sich mit der Freundschaft auseinandergesetzt.
Im übertragenen Sinne bezeichnet Freundschaft ein gutes und oft vertraglich geregeltes politisches Verhältnis zwischen Völkern oder Nationen (zum Beispiel „deutsch-französische Freundschaft“). Das Gegenteil von Freundschaft ist Feindschaft.
Wortgeschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bis ins 17. und 18. Jahrhundert wurde im Deutschen sprachlich nicht zwischen erworbener und angeborener Freundschaft unterschieden, sodass „Freundschaft“ und „Verwandtschaft“ synonym gebraucht werden konnten. Auch in vielen Dialekten ist die Bedeutung Freund = Verwandter bis in die Gegenwart durchaus üblich.[2]
Das Wort Freund als ‚Vertrauter, jemandem innerlich verbundener Mensch‘ bildete sich vom althochdeutsch friunt im 8. Jahrhundert, mittelhochdeutsch vriunt ‚Freund, Nächster, Geliebte(r), Verwandte(r)‘ als Substantivierung des Partizip Präsens von asächs. friohon, aeng. frēogan, anord. frjá, got. frijōn ‚lieben‘, welches zu der unter frei subsumierten Wurzel gehört. Davon abgeleitet bezeichnet Freundschaft für das ‚Vertrauensverhältnis‘, ahd. friuntscaf (8. Jh.), -scaft (11. Jh.), mhd. vriuntschaft, auch ‚Blutsverwandtschaft‘.[3]
Vriunt bezeichnet neben dem durch Sympathie und Vertrauen Verbundenen bis in die Mundarten der Gegenwart auch den Blutsverwandten. Dieser wird seit dem 15. Jahrhundert überwiegend mit dem Zusatz „angeborener“ oder „gesippter“ Freund bezeichnet. Die Bedeutung umfasst eine, auf Grund bestimmter Umstände „freundlich gesinnten Person“ (seit dem 13. Jh.), einen „(gleichberechtigten) Partner mit übereinstimmenden Zielen, Interessen“ und einen „männlichen Geliebten, Lebenspartner (einer Frau)“, der von der allegorischen Bedeutung „von Christus als Geliebtem der Seele“ abgeleitet ist. Freund wird auch als Bezeichnung für ein Tier „zu dem eine persönliche, einer menschlichen Freundschaft nachempfundene emotionale Bindung aufgebaut“, gebraucht.[2]
Regional werden in Mitteldeutschland, Süddeutschland, Österreich und der Schweiz, meist umgangssprachlich Spezi[4] oder Spezel[5][6] als Synonyme für Freund gebraucht. Die Bedeutung entstammt einer Verkürzung von „Spezial (2. Hälfte 18. Jh.), älter specialer Freund (1. Hälfte 18. Jh.), Specialfreund (2. Hälfte 17. Jh.).“[7] Heute ist damit ein „besonders guter, intimer Freund“[5] gemeint. Zur sprichwörtlichen Speziwirtschaft (österr.: Freunderlwirtschaft), siehe auch Nepotismus.
Einen Busenfreund nannte man im 18. Jahrhundert einen „sehr vertrauten Freund“. Heute wird dieser Ausdruck nur noch ironisch verwendet. Aktuelle Entsprechungen sind die umgangssprachlich verwendeten Bezeichnungen bester Kumpel, Homie oder Buddy .[8]
Soziologie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Begriffsbestimmung
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Der Soziologe Ferdinand Tönnies weist auf den Aspekt der Gleichheit als Basis für Freundschaft hin: Freundschaft sei „am ehesten gegeben durch Gleichheit oder Ähnlichkeit des Berufes oder der Kunst“.[9] Er vertritt die Auffassung, dass Arbeit einander verbinde und Freundschaften entstehen lasse, und als geistiges Band der Beteiligten wirke. Freundschaft ist laut Tönnies mentaler Natur und beruht auf Zufall oder freier Wahl. Freundschaft sei als „Gemeinschaft des Geistes“ kategorisiert.[10]
Georg Simmel beschreibt in seinem Standardwerk Soziologie (1908) die Freundschaft differenziert und als graduelles Phänomen. Freundschaft fängt für ihn in dem Moment an, in dem sich zwei Menschen kennenlernen, also um ihre gegenseitige Existenz wissen. Von dieser Basis aus können die beiden verschieden weit in die „Sphäre“ des anderen eindringen. Die Tiefe und der Umfang des Eindringens hängen von dem ab, was preisgegeben werden soll. Diese Grenze ist in der Freundschaft bekannt – der andere wird sie nicht einfach überschreiten. Einen Sonderfall der Freundschaft sieht Simmel in der Ehe: Das hängt zum einen damit zusammen, dass die Ehe ihren Charakter gewandelt hat. War bei Montaigne die Ehe noch ein Handel, so ist die Ehe in der Moderne eher von Liebe gekennzeichnet. Wenn die Ehe also eine Liebesbeziehung ist, so wirkt ein freundschaftliches Element.
Siegfried Kracauer beschreibt Freundschaft als das engste geistige Verhältnis, das die loseren Beziehungen der Kameradschaft, Fachgenossenschaft und Bekanntschaft mit einfasst. Er beschreibt die wahrhafte Freundschaft, die für ihn in der Pflege ähnlicher Gesinnungen besteht und gemeinsame Entwicklungen voraussetze. Es müsse eine Übereinstimmung in den Idealen und im Welt- und Menschenbegreifen vorhanden sein. Freundschaft sei auch durch das Wachstum mit- und durcheinander geprägt: „Während ich überall sonst genötigt bin, mich in tausenden Lebenskreisen zu zersplittern, hier ein Stückchen zu nehmen, dort ein Quentchen zu geben, darf ich ihm so gesammelt und umfänglich nahen, wie ich bin und wie ich mich fühle. Meine Existenz ist ihm voll gegenwärtig, er kennt mein Verhältnis zu den Menschen, und versteht, warum ich so und nicht anders handeln muss, denn noch zu dem widersprechendsten Tun hat er die inneren Verbindungsfäden in Händen.“[11]
Für Robert R. Bell beinhaltet Freundschaft folgende Aspekte: “[…] friends must be seen as equals by one another. […] friendship is seen as voluntaristic and highly personal […] the development of friendship is based on private negotiations and is not imposed through cultural values or norms.”[12] Demzufolge sieht auch er die Gleichheit als wichtigen Aspekt in Freundschaften. Freundschaft sei freiwillig und persönlich, und die Entwicklung von Freundschaft basiere auf privaten Verhandlungen und wird nicht von kulturellen Werten oder Normen beeinflusst.
Im Wörterbuch der Soziologie wird Freundschaft von Karl-Heinz Hillmann beschrieben als: „soziologisch schillernder Begriff für eine besonders persönlich gefärbte Form direkter sozialer Beziehungen, die – ohne spezifische Rollenverpflichtung – freiwillig und auf längere, nicht fixierte Dauer eingegangen wird“.[13]
In Abgrenzung zu anderen sozialen Beziehungen erläutern Argyle & Henderson Freundschaft als eine Form der menschlichen Beziehungen, die nicht, wie die Ehe, durch eine Zeremonie begründet sei und auch nicht, wie zwischen Arbeitskollegen oder Verwandten, abhängig von irgendwelchen Rollenbezügen. Freundschaft umschließe Menschen, die einander mögen und gern gemeinsam bestimmte Dinge unternehmen. Des Weiteren sei Freundschaft freiwillig und ohne klar umrissene Regeln.[14] Für Robert Hays ist Freundschaft ein flexibler, dynamischer und multidimensionaler Prozess, dessen Struktur und Funktionen je nach beteiligten Individuen, dem Umfeld und dem Entwicklungsstand der Freundschaft variieren.[15]
Ann Elisabeth Auhagen definiert Freundschaft als „[…]eine dyadische, persönliche und informelle Sozialbeziehung […] die Existenz der Freundschaft beruht auf Gegenseitigkeit. […] Freundschaft besitzt für jeden der […]Freunde einen Wert, welcher unterschiedlich starkes Gewicht haben und aus verschiedenen inhaltlichen Elementen zusammengesetzt sein kann.“[16] Ursula Nötzoldt-Linden definiert Freundschaft als: „eine auf freiwilliger Gegenseitigkeit basierende dyadische, persönliche Beziehung zwischen nicht verwandten, gleichgeschlechtlichen Erwachsenen in einer Zeitspanne“.[17]
Kulturelle Prägung des Freundschaftskonzepts
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Ausgestaltung von Freundschaften hängt auch von den Lebensbedingungen ab, die sich von Kultur zu Kultur oft stark unterscheiden und sich im Lauf der Zeit ändern. So ist der Freundschaftsbegriff in Deutschland und Frankreich von der Vorstellung einer „Seelenverwandtschaft“ geprägt, die sich im literarischen Freundschaftskult des 18. Jahrhunderts widerspiegelt (vgl. Göttinger Hainbund). Voraussetzung für ein solches Freundschaftskonzept war unter anderem die zunehmende Mobilität, die die Zwangsbindung ans Geburtsmilieu lockerte und eine Wahl des eigenen sozialen Umfeldes (Freunde, Sexualpartner) ermöglichte.
In Nordamerika ist ein vor allem auf die Gefühlswelt ausgerichtetes Verständnis der Freundschaft kulturgeschichtlich weniger verwurzelt. Die räumliche und soziale Mobilität der Bevölkerung ist hier insgesamt höher als in Europa, vor allem in den höheren sozialen Schichten. Deshalb wird die Fähigkeit, in einer neuen Umgebung schnell Kontakte zu schließen und Anschluss zu finden, als sehr wichtig erachtet. Die Pflege „tiefer“ Beziehungen ist in Einwanderungsländern wie den USA weitaus stärker als in Europa der Familie vorbehalten.
Bei Personen, die räumlich voneinander getrennt leben mussten, war früher das Schreiben von Briefen ein wichtiges Mittel zur Pflege der Freundschaft. Im 20. Jahrhundert hat die allgemeine Mobilität enorm zugenommen. Errungenschaften wie das Telefon ermöglichten die Pflege von Freundschaften auch über große Entfernungen hinweg (siehe auch Fernbeziehung).
Durch die mittlerweile weitverbreitete private Nutzung des Internets können Freundschaften noch schneller und auch gezielter gefunden werden. Social Media ermöglichen darüber hinaus unkomplizierte „Freundschaften“ auch ohne persönliche Begegnung. In virtuellen sozialen Netzwerken können Benutzer sehr viele „Freunde“ haben, auch solche, die sie nie gesehen haben, von denen sie kaum etwas wissen und die sie auch nicht persönlich kennenlernen wollen.
Philosophie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Aristoteles
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Statuengruppe des Kritios und Nesiotes (römische Kopie).
Aristoteles betonte in seiner Nikomachischen Ethik drei Motive, um Freundschaften einzugehen: Freundschaft um des Wesens willen, des Nutzens willen und der Lust willen. Freundschaft ist für ihn eine eigenständige Sozialbeziehung, die in der Gemeinschaft höchst notwendig und nicht mit anderen Bindungen identisch ist. Dabei betont er die Wichtigkeit der Gleichheit der Beteiligten, dass gemeinsames Aufwachsen und Gleichaltrigkeit großen Einfluss auf Freundschaft habe: „Vollkommene Freundschaft von trefflichen Charakteren, die gleich sind“. Treffliche seien einander gut, nützlich und angenehm. „Freundschaft hat Werte und Lust zum Ziel und beruht auf Wesensgleichheit.“[18]
Für Aristoteles ist die Freundschaft wichtiger Bestandteil einer funktionierenden (Polis-)Gesellschaft. Noch höher als die Gerechtigkeit soll der Staat die Freundschaft schätzen. In der griechischen Polis gab es keine öffentlichen Dienste wie Polizei und Feuerwehr, so war jeder auf das Wohlwollen des anderen angewiesen. Wer in Ämter gewählt werden wollte, musste sich das Wohlwollen der Menschen sichern. Eine Reihe der als „Freundschaft“ bezeichneten Verhältnisse würde heute nicht mehr unbedingt als solche bezeichnet. Im Altgriechischen bedeutet das Wort philia allerdings sowohl „Freundschaft“ als auch „Liebe“ und kann folglich in diesem weiteren Sinn benutzt werden.
Aristoteles hält Freundschaft nicht für ein graduelles Phänomen, bei dem einem der eine Mensch mehr Freund ist als der andere, sondern er kategorisiert die verschiedenen Freundschaften. Als erstes teilt er sie in die „Freundschaft unter Gleichen“ und die „Freundschaft unter Ungleichen“ und schließt gleichzeitig die Freundschaft zu unbeseelten Dingen aus. Aristoteles bezieht sich mit dieser Philia-Systematik auf Platons Dialog Lysis, in dem kategorial souverän und künstlerisch spielend das Problem der selbstlosen Freundschaft entfaltet wird.
Die Freundschaft unter Gleichen gilt für gleichgestellte Bürger, sie sind einander ebenbürtig. Diese Freundschaft unterteilt er weiter in Nutzen-, Lust- und Tugendfreundschaft. Die Nutzenfreundschaft bringt die Menschen zu einem Zweck zusammen. Fällt dieser Zweck weg, ist die Freundschaft gefährdet. Ähnliches gilt für die Lustfreundschaft, die rein affektiv begründet ist. Diese beiden Arten sind akzidentiell und labil. Stabil dagegen ist die Tugend- oder Charakterfreundschaft. Sie ist die Freundschaft um des Freundes willen. Hier kommt Aristoteles’ Mesotes-Lehre ins Spiel, deren Maxime zufolge das Maßhalten der Weg zu einem tugendhaften und erfüllten Leben ist. Sind sich zwei Personen in ihrer Tugendhaftigkeit ähnlich, so ist das die Voraussetzung für die vollkommene Freundschaft. Wie für jegliche Tugend gilt auch für die Freundschaft bei Aristoteles, dass sie durch wiederholtes Handeln zur Gewohnheit werden muss. Freundschaft wird nur im alltäglichen Umgang ausgeübt. Die Teilhabe am Leben des Freundes und damit die räumliche Nähe sind nach Aristoteles für eine Freundschaft unerlässlich.
Die Freundschaft unter Ungleichen bei Aristoteles würde vermutlich eher als Ehrerbietung bezeichnet. Sie beschreibt nicht nur das Verhältnis zwischen den Generationen, sondern auch das Verhältnis des Menschen zum Staat. So muss nach Aristoteles die Asymmetrie der Hierarchie durch einen Mehraufwand von philia seitens des Unterlegenen ausgeglichen werden. Der Sohn muss dem Vater mehr Respekt entgegenbringen als umgekehrt, so wie der Bürger mehr in den Staat investiert, als er unmittelbar zurückbekommt.
Siehe auch: Plotin, Augustinus
Freundschaft in der Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Literarisch ist die Freundschaft seit der Antike immer wieder thematisiert worden und erzählt in der Literatur der Antike und des Mittelalters vor allem die Freundschaft von Männern. Diese homosoziale Konstellation ist wohl darauf zurückzuführen, dass ein Freund zunächst ein Kampfgefährte ist. In Homers Epos Ilias sind Achilleus und Patroklos treue Freunde, wobei die Bezeichnung philia nicht fällt. Patroklos ist ein „Gefährte“. Je nach Definition von Freundschaft verschwimmen die Grenzen zu Konstellationen von Herr und Diener, Reisegefährten, engen Verwandten wie z. B. Brüdern oder engen politischen Bündnissen. Besonders in heroischen Texten und Freundschaftssagen wird (Männer-)Freundschaft in erster Linie in Verbindung mit Gefahren erzählt. Das kann den bloßen Beistand oder die Stellvertretung des Freundes meinen, reicht jedoch bis zur (tödlichen) Selbstopferung. Die Freundschaft ist jedoch nicht nur Sütze für Helden (und seltener Heldinnen), sondern kann auch eine Prüfung sein. Sie kann in Konkurrenz zu anderen sozialen Bindungen (Familie, Gefolgschaft, seltener Liebe oder Ehe) treten oder als falsche oder vorgebliche Freundschaft eine Gefahr darstellen. Besonders gefährlich sind untreue Freunde, die sich als Feinde herausstellen. Zweifel an einer Freundschaft sind in der Literatur ebenfalls verbreitet.[19.1] Ein Motiv, das seit den Anfängen der Literaturgeschichte kulturübergreifend traditionsbildend gewirkt hat, ist der Freundschaftsbeweis (ATH 893), der die Unterscheidung wahrer von falschen Freunden ins Zentrum stellt. Häufig kommt sie in lehrhaften Erzählungen und Exempelsammlungen vor. Die Erzählungen simulieren eine Situation ernster Bedrohung, die durch den Vater inszeniert wird. Der unerfahrene Sohn bittet daraufhin seine vermeintlichen Freunde, meist Tischgesellen in großer Not um Hilfe. Sie lassen ihn jedoch im Stich. Die Freundschaftsprobe, wie sie auch genannt wird, steht in inhaltlicher Nähe vieler bis heute gebräuchlicher Sprichwörter wie beispielsweise: Den wahren Charakter eines Menschen erkennst du daran, wie er mit dir umgeht, wenn er dich nicht mehr braucht.[20]
Eine besondere Rolle kommt in Märchen und Sagen die Freundschaft von Tieren untereinander zu. Tiere gehen gemeinsam auf Wanderschaft, um der Bedrohung durch Menschen zu entkommen, wie etwa in den Bremer Stadtmusikanten, und werden dabei zu Freunden. Diese Freundschaften beruhen immer auf einer Struktur von Gefahr und anschließender Rettung und/oder Rache. Fabeln thematisiert häufiger ungleiche Tiere, die als Vorbilder für ungleiche Menschen und deren komplizierte Beziehungen stehen.[19.2] Tiere treten überdies als ständige Begleiter und Freunde von Menschen in der Literatur auf.[19.3]
Andere nicht-menschliche Gestalten, die die Position eines Freundes einnehmen können, sind übernatürliche Wesen wie Götter (beispielsweise Loki, der Trickster) oder verschiedene mythologische Gestalten wie Zwerge oder Kobolde. Sie sind je nach Glück oder Unglück bzw. je nach Verhalten der Figuren Gut und Böse in einem. Häufig helfen sie der Hauptfigur, während sie den Feinden Schaden zufügen.[19.4]
Einige Beispiele für Freunde in klassischen Werken:
- In der römischen Dichtung erscheint bei Cicero z. B. das Freundespaar Scipio – Laelius und bei Vergil das Freundespaar Euryalus und Nisus.
- Ein mustergültiges Freundespaar aus der hebräischen Bibel sind David und Jonatan.
- Bei dem Renaissance-Dichter Boccaccio treten die Freundespaare Pandarus und Troilos sowie Athis und Prophilias in Erscheinung.
- In William Shakespeares Komödie Der Kaufmann von Venedig sind Antonio und Bassanio Freunde. In Shakespeares Tragödie Hamlet ist Horatio mit Hamlet befreundet.
- Die aus dem Freundschaftsmotiv von Damon und Phintias inspirierte Ballade Die Bürgschaft von Friedrich Schiller ist ein Musterbeispiel für die Darstellung unbedingten Vertrauens in einer freundschaftlichen Beziehung.
- Jean de La Fontaine entwirft ein Bild gelungener Freundschaft in seiner Fabel Die zwei Freunde.
- In Hesses Unterm Rad wird der unglückliche Verlauf einer Freundschaft geschildert. In Narziß und Goldmund verkörpern die Freunde zwei gegensätzliche Lebenseinstellungen, Geist und Sinnlichkeit.
Mittelalter
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Epik des Mittelalters kennt zahlreiche Freundschaften von literarischen Heldenfiguren. Freundschaften sind vorwiegend als Männerfreundschaften konzipiert, die durch eine ständische Kampfgemeinschaft bestimmt wird. Das gilt sowohl für den höfischen Roman als auch für die Heldenepik.[19.5] Da diese sozialen Bindungen zumeist durch andere Formen wie Vasallentreue oder Sippenzugehörigkeit überlagert werden, herrscht in der Germanistischen Forschung vielfach Uneinigkeit darüber, welche dieser Verbindungen als Freundschaft zu bezeichnen sind und wodruch eine Freundschaft definiert ist. Die höfische Tugend der triuwe ist zunächst einen Rechtsbegriff und bezeichnet die Vertragstreue zwischen Herren und Vasall.[21] Ähnlich betrachtet der Historiker Gerd Althoff die amicitia für das frühe Mittelalter „nicht als Ausdruck eines subjektiven Gefühls“ sondern als Vertrag, der zu gegenseitiger Hilfe und Unterstützung verpflichtete und sogar vererbt wurde.[22]
In der höfischen Epik des 12. und 13. Jahrhunderts treten zahlreiche, zum Teil als sehr eng beschriebene Beziehungen auf, die mitunter als Freundschaften angesehen werden. Beispielhaft hierfür ist die Verbindung zwischen den Protagonisten Iwein und Gawain im Artusroman Iwein von Hartmanns von Aue: Die hier wechselnd als „vriundschaft“, „geselleschaft“, „herzeliebe“ oder „minne“ beschriebene Bindung zwischen Gleichgestellten verpflichtet zu gegenseitiger Hilfe und Beratung. Iwein kämpft Gawein zulieben gegen einen Riesen. Die enge Verbindung von Olivier und Roland wird im Rolandslied zum wesentlichen Handlungselement (wie vorher bereits im französischen Chanson de Roland, 1073/78). Als weitere Beispiele für Freundschaften gelten Gunnar und Sigurd (in der Edda), Hagen und Volker (im Nibelungenlied), Gawan und Erec (im Erec et Enide von Chrétien de Troyes und mittelhochdeutschen Erec). Häufig stellt sich im Zusammenhang dieser „Freundschaften“ der Konflikt zwischen triuwe gegenüber Verwandten und Freunden und dem Gehorsam seinem Herren gegenüber.[19.6]
Die Treue von Dienerinnen zu ihren Herrinen wird mitunter als Freundschaft angesehen, so etwa bei Brangäne in Gotftrieds Tristan oder Lunete in Hartmanns Iwein.[19.7] Hunde[23] und Pferde[24] gelten den Helden häufig als treue Gefährten und Freunde.[25]
In der geistlichen Literatur des Mittelalters ist Aelreds von Rievaulx De Spirituali Amicitia (12. Jh.) hervorzuheben, der sich mit dem Wesen der (geistlichen) Freundschaft auseinandersetzt und dabei die Positionen verschiedener Philosophen und Kirchenväter berücksichtigt.[26] „Danach besteht diese [Freundschaft] in der Kommunikation, im vertraulichen Gespräch, und in der Perspektivenübernahme in Freude und Leid. Andernorts dagegen wird auf ihre öffentliche Bedeutung verwiesen: Freundschaft ist für das soziale Leben notwendig.“[27] In seinem Werk zeigt sich die ebenfalls in der erzählenden Literatur verbreitete Nähe in der Beschreibung von Liebe und Freundschaft.[27][26]
Montaigne
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Michel de Montaigne (1533–1592) schrieb in seinem Essay Über die Freundschaft vor allem aus einer privaten Perspektive: Unter dem Eindruck der Wirren der französischen Bürgerkriege erlebte er in seiner Freundschaft mit Étienne de La Boétie bis zu dessen Tod im Alter von nur 33 Jahren ein absolutes Vertrauen. Montaigne geht es nicht wie Aristoteles um die Freundschaft als gesamtgesellschaftliches Phänomen – er will seiner Freundschaft ein Denkmal setzen und hält diese Art Freundschaft für einmalig, oder zumindest für äußerst rar. Er teilt die Freundschaft in grob zwei Kategorien: in seine Freundschaft zu Étienne de La Boétie und die „gewöhnliche Freundschaft“. Diese gewöhnlichen Freundschaften bestünden nur um gegenseitigen Nutzens willen. Sie seien also labil und böten nicht das Vertrauen seiner Freundschaft.
Des Weiteren hält Montaigne Frauen nicht der Freundschaft fähig – ihnen fehlten die geistigen Fähigkeiten, um mit dem Mann mitzuhalten. Er räumt allerdings ein, dass die Freundschaft zu einer Frau – so sie denn doch über die geistigen Fähigkeiten verfügt – noch stärker sein könne, weil sie Geist, Seele und Körper umfasse. Die Lustfreundschaft zwischen Männern, die bei Aristoteles noch eine starke Rolle spielte, lehnt Montaigne schlichtweg ab.

Romantik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In der Romantik spielte die Freundschaft nach einer Zeit des Verlustes traditioneller Bindungen und neuer Unsicherheiten auf Grund von Individualisierungsschüben im 20. Jahrhundert eine große Rolle. So wurde die gleichgeschlechtliche Freundschaft thematisiert, etwa auch in Freundschaftsbildern. Berühmt ist die in Briefen gut dokumentierte Beziehung zwischen Clemens Brentano und Achim von Arnim, aber auch der intensive Austausch zwischen Bettina Brentano und Karoline von Günderrode hat Aufsehen erregt. Diese aufklärerischen Impulse der Romantik beschränkten sich allerdings im Wesentlichen auf die kurze Periode der Frühromantik. George L. Mosse vertritt schließlich die Position, dass das ganze 19. Jahrhundert das Bemühen durchzog, der Freundschaft diese aufklärerischen Impulse auszutreiben.
Das Ende der Freundschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Freundschaften werden, wenn sie nicht mehr funktionieren, entweder in der Schwebe gehalten, d. h. nur noch mit minimalem Aufwand gepflegt, oder beendet. Wie Arno Frank schrieb, sind solche Freundschaftsabbrüche – anders als Trennungen von Sexualpartnern – in aller Regel nicht von Aussprachen und expliziten Aufkündigungen der Beziehung begleitet, sondern erfolgen fast immer schleichend und ohne aufweisbaren Schlusspunkt. Dies geschieht etwa dadurch, dass der Andere immer seltener kontaktiert wird und auch Kontaktgesuche des anderen schließlich ganz ignoriert werden.[28]
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Amicitia
- Blutsbrüderschaft
- Blutsfreundschaft
- Bruder (Freundschaft)
- Brunnen der Freundschaft
- Brieffreundschaft
- Fanfreundschaft
- Gastfreundschaft
- Freundschaftstempel
- Internationaler Tag der Freundschaft
- Freundschaft (Gruß)
- Völkerfreundschaft
- Internationaler Bergwanderweg der Freundschaft Eisenach–Budapest
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Philosophie, Ethik
- Leon Battista Alberti: Über die Freundschaft [1441]. In: Alberti: Vom Hauswesen (Della Famiglia). Buch 4. München 1986.
- Aristoteles: Nikomachische Ethik.
- Cicero, Marcus Tullius: Laelius. – Über die Freundschaft, Hrsg. von Robert Feger. Reclam, Stuttgart 1995, ISBN 978-3-15-000868-3.
- Klaus-Dieter Eichler (Hrsg.): Philosophie der Freundschaft. Reclam, Leipzig 1999, ISBN 3-379-01669-1. Anthologie (Platon, Aristoteles, Cicero, Aelred von Rieval, Montaigne, Ashley-Cooper, Helvétius, David Hume, Frhr. v. Knigge, Kant, Kierkegaard, Schopenhauer, Nietzsche, Simmel, Karl Löwith, Carl Schmitt, Derrida, Gadamer, Michael Sandel), mit Bibliographie und zahlreichen Literaturangaben.
- Michel Foucault: Von der Freundschaft. Foucault im Gespräch, Berlin 1986.
- Bennett Helm: Friendship. In: Edward N. Zalta (Hrsg.): Stanford Encyclopedia of Philosophy, 2017.
- Hasso Hofmann: Freund/Feind. In: Joachim Ritter, Karlfried Gründer, Gottfried Gabriel (Hrsg.): Historisches Wörterbuch der Philosophie online. Schwabe Verlag, 2007, ISBN 978-3-7965-3736-3, doi:10.24894/HWPh.1113.
- David Konstan: Friendship in the Classical World. Cambridge 1997.
- Martina Kumlehn: Warum man sich in KI (nicht) verlieben kann. Sprache, Beziehung, Emotionalität und Fiktionalität als Herausforderungen religiöser Bildung im Umgang mit sprachgenerierender KI. In: Zeitschrift für Pädagogik und Theologie. Band 77, Nr. 4. De Gruyter, 22. November 2025, doi:10.1515/zpt-2025-2037.
- Katharina Lücke: Unsere Fragen an die Freundschaft. In: Abenteuer Philosophie. Nr. 143, Jänner 2016.
- Katharina Münchberg, Christian Reidenbach (Hrsg.): Freundschaft. Theorien und Poetiken. München 2012, ISBN 978-3-7705-5370-9.
- Michel de Montaigne: Über die Freundschaft; Dreierlei Umgang: Freunde, Frauen, Bücher. In: Essais. [anno 1580 ff.]
- Peter Prechtl, Franz-Peter Burkard: Freundschaft. In: Metzler Lexikon Philosophie. J.B. Metzler, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-476-05469-2, S. 190, doi:10.1007/978-3-476-05469-2_1.
- Brigitte Uhlemann: Freundschaft. In: J. Mittelstraß (Hrsg.): Enzyklopädie Philosophie und Wissenschaftstheorie. 2. Auflage. 2005, S. 573 f.
- Björn Vedder: Neue Freunde. Über Freundschaft in Zeiten von Facebook. transcript, Bielefeld 2017, ISBN 978-3-8376-3868-4.
- Amalia Witt: Texte vererben. Über die Freundschaft zwischen Marie de Gournay und Michel de Montaigne. transcript, Bielefeld 2024, ISBN 978-3-8394-7253-8, doi:10.1515/9783839472538.
Soziologie
- Thomas Karlauf (Hrsg.): Deutsche Freunde – Zwölf Doppelporträts. Rowohlt, Reinbek 1997, ISBN 978-3-499-60339-6.
- Alexandra Rapsch: Soziologie der Freundschaft. Historische und gesellschaftliche Bedeutung von Homer bis heute. Stuttgart 2004, ISBN 3-89821-332-3.
Psychologie
- Angelika Ebrecht: Jenseits des Spiegels. Das Verhältnis von Freundschaft, Geschlecht und Moral aus psychoanalytischer Sicht. In: Querelles. Jahrbuch für Frauenforschung. 1998, S. 75–88, doi:10.1007/978-3-476-03742-8_5.
Literaturwissenschaft
- Manuel Braun: Ehe, Liebe, Freundschaft. Semantik der Vergesellschaftung im frühneuhochdeutschen Prosaroman (= Frühe Neuzeit. Band 60). Niemeyer, Tübingen 2001, ISBN 3-484-36560-9.
- X. v. Ertzdorff: Höfische Freundschaft. In: Der Deutschunterricht. 14, 1962.
- Elisabeth Frenzel: Freundschaftsbeweis. In: Dies.: Motive der Weltliteratur. Ein Lexikon dichtungsgeschichtlicher Längsschnitte (= Kröners Taschenausgabe. Band 301). 5., überarbeitete und ergänzte Auflage. Kröner, Stuttgart 1999, ISBN 3-520-30105-9.
- Carsten Gansel: Freundschaft und Literatur. Beiträge zu einem kulturellen Problemfeld (= Untersuchungen zur deutschen Literaturgeschichte. Band 178). De Gruyter, 2025, ISBN 978-3-11-172685-4, doi:10.1515/9783111726854.
- Simon Godart: Montaigne undekonstruierbar. Rezeption der Essais in der Dekonstruktion. Die internationale Rezeption von Michel de Montaignes Essais: Formen, Deutungen, Konjunkturen. In: Andrea Grewe, Olav Krämer, Susanne Schlünder (Hrsg.): Die internationale Rezeption von Michel de Montaignes. Essais Formen, Deutungen, Konjunkturen (= spectrum Literaturwissenschaft / spectrum Literature Komparatistische Studien / Comparative Studies. Band 86). De Gruyter, 2026, ISBN 978-3-11-132193-6, S. 347–382, doi:10.1515/9783111321936-013.
- Katalin Horn: Freundschaft und Feindschaft. In: Kurt Ranke, Rolf Wilhelm Brednich (Hrsg.): Enzyklopädie des Märchens. Handwörterbuch zur historischen und vergleichenden Erzählforschung. Band 5. De Gruyter, Berlin / Boston 1987, ISBN 3-11-011763-0, Sp. 293–315.
- Thomas Kraft: Dichter-Freunde. Königshausen & Neumann, Würzburg 2024, ISBN 978-3-8260-8693-9.
- Anna Leyrer: Die Freundin. Beziehung und Geschlecht um 1900. Wallstein Verlag, Göttingen 2021, ISBN 978-3-8353-3986-6.
- L. Mittner: Freundschaft und Liebe in der deutschen Literatur des 18. Jahrhunderts. In: Festschrift H. H. Borcherdt, 1962.
- Felix Florian Müller: Transformierte Intimitäten. Liebe und Freundschaft in mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Übertragungen der ›Aeneis‹ (= Transformationen der Antike. Band 67). De Gruyter Brill, Berlin / Boston, ISBN 978-3-11-065260-4, doi:10.1515/9783110652604.
- Helmut Puff: Von Freunden und Freundinnen. Freundschaftsdiskurs und -literatur im 16. Jahrhundert. In: WerkstattGeschichte 28/2001, S. 5–22 (pdf).
- Charlotte Schleiffer: Freundschaft erschreiben im Gegenwartsroman. Erinnerung – Projektion – Subjektivierung. Brill, 2021, ISBN 978-3-7705-6677-8.
- Matthias Standke: Freundschaft in Ordensgründerlegenden. Funktionen legendarischen Erzählens in lateinischen und volkssprachlichen Texten des Mittelalters (= Quellen und Forschungen zur Literatur- und Kulturgeschichte. Band 91). De Gryuter, Berlin / Boston 2017, ISBN 978-3-11-055437-3, doi:10.1515/9783110554373.
- Georg Stanitzek (Hrsg.): Semantik und Praktiken der Freundschaft im 18. Jahrhundert (= Bochumer Quellen und Forschungen zum 18. Jahrhundert. Band 12). Wehrhahn Verlag, Hannover 2022, ISBN 978-3-86525-967-7.
- Denise Theßeling: Verschwiegene Vertraute – idealer Gefährte – prekäre Gemeinschaft. Pluralisation von Freundschaftssemantiken in höfischen Narrationen des hohen Mittelalters (= Schriften zur Mediävistik. Band 32). Verlag Dr. Kovač, Hamburg 2021, ISBN 978-3-339-12670-2.
- Elisabeth Wåghäll: Dargestellte Welt – reale Welt. Freundschaft, Liebe und Familie in den Prosawerken Georg Wickrams. Lang, Bern / Berlin / Frankfurt a.M. / New York / Paris / Wien 1996, ISBN 3-906756-33-5.
- Hans Weichselbaum (Hrsg.): Andreas Latzko und Hermann Bahr. Eine Freundschaft aus rebellischem Geist. Der Briefwechsel 1919–1933 (= Forum: Österreich. Band 13). Frank & Timme, Berlin 2021, ISBN 978-3-7329-0695-6.
Geschichte
- Gerd Althoff: Verwandte, Freunde und Getreue. Zum politischen Stellenwert der Gruppenbindungen im frühen Mittelalter. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1990, ISBN 3-534-04125-9.
- Ulrike Weckel (Hrsg.): Freundschaft (= WerkstattGeschichte 28/2001). Klartext, Essen 2001.
Kunstgeschichte
- Sibylle Appuhn-Radtke, Esther P. Wipfler: Freundschaft. In: Reallexikon zur Deutschen Kunstgeschichte, Band X (2011 / 2012), Sp. 793–902.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Literatur von und über Freundschaft im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Sabine Bobert: Was Freundschaften heute bedeuten können. Rundfunkbeitrag
- Das Freundschaftsverständnis von Kindern
- Aktuelle Literatur zur Freundschaft
- Soziale Netzwerke: Neue Freunde verdrängen alte Freunde. Spiegel Online, 7. Januar 2014
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Freundschaft. duden.de; abgerufen am 16. November 2013.
- ↑ a b Freund, m. In: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm / Neubearbeitung (A–F). Version 01/25. digitalisierte Fassung im Wörterbuchnetz des Trier Center for Digital Humanities (woerterbuchnetz.de [abgerufen am 11. Januar 2026]).
- ↑ Freund im Etymologischen Wörterbuch nach Pfeifer im DWDS, abgerufen am 13. November 2013.
- ↑ spezi, m. Version 01/25. In: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, digitalisierte Fassung im Wörterbuchnetz des Trier Center for Digital Humanities. Abgerufen am 11. Januar 2026.
- ↑ a b Spezel. In: Schweizerisches Idiotikon / Wörterbuch der schweizerdeutschen Sprache. Verein für das Schweizerdeutsche Wörterbuch, abgerufen am 11. Januar 2026.
- ↑ Spezel, m. In: Südhessisches Wörterbuch. Hessisches Institut für Landesgeschichte, abgerufen am 11. Januar 2026.
- ↑ Spezi im Etymologischen Wörterbuch nach Pfeifer, online im DWDS, abgerufen am 13. November 2013.
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- ↑ Gerd Althoff: Verwandte, Freunde und Getreue. Zum politischen Stellenwert der Gruppenbindungen im frühen Mittelalter. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 1990, ISBN 3-534-04125-9, S. 86 f.
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- ↑ Bernd Bastert: Das Pferd Bayard. Ritter hoch vier – das Wunderpferd Bayard und die 'Haymonskinder'. In: Judith Klinger, Andreas Krass (Hrsg.): Tiere. Begleiter des Menschen in der Literatur des Mittelalters. Böhlau Verlag, Berlin / Wien 2017, ISBN 978-3-412-50658-2, S. 47–60, doi:10.7788/9783412506582-003.
- ↑ Ingird Bennewitz: Ein Hund, ein Sohn, eine Frau: Ziemlich beste Freunde und Feinde in der europäischen Literatur des Mittelalters. In: Ingrid Karsten, Laura Auteri (Hrsg.): Transkulturalität und Translation. Deutsche Literatur des Mittelalters im europäischen Kontext. De Gruyter, Berlin / Boston 2017, ISBN 978-3-11-055643-8, S. 253–262, doi:10.1515/9783110556438-018 (zu Hunden und Pferden).
- ↑ a b Rüdiger Schnell: Rez. zu „Ehe, Liebe, Freundschaft. Semantik der Vergesellschaftung im frühneuhochdeutschen Prosaroman“ von Markus Braun. In: Zeitschrift für deutsches Altertum und deutsche Literatur. Band 133, Nr. 3. S. Hirzel Verlag, 2004, S. 414 f., JSTOR:20658326 (Zur Einordnung von Brauns mitunter stark in die Kritik geratetenen Schlussfolgerungen, die auf seine wie hier zutreffenden Beobachtungen folgen, sei hier exemplarisch Schnells Rezension angeführt.).
- ↑ a b Manuel Braun: Ehe, Liebe, Freundschaft. Semantik der Vergesellschaftung im frühneuhochdeutschen Prosaroman (= Frühe Neuzeit. Band 60). Niemeyer, Tübingen 2001, ISBN 3-484-36560-9, S. 293.
- ↑ Arno Frank: Freunde, macht Schluss! In: Die Zeit, Nr. 48/2015