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’s-Hertogenbosch

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Gemeinde ’s-Hertogenbosch
Flagge der Gemeinde ’s-Hertogenbosch
Flagge
Wappen der Gemeinde ’s-Hertogenbosch
Wappen
Staat Niederlande Niederlande
Provinz  Noord-Brabant
Bürgermeister Jack Mikkers (VVD)[1]
Sitz der Gemeinde ’s-Hertogenbosch
Fläche
 – Land
 – Wasser
117,81 km²
109,48 km²
8,33 km²
CBS-Code 0796
Einwohner 162.272 (1. Jan. 2026[2])
Bevölkerungsdichte 1377 Einwohner/km²
Koordinaten 51° 41′ N,  18′ OKoordinaten: 51° 41′ N,  18′ O
Höhe 6,5 m NAP
Bedeutender Verkehrsweg A2 E25 A59 N266 N279 N617 N625
Vorwahl 073
Postleitzahlen 5201–5203, 5211–5213, 5215–5216, 5221–5224, 5231–5237, 5241–5249, 5381–5383, 5386, 5391–5392
Website s-hertogenbosch.nl
Vorlage:Infobox Ort in den Niederlanden/Wartung/Karte

’s-Hertogenbosch [ˌsɛrtoːɣə(n)ˈbɔs] (anhören/?; deutsch: Des Herzogs Wald, im allgemeinen Sprachgebrauch Den Bosch [dɛnˈbɔs]; deutsch Herzogenbusch, französisch Bois-le-Duc) ist die Hauptstadt der niederländischen Provinz Noord-Brabant. Die Gemeinde ’s-Hertogenbosch umfasst die gleichnamige Stadt sowie die Dörfer und Ortschaften Bokhoven, Empel, Engelen, Hintham, Kruisstraat, Meerwijk, Orthen, Rosmalen und Maliskamp. Am 1. Januar 2026 lebten laut CBS 162.272 Einwohner in der Gemeinde.

Die Stadt ist Sitz des römisch-katholischen Bistums ’s-Hertogenbosch. Die Stadt ist ferner Sitz eines Gerichtes, der Provinzialverwaltung, verschiedener Krankenhäuser und psychiatrischer Anstalten sowie vieler überregional bedeutender Schulen.

Einkaufsstraße in Den Bosch

’s-Hertogenbosch liegt im Süden der Niederlande, etwa 80 Kilometer südöstlich von Amsterdam. Die Gesamtfläche beträgt 117,81 Quadratkilometer.

Das Stadtgebiet von ’s-Hertogenbosch liegt etwa 6 bis 7 Meter über dem Meeresniveau in einem Sumpfgebiet an der Dieze, einem Nebenfluss der Maas.

Marsch alliierter Soldaten durch Den Bosch zur Erinnerung der Befreiung im Vorjahr, niederländische Kinonachrichten vom 27. Oktober 1945

Der Stadtteil Empel liegt an einer Stelle, an der bereits die Bataver eine Siedlung hatten sowie einen Tempel für ihren Gott Donar, in der lateinischen Namensform nach der Weiheinschrift Hercules Magusanus.

Herzog Heinrich I. von Brabant verlieh der Stadt im Jahr 1185 das Stadtrecht. Der Name geht auf den nahegelegenen Herzogenwald, auch Herzogenbusch und Den Bosch genannt, zurück.[3] Die Stadt liegt auf einem kleinen Sandrücken, von sumpfigem Terrain umgeben. Darum war sie im Mittelalter strategisch wichtig. Die Festung Herzogenbusch galt als nahezu uneinnehmbar. Die Kaufleute der Stadt importierten Wein aus Köln, Sandstein aus Lüttich und Fisch aus den Ostseeländern. Bereits 1274 gab es eine Lateinschule, aus der u. a. Erasmus und Mercator hervorgingen.

Zwischen 1450 und 1525 erfuhr die Stadt eine Zeit der wirtschaftlichen Blüte, die im 16. Jahrhundert mit dem Achtzigjährigen Krieg beendet wurde. Die Stadt wurde von den Niederländern 1629 durch Friedrich Heinrich von Oranien erobert. Anschließend wurde die Zitadelle erbaut. Im Jahre 1815 wurde die Stadt zur Provinzhauptstadt.

Im Mai 1940 wurde die Stadt – wie die ganzen Niederlande – von Truppen der Wehrmacht während des „Westfeldzugs“ besetzt und am 29. Oktober 1944 durch alliierte Truppen befreit.[4]

Wirtschaft und Verkehr

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Die Wirtschaftsstruktur von ’s-Hertogenbosch weist viele mittlere und kleine Industrie- und Handelsunternehmen auf; der Dienstleistungssektor ist jedoch dominierend. Im Ort befindet sich eine Großbrauerei von Heineken.

Der Bahnhof ’s-Hertogenbosch ist ein Eisenbahnknotenpunkt der Nederlandse Spoorwegen mit Verbindungen nach u. a. Amsterdam über Utrecht, Maastricht über Eindhoven, Tilburg, Breda und Nimwegen.

Bei ’s-Hertogenbosch, an der Maas gelegen, zweigt der Schifffahrtkanal Zuid-Willemsvaart von der Maas ab. Der sogenannte Industriehaven liegt im Zentrum der Stadt an der Dieze.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

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  • St.-Johannes-Kathedrale, ursprünglich romanisch, zwischen 1280 und 1312 wie auch im 15. und im 16. Jahrhundert umgebaut. Die Kathedrale, die auch ein Wallfahrtsort ist, gilt als eines der kulturell wichtigsten Kirchengebäude der Niederlande.
  • Noordbrabants Museum, das Museum der Provinz Noord-Brabant mit Altarbildern, der Geschichte der Provinz, Kopien von Bildern des Hieronymus Bosch, Werken von Vincent van Gogh und Wechselausstellungen alter und moderner Kunst
  • De Moriaan, das älteste Haus der Stadt aus dem 13. Jahrhundert; heute Touristeninformation
  • Het Kruithuis, Museum für moderne Keramik und Zierrate
  • Rathaus, ursprünglich gotisch, im 17. Jahrhundert umgebaut
  • Stadtwälle
  • Der zum Teil unterirdische Wasserlauf Binnen-Dieze, auf dem Rundfahrten möglich sind
  • Stadttheater De Parade
  • Oeteldonksgemintemuzejum, das einzige Museum der Niederlande über (inter-)nationalen Karneval, der seit dem 19. Jahrhundert groß gefeiert wird, die Stadt heißt dann „Oeteldonk“
  • 2007 eröffnetes Designmuseum
  • Seit 1954 findet der Internationale Gesangswettbewerb von ’s-Hertogenbosch (niederländisch „Internationaal Vocalisten Concours ’s-Hertogenbosch“) statt.
  • Bolwoningen, eine 1984 nach Entwurf von Dries Kreijkamp gebaute Kugelhaussiedlung

Im Pferdesport findet seit 1966 alljährlich Ende März das internationale Hallenturnier „Indoor Brabant“ in den Brabanthallen statt. „Indoor Brabant“ war von 1979 bis 2013 Station des Springweltcup und Austragungsort des Springweltcupfinale von 1994 und 2012. Seit 1986 ist das Turnier eine Station des Dressurweltcups und war Gastgeber für die Weltcupfinale im Dressurreiten in den Jahren 1986, 1988, 1990, 1993, 1997, 2000, 2002, 2008, 2010 und 2012.

Im Tennis findet jedes Jahr im Juni das Rasenturnier Libéma Open in ’s-Hertogenbosch statt.

Im Fußball gibt es mit dem FC Den Bosch einen Verein, der im Jahr 2023 in der Eerste Divisie, der zweithöchsten niederländischen Liga, spielt. Der Klub trägt seine Heimspiele im Stadion De Vliert aus.

Im Hockey sind die Damen des HC ’s-Hertogenbosch eine der Topmannschaften weltweit. Die Clubanlage verfügt über insgesamt sieben Kunstrasen. Der HC ist der sechstgrößte Hockeyverein der Niederlande.

Die D66 konnten die Kommunalwahl am 18. März 2026 mit einer Mehrheit von einem Prozentpunkt vor GroenLinks-PvdA gewinnen und konnte damit nach den Wahlsiegen in den Jahren 2014 und 2022 erneut einen Erfolg verbuchen. Die Koalition in der Legislaturperiode von 2018 bis 2022 bestand aus der CDA, den D66, GroenLinks, Rosmalens Belang und der VVD.

Kommunalwahl am 18. März 2026[5]
Wahlbeteiligung: 51,78 %
 %
20
10
0
17,96
16,95
8,82
8,71
8,06
7,09
6,95
4,03
3,90
17,53
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2022
 %p
   6
   4
   2
   0
  −2
  −4
+4,15
+0,20
−2,72
+3,58
−0,94
−0,86
−1,02
+1,86
−0,74
−3,50
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
b 2022 als eigenständige Wahllisten
d Leefbaar ’s-Hertogenbosch
e Rosmalens Belang
j PVV 3,68 % (+0,76 %), gewoon ge-DREVEN 3,21 % (+0,21 %), 50PLUS 2,65 % (+0,12 %), PvdD 2,35 % (–1,08 %), übrige Parteien 5,64 % (–3,51 %)

Der Gemeinderat wird seit 1982 folgendermaßen gebildet:

ParteiSitze[5] a
19821986199019941995 b19982002200620102014201820222026
D661134221035568
GroenLinks24334553448
PvdA101410565485433
VVD7544455555554
Leefbaar
’s-Hertogenbosch c d
2422224
Rosmalens Belang1066445343
De Bossche
Groenen
11333
CDA1410117666545433
FvD01
SP0022243533321
PVV111
gewoon
ge-DREVEN
111
50PLUS111
PvdD11
VOOR Den Bosch10
Volt10
Raadsgroepering
Bosch Belang d
1225444445210
Bossche Volkspartij32
Knillis d3333112110
TROTS2
Algemeen Ouderen
Verbond
11
Unie 55+
Centrum
Democraten
300
Links
Samenwerking e
2
PSP1
Gesamt37373737393939393939393939
Sitzverteilung im Gemeinderat von ’s-Hertogenbosch 2026[5]
1
1
8
8
1
3
1
3
4
4
3
1
1
1 1 8 8 1 3 1 3 4 4 3 1 1 
Insgesamt 39 Sitze
Anmerkungen
a 
Parteien, die zwar an der Wahl teilgenommen hatten, aber keinen Ratssitz erlangen konnten, werden nicht berücksichtigt.
b 
Aufgrund der Eingemeindung von Rosmalen zum 1. Januar 1996 fand eine außerplanmäßige Kommunalwahl im Jahre 1995 statt.
c 
Leefbaar ’s-Hertogenbosch kandidierte im Jahr 1998 unter dem Namen Lente ’97.
d 
Im Jahr 2014 nahmen Leefbaar ’s-Hertogenbosch und Knillis mit der Raadsgroepering Bosch Belang als gemeinsame Wahlliste an der Kommunalwahl teil.
e 
Die Linkse Samenwerking war ein Zusammenschluss der lokalen PSP-, CPN-, PPR- und EVP-Wählergruppen.

College van B&W

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Die Koalitionsparteien D66, VVD, GroenLinks, Rosmalens Belang, CDA und PvdA werden durch jeweils einen Beigeordneten im College van burgemeester en wethouders vertreten. Folgende Personen gehören zum Kollegium und haben folgende Ressorts inne:[6]

FunktionNameParteiRessortAnmerkung
BürgermeisterJack MikkersVVDallgemeine Verwaltungsangelegenheiten, Verwaltungsorganisation, öffentliche Ordnung, Sicherheit und integrierte Sicherheitspolitik, Betreuung von Flüchtlingen/Heimatlosen, Feuerwehr, interkommunale Beziehungen, Beziehung zu Partnergemeinden, Kommunikation, Repräsentation und Stadtmarketing, Koordination Lobbyismus und Strategieseit dem 11. Oktober 2017 im Amt[1]
BeigeordneteMike van der GeldD66Urbanisierung, „Spoorzone,“ Raumordnung, Energiewende, Kultur, Finanzen
Ralph GeersVVDwirtschaftliche Angelegenheiten, Datenwirtschaft und Innovation, öffentlicher Raum, Wasser und Grün, Tierwohl, Müllabfuhr, Umwelt, Genehmigungen, Überwachung und Ordnungsamt, Personal und Organisation
Ufuk KâhyaGroenLinksBildung, Jugend, positiv-präventive Jugendpolitik, positive Gesundheit, Inklusion, Stadt der Daten, Knotenpunktentwicklung am Bahnhof ’s-Hertogenbosch, Europäischer Ausschuss der Regionen
Roy GeersRosmalens Belangstadtviertel- und dorfbezogenes Arbeiten, Mobilität und Erreichbarkeit, soziale Immobilien, Einrichtungspolitik, Veranstaltungen, Außengebiet, Umweltgesetz, öffentliche Dienstleistung, Verwaltungsrat Empel/Meerwijk
Marianne van der SlootCDAArbeit und Einkommen, Arbeitsmarktpolitik, Armut und Verschuldung, soziale Struktur, Sport, Erbgut, Tourismus, „Brabantstad“, Verwaltungsrat Engelen/Bokhoven
Pieter Paul SlikkerPvdAWohnen, Unterbringung schutzbedürftiger Gruppen, Pflege, Jugendhilfe, Zugang und Verwaltung, Einkauf im sozialen Bereich, verwaltungstechnische Erneuerung
GemeindesekretärBerend van der Ploegseit August 2019 im Amt[7]

Städtepartnerschaften

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Persönlichkeiten

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Der innere Hauptgürtelasteroid (20243) Den Bosch wurde nach der Stadt benannt.

  • ’s-Hertogenbosch: Heimat des genialen Hieronymus Bosch. (OT: Jérôme Bosch, le génie de Bois-Le-Duc.) französischer Dokumentarfilm von 2022 aus der Reihe: Stadt Land Kunst (OT: Invitation Au Voyage), Erstsendung: 14. Januar 2022 bei Arte, Inhaltsangabe der ARD.
Commons: ’s-Hertogenbosch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: ’s-Hertogenbosch – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

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  1. 1 2 Benoeming burgemeester ’s-Hertogenbosch. In: rijksoverheid.nl. Rijksoverheid, 25. August 2017, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 6. Oktober 2017; abgerufen am 27. Februar 2019 (niederländisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  2. Bevolkingsontwikkeling; regio per maand. In: StatLine. Centraal Bureau voor de Statistiek, 27. Februar 2026, abgerufen am 28. Februar 2026 (niederländisch).
  3. ’s-Hertogenbosch, Niederlande. In: trier.de. Stadt Trier, abgerufen am 27. März 2024.
  4. In alten Zeitungen spiegelt sich das Kriegsende des WK II wider, das sich in diesen Tagen zum 65. Male jährt. (Memento vom 20. April 2023 im Internet Archive). In: Aachener Geschichtsverein, 2006.
  5. 1 2 3 Ergebnisse der Kommunalwahlen: 1982–2002 2006 2010 2014 2018 2022 2026, abgerufen am 23. Mai 2026 (niederländisch).
  6. College van Burgemeester en Wethouders. In: s-hertogenbosch.nl. Gemeente ’s-Hertogenbosch, abgerufen am 7. März 2023 (niederländisch).
  7. Marc Brink: Berend van der Ploeg benoemd als nieuwe gemeentesecretaris in Den Bosch. In: BD. DPG Media, 22. März 2019, abgerufen am 7. März 2023 (niederländisch).