Niederschlagung des Jacquerie-Aufstandes, Bild von Jean Froissart Der Bauernaufstand Jacquerie im Nordosten Frankreichs wird vom Adel blutig niedergeschlagen.
21. Mai: In Compiègne beginnt der Jacquerie genannte Bauernaufstand im Nordosten Frankreichs. Anlass sind die Verwüstungen, die Karl der Böse von Navarra im Hundertjährigen Krieg in der Umgegend von Paris angerichtet hat und die den Bauernstand besonders hart trafen. Die Aufständischen legen Hunderte von Schlössern in Schutt und Asche, ermorden Edelleute und begehen zahlreiche Gräueltaten. Der Aufstand wird bis zum 10. Juni vom Adel blutig niedergeschlagen. Die Rebellen erleiden furchtbare Rache für die von ihnen angerichteten Zerstörungen. Infolgedessen bleibt die Gegend nordöstlich von Paris auf lange Jahrzehnte völlig verwüstet.
Jeanne de Bourbon, Gemahlin des französischen Dauphins Karl, und deren familiären Anhang, die sich in der Burg von Meaux in Gefangenschaft befinden, wird durch Gaston III. de Foix aus den Händen der aufständischen Pariser Bürger befreit.
26. Juli: Elisabeth von Pommern wird mit dem Markgrafen Otto von Brandenburg verlobt, um einen zur Beendigung einer der vielen Kriege zwischen Pommern und Brandenburg geschlossenen Vertrag zu bekräftigen. Da aber bald neue Auseinandersetzungen beginnen, kommt es nicht zur Eheschließung.
18. Februar: Der in der Sakristei des Klosters des Heiligen Franziskus von Assisi geschlossene Friede von Zadar beendet den Venezianischen Krieg 1356–1358 zwischen der Republik Venedig und dem Königreich Kroatien in Personalunion mit Ungarn. Die Republik Venedig verzichtet auf ganz Dalmatien und das nordkroatische Küstenland von der Kvarner-Bucht im Norden bis zur Bucht von Kotor im Süden sowie auf die Küste bis Durrës im heutigen Albanien. Weiterhin darf der Doge von Venedig nicht mehr den Titel Herzog (dux) von Dalmatien tragen. Istrien dagegen bleibt in den Händen der Venezianer. Der kroatisch-ungarische König Ludwig von Anjou ist bei der Vertragsunterzeichnung persönlich anwesend. Mit dem Frieden von Zadar ist erstmals seit der Regierungszeit des Königs Dmitar Zvonimir (1075–1089) die ganze kroatische Küste wieder im Besitz der kroatisch-ungarischen Krone. Nur die Stadt Dubrovnik behält als Republik Ragusa einen Sonderstatus als autonome Kommune.
Abū ʿInān Fāris, Sultan der Meriniden in Marokko, gelingt die Einnahme von Tunis und die Vertreibung der Abdalwadiden, doch er muss nach Marokko flüchten, als die arabischen Hilfstruppen ihm die Huldigung verweigerten. Im gleichen Jahr wird er bei einer Palastverschwörung ermordet. Die Wattasiden erringen in den nächsten Jahren als Wesire Einfluss in Marokko.
10. Juni: Guillaume Caillet, mittelständischer Bauer und Anführer der ersten offenen Revolte der Bauernschaft gegen die adlige Grundherrschaft der französischen Geschichte
20. Juli: Albrecht II., Herzog von Österreich (* 1298)