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Zillingtal

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Celindof!/|BW]]

Zillingtal (kroatisch Celindof, ungarisch Völgyfalu)[1] ist eine Gemeinde mit 1045 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025) im Burgenland im Westen des Bezirks Eisenstadt-Umgebung in Österreich. Der ungarische Ortsname der Gemeinde ist Völgyfalu. Im Ort gibt es zahlreiche Angehörige der burgenlandkroatischen Minderheit.

Die Gemeinde liegt im nördlichen Burgenland an der niederösterreichischen Landesgrenze. Zillingtal ist der einzige Ort in der Gemeinde. Im Gemeindegebiet befindet sich die Wochenendhaussiedlung Pöttschinger See-Gebiet.

Nachbargemeinden:

Zillingtal
Celindof
WappenÖsterreichkarte
Wappen von ZillingtalCelindof
Zillingtal (Österreich)
Zillingtal (Österreich)
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Burgenland Burgenland
Politischer Bezirk: Eisenstadt-Umgebung
Kfz-Kennzeichen: EU
Fläche: 13,10 km²
Koordinaten: 47° 49′ N, 16° 25′ OKoordinaten: 47° 48′ 53″ N, 16° 24′ 32″ O
Höhe: 231 m ü. A.
Einwohner: 1.045 (1. Jän. 2025)
Bevölkerungsdichte: 80 Einw. pro km²
Postleitzahlen: 7033, 7034, 7035
Vorwahl: 02688
Gemeindekennziffer: 1 03 22
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Landstraße 3
7034 Zillingtal
Website: zillingtal.eu
Politik
Bürgermeisterin: Eva Karacson (SPÖ)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2022)
(15 Mitglieder)
10
4
1
10 4 1 
Insgesamt 15 Sitze
Lage von Zillingtal
Celindof im Bezirk Eisenstadt-Umgebung
Lage der Gemeinde Zillingtal im Bezirk Eisenstadt-Umgebung (anklickbare Karte)HornsteinLorettoRust
Lage der Gemeinde Zillingtal im Bezirk Eisenstadt-Umgebung (anklickbare Karte)
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
Zillingdorf (WB) Steinbrunn
Pöttsching (MA)

Krensdorf (MA)

Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Müllendorf
Zemendorf-Stöttera (MA) Hirm (MA) Wulkaprodersdorf
Zillingtal (Mitte links) um 1873 (Aufnahmeblatt der Landesaufnahme)

Dass das Gebiet von Zillingtal schon früh besiedelt war, zeigen Funde aus der Jungsteinzeit. So wurde in der Ried Mitterwald ein Bruchstück einer tönernen Frauenfigur aus der Zeit um 5.000 vor Christus entdeckt. Aus der gleichen Fundstelle stammt der Schädel eines 35- bis 45-jährigen Mannes, der Spuren einer Kopfoperation aufweist. Der Patient hatte den Eingriff überlebt.[2]

In der Nähe der Schimmelkapelle wurden Siedlungsreste aus der Hallstattzeit (750 bis 450 vor Christus) ausgegraben.[2]

Vor Christi Geburt war das Gebiet Teil des keltischen Königreiches Noricum und gehörte zur Umgebung der keltischen Höhensiedlung Burg auf dem Schwarzenbacher Burgberg. Später unter den Römern lag das heutige Zillingtal dann in der Provinz Pannonia.

Ein Friedhof mit 797 Gräbern in der Ried „Herrschaftsbreiten“ stammt aus der Zeit der Awaren von 625 bis 800 nach Christus. Darin befanden sich bronzene Gürtelbestandteile mit Greifdarstellungen, die die Basis des Zillingtaler Wappens wurden.[2]

Die erste urkundliche Erwähnung eines Orts „Pomog“ datiert auf das Jahr 1271. Es ist unklar, ob dies dem heutigen Ort Zillingtal oder einer Siedlung zwischen Steinbrunn und Zillingtal entspricht. Der deutsche Name Cylygenthal (Cäciliental) wird erstmals 1301 erwähnt. Der Name stammt entweder von einer Kirche, die der hl. Cäcilia geweiht war, oder einer Grundherrin.[2]

1529 und 1683 wurde Zillingtal von den Türken zerstört. Danach siedelten sich Kroaten an.

Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Völgyfalu verwendet werden. Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes).

Bevölkerungsentwicklung

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Zillingtal: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2025
Jahr  Einwohner
1869
 
938
1880
 
732
1890
 
886
1900
 
969
1910
 
972
1923
 
1.014
1934
 
918
1939
 
911
1951
 
699
1961
 
636
1971
 
626
1981
 
584
1991
 
615
2001
 
850
2011
 
935
2021
 
984
2025
 
1.045
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021

Kultur und Sehenswürdigkeiten

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Pfarrkirche Zillingtal
  • Katholische Pfarrkirche Zillingtal Hll. Peter und Paul: Die 1659 errichtete Pfarrkirche ist ein Bauwerk des Barock mit einer Ausstattung aus dem Rokoko.
  • Ein Strohpyramidenbau im Jahr 1999 (15.600 Strohballen wurden zu einer Pyramide mit 23 m mal 23 m Grundfläche und 14,6 m Höhe händisch aufgeschichtet) führte zu einem Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde.
Gemeinderatswahl 2022
 %
70
60
50
40
30
20
10
0
61,04
(+7,89)
25,19
(−21,66)
10,81
(n. k.)
2,96
(n. k.)
20172022
Gemeindeamt Zillingtal

Der Gemeinderat umfasst aufgrund der Anzahl der Wahlberechtigten 15 Mitglieder.

Ergebnisse der Gemeinderatswahlen seit 1997
Partei 2022[3] 2017[4] 2012[5] 2007[6] 2002[7] 1997[7]
Sti. % M Sti.%M. Sti.%M. Sti.%M. Sti.%M. Sti.%M.
SPÖ 412 61,04 10 31253,158 32050,558 28148,956 30357,828 22849,897
ÖVP 170 25,19 4 27546,857 26141,236 25043,556 22142,185 16536,115
GRÜNE 73 10,81 1 nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert
KLART 20 2,96 0 nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert
LBL nicht kandidiert nicht kandidiert 528,211 nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert
FBL nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert 437,491 nicht kandidiert nicht kandidiert
FPÖ nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert 6414,001
Wahlberechtigte 876 800 796 721 694 561
Wahlbeteiligung 80,02 % 78,00 % 82,91 % 83,22 % 80,55 % 88,77 %

Gemeindevorstand

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Neben Bürgermeisterin Eva Karacson (SPÖ) und Vizebürgermeisterin Jasmine Sommer (SPÖ) gehören weiters die geschäftsführenden Gemeinderäte Christoph Fellinger (SPÖ), Iris Klikovits (SPÖ) und Gerhard Aibler (ÖVP) dem Gemeindevorstand an.[8]

Bürgermeister war seit 1992 Johann Fellinger (SPÖ). Bei der Bürgermeisterdirektwahl am 1. Oktober 2017 wurde er mit 54,01 % in seinem Amt bestätigt. Sein Mitbewerber war zum dritten Mal in Folge Vizebürgermeister Karl Aibler (ÖVP), der 45,99 % erreichte.[4]

Bei der Wahl 2022 wurde Eva Karacson mit 84,95 Prozent der Stimmen im ersten Wahlgang zur Bürgermeisterin gewählt.[3]

Die Verleihung des Gemeindewappens fand am 27. Juni 1992 statt.[9]
Blasonierung: In Rot ein goldener Vogel Greif, an dessen Flug eine goldene Herzblume wächst.

Der Greif ist einem Fund aus der Awarenzeit entnommen und weist auf die alte Geschichte des Ortes hin. Die Herzblume ist das alte Ortswappen von Zillingtal.[2][9]

Söhne und Töchter der Gemeinde

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Commons: Zillingtal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Erwin Schranz (Hrsg.): Orts-, Fluss- und Flurnamen im burgenländisch-pannonischen Raum. Burgenländisch-Hianzische Gesellschaft, Oberschützen 2008, S. 94.
  2. 1 2 3 4 5 Historisches. Gemeinde Zillingtal, abgerufen am 30. Oktober 2022.
  3. 1 2 Gemeinderatswahlen 2022-10-02. Land Burgenland, abgerufen am 4. Oktober 2022.
  4. 1 2 Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2017 in Zillingtal. Amt der Burgenländischen Landesregierung, 29. Oktober 2017, abgerufen am 17. Januar 2020.
  5. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2012 in Zillingtal. Amt der Burgenländischen Landesregierung, 4. November 2012, abgerufen am 17. Januar 2020.
  6. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2007 in Zillingtal. Amt der Burgenländischen Landesregierung, 21. Oktober 2007, abgerufen am 17. Januar 2020.
  7. 1 2 Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2002 in Zillingtal. Amt der Burgenländischen Landesregierung, 21. Oktober 2002, abgerufen am 17. Januar 2020.
  8. Gemeinde Zillingtal: Gemeinderäte (Memento des Originals vom 22. Dezember 2017 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (abgerufen am 18. November 2022)
  9. 1 2 Zillingtal, Gemeindewappen. Abgerufen am 31. Oktober 2020.