Eeklo
| Eeklo | |||
|---|---|---|---|
| Staat: | |||
| Region: | Flandern | ||
| Provinz: | Ostflandern | ||
| Bezirk: | Eeklo | ||
| Koordinaten: | 51° 11′ N, 3° 34′ O | ||
| Fläche: | 30,05 km² | ||
| Einwohner: | 22.401 (1. Jan. 2024) | ||
| Bevölkerungsdichte: | 745 Einwohner je km² | ||
| Höhe: | 8 m | ||
| Postleitzahl: | 9900 | ||
| Vorwahl: | 09 | ||
| Bürgermeister: | Koen Loete (CD&V) | ||
| Adresse der Kommunal- verwaltung: | Stadsbestuur Industrielaan 2, 9900 Eeklo | ||
| Website: | www.eeklo.be | ||
| Periode | Name | Partei | Lebensdaten |
|---|---|---|---|
| 1830–1831 | Karel Stroo | – | 1793–1873 |
| 1831–1836 | Joseph Dhuyvetter | lib. | 1779–1861 |
| 1836–1846 | Karel Stroo | – | 1793–1873 |
| 1846–1848 | Carolus Bernardus Temmerman | – | 1793-18?? |
| 1848–1859 | Joseph Dhuyvetter | lib. | 1779–1861 |
| 1859–1872 | Romanus van Wassenhove | lib. | 1793–1873 |
| 1872–1874 | Aimé Euerard | kath. | 1833–1896 |
| 1874–1881 | Désiré Steyaert | kath. | 1816–1881 |
| 1882–1884 | Edouard Neelemans | kath. | 1820–1899 |
| 1885–1902 | Philip Alfons De Wachter | kath. | 1831–1902 |
| 1902–1920 | Emiel Dauwe | kath. | 1848–1930 |
| 1921–1938 | Lionel Pussemier | kath. | 1869–1938 |
| 1939–1945 | Lionel Van Damme | lib. | 1876–1945 |
| 1946–1970 | Maurice Goethals | CVP | 1884–1970 |
| 1971–1976 | Piet Van Gyseghem | CVP-scheurlijst | 1932–1982 |
| 1977–1988 | Alfons Coppieters | CVP | 1924–2016 |
| 1989–1994 | Roni De Waele | VLD | |
| 1995–2006 | Erik Matthijs | CD&V | 1949– |
| 2007– | Koen Loete | CD&V / N-VA / ELD | 1967– |
Demographische Entwicklung
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- Quelle: NIS – Anm.:1806 bis einschließlich 1970=Volkszählungen am 31. Dezember; ab 1977= Einwohnerzahl zum 1. Januar
- 1977: Eingliederung eines kleinen Gebiets von Adegem (+1,82 km² mit 108 Einwohnern)
Sehenswürdigkeiten
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Die bekanntesten Gebäude der Stadt sind:
- Das Rathaus der flämischen Renaissance aus dem 17. Jahrhundert gehört mit seinem Belfried von 1932 seit 1999 zum UNESCO-Welterbe „Belfriede von Belgien und Frankreich“.
- Die St.-Vincentius-Kirche, erbaut 1878–1883 in neogotischem Stile, Kerkplein
- Das neogotische Friedensgericht von 1899, Stationsstraat 21 (enthält heute den Touristischen Dienst der Stadt im Erdgeschoss)
- Das Groot Goed oder die Huysmanshoeve aus dem 13. Jahrhundert, Bus 1
- Kapelle der Heilig-Hartkliniek oder Klosterkapelle St. Vincentius à Paulo von 1855 in neogotischem Stil, Koning Albertstraat 77
- Die Minderbroederskerk oder Paterskerk eine Hallenkirche von 1866 bis 1888 in neogotischem Stil erbaut, Markt
- Villa Dageraad oder Hotel Shamon von 1909 in Art Nouveau, Gentsesteenweg 28
- Wasserturm und Pumpstation von 1937 in modernistischem Stile, Peperstraat en Waaistraat
- Kloster aus dem 17/18. Jahrhundert und Kongregationskapelle Unserer Lieben Frau zum Dorn von 1884 mit neogotischem Interieur, Zuidmoerstraat 125
- Das Rootjen, eine Gruppe von Häusern des 17. Jahrhunderts auf dem Markt.
- Sint-Jan-Baptistziekenhuis en psychiatrisch centrum uit 1905 in neogotische stijl met kapel uit 1914, Oostveldstraat 1
- Das Jeneverhuis Van Hoorebeke von 1740, heute Jenevermuseum, Van Hoorebekeplein
Veranstaltungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Das meetjesländer Balloonmeeting ist einer der größten Heißluftballonevents in Belgien, es findet jedes Jahr am letzten Juliwochenende statt.
- Helden im Park. An vier Sommerabenden, jeweils donnerstags treten Weltmusikgruppen unter feenhafter Beleuchtung im Stadtpark auf.
- Die Kaifeste - Die Kirmes des Viertels 't Kaaiken mit dem größten Rummelmarkt Flanderns.
- Das Herbakkersfestival Mitte August, bezugnehmend auf die Legende des Bäckers von Eelco (Eeklo).
- G.P. Stad Eeklo, ein jährliches internationales Querfeldein-Rennen im Februar.
Bildung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Eeklo zählt drei Sekundarschulen:
- Liebfrauen-zum-Dorn-Kolleg (O.-L.-V.-ten-Doorn) (Fusion des St. Vinzenzkollegs, des Liebfrauen-zum-Dorn-Instituts und des St. Leoinstituts)
- Provinciaal Technisch Instituut
- Koninklijk Atheneum De Tandem
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Stadt liegt südlich der europäischen E34 Antwerpen–Knokke und wird von der N9 Brüssel–Ostende gekreuzt. Eeklo ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar. Die Bahnlinie 58 Gent-Eeklo–Maldegem wird an Arbeitstagen im Stundentakt, am Wochenende und an Feiertagen im Zweistundentakt bis Eeklo bedient. Auf dem Reststück bis Maldegem gibt es im Rahmen des Museums Stoomcentrum Maldegem Museumsverkehr durch Dampflokomotiven. Darüber hinaus ist Eeklo an das regionale Busnetz De Lijn angeschlossen.
Töchter und Söhne der Stadt
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Jozef Geirnaert (1790–1859), Genremaler
- Isidore Neelemans (1822–1872), Ingenieur
- Albert Buysse (1911–1998), Radrennfahrer
- Romain De Loof (* 1941), Radsportler
- Eric De Vlaeminck (1945–2015), Radrennfahrer
- Roger De Vlaeminck (* 1947), Radsportler
- Patrick Versluys (* 1958), Radrennfahrer
- Danny Lippens (* 1961), Radrennfahrer
- Séverine Vermeire (* 1970), Medizinerin
- Frederik Willems (* 1979), Radrennfahrer
- Jan Van Hoecke (* 1982), Professor für Blockflöte
- Kenny Belaey (* 1983), Radsportler
- Tom Criel (* 1983), Radrennfahrer
- Bert De Backer (* 1984), Radrennfahrer
- Maarten Martens (* 1984), Fußballspieler
- Tom Dice (eigentlich Tom Eeckhout) (* 1989), Singer-Songwriter
- Niels Wytinck (* 1991), Radsportler
- Cedric De Zutter (* 1992), Tennisspieler
- Xander Blomme (* 2002), Fußballspieler
Städtepartnerschaften
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Eeklo unterhält Städtepartnerschaften mit folgenden Städten:
Sonstiges
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]“Domäne” Het Leen
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Die „provinziale Domäne“ Het Leen befindet sich teilweise auf Eekloer Grundgebiet und zieht sich bis Zomergem.[3]
Der Bäcker von Eelco
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Esszimmer des Muiderslot im nordholländischen Muiden hängt ein kleines Gemälde mit einem merkwürdigen Motiv, überschrieben ist es mit de bakker van Eelco, „Der Bäcker von Eelco“, wobei man mit der Stadt Eelco Eeklo zwischen Gent und Brügge im Meetjesland identifiziert. Von diesem Gemälde gibt es eine (schlechte) Kopie, auf der der Name eines Hieronymus Franken verzeichnet ist, was jedoch später zu „unbekannter Maler“ abgeändert wurde. Auf dem entsprechenden Bild im Muiderslot ist lediglich Flämische Schule, zweite Hälfte des 16. Jahrhunderts vermerkt. Hinten auf der zuvor genannten Kopie fand man einen Papierfitzelchen mit der folgenden Aufschrift (Es folgt eine möglichst wörtliche Wiedergabe in Deutscher Sprache): Die Legende von dem Bäcker von Eelco. Dieser Bäcker war im Besitze von einer Flüssigkeit, mit der er menschliche Häupter einschmieren konnte und danach in den Ofen tun konnte. Sie wurden dann nach dem Wunsche derjeniger, die die Köpfe heranbrachten verändert. Zu gleicher Zeit veränderten sich dann auch die Charaktereigenschaften, ebenso folgend dem Wunsche. Gegen das Bluten ging er vor, indem er einen grünen Kohl auf dem Rumpf platzierte. Die legende stammt von plus-minus 1540.
In der Volkssprache Flanderns treffen wir ab und zu Ausdrücke an, die mit der obenstehenden Geschichte in Verbindung zu bringen sind. Beispielsweise kennt man den Ausdruck Naar Eeklo moet men gaan om zich te laten herbakken, Nach Eeklo muss man gehen um sich neu backen zu lassen.
Es gibt auch einen Vers, der besagt: Ik vond daer eenen Eeckloonaer staen, stookt den oven, stookt den oven, zei de Eecklonaer. Ich fand da einen Eekloer stehen, facht den Ofen an, facht den Ofen an, sagte der Eekloer. Der ursprüngliche Schimpfname für Eekloer war ebenso Ovenstokers, was etwa so viel wie „Ofenheizer“ bedeutet. Eeklo war einst für seine Keramikindustrie bekannt.
Nahe bei Eeklo liegt der Ort Maldeghem (Maldegem). Seit langer Zeit gibt es eine große Rivalität zwischen beiden Orten. Diese Rivalität erreichte 1458 einen frühen Klimax. In diesem Jahr tötete ein Mann aus Eeklo einen aus Maldeghem, was zu einem großen langdauernden Prozess führte, in dem beide Städte verwickelt waren. Maldeghem gewann den Prozess, einige Bürger von Eeklo wurden oben im Maldeghemer Kastell eingesperrt. Die Eekloer drangen dann in das Kastell ein um die Gefangenen zu befreien. Herzog Philipp der Gute griff daraufhin in die Auseinandersetzung ein und verurteilte Eeklo zu einer schweren Geldbuße und bestimmte darüber hinaus, dass die Einwohner von Eeklo Maldeghem um Vergebung bitten mussten, was so auch geschah. Somit erlag Eeklo einer doppelten Niederlage Dit geschiedde. Daher sagten die Einwohner von Maldeghem auch, dass dat de Eeclonaers dubbel gebakken waren, dass die Eekloer doppelt gebacken waren, eine Bemerkung, die man dem Beruf der meisten Eekloer in der Zeit entlehnte, der Tonbrenner.
Unter Einfluss der noch stets fortdauernden Rivalität sind die Ausdrücke im Sprachgebrauch bestehen geblieben, aber der eigentliche Gerichtsprozess wurde vergessen. Womöglich hat ein Maler mit viel Fantasie von diesem Ausdruck gehört und daher ein freies Fantasiegemälde gemalt. Wahrscheinlich ist es rund 1570 entstanden, genau zu einer Zeit, in der sich eine Atmosphäre von Unzufriedenheit und Sarkasmus entwickelte. Daher hat man auch vermutet, dass der Maler bestimmte Zustände mit dem Gemälde scharf kritisieren wollte, doch dazu fehlt es an weiteren Hinweisen.[4]
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Offizielle Homepage der Stadt (niederländisch)
Belege
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Siehe in der “Nederlandstalige Wikipedia”: nl:Meetjesland
- ↑ De burgemeesters van Eeklo sinds 1830, Willy De Zutter. Een uitgave van drukkerij-uitgeverij de Eeclonaar, 1990, Eeklo.
- ↑ siehe auch “Wikipedia-NL”: nl:Het Leen
- ↑ Peter van Mensch: Spreekwoorden en gezegden in het Muiderslot en Arth. Wijsman: De legende van de bakker van Eelco, in: Oud Holland, Jahrgang 54 (1937), S. 173.


