Februar: Raimunds Kreuzfahrer belagern die Festung Arqa nahe Tripolis. Die Belagerung wird am 13. Mai erfolglos abgebrochen. Währenddessen gestattet ihnen der ägyptische Kalif in Kairo, al-Mustaʿlī bi-Llāh, als friedliche Pilger nach Jerusalem zu ziehen. Der junge Herrscher hat noch nicht begriffen, dass die Christen die Stadt erobern wollen.
Die Belagerung Jerusalems durch die Kreuzfahrer 1099, Darstellung um 1300
7. Juni: Die Belagerung Jerusalems durch das Heer des Ersten Kreuzzugs beginnt. Aufgrund des Mangels an Nahrungsmitteln und Wasser in der Umgebung leiden die Kreuzfahrer mehr als die Stadt, die auf die Belagerung gut vorbereitet ist. Ein Sturmangriff am 13. Juni schlägt fehl. Kurz nach dem Angriff erreichen aber einige christliche Schiffe den Hafen von Jaffa, so dass die Kreuzfahrer sich für eine kurze Zeit versorgen können. Sie beginnen, aus Samaria Holz herbeizuschaffen, um Belagerungsmaschinen zu bauen. Ende Juni erreicht sie die Nachricht, dass ein fatimidisches Heer aus Ägypten heranmarschiert.
8. Juli: Aufgrund der Vision eines Priesters fasten die Kreuzfahrer und beginnen unter dem Spott der Stadtbevölkerung Psalmen singend einen Umzug um die Stadt. Der Umzug hält am Ölberg, wo Peter der Einsiedler, Arnulf von Chocques und Raimund von Aguilers Predigten halten.
15. Juli: Der Erste Kreuzzug erobert mithilfe der fertig gestellten Belagerungstürme Jerusalem. Anschließend kommt es zu einem Massaker an der muslimischen und jüdischen Bevölkerung der Stadt. Die genauen Opferzahlen sind umstritten und liegen zwischen 3.000 und 30.000.
12. August: Die Kreuzfahrer unter Gottfried von Bouillon siegen in der Schlacht bei Askalon über ein fatimidisches Heer unter al-Afdal Schahanschah, der zurück nach Ägypten flieht. Die Stadt Askalon bleibt allerdings unter fatimidischer Herrschaft und wird zur Operationsbasis für Angriffe auf Jerusalem.