Der Derby Type D 2 war das erste Pkw-Modell des französischen Herstellers Établissements Bertrand Montet aus Courbevoie. Es wurde wie auch alle folgenden unter dem MarkennamenDerby angeboten.
Bertrand Montet handelte nach dem Ersten Weltkrieg mit gebrauchten Motorrädern von Harley-Davidson, die im Krieg eingesetzt wurden. Außerdem kaufte er 100 dazu passende Motoren.[1] Sein Mitarbeiter Georges Goëtt konstruierte zu diesen Motoren ein leichtes Fahrzeug. Im Oktober 1921 wurde es auf dem Pariser Autosalon präsentiert.
Es waren V2-Motoren.[2] Sie hatten 35⁄16ZollBohrung und 31⁄2 Zoll Hub. Umgerechnet sind das 84,1375mm Bohrung, 88,9mm Hub und 989cm³ Hubraum. In den Motorrädern leistete der Motor 8PS. Der Motor war luftgekühlt.[3] Dem Motor werden heftige Vibrationen nachgesagt.[1]
Der Motor war vorn im Fahrgestell eingebaut. Er trieb über ein Dreiganggetriebe und eine Kardanwelle die Hinterräder an. Auf ein Differenzial an der Hinterachse wurde verzichtet. Vor dem Motor befand sich eine V-förmige Kühlergrillattrappe.
Der Radstand betrug 240cm.[4] Die offene Roadster-Karosserie mit 110cm Breite bot Platz für zwei Personen nebeneinander. Die Fahrzeuge hatten Linkslenkung. 60km/h Höchstgeschwindigkeit waren möglich. Gebremst wurden nur die Hinterräder.[1]
Das Leergewicht lag bei 340kg. Zusammen mit dem kleinen Hubraum waren die Voraussetzungen geschaffen, um als Cyclecar zu gelten.[1] Daher betrug seine jährliche Kraftfahrzeugsteuer in Frankreich nur 100 Franc. Dabei spielte es auch keine Rolle, dass sein Motor mit 5CV eingestuft war.
Im Oktober 1923 stand das Modell noch in den Preislisten von Derby.[5]
Als Nachfolger kann der Type D3 angesehen werden, obwohl es ihn vorübergehend parallel gab. Er war in leichten Ausführungen ebenfalls ein Cyclecar und in schwereren Ausführungen eine Voiturette bzw. Kleinwagen.
Harald H. Linz, Halwart Schrader:Die Internationale Automobil-Enzyklopädie. United Soft Media Verlag, München 2008, ISBN 978-3-8032-9876-8, Kapitel Derby (I).
George Nicholas Georgano (Hrsg.):The Beaulieu Encyclopedia of the Automobile. Band1: A–F. Fitzroy Dearborn Publishers, Chicago 2001, ISBN 1-57958-293-1, S.423–424 (englisch).
↑George Nicholas Georgano (Hrsg.):The Beaulieu Encyclopedia of the Automobile. Band1: A–F. Fitzroy Dearborn Publishers, Chicago 2001, ISBN 1-57958-293-1, S.423–424 (englisch).
↑Harald H. Linz, Halwart Schrader:Die Internationale Automobil-Enzyklopädie. United Soft Media Verlag, München 2008, ISBN 978-3-8032-9876-8, Kapitel Derby (I).
↑René Bellu: Automobilia. N° 76. Toutes les voitures Françaises 1972. Salon 1971. Toutes les voitures Françaises 1922. Salon 1921. Histoire & Collections, Paris 2005, S. 67 (französisch).