James Bond 007 – Octopussy
| Film | |
| Titel | Octopussy |
|---|---|
| Produktionsland | Vereinigtes Königreich |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 1983 |
| Länge | 131 Minuten |
| Altersfreigabe | |
| Produktionsunternehmen | Eon Productions im Verleih der Metro-Goldwyn-Mayer |
| Stab | |
| Regie | John Glen |
| Drehbuch | |
| Produktion | Albert R. Broccoli |
| Musik |
|
| Kamera | Alan Hume |
| Schnitt | |
| → Besetzung und Synchronisation | |
| Chronologie | |
Octopussy ist ein britischer Action-Thriller unter der Regie von John Glen und der 13. Teil in Eons James-Bond-Reihe nach Motiven von Ian Fleming. Die Auktion eines Fabergé-Eis bringt den Superagenten (Roger Moore) auf die Spur eines afghanischen Prinzen (Louis Jourdan) und dessen Gespielin „Octopussy“ (Maud Adams), die er über Indien bis zu einem Zirkus in der DDR verfolgt. Der Film startete 1983 sehr erfolgreich in den Kinos, gilt aber als eher unterdurchschnittlicher Bond-Film. Der Titelsong All Time High wurde von John Barry komponiert und von Rita Coolidge gesungen.
Handlung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Prolog
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]James Bond soll in einem unbenannten lateinamerikanischen Land ein Flugzeug auf einer Luftwaffenbasis zerstören, auf der gerade ein Reitturnier stattfindet. Erst fährt er als Turnierteilnehmer mit Geländewagen samt Pferdeanhänger vor, trifft eine Kollegin und verkleidet sich dann als Doppelgänger eines Offiziers. In einem Hangar bringt er eine Bombe in einer aufgeklappten Flugzeugnase an, wird auf frischer Tat ertappt und die Bombe entschärft. Auf einem offenen Militär-LKW wird er von der Basis weggebracht, kann jedoch seinen Bewachern entkommen, als seine Kollegin, die mit seinem Fahrzeuggespann gefolgt ist, die Soldaten ablenkt.
Bond steigt vom Geländewagen auf den abgekoppelten Anhänger um, in dem sich ein winziges Jetflugzeug befindet. Er rollt damit hinaus und startet; das Militär feuert eine Boden-Luft-Rakete auf ihn, die sich nicht abschütteln lässt. Bond gelingt es, durch den Hangar zu fliegen, obwohl versucht wird, ihn durch Schließen der Tore aufzuhalten. Die Rakete jedoch explodiert im Hangar und zerstört ihn vollständig. Wegen Treibstoffmangels landet Bond und bringt das Flugzeug vor einer Tankstelle zum Stehen.
Haupthandlung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Ost-Berlin vor dem Mauerfall, zu Zeiten des Wettrüstens (SS-20-Stationierung, NATO-Doppelbeschluss), versucht Bonds Kollege 009 als Zirkusclown verkleidet über die Sektorengrenze nach West-Berlin zu gelangen. Die Zwillinge und Messerwerfer-Artisten Mischka und Grischka verfolgen ihn durch einen Wald. Der Messerwurf des ersten Zwillings verfehlt ihn, doch der zweite verletzt ihn schwer. Mit letzter Kraft schleppt sich 009 in die britische Botschaft, überbringt dem Botschafter ein Fabergé-Ei und verstirbt.
In London löst das als Fälschung identifizierte Ei Konfusion beim MI6 aus. Zusammen mit einem Kunstexperten begibt sich James Bond zum Auktionshaus Sotheby’s, um Hintergründe aufzuklären. Hier soll das Original versteigert werden, welches Bond als Mitbieter ansehen darf und unbemerkt gegen die Fälschung austauschen kann. Meistbietender und damit Käufer der Fälschung ist der im indischen Exil lebende afghanische Prinz Kamal Khan, der für illegalen Kunsthandel und Hehlerei bekannt ist. Bond glaubt, mit Kamal eine heiße Spur zu haben, und erhält den Auftrag, diesem nach Indien zu folgen.
Vor Ort im indischen Udaipur konfrontiert Bond bei einem Glücksspiel jenen Kamal mit dem echten Ei, welches Kamal für die Fälschung halten muss, da er ja das Original zu haben glaubt. Kamal verliert das Glücksspiel und hetzt Bond ein Mordkommando auf den Hals, das Bond aber mit Hilfe von indischen Mitarbeitern des MI6 abschütteln kann. In dem dortigen Hauptquartier rüstet er sich aus und sucht wieder die Nähe von Kamal, der über seine Vertraute Magda versucht, an das Ei zu gelangen. Nach einer Nacht mit Bond kann Magda das Ei entwenden und übergibt es Kamal. Im Hauptquartier hatte Q zuvor einen Sender im Ei deponiert, mit dem Bond dessen Position orten und den Träger abhören kann.
Bond wird gefangen genommen und gelangt somit, wie beabsichtigt, in Kamals streng bewachten Monsunpalast, wo Kamal mit einer geheimnisvollen Octopussy offenbar dunkle Pläne schmiedet. Sie versuchen, mehr über seine Beweggründe zu erfahren und ihn unter Drogen zu setzen, doch Bond kann mittels einer von Q erhaltenen Säure die Gitterstäbe seines Fensters zerstören und sich frei im Palast bewegen. So wird er Zeuge eines Vertrags, den Kamal Khan mit dem sowjetischen General Orlov eingeht. Orlov ist politischer Hardliner, der einen Sieg des Kommunismus durch einen militärischen Präventivschlag in Europa beabsichtigt. Beide verabreden sich zu einer noch unbekannten Aktion in Karl-Marx-Stadt in der DDR und erwähnen Octopussy als dritte Verbündete. Bei dieser Besprechung wird das echte Ei, das von den Verbrechern für die Fälschung gehalten wird, zerstört und der Sender entdeckt. Bond kann aus dem Palast fliehen und wird in den Dschungel hinein verfolgt, wo Kamal mit Treibern und Jägern auf Elefanten im Rahmen einer Tigerjagd versucht, ihn zu töten, was aber nicht gelingt.
Bond kann Octopussy in ihrem eigentlichen Domizil aufspüren. Sie lebt mit Leibwächterinnen auf einer Flussinsel und entpuppt sich als Tochter des britischen Ex-Agenten und Schmugglers Major Dexter Smythe, dem Bond einst die Möglichkeit eines ehrenvollen Todes eingeräumt hatte, was Octopussy honoriert. Octopussy betreibt zusammen mit Kamal Khan einen Wanderzirkus, der auf internationale Tournee geht und in dem ihre Leibwächterinnen Artistinnen sind. Diesmal verschiebt sie den russischen Zarenschatz, den Orlov aus seiner Heimat stehlen und durch Kopien (u. a. dem gefälschten Fabergé-Ei) ersetzen ließ. Octopussy ist auf Bonds Seite und verteidigt ihn vor Kamals Zugriff, als dieser Killer mit einem Kreissägeblatt an einem Seil auf die Insel schickt. Bond kommt während des Kampfes scheinbar durch ein Krokodil ums Leben und kann untertauchen.
Da Bond nun weiß, wo er Orlov und Kamal finden wird, begibt er sich nach Karl-Marx-Stadt, wo der Octopussy-Zirkus gerade gastiert. Während die Zirkusleute nach Ende des Gastspiels wieder abbauen und einen Sonderzug für die Fahrt zum nächsten Etappenpunkt – der US-Air-Force-Basis im westdeutschen Feldstadt – vorbereiten, wird Bond der eigentliche Plan von Kamal und Orlov klar: Orlov will nicht nur den Zarenschatz verschieben, sondern vor allem eine Atombombe, versteckt in einer Kanone von Octopussys Zirkus, im US-amerikanischen Stützpunkt zünden. Da keinerlei Rückschlüsse auf die sowjetische Herkunft der Bombe gezogen werden können, hofft er, alles würde wie ein Unfall aussehen: Eine amerikanische Bombe, die ungewollt auf deren Stützpunkt explodiert. Dadurch soll, auf Druck der westdeutschen Friedensbewegung, die Abrüstung einseitig auf Seiten der NATO-Staaten verlaufen. Die Staaten des Warschauer Pakts, allen voran die Sowjetunion, hätten dadurch einen taktischen Vorteil, um Europa durch einen von Orlov favorisierten konventionellen Überraschungsangriff zu erobern.
Bond versucht, sich im Zug zu verstecken und es kommt zu einem Kampf mit einem der Messerwerfer-Zwillinge, den Bond tötet. Danach kommt es zu einem Schusswechsel mit Orlovs Leuten. Bond kann der Situation entkommen und wieder auf den Zug gelangen und sich verstecken, während Orlov im Kugelhagel der Grenztruppen der DDR an der innerdeutschen Grenze stirbt, als er von General Gogol gestellt wird, der den Austausch des Zarenschatzes zwischenzeitlich aufgedeckt hat. Auf der Westseite wird Bond aber erneut entdeckt und im Kampf mit Kamals Handlangern vom Zug befördert, woraufhin er sich auf eigene Faust in Richtung Feldstadt aufmacht, denn der Countdown des Zeitzünders in der Bombe läuft bereits. Nun ist es Bond, der durch den Wald läuft und vom Messerwerfer verfolgt wird. Dieser will seinen Bruder rächen, doch Bond tötet ihn. Trotz etlicher Hürden gelangt Bond noch rechtzeitig in die Vorstellung und kann die Bombe in der Sekunde vor Ablauf des Countdowns entschärfen. Octopussy wird klar, dass Kamal, der mit seinem Leibwächter Gobinda die Vorstellung zuvor verlassen hat, ihr Leben egal ist.
Kamal ist in der Zwischenzeit nach Indien geflohen und bereitet sich darauf vor, unterzutauchen. Bond gelangt mittels eines Heißluftballons in den Monsunpalast, wo es zum Kampf kommt, bei dem Bond und die Leibwächterinnen von Octopussy gegen Khans Männer kämpfen. Khan verschleppt jedoch Octopussy und Bond verfolgt ihn bis zu dessen Privatflugzeug, einer Beechcraft Model 18, auf das er aufspringt. Nach einem Kampf mit Gobinda auf dem Rumpf des fliegenden Flugzeugs kann Bond mit Octopussy nach einem Bodenkontakt aus dem Flugzeug springen, bevor Kamal mit seinem Flugzeug an Felsen zerschellt.
Zum Schluss des Films sitzen General Gogol, der britische Verteidigungsminister Sir Frederick Gray und M in Ms Büro; Bonds Abwesenheit an diesem Treffen wird mit Verletzungen begründet, die er sich während seiner Mission zugezogen hat: tatsächlich genießt er mit einem Bein in einer Schlaufe die Zeit mit Octopussy auf deren Schiff in Indien.
Inszenierung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Musik
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John Barry komponierte wieder die Filmmusik, nachdem er am vorhergehenden Bond-Film nicht beteiligt gewesen war. Er komponierte auch den von Rita Coolidge interpretierten Titelsong All Time High, zu dem Tim Rice den Text beisteuerte. Angeblich machten die Produzenten zur Vorgabe, dass der Titel des Liedes nicht Octopussy lauten dürfe. Barry hatte sich zunächst Elaine Paige als Interpretin gewünscht, mit der er bereits häufig zusammengearbeitet hatte. Später zog man Shirley Bassey in Betracht, bevor Rita Coolidge ausgewählt wurde.[3]
Der Soundtrack zu Octopussy war der erste, der 1983 bei A&M Records auf CD und LP erschien. Er erreichte Platz 137 in den US-amerikanischen Album-Charts.[4]
Im Jahre 1997 brachte RykoDisc eine neue CD-Fassung (Daten-CD mit Audiospur) heraus. Sie enthielt Trailer, englische Dialoge (nur Audio) aus dem Film zwischen den Musikstücken und ein klappbares Booklet mit Poster. Nach dem 40. James-Bond-Jubiläum wurde 2003 eine neue, aufgearbeitete Fassung von Capitol Records veröffentlicht. Die Dialoge und Trailer wurden entfernt, das klappbare Booklet mit Cover-Anpassung belassen. Sie gehört damit zu den drei James-Bond-Soundtrack-CDs von Capitol, bei denen es sich um modifizierte Fassungen von RykoDisc handelt.
Originalauflage (1983/2003)
- All Time High gesungen von Rita Coolidge
- Bond Look Alike
- 009 Gets The Knife and Gorbinda Attacks
- That’s My Little Octopussy
- Arrival At The Island Of Octopussy
- Bond At The Monsoon Palace
- Bond Meets Octopussy
- Yo Yo Fight and Death Of Vijay
- The Chase Bomb Them
- The Palace Fight
- All Time High gesungen von Rita Coolidge
RykoDisc Fassung (1997)
- All Time High gesungen von Rita Coolidge
- Bond Look Alike
- Miss Penelope (Dialog aus dem Film)
- 009 Gets The Knife and Gorbinda Attacks
- That’s My Little Octopussy
- Arrival At The Island Of Octopussy
- Introducing Mr Bond (Dialog aus dem Film)
- Bond At The Monsoon Palace
- Bond Meets Octopussy
- Poison Pen (Dialog aus dem Film)
- Yo Yo Fight and Death Of Vijay
- The Chase Bomb Them
- The Palace Fight
- All Time High gesungen von Rita Coolidge
Gadgets
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- Kleinflugzeug Bede BD-5
- Bond ist bereits mit einer Seiko G757[5]-Uhr ausgerüstet, die später auch den versteckten Sender im Fabergé-Ei orten kann.
- In Indien wird Bond von Q mit folgenden Ausrüstungsgegenständen ausgestattet:
- einem Füllfederhalter, der ein Abhörgerät und Säure statt Tinte enthält. Mit der Säure befreit sich Bond später aus seinem Zimmer in Kamals Palast, und mit dem Abhörgerät hört er Kamal im Gespräch mit General Orlov ab.
- einer Seiko TV-Watch DXA001/002,[6] die Bond bereits bei Q begutachtet und beim Überfall auf Kamals Palast am Ende des Films trägt. Sie wurde 1982 vorgestellt und brauchte im Gegensatz zu dem im Film gezeigten Modell einen Empfänger in der Größe eines Walkmans.[7]
- ein als Krokodil getarntes Mini-U-Boot
Historische Korrektheit
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Geräusche während der Zugfahrt der Zirkustruppe über Strecken der Deutschen Reichsbahn wie etwa die Pfeife der Dampflok und die Geräusche der Bahnübergänge entsprechen amerikanischem Standard aber nicht den in der DDR üblichen Geräuschen.
Produktion
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Vorproduktion
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Dies war der erste Bond-Film unter dem Banner von MGM, das 1982 nach dem Flop von Heaven’s Gate die vorherige Bond-Produktionsgesellschaft United Artists schluckte.
Das ursprüngliche Drehbuch wurde von Produzent Albert R. Broccoli, Regisseur John Glen und George MacDonald Fraser verfasst. Dieses Drehbuch wurde jedoch durch ein anderes ersetzt, das Richard Maibaum gemeinsam mit Michael G. Wilson verfasste. Fraser wurde dennoch als einer der Autoren genannt.[3]
Inhaltlich hat der Film außer dem Titel kaum etwas mit der gleichnamigen Kurzgeschichte von Ian Fleming gemeinsam. Ein Teil ihrer Handlung wird im Film in einem Gespräch zwischen Bond und Octopussy wiedergegeben. Eine andere literarische Quelle für das Drehbuch war die Kurzgeschichte Globus – meistbietend zu versteigern (englischer Originaltitel: The Property of a Lady). Die Szene, in der ein Fabergé-Ei versteigert wird, ist ihr entnommen.
Besetzung und Synchronisation
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Figur | Darsteller | Deutscher Sprecher[8] |
|---|---|---|
| James Bond | Roger Moore | Niels Clausnitzer |
| „Octopussy“ | Maud Adams | Viktoria Brams |
| Prinz Kamal Khan | Louis Jourdan | Erik Schumann |
| Magda | Kristina Wayborn | Dagmar Heller |
| Gobinda | Kabir Bedi | Willi Röbke |
| General Orlov | Steven Berkoff | Horst Sachtleben |
| „Q“ | Desmond Llewelyn | Manfred Schmidt |
| „M“ | Robert Brown | Wolf Ackva |
| Miss Moneypenny | Lois Maxwell | Helga Trümper |
| General Gogol | Walter Gotell | Herbert Weicker |
| Vijay | Vijay Amritraj | Sigmar Solbach |
| Sadruddin | Albert Moses | Michael Brennicke |
| Sir Frederick Gray | Geoffrey Keen | Paul Bürks |
| Generalsekretär Leonid Breschnew | Paul Hardwick | Norbert Gastell |
| Zwillinge Mischka und Grischka | David & Tony Meyer | |
| Penelope Smallbone | Michaela Clavell | |
| Bianca | Tina Hudson | Christina Hoeltel |
| Jim Fanning | Douglas Wilmer | Paul Friedrichs |
| Rubelvitch, Gogols Assistentin | Eva Rueber-Staier | |
| Agent 009 | Andy Bradford | |
| Quelle | Bewertung |
|---|---|
| Rotten Tomatoes (Tomatometer) | 41 %[21] |
| Metacritic (Metascore) | 63/100[22] |
| AllMovie | |
| James Berardinelli | |
| Stern |
Bei Kinostart
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Kritikerstimmen zum Erscheinungszeitpunkt des Films waren vorsichtig positiv.
Vincent Canby nannte die Handlung des Films in der New York Times zwar „unverständlich“, lobte aber Regie, Produktionsdesign und Actionszenen. Er kam zu dem Schluss, der 13. James-Bond-Film sei „besser als die Meisten.“[26] Richard Corliss schrieb in der Time, Bond „versteht es immer noch, zu unterhalten.“[27] Die Variety empfand insbesondere die „spektakulären Luftstunts“ des Filmes besonders gelungen.[28]
Hans-Christoph Blumenberg kritisierte Octopussy jedoch in der Zeit:
„Roger Moores Bond, ein schlaffer Lebemann, geht im Dauer-Feuerwerk der Sensationen völlig unter.“
Bei den Saturn Award 1984 wurde der Film als Bester Fantasyfilm nominiert sowie Maud Adams als Beste Nebendarstellerin. Bei den Golden Reel Award 1984 der Motion Picture Sound Editors erhielt der Film eine Nominierung für das Best Sound Editing – Foreign Feature – Sound Effects.
Im Rückblick
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| 2006 | Entertainment Weekly | 19 von 21[30] |
|---|---|---|
| IGN | 14 von 20[31] | |
| 2012 | MI6-HQ.com | 17 von 22[32] |
| 007 Magazine | 14 von 24[33] | |
| Rolling Stone | 16 von 24[34] | |
| 2018 | The Guardian | 12 von 26[35] |
| 2021 | Time Out | 16 von 24[36] |
| 2025 | IMDb | 20 von 27[37] |
| Letterboxd | 20 von 27[38] | |
| oberes Drittel • Mittelfeld • unteres Drittel | ||
Rückblickend gilt Octopussy als eher unterdurchschnittlicher Beitrag zur James-Bond-Serie, was sich auch in den Auswertungen US-amerikanischer Aggregatoren widerspiegelt. So erfasst Rotten Tomatoes mehrheitlich kritische Besprechungen und ordnet den Film damit als „Gammelig“ ein.[21] Demgegenüber fallen die Bewertungen laut Metacritic im Mittel trotzdem „Grundsätzlich Wohlwollend“ aus.[22]
Bereits ein Jahr nach seiner Veröffentlichung nannte Raymond Benson Octopussy in seinem 1984 erschienenen Standardwerk The James Bond Bedside Companion eher „eine James-Bond-Actionkomödie als ein James-Bond-Thriller.“ Er fasste zusammen, der Film sei „unterhaltsam und spaßig, aber letztlich mittelmäßig.“[39]
Im Jahr 1996, 13 Jahre nach seiner Veröffentlichung, nannte James Berardinelli Octopussy einen der beiden „albernsten“ Bond-Filme. Die Handlung sei „so umständlich und verschachtelt, dass sie nicht viel Sinn ergibt. […] Letztendlich sind es die extravaganten Stunts und Verfolgungsjagden, die Octopussy vor dem Müllhaufen bewahren.“[24]
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Ian Fleming: Octopussy. Cross Cult, Ludwigsburg 2014, ISBN 978-3-86425-096-5 (englisch: Octopussy. 1966. Übersetzt von Stephanie Pannen & Anika Klüver).
- Danny Morgenstern: 007 XXS – 50 Jahre James Bond 007 jagt Dr. No. Damokles, Braunschweig 2012, ISBN 978-3-00-025293-8.
- Paul Duncan: The James Bond Archives. “No Time To Die” Edition. 3. Auflage. Taschen, Köln 2012, ISBN 978-3-8365-8932-1 (englisch).
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- James Bond 007 – Octopussy bei IMDb
- James Bond 007 – Octopussy in der Online-Filmdatenbank
- James Bond 007 – Octopussy bei Fernsehserien.de
- Hintergrundinformation über die Probleme bei Vorproduktion und Verfilmung (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Januar 2026. Suche im Internet Archive )
- Besetzung in Bildausschnitten (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Januar 2026. Suche im Internet Archive ) (englisch)
- Detailinformationen zu allen eingesetzten Gadgets (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Januar 2026. Suche im Internet Archive ) (englisch)
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Freigabebescheinigung für James Bond 007 – Octopussy. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK-Nummer: 53949/VDVD; abgerufen am 17. April 2026).
- ↑ Sixty Years of James Bond: Part I – Live Auction. christies.com, 2022
- 1 2 3 4 5 6 7 8 Production Notes. Auf: mi6-hq.com (englisch). Abgerufen am 29. April 2013.
- ↑ ‘Skyfall’ Soundtrack: Highest-Charting Bond Album in 27 Years. In: billboard.com, abgerufen am 22. März 2013. (englisch)
- ↑ Seiko G757 5020 Sports 100. In: jamesbondlifestyle.com, abgerufen am 27. Februar 2014.
- ↑ Frank Günthör: Artikel zur SEIKO TV-Watch. In: taschenfernseher.de, abgerufen am 27. Februar 2014.
- ↑ Bild In: taschenfernseher.de, abgerufen am 27. Februar 2014.
- 1 2 James Bond 007 – Octopussy. In: Deutsche Synchronkartei. Abgerufen am 12. Februar 2021.
- 1 2 MGM Home Entertainment Inc. (Hrsg.): Inside Octopussy. [DVD]. 2000 (englisch, imdb.com [abgerufen am 26. Oktober 2015]).
- ↑ Roger Moore: My Word is My Bond. HarperCollins, 2009, Kap. 12.
- ↑ James Bond: 50 Years of Main Title Design. Auf: artofthetitle.com (englisch). Abgerufen am 6. Januar 2013.
- 1 2 Box office / business for James Bond 007 – Octopussy. Auf: imdb.com (englisch). Abgerufen am 29. April 2013.
- ↑ Siegfried Tesche: Der große James Bond-Atlas. Wissen Media Verlag, Gütersloh/München 2008, ISBN 978-3-577-07305-9, S. 60–61.
- ↑ Steve Rubin, Siegfried Tesche: Die Hintergrund-Story zu 25 Jahre Bond. Kino Verlag, Hamburg 1987, ISBN 3-89324-026-8, S. 181–185.
- ↑ Release dates. Auf: imdb.com (englisch). Abgerufen am 29. April 2013.
- ↑ WorldwideBoxoffice. Auf: worldwideboxoffice.com(englisch). Abgerufen am 1. Mai 2013.
- ↑ Einspielergebnisse weltweit In: Stern-Edition 2/2012, S. 72–73.
- ↑ James Bond 007 Home Video – Blu-ray – 50th Anniversary Series. Archiviert vom ; abgerufen am 6. Juni 2024 (englisch).
- ↑ Octopussy. James-Bond-Hörspiele. In: jamesbondfilme.de. Abgerufen am 24. August 2019.
- ↑ JAHRGANG 1980–2000. Abgerufen am 18. Februar 2018.
- 1 2 James Bond 007 – Octopussy. In: Rotten Tomatoes. Fandango, abgerufen am 11. Januar 2026 (englisch, aggregiert aus 49 Kritiken).
- 1 2 James Bond 007 – Octopussy. In: Metacritic. Abgerufen am 11. Januar 2026 (englisch, aggregiert aus 14 Kritiken).
- ↑ Derek Armstrong: Kritik zu James Bond 007 – Octopussy ( vom 15. November 2019 im Internet Archive) bei AllMovie (englisch)
- 1 2 James Berardinelli: Octopussy. A Film Review by James Berardinelli. In: reelviews.net. 1996, abgerufen am 1. Mai 2013 (englisch).
- ↑ Volltreffer und Rohrkrepierer: sämtliche Bond-Missionen in der Manöverkritik In: Stern-Edition 2/2012 50 Jahre James Bond, S. 64–71.
- ↑ Vincent Canby: JAMES BOND MEETS ‘OCTOPUSSY’. In: The New York Times. 10. Juni 1983, abgerufen am 27. Oktober 2015.
- ↑ Richard Corliss: Cinema: The Bond Wagon Crawls Along. In: Time. 27. Juni 1983, abgerufen am 27. Oktober 2015.
- ↑ Review: ‘Octopussy’. In: Variety. 31. Dezember 1982, abgerufen am 27. Oktober 2015.
- ↑ Hans-Christoph Blumenberg: Im Kino. In: Die Zeit. 12. August 1983, abgerufen am 29. April 2013.
- ↑ Benjamin Svetkey, Joshua Rich: Countdown: Ranking the Bond Films ( vom 31. Oktober 2023 im Internet Archive) In: Entertainment Weekly (englisch)
- ↑ James Bond's Top 20. In: IGN. 17. November 2006, abgerufen am 20. November 2025 (englisch).
- ↑ Best Bond Film Results. In: mi6-hq.com. 3. Oktober 2012, abgerufen am 20. November 2025 (englisch).
- ↑ 007 MAGAZINE readers vote On Her Majesty's Secret Service as greatest ever Bond film! In: 007 Magazine. 2012, abgerufen am 20. November 2025 (englisch).
- ↑ Peter Travers: James Bond’s Best and Worst. In: Rolling Stone. 9. November 2012, abgerufen am 20. November 2025 (englisch).
- ↑ Peter Bradshaw: James Bond on film – 007's best and worst movies ranked! In: The Guardian. 24. August 2018, abgerufen am 20. November 2025 (englisch).
- ↑ Andy Kryza: The best James Bond movies of all time. In: Time Out. 8. Dezember 2021, abgerufen am 20. November 2025 (englisch).
- ↑ All James Bond Movies (1962–2021). In: IMDb. Abgerufen am 20. November 2025.
- ↑ James Bond. In: Letterboxd. Abgerufen am 20. November 2025.
- ↑ Raymond Benson: The James Bond Bedside Companion. Kindle-Edition. Crossroad Press, 2012
