Zum Inhalt springen

Amsterdam

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Gemeinde Amsterdam
Flagge der Gemeinde Amsterdam
Flagge
Wappen der Gemeinde Amsterdam
Wappen
Staat Niederlande Niederlande

Provinz  Noord-Holland
Bürgermeister Femke Halsema (GroenLinks)
Sitz der Gemeinde Amsterdam
Fläche
 – Land
 – Wasser
243,65 km²
188,12 km²
55,53 km²
CBS-Code 0363
Einwohner 935.793 (1. Jan. 2025[1])
Bevölkerungsdichte 3841 Einwohner/km²
Koordinaten 52° 22′ N, 4° 53′ OKoordinaten: 52° 22′ N, 4° 53′ O
Bedeutender Verkehrsweg A1 A2 A4 A5 A8 A9 A10 E19 E22 E35
Vorwahl 020, 0294
Postleitzahlen 1011–1109, 1381–1384
Website amsterdam.nl
Vorlage:Infobox Ort in den Niederlanden/Wartung/Karte
Das Rijksmuseum (Reichsmuseum als Nationalmuseum der Niederlande) in Amsterdam
Das Rijksmuseum (Reichsmuseum als Nationalmuseum der Niederlande) in Amsterdam
Das Rijksmuseum (Reichsmuseum als Nationalmuseum der Niederlande) in AmsterdamVorlage:Infobox Ort in den Niederlanden/Wartung/Bild1
Satellitenfoto von Amsterdam, um 2020
Zentralplatz Dam mit dem Alten Rathaus als heute Königlichem Palast (links) und der alten Kirche Nieuwe Kerk (rechts daneben), um 2008

Amsterdam (niederländisch Amsterdam/?) ist die niederländische Hauptstadt und zugleich die bevölkerungsreichste Stadt des Königreichs der Niederlande. Die Stadt-Gemeinde Amsterdam liegt in der niederländischen Provinz Nordholland Noord-Holland, am kanalisierten Fluss Amstel und am früheren Meeresarm IJ,[A 1] seit dem Jahr 1932 aber Bestandteil der damals eingedeichten ehemaligen Zuiderzee[A 2] als heutigem IJsselmeer[A 3] und heutzutage wichtigem Süßwasser-Speicher. Der weiterhin bedeutende Hafen der Stadt ist durch den Nordseekanal und dessen Schleusen mit der Nordsee und darüber mit den Weltmeeren verbunden. Amsterdam ist bekannt für seine offene Kultur, die historische Altstadt um die Jodenbuurt gut besucht und durch die zahlreichen für das Stadtbild typischen Grachten weltberühmt.

Seit dem 12. Juli 2018 ist Femke Halsema, ehemalige Fraktions- und Parteivorsitzende von GroenLinks, als erste Frau die amtierende Bürgermeisterin von Amsterdam.

Amsterdam ist die Hauptstadt der Niederlande gemäß niederländischer Verfassung seit dem Jahr 1983, während sich der Regierungssitz des Landes sowie die Königsresidenz und auch der Hohe Rat (oberstes Gericht für Zivil-, Straf- und Steuerrecht), der Staatsrat (Raad van State) (oberstes Gericht für Verwaltungsrecht) und alle Ministerien und Botschaften[2] im 60 Kilometer entfernten Den Haag befinden.[3]

Seit dem 24. März 2022 besteht die Metropolregion Amsterdam (MRA) aus insgesamt 30 Gemeinden (darunter die Stadt-Gemeinde Amsterdam als Gemeente Amsterdam selbst) in sieben Teilregionen.

Amsterdam belegt den 17. Rang der größten Städte der Europäischen Union. Die Gemeinde Amsterdam hat 935.793 Einwohner (Stand: 1. Januar 2025)[4] und als Agglomeration Groot-Amsterdam 1.472.793 Einwohner (Stand: 1. Januar 2024).[5]

Stadtgliederung

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Amsterdam war seit der damaligen Neugliederung vom 1. Mai 2010 in „sieben plus ein“ Gebiete (d. h. das damals neu hinzukommende Gebiet Westpoort als Gewerbe- und Industriegebiet) unterteilt. Mit dem 24. März 2022 wurde die bis dahin eigene Stadt und eigenständige Gemeinde Weesp als nunmehr neuntes Gebiet mit in die Stadtgliederung von Amsterdam integriert.[6] Siehe die derzeitige Stadtgliederung von Amsterdam und ansonsten auch die zugrundeliegende amtlich geltende Gebietseinteilung im genannten Hauptartikel.

Laut publikumswirksamer Eigendarstellung der Gemeinde besteht Amsterdam aus sieben Bezirken und dem Stadtgebiet Weesp.[7] Dabei wird das Hafen- und Industriegebiet Westpoort ganz offensichtlich jedoch unterschlagen; und die derzeit neun Gebiete mit erwähnenswerten Vierteln (diese ggf. abweichend von der Gliederung) sind:

Die wirtschaftlich bedeutende Hafenstadt Amsterdam liegt zugleich in der das Umland umfassenden und daher deutlich größeren Metropolregion Amsterdam (MRA) als wichtiger Metropolregion in der Provinz Nordholland Noord-Holland inmitten der Niederlande. Siehe auch dazu den Abschnitt Metropolregion Amsterdam im genannten Hauptartikel.

Amsterdamer Pegel

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Amsterdamer Pegel wurde erstmalig in den Jahren 1683/1684 als Nullpunkt für hydrologische Höhenmessungen festgelegt. Es wurde der Wasserstand des Mittleren Hochwassers (MHW) gewählt und dieser historische Wasserspiegel lag etwa 17 cm über dem Mittelwasser. Der Wasserspiegel der Amsterdamer Grachten liegt heute etwa 40 cm unter dem Meeresspiegel der Nordsee.

Das niederländische Wetter variiert in der Regel von einem leichten Frost im Winter mit etwas Schnee bis zu sonnigen Tagen von 20 bis 30 °C im Sommer. Frühling und Herbst sind mild, können aber auch sehr nass und verregnet sein (über 100 mm Niederschlag pro Monat).

Die Amsterdamer Sommer sind im mitteleuropäischen Vergleich sehr mild, so gab es im langjährigen Mittel von 1991–2020 nur 3,7 Hitze- und 21,9 Sommertage pro Jahr. Im Winter gab es durchschnittlich 42,8 Frost- und 5,8 Eistage.[8]

Amsterdam
Klimadiagramm
JFMAMJJASOND
 
 
67
 
6
1
 
 
55
 
7
1
 
 
52
 
10
3
 
 
40
 
14
5
 
 
54
 
18
9
 
 
65
 
20
11
 
 
82
 
23
14
 
 
99
 
22
13
 
 
84
 
19
11
 
 
87
 
15
8
 
 
85
 
10
5
 
 
82
 
7
2
_ Temperatur (°C)   _ Niederschlag (mm)
Quelle: KNMI, Daten: 1991–2020[8]
Klimadaten Amsterdam
Station Amsterdam Schiphol (Flugh.), -3 m über NHN
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Mittl. Temperatur (°C) 3,8 4,1 6,5 9,8 13,3 16,0 18,1 18,0 15,1 11,3 7,4 4,6 10,7
Mittl. Tagesmax. (°C) 6,2 6,9 10,1 14,3 17,8 20,3 22,5 22,4 19,2 14,7 10,0 6,9 14,3
Mittl. Tagesmin. (°C) 1,2 1,0 2,8 5,2 8,6 11,3 13,5 13,4 11,0 7,7 4,5 1,9 6,9
Niederschlag (mm) 66,5 54,7 51,8 39,6 53,9 64,8 82,3 98,6 84,4 86,7 85,3 81,7 Σ 850,3
Sonnenstunden (h/d) 2,2 3,3 4,7 6,6 7,4 7,2 7,3 6,6 5,1 3,8 2,2 1,9 4,9
Regentage (d) 18,0 16,0 14,7 12,9 12,8 13,3 15,0 15,5 15,4 17,1 19,1 19,2 Σ 189
Luftfeuchtigkeit (%) 87,3 84,9 81,0 75,6 74,5 76,3 77,2 78,3 81,8 84,9 88,4 88,5 81,5
Quelle: KNMI, Daten: 1991–2020[8]
Amsterdam
Klimadiagramm
JFMAMJJASOND
 
 
62
 
5
0
 
 
62
 
5
0
 
 
59
 
8
2
 
 
41
 
12
4
 
 
48
 
16
8
 
 
68
 
19
11
 
 
66
 
21
12
 
 
61
 
21
12
 
 
82
 
18
10
 
 
85
 
14
7
 
 
89
 
9
4
 
 
75
 
6
1
_ Temperatur (°C)   _ Niederschlag (mm)
Quelle: KNMI, Niederschlag: Referenzzeitraum 1971–2000, sonst: 1961–1990[9]
Klimadaten Amsterdam
Station Amsterdam Schiphol (Flugh.), -3 m über NHN
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Mittl. Temperatur (°C) 2,4 2,7 5,0 8,0 12,1 15,0 16,6 16,7 14,3 10,8 6,3 3,6 9,5
Mittl. Tagesmax. (°C) 4,6 5,4 8,4 11,9 16,4 19,2 20,6 20,9 18,2 14,2 8,9 5,8 12,9
Mittl. Tagesmin. (°C) 0,0 −0,1 1,8 3,9 7,6 10,5 12,3 12,3 9,5 7,4 3,7 1,2 5,9
Niederschlag (mm) 62,1 61,6 58,9 41,0 48,3 67,5 65,8 61,4 82,0 85,1 89,0 74,9 Σ 797,6
Quelle: KNMI, Niederschlag: Referenzzeitraum 1971–2000, sonst: 1961–1990[9]

In den letzten 30 Jahren sind die Temperaturen in Amsterdam im langfristigen Mittel gestiegen; betrug die mittlere Tageshöchsttemperatur im August für den Zeitraum 1961 bis 1990 noch rund 21 °C, so liegt sie für die Jahre 1991 bis 2020 bei etwa 22 °C. Auch die Winter sind wärmer geworden; lag die durchschnittliche Tageshöchsttemperatur im Januar für die Jahre 1961 bis 1990 noch bei 4,6 °C, so waren es für den Zeitraum 1991 bis 2020 6,2 °C.

Der jährliche Gesamtniederschlag ist ebenfalls angestiegen; lag die Niederschlagshöhe im Mittel der Jahre 1971–2000 bei etwa 798 mm, so betrug sie für den Bezugszeitraum 1991–2020 ungefähr 850 mm.

Amsterdam sowie die gesamten europäischen Niederlande liegen in der Mitteleuropäischen Zeitzone. Da die Stadt weit westlich in dieser Zeitzone liegt, steht die Sonne erst um 12:40 Uhr (während der Sommerzeit um 13:40 Uhr) genau im Süden. Dies führt im Sommer zusammen mit der nördlichen Lage der Stadt zu einem späten Sonnenuntergang; im Hochsommer kann es bis 23 Uhr noch hell sein.

Älteste bekannte Gesamtansicht Amsterdams von Cornelis Anthonisz. (1538)[A 4]
Alte Stadtkarte um 1699 (Buchabdruck)[A 4]
Karte zur Stadtentwicklung[A 4] mit wesentlichen Phasen (1385–1875)
Amsterdam mit Grachtengürtel im Luftbild (2020)
Die alte Kirche Nieuwe Kerk am Dam-Zentralplatz (etwa 2005)
Amstelschleusen Amstelsluizen in Amsterdam-Centrum bei Weesperbuurt (etwa 2008)
Das heutige Nationalmonument von 1956 auf dem Dam (2013)

Namensgeschichte

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name der Stadt leitet sich von einem im 13. Jahrhundert errichteten Damm (niederländisch Dam) mit Schleuse in der Flussmündung der Amstel ab; dort war ein Fischerdorf als anwachsende Siedlung mit kleinem Hafen entstanden, welches den Namen Amstelredam trug. Der lateinische Name lautete Amstelodamum, später auch Amstelaedam (oder Amstelædam). Die Einddeichung der Flussmündung war dringend notwendig, um die zunehmend entstandene Bebauung an beiden Flussufern besser vor Sturmfluten zu schützen, denn die damalige Zuiderzee[A 2] war eine offene Bucht zur Nordsee, und das Land senkte sich aufgrund von Entwässerungsmaßnahmen immer weiter. Der damals quer in die Amstel gebaute Damm verband die zuvor auf beiden Seiten entstandenen Siedlungskerne, die heute noch als Oude Zijde und Nieuwe Zijde (alte und neue Seite) bezeichnet werden.

An der Stelle des Amstel-Damms entstand im Laufe des Mittelalters ein städtischer Platz, der noch heute den Namen Dam trägt und auch heutzutage einen lebendigen Mittelpunkt der Stadt bildet.

Im Alltag wird gern die Kurzbezeichnung A’dam verwendet (so zum Beispiel offiziell im Namen des A’DAM-Turms).

Vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das flache Land und damalige Gebiet der heutigen Provinz Holland war bis in das 13. Jahrhundert hinein zum weit überwiegenden Teil nur schlecht besiedelbar, weshalb bis heute auch keine angeblichen Ansiedlungen aus der Römerzeit nachweisbar sind. Es handelte sich damals vielmehr um ein sehr feuchtes Gebiet, das hauptsächlich aus Moor und Sumpfland bestand und von mehreren Flüssen durchschnitten war. Einer dieser Flüsse war die Amstel, die in den IJ[A 1] genannten Meeresarm der damaligen Zuiderzee[A 2] mündete. Durch Sturmfluten hatte das IJ die Amstelmündung zu einer schmalen, länglichen Bucht verbreitert. Rund um diese herum hatten sich bis 1230 etwa 500 Fischer in Hütten angesiedelt.

Damals noch nicht Stadt, wurde Amsterdam dann durch die Schreiber des Grafen Florens V. von Holland erstmals im Jahr 1275 urkundlich als Amstelledamme erwähnt. Die damaligen Herren van Amstel des Amstelland genannten Gebietes saßen bis zu deren Zerstörung im Jahr 1204 auf einer Burg in Ouderkerk aan de Amstel. Diese Herren van Amstel ließen sich daraufhin eine neue festere Burg errichten, das Kasteel van Amstel, dessen steinerne Fundamente erst bei Ausgrabungen in den Jahren von 1994 bis 1999 unter der Straße Nieuwezijds Kolk im heutigen Stadtgebiet von Amsterdam gefunden wurden. Seit 1492 kamen infolge des Alhambra-Edikts aus Spanien vertriebene Juden nach Amsterdam, seit Mitte des 16. Jahrhunderts auch aschkenasische Juden aus Polen. Sie wurden ein Teil der Stadt (siehe auch Jodenbuurt als bevorzugtes Wohnviertel). Es entstanden bald zahlreiche Synagogen und zudem mehrere kulturell wichtige jüdische Druckereien.

Ein Täuferaufstand wurde im Jahr 1535 grausam niedergeschlagen. Die Reformation führte ab etwa 1550 zur Verbreitung des Calvinismus. Im Jar 1566 löste der Bildersturm den Konflikt mit Kaiser Karls V. Sohn und Erben, Philipp II. von Spanien, aus und wurde zum äußeren Anlass für den Beginn des Achtzigjährigen Krieges mit Spanien.

Im Jahr 1581 erklärten die nördlichen Sieben Provinzen ihre formelle Unabhängigkeit von Spanien. In besagten Sieben Provinzen und in Amsterdam dominierte der Calvinismus, war jedoch keine Staatskirche, während der Süden als Spanische Niederlande weiter katholisch blieb. Die Stadt Amsterdam war religiös vergleichsweise tolerant, die katholischen Klöster in der Stadt blieben ebenso geduldet wie Gebetshäuser von Mennoniten und Lutheranern.

Der Widerstand der Bürger und des Rates der Stadt Amsterdam verhinderte, dass Wilhelm von Oranien, wie von ihm eigentlich beabsichtigt, holländischer Monarch werden konnte und er durfte auch den erstrebten historischen Titel Graf von Holland nicht erhalten; stattdessen wurde er nur zum „Statthalter der Republik der Vereinigten Niederlande“ ernannt, deren damals vordemokratisches aber vor allem eigentliches Machtzentrum das halbwegs bürgerliche Parlament blieb, das daher auch noch bis heute die traditionelle Bezeichnung der „Generalstaaten“ führt.

Der Konflikt mit Spanien brach im Jahr 1621 im Rahmen des Dreißigjährigen Krieges erneut aus und wurde formell erst zum Jahr 1648 mit dem Westfälischen Frieden beendet, der die internationale Anerkennung der Republik der Vereinigten Niederlande brachte und zugleich das Ausscheiden aus dem Heiligen Römischen Reich. Die vorangegangene Einverleibung Portugals durch Spanien im Jahr 1580 hatte die nördlichen Niederlande wirtschaftlich dazu gezwungen, nun selbst Schiffe nach Indien fahren zu lassen. Die ersten Fahrten wurden von Amsterdam aus unternommen und führten sogleich zu einem großen Erfolg und so entstand im Jahr 1602 die Vereenigde Oost-Indische Compagnie (VOC) und siehe auch das Huis De Pinto und dessen Geschichte dazu. Etwas später im Jahr 1621 etablierte sich auch die Niederländische Westindien-Kompanie. Diese holländischen Handelsgesellschaften machten die Republik der Sieben Provinzen zur weltumspannenden See- und Handelsmacht, wodurch nach dem Waffenstillstand mit Spanien im Jahr 1609 dann das Goldene Zeitalter der Niederlande anbrach. Der große wirtschaftliche Erfolg führte aber auch zu einer Rivalität mit den eifersüchtigen beiden Großmächten England und Frankreich. Dadurch entstanden in den Jahren 1652 bis 1674 insgesamt drei englisch-niederländische Seekriege und noch zusätzlich im Zweiten Nordischen Krieg mussten die Niederlande gleichzeitig die wichtigen eigenen Handelsinteressen in der Ostsee verteidigen.

Im Katastrophenjahr 1672, dem Rampjaar, gerieten die Niederlande schließlich in einen mehrseitigen Krieg mit Frankreich und England zugleich. Dieser Holländische Krieg endete im Jahr 1679 mit großen einseitigen Vorteilen für die französische Krone. Durch die Kriegswirren und auch in den Folgejahren blieb der Hafen Amsterdams unerreichbar für die eigene Handelsflotte.

Dies leitete den Niedergang Amsterdams als Umschlaghafen für den Welthandel ein und führte zum Ende des 17. Jahrhunderts zu erheblichen Änderungen der wirtschaftlichen Strukturen; Amsterdam verlor die eigene Stellung als bedeutende Hafenstadt, gewann dafür aber zunehmend großen Einfluss auf den europäischen Geldmarkt.[10][11]

Im Jahr 1688 wurde der Statthalter Wilhelm III. von Oranien schließlich englischer König. Als er dann im Jahr 1702 starb, ruhte die Statthalterwürde und es trat eine Rückbesinnung auf die antizentralistische Tradition der städtischen Regenten ein. Erst im Jahr 1747 wurde dann Wilhelm IV. erneut ein Statthalter aller Provinzen. Das von Frankreich ausgehende Zeitalter der Aufklärung brachte Unruhen, Anprangerung der Missstände und Systemkritik an der unbegrenzten Herrschaft der dem Volk entfremdeten Regenten. In Folge im Jahr 1795 wurde die Batavische Republik ausgerufen, aber nur als ein Satellitenstaat des damals napoleonischen Frankreichs.

Bei seiner Ernennung zum König von Holland am 23. Juni 1806 erklärte dann Louis Bonaparte die Stadt Amsterdam zu seiner Hauptstadt. Am 16. November 1813 erhoben sich die Amsterdamer Bürger erfolgreich gegen die verbliebenen Franzosen und vertrieben die Besatzer.[12]

Einen neuen Aufschwung erlebte die Stadt erst, als 1876 der Noordzeekanaal eröffnet wurde, der Amsterdam eine Verbindung zur Nordsee und damit zum Atlantik verschaffte. Erneut wurde Amsterdam zum Mittelpunkt des kulturellen und wissenschaftlichen Lebens in den Niederlanden, obgleich es ökonomisch allmählich, insbesondere nach dem Zweiten Weltkrieg, von der Stadt und dem Hafen Rotterdam zunehmend überflügelt wurde.

In Amsterdam zieren zahlreiche moderne und oft jahrhundertealte Denkmäler den Stadtkern. Fast 7.000 Kaufmanns- und Lagerhäuser sowie beinahe 1.300 Brücken aus dem 16. bis 18. Jahrhundert zeugen vom vergangenen Goldenen Zeitalter. Die große Zahl damaliger Handelshäuser wurden vorwiegend entlang der 165 Grachten gebaut, die als Transportwege genutzt wurden, um die schnelle Verteilung der Importwaren in der Stadt und zu den Handelskontoren zu bewerkstelligen. Der seit damals entstandene und noch weitgehend erhaltene Amsterdamer Grachtengürtel wurde dann im Jahr 2010 auch in die UNESCO-Liste des Welterbes aufgenommen.[13] Das alte natürliche Flussbett der Amstel selbst, örtlicher Ursprung der Ansiedlung, war bereits im 19. und 20. Jahrhundert allerdings zwischen Damrak und Rokin zugeschüttet und komplett überbaut worden, die Amstel ist auch im restlichen Stadtgebiet bis heute vollständig kanalisiert.

Das sehr alte Wohnquartier und heutzutage als kulturell lebendiges Stadtviertel Jodenbuurt weiterhin besuchenswerte Gebiet in Amsterdam-Centrum hatte, wie die historische Stadt Amsterdam selbst auch, über die Geschichte ein sehr wechselhaftes Schicksal, aber wurde erst im Zweiten Weltkrieg und erst im Jahr 1941 durch die deutschen Besatzungstruppen und Nationalsozialisten zum „Judenviertel“ und schließlich umzäunten Ghetto gemacht, was nicht zuletzt auch im heutigen Wappen von Amsterdam und der niederländischen Erinnerungskultur wachgehalten wird. Im Jahr 1947 nahm die damalige Königin Wilhelmina die aufrechte Haltung von beispielhaften Teilen der Bürgerschaft unter der Besatzung durch das Deutschland im Zweiten Weltkrieg – und dabei besonders den Februarstreik nach dem Abtransport der ersten Juden aus Amsterdam im Februar 1941 – zum Anlass, das Stadtwappen mit besagtem Wahlspruch für die Nachwelt ergänzen zu lassen.

Das Nationalmonument in Amsterdam gedenkt der schweren Zeiten unter deutscher Besatzung im Zweiten Weltkrieg und der vielen Opfer des Nationalsozialismus als ein niederländisches nationales Denkmal auf dem Zentralplatz Dam, gegenüber dem Königlichen Palast. Es handelt sich dabei um ein aus fast weißem Stahlbeton und Travertin-Stein gefertigtes Monument mit einem 22 Meter hohen Obelisken und einer teilweise um diesen geschwungenen Gedenkmauer. Das auf einer Plattform stehende große und offene Monument wurde im Jahr 1956 gebaut und ist öfters Platz von verschiedensten Versammlungen.

Seit dem Jahr 1998 darf die Polizei im Stadtgebiet von Amsterdam in dafür vorbezeichneten Gebieten unangekündigte Kontrollen bei Personen durchführen; dies geschieht unter dem Projektnamen Amsterdam Wapenvrij („Amsterdam Waffenfrei“). Die amtliche Begründung war die große Anzahl und aufgetretene Verbreitung von allen möglichen Waffen im Stadtgebiet sowie der häufig polizeilich nachweisbare Einsatz von illegalen Waffen. In Folge gab es und gibt es bei Bedarf noch zeitweilig verstärkte Ausweiskontrollen in der Stadt.

Demographische Entwicklung

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Anzahl Einwohner
Jahr 16001650179618301849187918991925200220062010201420182022
Einwohner 60.000140.000190.000202.400224.000317.000510.900714.400735.628743.193768.146812.053856.928904.704

Seit dem Jahr 2011 stellen Einwanderer die Bevölkerungsmehrheit in Amsterdam, was zu einer teilweise populistischen Diskussion in der Politik führte. Bei den unter 15-Jährigen beträgt der migrantische Anteil fast zwei Drittel. Es bestehen Integrationsprobleme und die nach den angestammten Niederländern als Mehrheit dann wohl größte Minderheitengruppe sind Marokkaner.[14]

Amsterdam im 21. Jahrhundert

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Logo der Stadt Amsterdam
Großes Wappen von Amsterdam
Das kleine Wappen Amsterdams
Die Flagge Amsterdams

Seit dem 1. Januar 2005 gilt in den gesamten Niederlanden eine vorher unübliche aber seitdem ganz allgemeine Ausweispflicht bzw. Mitführpflicht, nach der alle Personen ab 14 Jahren einen Ausweis mitführen müssen. Allerdings ging es dabei nicht nur um Waffenbesitz, gefunden wurden auch größere Mengen an Drogen und zahlreiche verdächtige Personen konnten aufgegriffen werden, die zu der Zeit schon seit längerem wegen verschiedener Delikte von der Polizei gesucht wurden. Im Prinzip und wie auch andernorts oft üblich, darf jede Person, die sich zur Zeit der Kontrollen in den ausgewiesenen Gebieten aufhält, kontrolliert werden. Die Polizei ist zur Kontrolle von Verpackungen und Inhalten von Gütern, Verkehrsmitteln und der Kleidung der Personen ermächtigt.[15] Entsprechende Kontrollen im Stadtgebiet von Amsterdam können lediglich in den vom Bürgermeister ausgewiesenen Gebieten durchgeführt werden („Artikel 151B van de Gemeentewet“).[16] Die dazu amtlich ausgewiesenen Gebiete waren und sind wohl bis heute: De Ruyterkade, IJtunnel,[A 1] Prins Hendrikkade, Schippersgracht, Rapenburgerplein, Nieuwe Herengracht, Herengracht, Reguliersgracht, Lijnbaansgracht, Nieuwe Vijzelstraat, Weteringlaan, Stadhouderskade, Nassaukade, Leidsegracht, Huidenstraat, Wijde Heisteeg, Singel, Droogbak. In Amsterdam-Zuidoost: Daalwijkdreef, Elsrijkdreef, Provinciale weg, Metro-Linie bis zum Bijlmerdreef (Ganzenhoef), ’s Gravendijkdreef, Gaasperparkpad, Kanterhofspad, Nellesteinpad, Karspeldreef, Gooiseweg, Gulden Kruispad, Flierbosdreef, Karspeldreef-Hoogoorddreef.

Die Stadt Amsterdam gilt als ein bekanntes Zentrum des Drogentourismus in Europa. Dies liegt in der liberalen Politik der Niederlande begründet. Im Jahr 2005 gab es rund 750 Coffeeshops in den gesamten Niederlanden, 2009 befanden sich in Amsterdam 228 Coffeeshops.[17]

Amsterdam wird weiterhin von vielen ausländischen Freidenkern als neue Heimat gewählt. Ein häufiger Beweggrund dafür waren und sind die frühere liberale Politik der Stadt, oft in Kombination mit repressiver Politik im jeweiligen Herkunftsland.

Vom 7. Juli 2010 bis zu seinem überraschenden Tod am 5. Oktober 2017 war der frühere Minister für Bauwesen und Integration, Eberhard van der Laan, fast zwei Legislaturperioden und darin sieben Jahre lang der Bürgermeister von Amsterdam.[18] Nach seinem Tod wurden dessen Ämter vom früheren niederländischen Außenminister Jozias van Aartsen in der Übergangszeit vom 4. Dezember 2017 bis zum 5. Juli 2018 daher nur kommissarisch übernommen.[19]

Kulturelles Leben

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Kultur (hier weiter unten)

Im 15. und 16. Jahrhundert war das kulturelle Leben in Amsterdam vor allem von Festen und Festivitäten geprägt. Im späteren 16. Jahrhundert organisierte die damalige Rederijkerskamer (dt.: „Redekammer“) dann städtische Wettbewerbe im Lesen und vor allem Vorlesen von Gedichten und Vortragen von Dramen. Im Jahr 1638 wurde dann das nachweislich erste Theater in Amsterdam gebaut. Seit dem Jahr 1642 wurden zunehmend auch Ballette dort aufgeführt. Im 18. Jahrhundert wurde zunehmend das französische Theater populär. Die ersten Opern, anfangs nur italienische und französische Opern, wurden ab dem Jahr 1677 aufgeführt, dann ab dem 18. Jahrhundert auch deutsche Opern. Im 19. Jahrhundert stand vor allem Vaudeville im Mittelpunkt der Kultur von Amsterdam. Das erste Metronom wurde im Jahr 1812 von Dietrich Nikolaus Winkel in der Stadt erfunden, nachdem Johann Nepomuk Mälzel bei Dietrich Nikolaus Winkel vorher noch Rat gesucht hatte, denn anfangs kam Mälzel mit der Idee und erweiterte das Metronom schließlich noch durch eine Skala. Ende dieses 19. Jahrhunderts wurden das Nationalmuseum Rijksmuseum und das Gemeentelijk Gemeinde-Museum erbaut, im Jar 1888 dann das Konzertgebäude Concertgebouw fertiggestellt.

Mit dem 20. Jahrhundert kamen auch das Kino, Radio und Fernsehen. Da es auch in den Nachbarorten viele Radio- und Ton-Studios gab, war der Einfluss auf das niederländische Radios bald sehr groß.

Femke Halsema 2018

Gemäß der niederländischen Verfassung ist die Stadt Amsterdam seit dem Jahr 1983 auch weiterhin die Hauptstadt der Niederlande, während sich allerdings der Regierungssitz des Landes sowie die hauptsächliche Königliche Residenz und insbesondere der Hohe Rat (oberstes Gericht für Zivil-, Straf- und Steuerrecht), der Staatsrat (oberstes Gericht für Verwaltungsrecht) sowie alle niederländischen Ministerien und ausländischen Botschaften im etwa 60 Kilometer entfernten Den Haag befinden. Alle amtliche Personen als Bürgermeister von Amsterdam werden seitdem traditionell und verfassungsgemäß durch das jeweils amtierende Königliche Staatsoberhaupt bestimmt und im Namen der jeweils handelnden und demokratisch gewählten Regierung des Königreichs der Niederlande dafür ernannt.

Seit dem 12. Juli 2018 ist Femke Halsema, ehemalige Fraktions- und Parteivorsitzende von GroenLinks, als erste Frau amtierende Bürgermeisterin.[20] Im Februar 2024 wurde Halsema vom Gemeinderat zur Ernennung für eine weitere Amtsperiode vorgeschlagen.[21]

Regierungskoalition

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der laufenden Legislaturperiode von 2022 bis 2026 wird die Stadt-Gemeinde Amsterdam von dem Bündnis College van burgemeester en wethouders (College van B&W) als einer Koalition aus PvdA, GroenLinks und D66 regiert.[22] Das College van B&W setzt sich dabei aus den folgenden Personen zusammen, die in den nachstehend jeweils aufgeführten Bereichen für die Gemeinde und die Stadt Amsterdam verantwortlich zuständig sind[23]:

Funktion Name Partei Ressort Anmerkung
Bürgermeisterin Femke Halsema GroenLinks Allgemeinwesen, öffentliche Ordnung und Sicherheit, integrale Sicherheitspolitik, Regulierung und Vollstreckung, Kommunikation, Rechtswesen, Verwaltungsdienst seit dem 12. Juli 2018 im Amt
Beigeordnete Marjolein Moorman PvdA Bildung, Jugend(hilfe), Armut und Schuldnerberatung, Masterplan Zuidoost
Rutger Groot Wassink GroenLinks Soziales, Betreuung undokumentierter und geflüchteter Menschen, Erwachsenenbildung, Analphabetismus, Einbürgerung, kommunale Immobilien, Demokratisierung, Verwaltungssystem, Masterplan Nieuw-West
Reinier van Dantzig D66 Wohnungsbau, Boden und Entwicklung, Raumordnung
Sofyan Mbarki PvdA Wirtschaftliches, Sport und Erholung, MBO-Agenda, Berufsbildung, Zutritt zum Arbeitsmarkt, Jugendarbeit, Maßnahmen Innenstadt
Zita Pels GroenLinks Nachhaltigkeit und zirkuläre Wirtschaft, Wohnungswesen
Melanie van der Horst D66 Verkehr, Transport und Luftqualität, öffentlicher Raum und Grün (mit Artis), Wasser, Masterplan Noord
Hester van Buren PvdA Finanzen, Personal und Organisation, Koordination Unternehmensführung, Dienstleistung, Flug- und Seehafen, Koordination Einkauf
Touria Meliani GroenLinks Kunst und Kultur, Denkmäler und Erbgut, Veranstaltungen, Diversität und Anti-Diskriminierungspolitik
Shula Rijxman D66 Pflege und gesellschaftliche Entwicklung, öffentliche Gesundheit und Prävention, Informationstechnik und digitale Stadt, lokale Medien, Beteiligungen
Gemeindesekretär Peter Teesink seit dem 1. Januar 2019 im Amt

Letztes Wahlergebnis

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem Jahr 1982 wird der Gemeinderat der Stadt Amsterdam – laut den veröffentlichten Ergebnissen im üblichen vierjährigen Wahlrhythmus jeweils nach Wahlanteilen in Prozent, Stimmen und Sitzverteilung als niederländisches amtliches Wahlergebnis – folgendermaßen gebildet:

Gemeinderatswahl am 16. März 2022[24]
Wahlbeteiligung: 46,58 %
 %
20
10
0
17,57
14,8
13,77
10,52
6,96
6,78
4,32
4,32
4,21
4,01
2,55
10,71
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2018
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  −2
  −4
  −6
+6,86
−5,62
−2,28
−0,92
+5,07
−0,33
+4,32
−3,19
+4,21
−2,66
−0,90
−4,05
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
l FvD 2,06 % (–3,71 %), Partij van de Ouderen 1,66 % (–0,57 %), ChristenUnie 1,48 % (–0,49 %), übrige Parteien 4,97 % (+0,18 %)
Sitzverteilung im Amsterdammer Gemeinderat 2022
            
Insgesamt 45 Sitze

Der Gemeinderat wird seit dem Jahr 1982 folgendermaßen (siehe auch oben) und turnusmäßig alle vier Jahre gebildet:

Partei Sitze[24] a
1982 1986 1990 1994 1998 2002 2006 2010 2014 2018 2022
PvdA 16 21 12 14 15 15 20 15 10 5 9
GroenLinks 7 6 7 6 7 7 6 10 8
D66 2 3 9 8 4 3 2 7 14 8 7
VVD 10 7 7 8 9 9 8 8 6 6 5
Amsterdam BIJ1 1 3
PvdD 1 1 3 3
Volt 2
SP 0 0 0 1 3 4 6 3 6 3 2
JA21 2
Denk 3 2
CDA 7 6 5 3 3 4 2 2 1 1 1
Forum voor Democratie 3 1
Partij van de Ouderen 1 1 0
ChristenUnie 0 0 0 0 1 0
Red Amsterdam 1 0
Leefbaar Amsterdam 0 0 2 0 0 0
De Groenen 2 1 3 1 0 0 0
Amsterdam Anders
Trots op Nederland 1 0
Mokum Mobiel ’99 0 1 1 0
Centrumdemocraten 0 2 4 0
Centrumpartij ’86 1 0
Links Akkoord b 6
Centrumpartij 0 1
Groen Amsterdam 1
CPN 6
PSP 3
PPR 1
Gesamt 45 45 45 45 45 45 45 45 45 45 45
Anmerkungen
a 
Parteien, die zwar an der Wahl teilgenommen hatten, aber keinen Ratssitz erlangen konnten, werden nicht berücksichtigt.
b 
Der Links Akkoord war ein Zusammenschluss der Parteien CPN, EVP, PSP und PPR.

Öffentlichkeitsarbeit

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Offizielle Partnerstädte von Amsterdam sind:

Die Blasonierung des Wappens ist: „In Rot ein schwarzer Pfahl, mit drei silbernen Flanchis (Andreaskreuzen) belegt.“ Im Großen Wappen dienen zwei goldene rotgezungte Löwen als Schildhalter, im silbernen Band erscheint die Devise in schwarzen Majuskeln „HELDHAFTIG VASTBERADEN BARMHARTIG“, auf dem Schild ruht die goldene Kaiserkrone.

Die symbolische Kaiserkrone oben auf dem Großen Wappen verlieh der damalige römisch-deutsche König und spätere Kaiser Maximilian I. (HRR) der Stadt im Jahr 1489, allerdings in einer mehr ursprünglichen Form als in der heutigen Darstellung.

Die damalige Königin Wilhelmina nahm die Haltung der Bürgerschaft während der Besetzung durch das Deutsche Reich im Zweiten Weltkrieg und besonders den Februarstreik nach dem Abtransport der ersten Juden aus Amsterdam im Februar 1941 zum Anlass, die Stadt mit dem Spruch „Heldhaftig, Vastberaden, Barmhartig“ (Heldenhaft, Standhaft, Barmherzig) zu würdigen. Dieser Wahlspruch kam im Jahr 1947 ins Wappen.

Die Stadtflagge Amsterdams entspricht seit dem Jahr 1975 dem Wappenschild (hängend), in horizontaler Form sind alle Wappenschildinhalte ebenfalls waagerecht angeordnet.

Das Wappen ist in der Stadt allgegenwärtig, da es nicht nur die in Amsterdam typischen Poller (Amsterdammertjes) ziert, sondern auch Gullydeckel, öffentliche Gebäude und viele Logos.

Architektonische Besonderheiten

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Häuserzeile Amstel 84–112, mit den für Amsterdam typischen, verhältnismäßig hohen und leicht „schiefen“ Gebäuden
Häuserzeile Amstel 84–112, mit den für Amsterdam typischen, verhältnismäßig hohen und leicht „schiefen“ Gebäuden
Kreuzung Keizersgracht Ecke Reguliersgracht
Kreuzung Keizersgracht Ecke Reguliersgracht

In Amsterdam stehen heutzutage insgesamt über 8.000 Gebäude unter Denkmalschutz und im Stadtgebiet sind immerhin sechs Stadt- und Dorfansichten entsprechend amtlich geschützt.[26]

Die katholische Basilika St. Nikolaus
Die katholische Basilika St. Nikolaus
Die protestantische Westerkerk
Die protestantische Westerkerk

Typisch für Amsterdam ist die häufige Umnutzung und Profanierung vieler (ehemaliger) Sakralbauten.

Gebäude der Amsterdamer Schule

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Het Schip

In Amsterdam befinden sich viele Gebäude im Stil der Amsterdamer Schule, einer Stilrichtung der expressionistischen Architektur, unter anderem:

  • Bronckhorststraat 11–37, Wohnhaus
  • Brug 283 (1913), Brücke, Waalseilandsgracht / Buiten Bantammerstraat
  • Wohnblock Eigen Haard (1914–1918), Wohnhaus, Spaarndammerplantsoen
  • Gebouw Batavia (1918–1920), Bürogebäude, Prins Hendrikkade 84-85
  • Harm Smeengeschool (1924–1925), ehemaliges Schulgebäude, Droogbak
  • Huize Lydia (1924–1927), ehemaliges Wohnheim, Roelof Hartplein
  • Lyceumbrug (1926–1928), Brücke, Olympiaplein
  • Het Nieuwe Huis (1927–1928), Wohnhaus, Roelof Hartplein
  • Olympiastadion (1928), Hauptaustragungsort der Olympischen Sommerspiele 1928, Stadionplein
  • Olympiahäuschen (1928), Pförtnerwohnung des Olympiastadions, Stadionplein 18
  • Scheepvaarthuis (1913–1916), Bürogebäude, Prins Hendrikkade
  • Het Schip (1917–1921), Häuserblock, Spaarndammerplantsoen 140

Nachkriegsarchitektur

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Westereindflat

In Amsterdam befinden sich neun Objekte, die in der seit 2007 existierenden Top 100 der niederländischen Denkmäler 1940–1958 enthalten sind:

Parks und Gärten (Auswahl)

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Vondelpark
Munttoren
Das Rijksmuseum

Konzertsäle und Theater

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Das Concertgebouw
Muziekgebouw aan ’t IJ und Bimhuis
Der Albert-Cuyp-Markt
Die Johan-Cruyff-Arena

International bekannt ist der Fußballverein Ajax, Rekordmeister der Niederlande und mehrmaliger Europapokal-Sieger. Der Verein trägt seine Spiele in der Johan-Cruyff-Arena aus, die mehr als 50.000 Plätze bietet.

Amsterdam war im Jahr 1928 ein Gastgeber und Austragungsort der Olympischen Sommerspiele. Das Olympiastadion wird heute unter anderem für Leichtathletik-Wettbewerbe genutzt, zum Beispiel als Ziel des jährlichen Amsterdam-Marathons.

Beim Cricket World Cup 1999 war der VRA Cricket Ground in Amstelveen, südwestlich von Amsterdam, der Austragungsort für die Begegnung zwischen Kenia und Südafrika. Die niederländische Cricket-Nationalmannschaft und niederländische Frauen-Cricket-Nationalmannschaft absolvieren hier beide regelmäßig ihre Heimspiele.

In Amsterdam gibt es traditionell einen Rugbyklub, der auch sportliche Trainingskurse im Rugby Talenten Centrum (RTC) anbietet und seine Heimspiele im Nationaal Rugby Centrum Amsterdam bestreitet, welches auch der Sitz des Verbandes Rugby Nederland (RN) ist. Ebenso bestreiten die Männer- und Frauen-Rugby-Union-Nationalmannschaften die meisten ihrer Heimspiele hier. Die zahlreichen Begegnungen der Frauen-Rugby-Union-Weltmeisterschaft 1998 wurden sämtlich im Nationaal Rugby Centrum Amsterdam ausgetragen.

Auch der American Football hat in der Stadt eine gewisse Tradition. In den 1990er und 2000er Jahren gehörten die Amsterdam Admirals zu den bekannteren American-Football-Teams in den Niederlanden wie in Europa. Die Amsterdam Crusaders sind mehrmalige niederländische Meister.

Amsterdam wird zu den wichtigsten Graffiti-Metropolen gezählt. Obwohl sicherlich auch die New Yorker Writingbewegung, die mit der Hip-Hop-Szene in Verbindung steht, die Amsterdamer Sprayer beeinflusste, spielte hier die Punk-Bewegung in den Anfängen die wichtigere Rolle. Amsterdamer Sprayer beeinflussten seit Anfang der 1980er-Jahre stilistisch viele Sprayer in aller Welt.

Gay Pride in Amsterdam

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die Eröffnung von zwei großen Tanzdielen für Homosexuelle – 1955 De Schakel am Leidseplein und 1958 De Odeon Kring (DOK) – sowie die später einsetzende liberale Einstellung und Politik im Zuge der sexuellen Revolution Mitte der 1960er Jahre wurde Amsterdam zur „schwulen Hauptstadt“ Europas.[28] Die beiden mittlerweile geschlossenen Tanzdielen waren der Bevölkerung lieber als Cruising und Klappensex. Sie stellten auch für Touristen eine Attraktion dar.

Seit 1996 gibt es die „Pride Amsterdam“ (vormals „Amsterdam Gay Pride“), eine Canal Parade, die jährlich am ersten Samstag im August in der Prinsengracht und Amstel stattfindet. 2008 wurde die „Amsterdam Gay Pride“ zur besten Gay Pride in Europa ausgerufen.[29]

Der Zuidas-Distrikt, das neue Geschäftsviertel von Amsterdam: viele große niederländische Unternehmen haben hier ihren Sitz.

Viele niederländische Firmen, wie beispielsweise die Brauerei Heineken und der Elektronikkonzern Philips, haben ihren Hauptsitz in Amsterdam. Die niederländischen Großbanken ABN AMRO, Rabobank und die ING Groep sind Eigentümer von Bürokomplexen am Bahnhof Sloterdijk im Nordwesten der Stadt und am World Trade Center im Süden. Computerfirmen, wie Cisco Systems, haben ihren europäischen Hauptsitz im südöstlichen Gewerbegebiet in Bullewijk. Der Amsterdamer Hafen ist nach dem Hafen in Rotterdam der zweitgrößte in den Niederlanden.

Finanzwirtschaft

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben den nationalen und internationalen Großbanken gibt es auch die Amsterdamer Börse als großen niederländischen und europäischen Handelsplatz.

Amsterdam Science Park und Startup Village

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Amsterdam Science Park Campus

Der Amsterdam Science Park befindet sich im östlichen Teil der Stadt, unweit des historischen Zentrums aus dem 17. Jahrhundert. Mit der Fakultät für Naturwissenschaften der Universität Amsterdam, dem Amsterdam University College, Dutzenden renommierter Forschungsinstitute und rund 130 Unternehmen – von Start-up-Unternehmen bis zu multinationalen Unternehmen – arbeiten sie in den Bereichen Informationstechnik, Biowissenschaften, Chemie, Spitzentechnologie, Instrumentierung und Physik sowie Nachhaltigkeit.[30]

Das Amsterdam Startup Village befindet sich ebenfalls im Amsterdam Science Park und war Teil des Projekts ACE Incubator.[31]

Das Academisch Medisch Centrum im Südosten

Der Tourismus ist neben der Gemeindesteuer auf Häuser und Wohnungen eine wichtige Einnahmequelle der Stadt. Im Rekordjahr 2018 besuchten ca. 21 Millionen Urlauber aus aller Welt die Stadt. Daraufhin stellte die Stadt das Stadtmarketing ein.[32] Anziehungspunkte sind vor allem die vielen Grachten mit Rundfahrtangebot, Coffeeshops und Museen sowie der Rotlichtbezirk De Wallen im Stadtzentrum von Amsterdam. Die Stadt liegt mit jährlich über sieben Millionen Touristen aus dem Ausland auf Rang fünf der meistbesuchten Städte Europas.[33]

Der Rembrandt-Platz Rembrandtplein gehört durch seine Theater, einige Kinos sowie vielen Restaurants und Gaststätten zu den bekannteren Ausgehvierteln von Amsterdam. In der Nähe des Leidseplein befinden sich Diskotheken und das Holland Casino für Glücksspieler.

Auch die Kreuzfahrt war für Amsterdam ein bedeutender Bereich im Tourismus. Im Jahr 2015 gab es 184 Anläufe von Kreuzfahrt-Seeschiffen, 142 im Amsterdamer Hafen und 42 im nahen IJmuiden. Außerdem gab es rund 1700 Anläufe von Flusskreuzfahrtschiffen. Der Amsterdam Cruise Port (ACP)[34] erwartete für 2015 um die 775.000 Passagiere.[35] 2018 wurden bei über 2000 Flusskreuzfahrt-Schiffsanläufen rund 407.000 Passagiere gezählt. Außerdem gab es knapp 190 Anläufe von See-Passagierschiffen.[36] Die Stadtverwaltung nahm am 20. Juli 2023 einen Antrag an, der auf die Schließung eines wichtigen Kreuzfahrtschiff-Terminals (gemeint ist das Passenger Terminal Amsterdam[37]) in der von Touristen überlaufenen Innenstadt abzielt.[38]

Ein Gebäude der Universiteit van Amsterdam

Amsterdam besitzt zwei Universitäten:

Diese beide Universitäten unterhalten auch noch jeweils eigene Universitätskrankenhäuser.

In Amsterdam befindet sich der weltgrößte nicht-kommerzielle Internet-Knoten AMS-IX. Amsterdam ist regelmäßiger Gastgeber der größten europäischen Messe für Medienproduktion, der ''International Broadcasting Convention'' (IBC).

Das Unterwasser-Fahrradparkhaus nahe dem Hauptbahnhof

Amsterdam gilt weltweit als eine der fahrradfreundlichsten Städte, allerdings liegt die proportionale Fahrradnutzung in einigen anderen niederländischen Städten nachweislich noch höher als in der Hauptstadt.[39]

Das Fahrrad (fiets) ist für große Teile der Bevölkerung in Amsterdam wie auch in den übrigen Niederlanden eines der gängigsten Fortbewegungsmittel,[40] was sowohl einem verkehrsberuhigten und auf Fahrräder ausgerichteten Straßensystem als auch einem weitläufigen Netz von Fahrradwegen (fietspaden) zu verdanken ist, das sich quer durch Amsterdam zieht. Zudem verfügt die Stadt über zahlreiche Fahrradstationen. Das wohl bekannteste Beispiel hierfür ist das dreistöckige Fahrradparkhaus Fietsflat, welches sich seit 2011 neben dem Amsterdamer Hauptbahnhof befindet und bis zu 2500 Fahrräder beherbergen kann. Anfang 2023 wurde es durch eine eigens hierfür gebaute Unterwasser-Fahrradstation abgelöst, die über eine Kapazität von bis zu 11.000 Fahrrädern verfügt.[41]

ÖPNV: Metro, Tram, Omnibus und Fähre

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Die Straßenbahn Amsterdam

Im gesamten Stadtgebiet von Amsterdam wird der ÖPNV durch die GVB durchgeführt. Bei der Metro Amsterdam gibt es fünf verschiedene U-Bahn-Linien. Neben der Metro-U-Bahn existiert ein dichtes Straßenbahn- und Busnetz. Alle Verkehrsmittel sollten mit der OV-Chipkarte des nationalen Tarifsystems genutzt werden.

Seit dem Jahr 2018 ist die Nord-Süd-Metro von Amsterdam-Noord, unter dem IJ,[A 1] dem Hauptbahnhof und weiter durch die Innenstadt bis zum Bahnhof Amsterdam Zuid in Betrieb. Aufgrund von Umbauten am Bahnhof Amsterdam-Zuid ist seit 2019 die zuvor direkte Verbindung in die benachbarte Gemeinde Amstelveen unterbrochen.

Neben dem IJ, der über den Nordseekanal in die Nordsee mündet und auch eine zusätzliche schiffbare Verbindung zum Amsterdam-Rhein-Kanal darstellt, verbindet ein System von weiteren Kanälen, das sich halbkreisförmig durch die Stadt zieht, die Stadt mit dem nationalen Grachten- und Kanalsystem. Auf dem IJ verkehren die zahlreichen Amsterdamer Fähren regelmäßig und bei jedem Wetter.

Der Hauptbahnhof Amsterdam Centraal

Der historische Hauptbahnhof Amsterdam Centraal Station (CS) liegt am nördlichen Rand des Zentrums der Stadt auf einer künstlichen Insel am IJ. Von diesem und dazu neun weiteren Bahnhöfen der Stadt aus verbinden die Züge der Niederländischen Bahngesellschaft (NS) die Hauptstadt mit allen Provinzen der Niederlande und verkehren auch zahlreiche intereuropäische Zugverbindungen.

Intereuropäische wie internationale Verbindungen bestehen mehrmals täglich mit dem ICE International von Amsterdam Centraal nach Oberhausen, Köln und Frankfurt am Main, mit dem Intercity nach Hannover und Berlin sowie mit dem Eurostar nach London, Brüssel, Paris[42] und Antwerpen. Zudem verkehrt täglich der Nightjet nach Innsbruck, Wien und Zürich.

Straßenverkehr

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Amsterdam wird durch die Ringautobahn A 10 umschlossen, mit Anbindung an die A 8 im Nordwesten bei Zaandam Richtung Alkmaar, im Südwesten an die A 4, südöstlich die A 2 Richtung Utrecht und östlich die A 1 Richtung Almere/Hilversum.

Die Stadt ist Ausgangs- und Endpunkt der deutsch-niederländischen Ferienstraße Oranier-Route.

Tunnelverbindungen

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wegen der vielen Wasserwege existiert eine ganze Zahl an Tunnelverbindungen für Fahrzeuge, während Fußgänger und Radfahrer auch die Fährverbindung über den IJ benutzen können. Hier eine Auswahl ohne Anspruch auf Vollzähligkeit:

  • Der Zeeburgertunnel verbindet mit einer Länge von ca. 950 Metern das Zeeburgereiland in Amsterdam-Oost mit Amsterdam-Noord.
  • Die Innenstadt von Amsterdam wird über den IJtunnel mit Amsterdam-Noord verbunden. Dieser wurde im Jahr 1968 fertiggestellt und hat eine Länge von 1,7 km.
  • Der Coentunnel stellt eine Verkehrsverbindung zwischen Amsterdam West und Zaanstreek dar. Er hat eine Länge von 1,3 km und wurde bereits im Jahr 1966 eröffnet.

Dazu kommen noch die Metro-U-Bahn und verschiedene über einige der Tunnelverbindungen geführte Straßenbahngleise.

Ankunftsbereich des Flughafens Amsterdam Schiphol

Der Flughafen Amsterdam Schiphol (IATA-Code: AMS, ICAO-Code: EHAM, ndl. Luchthaven Schiphol, international Amsterdam Airport Schiphol) ist der internationale Flughafen der Stadt Amsterdam, der größte in den Niederlanden und – gemessen an der Zahl der Fluggäste und den Flugbewegungen des Jahres 2008 – der viertgrößte Flughafen in Europa. Er ist das Drehkreuz der größten niederländischen Fluggesellschaft KLM und befindet sich südwestlich von Amsterdam zwischen Amstelveen und Hoofddorp.

Die Hafengruppe von Amsterdam gilt als der zweitgrößte Hafen in den Niederlanden und der sechstgrößte Frachthafen in Europa.[43] Der Hafen ist gezeitenfrei und von See her über den Nordseekanal erreichbar. Die meisten Hafenbecken liegen zwischen IJmuiden und Amsterdam. Weitere Häfen, die zur Hafengruppe gehören, sind IJmuiden, Beverwijk und Zaanstad. Mit dem europäischen Hinterland sind Hafen und Stadt Amsterdam über den Amsterdam-Rhein-Kanal verbunden.

Persönlichkeiten der Stadt Amsterdam

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Amsterdam wurde im Jahr 1979 raumfahrt-wissenschaftlich und öffentlichkeitswirksam ein Marskrater benannt (23° N, 47° W).

  • Bettina Baltschev: Ein Jahr in Amsterdam (= Herder Spektrum Band 6002). Reise in den Alltag. Herder, Freiburg im Breisgau / Basel / Wien 2008, ISBN 978-3-451-06002-1.
  • Christoph Driessen: Kleine Geschichte Amsterdams. Pustet, Regensburg 2010, ISBN 978-3-7917-2272-6.
  • Herman Janse: Amsterdam gebouwd op palen. 6. Auflage, Ploegsma, Amsterdam 2010 (Erstauflage: De Brink, Amsterdam 1993), ISBN 978-90-216-7031-7 (niederländisch).
  • Marco H. D. van Leeuwen: The logic of charity: Amsterdam, 1800–1850. Palgrave, Basingstoke / New York, NY 2000, ISBN 0-333-69603-4 (englisch).
  • Ingo Schiweck: PastFinder Amsterdam. Vom Goldenen Zeitalter bis Anne Frank. PastFinder, Düsseldorf 2010, ISBN 978-988-99787-8-5.
  • Siggi Weidemann: Gebrauchsanweisung für Amsterdam. 3. Auflage, Piper, München / Zürich 2010 (Erstausgabe 2005), ISBN 978-3-492-27539-2.

Dokumentarfilme

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Amsterdam Global Village, Regie: Johan van der Keuken, Niederlande 1996, 245 min
  • Occupied City, Regie: Steve McQueen, GB/NL 2023, 266 min – Ton und Bild sind hier streng getrennt, die Bilder zeigen das Amsterdam der Gegenwart, insbesondere in der Coronazeit, der Ton erzählt nüchtern von der Verfolgung der Jüdinnen und Juden in der Zeit der deutschen Besatzung und vom Widerstand gegen die Deutschen
Weitere Inhalte in den
Schwesterprojekten der Wikipedia:

Commons – Medieninhalte (Kategorie)
Wiktionary – Wörterbucheinträge
Wikinews – Nachrichten
Wikisource – Quellen und Volltexte
Wikivoyage – Reiseführer
  1. a b c d Die bemerkenswerte Schreibung „IJ“ für das IJ nahe Amsterdam, wie auch in IJsselmeer, und allgemein ist im Niederländischen ein besonderer Digraph, weshalb auch das „J“ großgeschrieben wird.
  2. a b c Das Wort niederländisch Zee steht für Salzwasser-Meer (d. h. „die See“) in Deutsch.
  3. a b c d Das Wort niederländisch Meer steht für Süßwasser-See (d. h. „der See“) in Deutsch.
  4. a b c Sowohl auf der historischen Karte von 1538 als auch der von 1699 ist jeweils der Süden oben und nicht der Norden, wie sonst gewohnt und heutzutage üblich. Wie bei mittelalterlichen Karten und bei Stadtansichten von Amsterdam damals gängig, zeigen die detaillierten Karten aus dem Jahr 1538 und 1699 beide die Stadt daher von unten im Norden aufwärts in Richtung Süden, also mit Süden oben. Die Sichtachse geht daher unten vom nördlichen Hafengebiet am IJ (als damals noch verlängertem Meeresarm der Nordsee und Seehafen) aus gesehen nach oben zum Süden ins Land. Diese Orientierung erfolgt demnach nicht, wie bei späteren Karten (und der Karte zur Stadtentwicklung mit wesentlichen Phasen (1385–1875) zu sehen) sowie inzwischen bei heutigen Karten allgemein üblich, in Draufsicht mit Nordausrichtung.

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. Bevolkingsontwikkeling; regio per maand. In: StatLine. Centraal Bureau voor de Statistiek, 28. Februar 2025, abgerufen am 1. März 2025 (niederländisch).
  2. Fred Tromp: The Hague City Facts – City facts and figures in a Nutshell. Perfecthousing.com, 18. April 2012, abgerufen am 15. November 2022 (englisch).
  3. Grondwetpad – 1. Hofplaats. Huis voor democratie en rechtsstaat, abgerufen am 5. April 2011 (niederländisch): „Andere belangrijke wijzigingen in 1983 waren onder andere: … Amsterdam wordt officieel de hoofdstad van het Koninkrijk der Nederlanden“
  4. Bevolkingsontwikkeling; regio per maand. In: StatLine. Centraal Bureau voor de Statistiek, 28. Februar 2025, abgerufen am 1. März 2025 (niederländisch).
  5. Bevolkingsontwikkeling; regio per maand. In: StatLine. Centraal Bureau voor de Statistiek, 30. September 2024, abgerufen am 17. Oktober 2024 (niederländisch).
  6. Gemeente Amsterdam: Gemeentelijke herindeling Amsterdam - Weesp. Gemeinde Amsterdam, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 14. Dezember 2021; abgerufen am 4. Februar 2026 (niederländisch).
  7. Gemeente Amsterdam: Stadsdelen en stadsgebied. In: amsterdam.nl. Gemeinde Amsterdam, 2025, abgerufen am 8. Februar 2026 (niederländisch, Bezirke und Stadtgebiet – Amsterdam besteht aus 7 Bezirken und dem Stadtgebiet Weesp.).
  8. a b Koninklijk Nederlands Meteorologisch Instituut: Schiphol, langjarige gemiddelden, tijdvak 1991–2020. Koninklijk Nederlands Meteorologisch Instituut, abgerufen am 19. Juni 2021.
  9. Berechnet aus: KNMI – Maand- en jaarwaarden. Koninklijk Nederlands Meteorologisch Instituut, abgerufen am 19. Juni 2021.
  10. Youssef Cassis: Metropolen des Kapitals. Murmann, Hamburg 2007, ISBN 978-3-938017-95-1, S. 35.
  11. Abe de Jong, Ailsa Röell: Financing and Control in The Netherlands. In: Randall K. Morck (Hrsg.): A History of Corporate Governance around the World: Family Business Groups to Professional Managers. University of Chicago Press, Chicago 2005, ISBN 0-226-53680-7, S. 474 ff.
  12. Johann Sporschil: Geschichte des Krieges des verbündeten Europas gegen Napoleon Bonaparte in den Jahren 1813, 1814 und 1815, Bd. 1: Der Feldzug von 1813, Teilband 3. Westermann, Braunschweig 1841, S. 1115.
  13. Grachtengordel Amsterdam Werelderfgoed. Amsterdam.nl, abgerufen am 7. Januar 2015 (niederländisch).
  14. Timo Steppat: „Es gibt keine Integration mehr“. In: FAZ. 31. Mai 2018, abgerufen am 13. August 2018.
  15. Ruben Koops: Proef met preventief fouilleren in Amsterdam wordt uitgebreid: ‘Positieve sociale impact’. In: Het Parool. 25. November 2021, abgerufen am 29. April 2022. Präventive Kontrollen in Amsterdam. Niederländisch, abgerufen am 24. April 2010.
  16. Autor: Sjors van Beek vom 8. Mai 2009@1@2Vorlage:Toter Link/www.binnenlandsbestuur.nl (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juni 2023. Suche in Webarchiven). Binnenlands Bestuur. Niederländisch, abgerufen am 24. April 2010
  17. In NCR-Handelsblad (Memento vom 8. Juni 2009 im Internet Archive) vom 27. April 2009. Niederländisch. Abgerufen am 27. April 2009.
  18. Neuer Bürgermeister von Amsterdam. Niederländisch, abgerufen am 7. Juli 2010.
  19. Jozias van Aartsen waarnemend burgemeester Amsterdam. In: Het Parool. Onverveerd, 2. November 2017, abgerufen am 28. Juni 2018 (niederländisch).
  20. Beëdiging nieuwe burgemeester. In: Gemeente Amsterdam. 6. Juli 2018, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 6. Juli 2018; abgerufen am 11. Juli 2018 (niederländisch).
  21. Gemeenteraad akkoord met nog zes jaar halsema. nhnieuws.nl, 28. Februar 2024, abgerufen am 8. Mai 2024 (niederländisch).
  22. Een nieuw college en een Amsterdams Akkoord. In: amsterdam.nl. Gemeente Amsterdam, 25. Mai 2022, abgerufen am 3. Juni 2022 (niederländisch).
  23. College van burgemeester en wethouders. In: amsterdam.nl. Gemeente Amsterdam, abgerufen am 3. Juni 2022 (niederländisch).
  24. a b Ergebnisse der Kommunalwahlen: 1982–2002 2006 2010 2014 2018 2022, abgerufen am 26. März 2022 (niederländisch)
  25. Archivierte Kopie (Memento vom 3. Oktober 2019 im Internet Archive).
  26. De Schoonheid van Amsterdam, S. 13 (PDF; Commissie Ruimtelijke Kwaliteit).
  27. Oudste huis van Amsterdam ontdekt abgerufen am 5. Juni 2020.
  28. Gert Hekma: Die schwule Bewegung in den Niederlanden, 1912–1970 (Memento vom 22. Oktober 2008 im Internet Archive), in: Goodbye to Berlin. Hundert Jahre schwule Bewegung. Verlag Rosa Winkel, Berlin 1997.
  29. Offizial Amsterdam Gaypride platform (Memento vom 5. März 2012 im Internet Archive). Geschichte. Mit Video. Niederländisch.
  30. Our Story. Abgerufen am 11. März 2024 (britisches Englisch).
  31. Start-up village (Memento vom 23. Juli 2019 im Internet Archive). Abgerufen am 23. Juli 2019.
  32. Marco Polo: Amsterdam, 20. Auflage 2023, S. 15 unten.
  33. ForgSight.com Meistbesuchte Städte der Welt: London auf Platz eins, Angaben nach MasterCard Global Destination Cities Index; Artikel vom 15. Juni 2015, abgerufen am 26. August 2015.
  34. www.amsterdamcruiseport.com
  35. Eckhard-Herbert Arndt: Amsterdam positioniert sich als Cruise-Port. In: Täglicher Hafenbericht vom 11. September 2015, S. 4.
  36. Eckhard-Herbert Arndt: Kreuzfahrt-Bann in Amsterdam. In: Täglicher Hafenbericht vom 20. März 2020, S. 1.
  37. www.iamsterdam.com/en/
  38. AFP (21. Juli 2023).
  39. Lucas Harms, Maarten Kansen: Cycling Facts Netherlands Institute for Transport Policy Analysis | KiM. (PDF, ca. 4,5 MB) In: government.nl. Ministry of Infrastructure and Water Management, 1. April 2018, archiviert vom Original am 3. März 2023; abgerufen am 19. Januar 2024 (englisch, Siehe Grafik Nummer 7 auf Seite 6.).
  40. Deloitte City Mobility Index 2020 – Amsterdam. (PDF, ca. 1,2 MB) In: Deloitte.com. 2020, archiviert vom Original am 4. April 2023; abgerufen am 19. Januar 2024 (englisch).
  41. Steffen Kanduth: Amsterdam eröffnet Unterwasser-Parkgaragen für Fahrräder. In: DerStandard.de. 3. Februar 2023, archiviert vom Original am 5. Februar 2023; abgerufen am 19. Januar 2024.
  42. Train travel with Eurostar, nsinternational.com, abgerufen am 4. November 2022 (englisch).
  43. Rangliste: Das sind Europas größte Frachthäfen. In: Handelsblatt Online. 19. März 2014, abgerufen am 27. September 2025.