Schädel eines der Opfer von Waldemar Atterdags Invasion von 1361, ausgestellt im Museum Gotlands Fornsalen in Visby (Gotland) Der dänische König Waldemar Atterdag erobert im Ersten Waldemarkrieg gegen die Hanse die wichtige Handelsstadt Visby.
Waldemarkreuz in Visby aus dem 14. Jh.; die lateinische Inschrift erinnert an die Schlacht vom 27. Juli 1361
27. Juli: Waldemar IV. besiegt mit seinen Rittern auf Gotland ein Heer der Landbevölkerung in Sichtweite der Stadtmauern von Visby, dessen Stadttore geschlossen bleiben. Die wichtige Handelsstadt Visby wird nach der Schlacht eingenommen. Die wendischen Städte, die Waldemar im Vorjahr noch bei der Eroberung Schonens gegen Schweden unterstützt haben, empfinden die Eroberung als Bedrohung ihrer Handelsverbindungen, und so ist die Schlacht ein Auslöser für den bis 1370 dauernden Ersten Waldemarkrieg der Hanse gegen Dänemark. Auf Seiten der Hanse ist die Reaktion der Städte aber nicht einheitlich.
30. April: Otto von Hessen, Erzbischof von Magdeburg, stirbt. Dietrich von Portitz, bisheriger Bischof von Minden wird auf Wunsch des Kaisers vom Papst gegen den Willen einiger Domherren zu seinem Nachfolger erhoben und zieht am 16. November feierlich in Magdeburg ein und empfängt die Huldigung des Landes. Wie in Minden gehört zu seinen ersten Aufgaben die Konsolidierung der zerrütteten Finanzen.
Die zweite große Pest-Epidemie wütet seit dem Vorjahr weiter in Europa, unter anderem fällt ihr am 22. Juli der venezianische Doge Giovanni Dolfin zum Opfer, nachdem dieser bereits seine Gattin und seinen ältesten Sohn verloren hat. Zehn weitere venezianische Adelsfamilien sterben infolge der Krankheit aus.